Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Samstag, 4. Juli 2015

Trägheit + Kunst × Erde = RobotEs?

Oder lautet die Beitrags-Titel-Gleichung: Kunst + RobotEs - Erde = Trägheit?

Titel: Das "Wesen" des Trägheit

Aus das Süddeutsche Zeitung (SZ), vom 01. Juli 2015, Wirtschaftsteil, einer Seite mit alternativen Ideen zum aktuellen Wirtschafts- und Politikmuster.
Den unten eingestellten Auszug aus der Themenseite hat Katharina Brunner geschrieben. 

Überschrift: Aktiensozialismus: Der Staat im Aufsichtsrat 

Aktien und Sozialismus sind zwei Begriffe, die im Grunde nicht so recht zueinander passen. Giacomo Corneo, Professor für Öffentliche Finanzen, verwebt diese Elemente: Die Marktwirtschaft bleibt erhalten, das Privateigentum wird jedoch eingeschränkt. „Der Aktiensozialismus ist bewusst ein evolutionärer Versuch“, sagt Corneo von der Freien Universität in Berlin. Voraussetzung dafür ist eine neue Institution, die nach dem Vorbild der Bundesbank gestaltet sein soll. Comeo hat sie Bundesaktionär getauft. Anstatt um stabile Preise, kümmert sich der Bundesaktionär um Renditen von Grosskonzernen. Denn die grossen Unternehmen gehören im Aktiensozialismus zu 51 Prozent dem Staat. 

Doch im Gegensatz zur Planwirtschaft leitet sie der Staat nicht. Das machen weiterhin Manager — wie auch in anderen Firmen mit Mehrheitsaktionären. Die Öffentlichkeit nimmt über einen anderen Kanal Einfluss: Vertreter des Bundesaktionärs sitzen in den Aufsichtsräten. Gewinne sind im direkten Interesse des Staates, denn er profitiert finanziell: „Die Kapitalrenditen teilen sich dann nicht nur Minderheiten, sondern fliessen auch in den öffentlichen Haushalt“, sagt Corneo. Eine soziale Dividende, die mehr Geld für den WohlfahrtsStaat und damit eine gerechtere Verteilung des Wirtschaftswachstums bedeute. 


Das Konzept ist Ergebnis seiner Forschung zu Ungleichheit und Umverteilung. Beeinflusst hat ihn der Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Stiglitz: „Er zeigt, dass auch komplizierte Ökonomische Fragestellungen mit den Instrumenten der Mathematik gelöst werden können.“ 


Der gebürtige Italiener Corneo glaubt, dass wir uns an einer Weggabelung befinden: Wollen wir ein System mit einer kapitalistischen Elite und einer Mehrheit ohne Mitspracherecht? Oder wollen wir eine wirklich offene Gesellschaft mit politischer und ökonomischer Selbstbestimmung? Ihm, ist bewusst, dass seine Idee des Aktiensozialismus auf Widerstände stossen wird. Bei den Eliten, aber „leider auch in den Köpfen derjenigen, die eigentlich am meisten davon profitieren würden“. Er meint die Mittelschicht.


Zur Person:  Giacomo Corneo, Professor für Öffentliche Finanzen, sagt: „Der Aktiensozialismus ist bewusst ein. evolutionärer Versuch.“ Der Italiener glaubt, dass sich die Menschheit an einer Weggabelung befindet und sich entscheiden muss.


Ende SZ-Text von KATHARINA BRUNNER

Dem stimme *ich zu. Ich erachte das für ein sehr annehmbare Alternative.
Auch *ich ahne, dass das allermeiste menschliche soSein eine soche Idee vollumfänglich ablehnt, weil sie dem Egoismus und alten gewohnten Macht-Anspüchen und Traditionen widerspricht. Selbst Angebote, die das Wohlbefinden erhöhen (mehr tägliche Bewegung und umfangreiches Wissen verhindern fast sämtliche nicht erbliche oder von Giften verursachte Krankheiten; auch ein Mehr an mit-Entscheidung in allen Bereichen ist fast ohne Zustimmung - Egoismen sind damit nicht gemeint), werden aus Bequemlichkeit und alter Gewohnheit abgelehnt.

Es ist schon eine Seltsamkeit des daSein - und wohl auch des DaSein -, dass beständig wider das verifizierte Wissen gehandelt wird - und *ich betone das extra: mehrfach geprüftes und somit als stimmig bewiesenes Wissen, also kein blosses Glauben. Auch *ich kann somit bemerken, dass die natürliche Trägheit, also das Trieb[? Oder geht das sogar noch tiefer?] Alle Energie (Bewegung) zu sparen, jede HandlungsKette mit oder ohne Ziel, mit dem geringsten Aufwand an DaZwischen-Schritten zu tun, das Hindernis für jede Verbesserung und Erweiterung der Solidarität und damit auch des Anstiegs von mit-Entscheidung jedes einzeln-Es ist.

Kurz formuliert: Das Trägheit des DaSein ist das "Elixier" der Macht. Die strenge Hierarchisierung und nicht-GleichWertgkeit des daSein - AUCH des Menschen - ist eine Wirkung der natürlichen Trägheit. Dass diese natürliche Gegebenheit in ein paar wenigen Bereichen des Mensch-daSein - z.B. auch in Teilen des EU - etwas weniger streng ist, ist, wie alles im DaSein, des ebenso natürlichen Vielfalt zu verdanken. Diese Verschiedenheit in und von AllEs und All-Es {Gleichheit} in allem daSein ist vielleicht noch grund-legender als der Zwang zur Optimierung und EffizienzSteigerung allen Energie-Aufwands (Trägheit)? So vermute *ich, dass das Trägheit leicht zu senken ist, das Verschiedenheit jedoch nicht, wenigstens nicht in dem Ausmass, wie das Bequemlichkeit und damit das Zwang zum Sparen jeglichen Energieaufwands (Bewegung).

Das Mensch ist bis Jetzt eher eingeschränkt, stirbt "lieber" viel zu früh und ist ohne wirkliche Freiheit, als das Wissen zu erhöhen und auch allgemein mehr in Bewegung da[zu]Sein. Die "ersparte" Energie stecken wir "lieber" in Technik und Roboter. Die dann aber wenigstens, wie "Menschen" aussehen sollen.
Die Frage ist ja bis Heute ungeklärt: Wissen wir Menschen warum wir tun, was wir tun, und wozu das wird, was wir jetzt tun. Eindeutig, nein. Aber was weiss *ich schon, ob das nicht genau so daSein muss, ob nicht genau das unser daSein-Zweck ist: unbedarft aber vorübergehend teilweise findig zu verschwinden?
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Katzen - Inhalt
Ist doch so?
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Titel: Was ist das Wirkung von Millionen  $ für alte Kunstwerke auf *mich?

Das nun folgende ist wahrscheinlich naiv und plump provokativ und bestimmt ohne Verständnis für das Kunst und die Künstl-Es, allein, es ist ...

Nur {m}eine Meinung:
"Die Kunst" (also jeweils ein paar Menschen innerhalb der Vielen. Das ist nur meine Naivität und Lust auf Genauigkeit, dass *ich das erwähne; die längeren Leses wissen, dass *mir das schmähen oder denunzieren fremd ist, und *ich Ironie kennzeichne.) ist irgendwann mal angetreten die(?) Wirklichkeit auszuleuchten und somit auch das (das Wirklichkeit hat kein Geschlecht, oder?) Wirklichkeit, das den Menschen uner- und unbekannt war / ist. 
Neben diesem Erhellen des Gegebenen und Aktuellen, ergriff das Kunst (hat Kunst ein Geschlecht?) auch das RaumZeit und erschuf das Geschichte (hat ... ?) und bettete menschliches und nicht-menschliches Geschehen darin ein, machte Vergangenheit erlebbar. Mehr noch, das Kunst versuchte auch zu erklären was war, was ist und was [vielleicht] mal ist.

Kunst war und ist also - für *mich - die Benennung eines Mangels, besser die Benennung der Handlungen, die dieser Mangel fordert und erregt. Kunst forschte, Kunst versuchte, Kunst bezeichnete, Kunst deutete, Kunst hob an, Kunst phantasierte und Kunst bewies. Kunst erweiterte das Erkennen und verstörte das Geglaubte und errodierte das Fixierte. Kunst war das Werkzeug einer Fähigkeit des Menschen, des Bewusst-Sein {Aufmerksamkeits-Steuerung und In- und Umgebungs-Wahrnehmung (also der Sinne nach Innen wie nach Aussen)}, und war die Forderung der grossen Verletzlichkeit menschlichen daSeins / soSeins. Angst, Unsicherheit und Neugier sind wohl die Erregungen (Gefühle?) die diese panzer- und krallenlose Verletzlichkeit und die Zartheit unserer Oberfläche {nur Haut?} bewirkt.

Das sind wir im Grunde unverändert, aber wir haben inzwischen sowohl die Panzer-, als auch die Krallen-losigkeit beendet. Und damit sinkt wohl auch unser Interesse an Erweiterung und an das Erhellung des Innen und des Aussen. Das Wirklichkeit sInteresse lässt mehr und mehr nach und fällt langsam in Ruhe zusammen. Je mehr wir sind und je mehr Maschinen wir erschaffen, um unser Tun zu sparen, umso Nachlässiger ist alle Kunst, darin auch das Philosophie.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das Kunst war mal, ware mal, wäre mal gewesen, haucht gerade die verbliebenen Sinnesreize aus, ist schon fast nur noch Vergangenheit; und alle Vergangenheit ist den fast Allen "über Alles" und somit lieb und teuer. Vergangenheit ist fast das Teuerste, was wir haben, oder?

Kunst war mal interessant, war mal erweiternd und erheiternd, erhellend und bellend. War. Das: Was ist?, ist das Kunst abhanden gekommen, Zuwanderer und Obdachlose auf Bühnen, Fotos vom Elend und Krieg, Filme ohne Script und Schnitt, Skulpturen und Malwerke ohne oder mit Form, Musik die nur möchte und nimmt, was war, bezeugen das alltäglich.

Milo Raus "Kongo Tribunal", zur RaumZeit in den Berliner Sophiensälen, ist von dieser Kritik deutlich ausgenommen. Es gilt, wie immer Ausnahmen bestätigen die Regel. 

Kunst ist *mir, bis auf langsam verschwindende Rudimente, bestenfalls Objekt-"Verschönerung", aber fast immer blosse ab und zu nette Dekoration / Auflockerung des Alltäglichen. Was sagt das zu den Schöpf-Es von Kunst - im VerGleich zu dem, was Kunst mal war; was Kunst mal bewirken wollte -? Dass das Mangeln und das Unbehaustheit im Menschen gestillt ist? Nein.

Es bedeutet wohl, dass wir sediert sind. Dass all das Technik und Maschinen-Brimborium und unsere geballte Anzahl auf diesem so sonnigen kleinen endlichen Planeten-System Erde-Mond uns immer wurschtiger Macht? 
UND!, dieses Textchen ist keine Kunst, und *ich bin KEIN Künstl-Es, nein, so wie es um das Kunst ist, möchte *ich das nicht sein.
Danke.

W-Es schrieb das?:
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*ich
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Titel: Das Abscheu nach der Herkunft / Ursprung

Wie unangenehm ist uns, dass wir erdmondliche LebeWesen sind?

Das was viele "Dreck" nennen, was aber ehemals lebendige Pflanzen waren und weit vor uns und jetzt der Lebensbereich von MultiBillionen Mit-LebeWesen ist, ist auch unsere erLeben-sGrundlage, wird aber fast von all-Es nur getreten und mit Dreck (nicht-Pflanzen und deren "Abfall") zugemüllt, wird jeden Tag Hektar für Hektar geteert und zubetoniert. Dass das nicht so sein müsste, ist auch klar.

Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 24. Juni 2015, Wissenschaft-sBeilage, von Julia Gros

Überschrift: Mikrobiologie. Über Leben im Dreck
Untertitel: Ob nun im Erdboden oder am Meeresgrund: Überall tummeln sich Mikroben, die noch keiner kennt. Erst allmählich gelingt es, sie zu erforschen - mit Überraschungen für Klima und Medizin.
Daraus ein paar Auszüge:

[...]

Ob nun in der Tiefsee, auf 3000 Meter hohen Berggipfeln, im menschlichen Darm oder im ewigen Eis: Überall auf der Erde tummeln sich Mikroorganismen. Massen von Mikroorganismen. In einem einzigen Gramm Waldboden sind es bis zu 100 Milliarden Zellen von über 10 000 verschiedenen Arten. Manche sind Energiesparwunder wie offenbar die Mikroben aus dem Meeresboden. Manche, wie etwa bestimmte Streptomyces-Arten, produzieren wichtige Antibiotika - rund die Hälfte aller Medikamente beruht auf Stoffwechselprodukten von Bakterien. Manche bauen Giftstoffe ab, wieder andere töten Pflanzenschädlinge. Dass sie noch weitere großartige Fähigkeiten haben, ist zu vermuten. Aber wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen, vielleicht fünf Prozent - einige Mikrobiologen glauben, weniger als ein Prozent. Man könnte viel von ihnen lernen, aber der größte Teil der Mikroben widersetzt sich den Forschungsmethoden der Wissenschaftler, lässt sich nicht detektieren und nicht im Labor vermehren.

Das ändert sich jetzt. Zum Teil neue, zum Teil verbesserte Methoden öffnen ein Stück weit die Tür zum Universum der Mikroorganismen. „Die Frage ,Wer ist da?‘ kann man heute durch die kulturunabhängigen Technologien ganz anders angehen als früher“, sagt Paul Illmer, Mikrobiologe an der Universität Innsbruck. Inzwischen lassen sich Erbgut-Schnipsel aus einer Bodenprobe auslesen, und ihr Vergleich mit bekannten DNA-Sequenzen in den Datenbanken weist auf die Anzahl der vorhandenen Arten hin. Auf diese Weise gelingt es Forschern, beinahe jede Woche neue Arten zu entdecken.

[...]

„Wir Biologen sind überwältigt von der Vielfalt und den Größenordnungen, mit denen wir es zu tun haben“, erklärt Antje Boetius, Tiefseeökologin am Max-Planck-Institut für marine Meeresbiologie in Bremen. Das Netzwerk der Mikroorganismen ist für Forscher wie ein Puzzle mit Milliarden von Teilen. Die Einzeller haben sich teilweise so spezialisiert, dass sie nur in Gesellschaft von anderen Mikroben existieren können, weil sie von deren Abfallprodukten leben.

Angesichts dieser Komplexität kratzen DNA-Analysen nur an der Oberfläche. Trotzdem haben Mikrobiologen bereits zahlreiche Fakten zutage gefördert, die grundsätzliche Fragen beantworten. Allerdings kam auch Besorgniserregendes ans Licht. So beobachteten sie in den Ötztaler Alpen, dass Klimaveränderungen in den vergangenen sieben Jahren nicht nur die Pflanzenwelt beeinflusst haben. In einer Höhe von 2700 bis 3500 Metern veränderte sich sowohl die Zahl der Mikroorganismen im Boden als auch die Zusammensetzung der Gemeinschaft. Davon profitierten unter anderem solche Mikroben, die Methan produzieren - ein potentes Treibhausgas. Der Klimawandel könnte sich durch diesen Effekt weiter beschleunigen.

[...]

Ähnlich mühsam ist es, die funktionellen Eigenschaften der neu entdeckten Arten zu charakterisieren. Das extrem langsame Wachstum vieler Einzeller macht ihre Analyse mit den üblichen Methoden so langwierig, dass sie den Rahmen von Doktorarbeiten oder die zeitlichen Vorgaben von Forschungsprojekten sprengen. 90 bis 99 Prozent der Organismen haben sich bisher überhaupt nicht im Labor kultivieren lassen. Sie wachsen einfach nicht in Petrischalen, egal mit welchen Nährstoffkombinationen Forscher sie hochzupäppeln versuchen. „Durch die Hetze um Mittel und Publikationen ist die geduldige, langsame Mikrobiologie der Kultivierung und Beobachtung von Kleinstlebewesen aus der Umwelt schon fast ausgestorben“, sagt Antje Boetius.

Aber auch auf diesem Gebiet gibt es Fortschritte, auf die man beispielsweise in der Medizin angewiesen ist. Anfang des Jahres sorgten Kim Lewis und Slava Epstein von der Northeastern University in Boston mit ihrem Team für Aufsehen, als sie ein Antibiotikum einer ganz neuen Wirkstoffklasse vorstellten: Teixobactin. Sollte sich diese Substanz in den bevorstehenden Studien als bei Menschen wirksam und sicher erweisen, wäre es das erste neue Antibiotikum seit 1987. Eine Sensation, jedoch wurde in den Berichten meist nur am Rande erwähnt, dass Teixobactin von einem bis dato nicht kultivierbaren Bodenbakterium stammt. Nun konnte es mit Hilfe einer in Boston entwickelten, erstaunlich schlichten Methode gewonnen werden; die Forscher tauften den winzigen Produzenten Eleftheria terrae.

Ende F.A.Z.-Auszug von JULIA GROS

Die Frage ist also, welche Verbesserung und Verschönerung wir uns also täglich zubauen und vernichten? Aber der Artikel deutet ja an, dass wir unser Wissen und unseren Ein- und UmBlick beständig erweitern. Es bleibt die Tatsache, dass wir weiterhin konsequent zubauen, zumüllen und vernichten.
Trägheit? Siehe oben.
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Das Foto ist ein Ausschnitt
aus der SZ vom 02. Juli 2015
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Titel: Das erLeiden des RobotEs

Das folgende Textchen ist eine weitere Reaktion und meine unermüdliche Antwort-Suche, auf das Frage: Wie nützlich sind Maschinen, wie gefährlich sind Maschinen und wie weit sollten wir sie nutzen und wie sollten wir sie gestalten?

Eine Facette der Antwort-Findung ist:

Schlimm ist ja schon, dass das Mensch die Verletzlichkeit und Verwundbarkeit des daSein im DaSein, also auch die jedes Menschen, weder besonders anerkennt, noch erst richtig wertschätzt, als das, was es ist: eine Grundlegung und Notwendigkeit des daSein und des DaSein als Ganzem; aber am schlimmsten daraufhin ist, dass das Mensch aufGrund dieser fehlenden Wertschätzung sich selbst für dauernd Unvollkommen, nein, mehr noch, weil Unvollkommenheit ist ja auch eine der Grundlagen des DaSein, nein, das Mensch hält das Mensch-daSein für überflüssig, arbeitet "heiter" an seiner Abschaffung.

Langer BandwurmSatz, *ich weiss.
Das Frage ist: "Wie weit geht unsere unbewusste Selbst-Ablehnung?"
Also ernstlich, wie stark ist unser Leiden am blossen daSein, ist die grausige Ablehnung des Selbst (und auch [je]des anderen Selbst) und das gewalt[tät]ige Misstrauen gegenEinander, das unser Normalzustand ist? Bis auf nur geringste Ausnahmen. So stark, dass viel-Es {Menschen} Maschinen für einen Ersatz oder "gute" WeiterEntwicklung des erdmondlichen und darin des menschlichen erLebens erachten, manch-Es sogar für "die besseren Menschen".

Anstatt wir Menschen also unser daSein in aller Verletzlichkeit und dauernden Unvollkommenheit endlich{keit} anerkennen und das wirklich Beste daraus gestalten (und da gibt es so einiges an Um- oder Aus-Gestaltung, sogar soviel, dass das wohl die "Phantasie" der meisten Menschen entweder überfordert und/oder verengt / verängstigt) und in überwiegender Freude (das Leid nicht vergessend, das auch am erLeben beteiligt ist; aber es muss ja nicht überwiegen, wie es das Aktuell tut, oder?) das bisschen erLeben geniessen, das jed-Es ist, werkeln wir verzweifelt und Fremd gesteuert (unbewusst) an unserer Abschaffung.

Denn, was bleibt dem Menschen übrig, wenn alles Tun und Wissen auf Technik übertragen ist, wenn der Optimierungs- und Effizienzsteigerungs-Wahn bald die Goldmedaille und das Siegerschleifchen umgehängt bekommt?

Dienstag, 23. Juni 2015

An der Front der unerbittlichen Beharrlichkeit

Titel: Die Wirkung fast völliger VerUnsicherung des daSein?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 22. Juni 2015, geschrieben von Cai Tore Philippsen

Überschrift: ESA startet Sentinel-Satellit: Ein neues Bild der Erde
Untertitel: Die europäische Weltraumorganisation Esa will einen Satelliten ins All schießen, der Maßstäbe setzen soll. Wenn alles glückt, konnten nie zuvor so schnell so große Gebiete der Erde in einer so hohen Qualität aufgenommen werden. Und er soll sogar das Unsichtbare sehen.


Und das (--> dieser Satellit und dessen Können und sein Auftrag) ist doch auch ein kleiner Stich in den von einigen MitMenschen so teils hysterisch geführten Protest zur (gegen) ebenerdigen Überwachung.

Wenn *ich das alles so einigermassen zusammen bringe, also sowohl die gesammte Protokollierung und Daten-Sammlung und -Speicherung in den Netzen, bei sämtlichen Behörden (auch "Geheim"-Dienste), bei allen "Privat"-Firmen jeder Grösse und Sparte, dann komme *ich zu der Konklusion, dass wir Menschen in breitester Masse genau das brauchen und wollen, und deshalb auch mit breitester Unterstützung fördern, und mit allen technischen Mitteln auf- und ausbauen.

Provokant geschrieben: die paar Mahner und Warner und Gegner in unserer Mitte, nehmen wir gerne in Kauf und nicken Denen artig zu und klopfen Denen aufmunternd auf die Schulter, tätscheln beruhigend deren Hinter- oder auch Vorderköpfe, und machen ansonsten unbeirrt weiter. "Andersempfindende {denkende} und -fühlende" werden zumindest in West-Europa inzwischen nicht mehr getötet, sondern "nur" noch ... naja, Sie wissen schon, s.o., belächelt oder ignoriert. Das können wir Menschen ja bestens, oder.

Die Frage, die *mir Sorgen bereitet ist: Brauchen wir Menschen diese Totale und Absolute und bis ins kleinste und ins GRÖSSTE [er]reichende Überwachung und InformationsDichte und -Fülle. Oder ist das Neurotisch oder sogar ein unbewusster Wahnsinn, der uns dazu treibt ALLES und JEDES auszuforschen? 

Könnte auch einfach nur "natürliche" Neugier sein, oder die Befriedigung eines ebenso natürlichen Sicherheits-Bedürfnisses? Also, alles Gesund, oder doch eher in Richtung Paranoia?

Ich bin da, wie geschrieben noch im Zweifel, ob *ich der Richtung "Totaler Überwachung und Informations-Sammlung" folge und damit darin auch einen Sinn erkenne, oder ebenfalls dagegen opponiere?

Was zu diesen Gedanken und zur totalen Überwachung und Informations-Speicherung noch ziemlich gut passt, ist das unter dem Foto folgende.
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Da quetschen sich also stets auch so hübsche Mit-
LebeWesen, als Gattung auch Blumen benannt,
zwischen so fleischlich menschlichen Ernst.
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Titel: Ist eine Forderung des DaSein (mit Zwang befördert), das totale / absolute GeWissen?

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 25. April 2015, Beilage Wissen, geschrieben von Christian Weber

Überschrift: Datafiziert
Untertitel: Computer entscheiden über Kredite, Algorithmen erkennen frühzeitig, ob Frauen schwanger sind: Derzeit verändert sich etwas Grundsätzliches im Verhältnis von Mensch und Maschine. Sogenannte Big-Data-Technologie kann mit Hochleistungsrechnern und neuartiger Software ungeheure Datenmengen verarbeiten, die aus den unterschiedlichsten Quellen stammen. Die Folgen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden gewaltig sein. Es geht um das Ende der Privatsphäre und um die nächste industrielle Revolution. Sie wird unser Leben ähnlich verändern wie die Erfindung der Dampfmaschine.

{Ich bin ja froh, dass in diesen Sätzen wenigstens die Untergangs-Stimmumg fehlt und nur "gewaltige" Veränderungen angedroht werden, denn was ist Gewaltig anders als Bedrohlich! Deshalb erstarren wahrscheinlich auch die Menschen meist und mit dieser Masse Mensch auch deren "Entscheidend-Es" und unsere sogenannten "Verantwortlichen". Während die Wissenschaft und IT-Industrie unbeirrt weiter macht. Um uns zu beglücken? Dazu weiter unten noch ein paar Sätze.}

Hier noch ein Foto-Auszug aus obigem SZ-Artikel:
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Titel: Das "klügere" gibt nach?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 22. Juni 2015, geschrieben von Friedemann Bieber und Katharina Laszlo

Überschrift: Die Zukunft der Menschheit
Untertitel: Was hilft der kluge Kopf in der viel klügeren Welt?
Am „Future of Humanity Institute“ in Oxford denken Wissenschaftler über die Frage nach, wie die Menschheit im technischen Fortschritt ihr Überleben sichern kann – und was für eine Menschheit das sein wird.


Hier ein kurzer Auszug aus dem F.A.Z.-Artikel:

Der spekulativen Elemente in ihren Überlegungen sind sich die Wissenschaftler bewusst, sie üben sich in Bescheidenheit. „Wahrscheinlich habe ich Überlegungen von entscheidender Bedeutung nicht berücksichtigt“, schreibt Nick Bostrom, Gründer und Direktor des Instituts im Vorwort seines jüngsten Bestsellers „Superintelligenz“, „womit einige oder alle meine Schlussfolgerungen ungültig wären.“

{DasSelbe gilt selbstverständlich auch für *mich und mein Folgern und meine Ideen oder Wünsche!}

[...]

Als Professor möchte Bostrom die Frage nach dem Menschenmöglichen nun selbst beantworten.
In „Superintelligenz“ entwirft er eine Übersicht verschiedener Szenarien, die zur Entwicklung eines artifiziellen, übermenschlichen Verstandes führen könnten, und begründet, warum Menschen eine solche Intelligenz kaum kontrollieren könnten. Diese Sorge teilt der Physiker Stephen Hawking. Er warnte kürzlich, intelligente Maschinen könnten „das Ende der Menschheit“ bedeuten und riet zur Flucht ins All.

[...]

Bostroms Intelligenzbegriff ist eng umgrenzt und technisch. Ein Akteur ist intelligent, wenn er in der Lage ist, ein ihm gestecktes Ziel zu erreichen. Nach dieser Definition sind Maschinen in einigen Bereichen bereits intelligenter als Menschen. Der Computer Deep Blue setzte 1996 den amtierenden Schach-Weltmeister Garri Kasparow matt. Fünfzehn Jahre später stach Supercomputer Watson die besten menschlichen Kandidaten in der Quizshow „Jeopardy!“ aus. Eine verlorene Schachpartie, eine Niederlage in einem Ratespiel, das klingt nicht nach Weltuntergang. Nur wäre eine Superintelligenz dem Menschen nicht allein in Teilgebieten, sondern in jeder Hinsicht überlegen. Dass solch eine Superintelligenz kein Bewusstsein hätte, macht sie für Bostrom nicht weniger gefährlich. Angenommen, man stellte ihr die Aufgabe, das Wohlbefinden der Menschen zu maximieren, räsonniert er in seinem Buch. Vielleicht würde sie errechnen, dass sie dieses Ziel am besten erreicht, indem sie uns Elektroden ins Gehirn pflanzt und ein Feuerwerk an Endorphinen zündet.

[...]

In der Idealvorstellung der FHI-Forscher formen wir heutigen Menschen bloß den Urschleim für zukünftige, vollkommene Wesen, die das ganze Universum bevölkern. Eine solche Kolonialisierung, glaubt Bostrom, werden wir kaum mit unseren „kleinen biologischen Gehirnen“ bewältigen können. Trotz aller Gefahren hofft er daher, dass die Menschen einen Weg finden, eine Superintelligenz zu bauen und zu kontrollieren. Wer immer die Menschen dann sind.

Ende F.A.Z.-Text

Und wenn *ich das dann zu dem ganz obigen F.A.Z.-Artikel und meinen Gedanken zur Informations-Sammlung und der zunehmenden Total-Überwachung dazu addiere und im Hinterkopf bedenke, dass dieses gesammelte Wissen von uns, aus uns, über uns und aus den WEITEN des Universums, alles in Maschinen steckt, und noch dazu mit dem Wissen, dass wir Maschinen immer beweglicher, autonomer und steckdosen-unabhängiger gestalten, dann wird *mir etwas bange, fast schon Angst.

Das Mensch scheint wirklich nur das Produktions-Gehilfe irgendeines Wollens im DaSein zu sein, das AUCH in uns wirkt; und eben auch dazu führt, dass bestenfalls eine Handvoll Menschen innerhalb der riesigen Masse von inzwischen weit über 7 Milliarden Menschen näher- und weiterreichende Fragen stellt? Der Rest, ist die Behinderung von Aufklärung und Wachheit, von nicht nur WissensSammlung, sondern auch stets kritischer Wissens-Befragung und -Verwertung.
Das ist eine leidige Tatsache, denn die Anstrengungen und Ausgaben für die wechselseitige freie und aktuelle Wissens-Vermittlung und dessen kritischer Betrachtung, auch in Form von Kunst, ist absolut marginal.
Ist nichtig, im Vergleich nur z.B. mit den Ausgaben für Mauern, Zäune, Militär und Waffen.

Und das bei der ganz klaren Gewissheit, dass je aufgeklärter und bewusster und Kritikfähiger Menschen sind, sie auch umso friedlicher und freundlicher und mitEmpfindender im mitEinander umgehen. Es ist schon erstaunlich und für *mich immer unfasslicher, wie beharrlich wir einander lieber denunzieren, misstrauen und gegeneinander arbeiten und uns in Massen töten, und ebensolche Anstrengungen und Waffen unerbittlich fordern und fördern, anstatt dem Wissen und der Vernunft und inzwischen fast endlos vielen Forschungs-Ergebnissen zu unserem Sozial-Verhalten trauen, die alle den Eingangs-Satz dieses Absatzes belegen.

Aufruf: "Fördert von Anbeginn an das Vernunft {also den Wissensgehalt, die Logik und das Selbst-Verständnis} und Weitsicht und Sprach- und Kritik-Fähigkeiten von menschlichem Nachwuchs, fördert den Gemeinsinn und die Entscheidungs-Fertigkeiten des Menschen, und fast alle unsere Krisen und Gewalttaten und jede Menge Krankheiten und sonstiger Freudlosigkeiten werden Vergangenheit sein."
Aber viel Hoffnung habe *ich nicht in die Wirkung solcher Aufrufe.

Es bleibt wohl dabei, dass wir Menschen wirklich nur Gehilfen sind oder auch Durchgangsmittel für irgendEtwas Zukünftig-Es. Das anders im, mit und um das Selbst agiert. 

Montag, 22. Juni 2015

TassenSchrank oder das Bittere im Tee

Titel: Plädoyer für die Abnutzung von Worten

Mir wurde, ob meiner Meinung zum Begriff "Rassismus" und zu dessen Folgen / Wirkung, vor kurzem von durchaus philosophisch und sprachlich gebildeten Menschen, in einer langen Diskussion: Diskursunfähigkeit, Geschwurbel, Esoterik, Dummheit, Unbelehrbarkeit, Dunning-Kruger-Effekt, Petitio Prinipii, Dogmatik, ein völlig verqueres Weltbild, Grössenwahn und mehr vorgeworfen.

Ein Satz fiel auch zu meinen Blogs: " Ja, Ihre Blogs. Sie zeigen auf, dass an Ihrer sehr speziellen Art, Befindlichkeit mit Rechthaberei zu mischen, niemand interessiert ist - was Sie selber mehrfach thematisieren. Was kein Wunder ist, wenn man sich das hermetische Geblubber durchliest. Aber halten Sie sich nur weiter für einen Philosophen und freien Autor, wenn es Sie glücklich macht. Gern. Nur hören Sie bitte auf, anderen mit Ihrer Gelehrsamkeitssimulation auf die Nerven zu gehen."

Tja. Das ist mal 'ne klare Kante.
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Ein Blumen-Fund in der Arndtstr.
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Der Ausgangspunkt dieser zum Schluss etwas unfreundlichen (auch von *mir) Diskussion, ist mein schon vielfach beschriebener Eindruck, dass mit der Benutzung von Begriffen wie Rassist, Rassismus und Rassenfrage, also allen Worten, die "Rasse" als Hauptbestandteil beinhalten, auch die Meinung, der Glaube oder sogar die Gewissheit weitertransportiert - oder aufrecht erhalten wird -, dass es menschliche Rassen gäbe. Dass das Menschheit also in biologisch determinierte (abzugrenzende) Untergruppen geteilt oder sortiert ist.

Fakt ist jedoch, dass das Mensch eines der wenigen erdmondlichen Spezies ist, deren biologische Grundlage, also das DNA, die geringste Variabilität aufzeigt. Egal ob Inuit, ob Kenianer, Koreaner, Maori, Franzose, Yanomami, kurz geschrieben, egal welchen Menschen Sie mit welchem anderen Menschen bis ins kleinste Detail in den biologischen Grundlagen vergleichen, Sie werden kaum einen Unterschied finden. Egal wie die Menschen äusserlich und kulturell verschieden scheinen und sind.

Kurz gesagt, das Mensch ist EINE Spezies ohne Untergruppen. Da sind von der Variabilität in den Genen, manche im gleichen Gebiet lebende Schimpansen-Gruppen, also unsere biologisch nächsten Verwandten, eine weit grössere Variationsbreite, als wir Menschen sie insgesamt aufweisen. Nachzulesen in den Veröffentlichungen m.a. der Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie: Christophe Boesch, Michael Tomasello, Svante Pääbo und anderen.

Das biologische Abgrenzungs-Wort Rasse in Verbindung mit Menschen ist also falsch, und wurde nur anfänglich (19. Jahrhundert) von Forsch-Es verwendet, die keine grundlegenden biologischen Forschungs-Ergebnisse zur Verfügung hatten und nur nach äusseren Merkmalen urteilten. Dass das Wort später von allen Arten von Faschisten, Nationalisten, Rechts- / Links-Neurotikern und sonstigen Gegnern von Gleichwertigkeit und Freiheit auch zur kulturellen, sprachlichen und {haut}farblichen (also künstlichen) AbGrenzung missbraucht wurde und wird, ist klar.

Mir ist vollkommen bewusst, dass die Wörter Rassist und Rassismus und ähnliche vordergründig zur (neutralen) Benennung von Menschen oder einer "Ideologie" dienen sollen, die immer noch darauf beharren / beharrt, dass äusserliche und kulturelle Merkmale von Menschen, die Menschheit in Unter-Gruppen aufteilten. Das "neutral" im VorSatz meint, und das ist wohl die Meinung von Viele-Es, dass darin eben nicht die Behauptung - oder sogar die "Tatsache" - mitschwingt, es gäbe menschliche Rassen.

Mein empfinden und mein Gefühl ist ein anderes. Dieses vermeintlich nur zur Kenntlichmachung / Bezeichnung genutzte Wort "Rasse", in allen seinen Verbindungen zu Menschen und Menschen-Gruppen, hält auch die Trennung und Abwertung aufrecht. Menschen, denen die wissenschaftlichen und auch sprachlichen Hintergründe nicht geläufig sind, glauben aufgrund der ständigen Verwendung dieser verschiedenen Begriffe um das Wort "Rasse" herum, es gäbe diese inner-menschlichen Grenzen und Unterteilungen (äusserlich gibt es diese selbstverständlich, z.B. Sprach-, Glaubens- und auch Landesgrenzen). Egal, ob diese Menschen fremdenfeindlich sind oder andere Menschen wegen deren anderer Färbung, Sprache, Herkunft oder Glaubens-Vorstellungen ab- oder - seltener - auch aufwerten.

Beispiele?

Ein Bekannter, ein völlig dem Nationalismus, Faschismus oder sonstiger gegen-seitiger Menschen-Diskriminierung unverdächter Mensch, schrieb gestern  in fb folgendes:

"Solange auf dieser Welt noch Menschen sterben wegen Hunger, Krieg, Rasse, Geschlecht oder Religion, kann man nicht wirklich sagen, daß der Mensch endlich den Sinn des Lebens verstanden hat. Dürfen wir das weiterhin zulassen ???"

Ich denke, *ich brauche nicht hervorzuheben, auf was es *mir ankommt.
Ein weiteres Beispiel.

Aus das Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.), vom 21. Juni 2015, geschrieben von Christiane Heil

Überschrift: Der Süden und sein Stolz
Untertitel: Wieder einmal erschüttert ein Verbrechen Amerika: Ein Einundzwanzigjähriger erschiesst in einer Kirche neun Schwarze. Die Reaktion: Hilflosigkeit.

Nebenbei: Es mag Penibel sein, Überkritisch, Dogmatisch, Verquer oder schlicht falsch, dass *mir auf- und missfällt, dass braunerfarbige Menschen "Schwarze" genannt werden. Und erst recht, wird wohl den meisten Leses seltsam vorkommen, dass auch das "Amerika", statt USA oder US-Amerika, *mir fast diskriminierend (für die vielen "Amerikaner" ausserhalb der USA) aber zumindest unnötig vereinfachend vorkommt.

Aber hier geht es um den Begriff "Rasse", also beachten Sie bitte besonders die Zeile 5 des untigen Foto-Auszugs aus dem F.A.S.-Artikel.
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Und noch ein Exempel:

Aus das Süddeutsche Zeitung (SZ), vom 20. Juni 2015, Politik, von Sascha Batthyany und Nicolas Richter

Überschrift: Hass, schweigend geduldet
Untertitel: Nach dem Massaker in einer Kirche in Charleston fragen sich die Menschen dort, was den Todesschützen antrieb. Freunden gegenüber hatte er sich offen rassistisch geäussert

Das Wort, auf das es *mir in diesem SZ-Artikel besonders ankommt, beginnt wiederum in Zeile 5 des untigen Foto-Auszugs, und ist für *mich ein besonders deutlicher Missbrauch. 
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Und das waren nur zwei Beispiele aus zwei überregionalen sogenannten Qualitäts-Zeitungen, *ich möchte nicht wissen, wie und was in vielen Boulevard-Zeitungen steht.

Das steht in Wikipedia zum Thema: "Rasse"

Rasse wird taxonomisch heute nur noch für Haustiere und Kulturpflanzen verwendet (vgl. Artikel Haustierrasse). Die Verwendung in der übrigen Biologie ist seit den 1950er Jahren immer seltener und erfolgt dann nicht mehr im taxonomischen Sinn. Der Begriff ist wissenschaftlich zunehmend obsolet, er kommt mehr und mehr außer Gebrauch.
Eine aktuelle Definition von Rasse (in genetischem Zusammenhang) ist: „Eine phänotypische und/oder geographische abgegrenzte subspezifische Gruppe, zusammengesetzt aus Individuen, die eine geographisch oder ökologisch definierte Region bewohnen, und die charakteristische Phänotyp- oder Gen-Sequenzen besitzen, die sie von ähnlichen Gruppen unterscheiden. Die Anzahl der Rassengruppen, die man innerhalb einer Art unterscheiden möchte, ist gewöhnlich willkürlich gewählt, sollte aber dem Untersuchungszweck angemessen sein.“. Diese Definition geht wesentlich auf den Genetiker Theodosius Dobzhansky zurück.
Die zunehmende Meidung des Begriffs beruht vor allem auf seiner bei weitem prominentesten und kontroversesten Verwendung, derjenigen für Menschenrassen. Dieses Konzept wurde und wird bis heute als Begründung für Rassismus herangezogen. Nach Forschungen zur Genetik menschlicher Populationen ist das Konzept der Menschenrasse wissenschaftlich überholt, Anthropologen und Humangenetiker vor allem in den USA verwenden ihn aber zum Teil weiter (vgl. Artikel Race (United States Census)).

Ende Wikipedia-Auszug

Was davon trifft zu? Die Frage betrifft selbstverständlich nur die obige Meinung um den Begriff herum.

Mir ist die Nutzung der Bergriffskombinationen um "Rasse" herum, wenn es um Menschen geht, ein Greuel, *ich empfinde jede Verwendung als Diskriminierend und Abschätzung, egal von welcher menschlicher Haufärbung und sonstiger völlig natürlicher Verschiedenheit innerhalb einer Spezies die Schreib-Es oder Sprech-Es sind, und egal, ob dies-Es glauben oder "wissen", es sei eine passende und "neutrale" blosse Kennzeichnung von gegenseitigen MissHandlungen. 

Mir kommt es so vor, dass es zum inner-menschlichen Frieden und zu unserer wechselseitigen Gleich-Wertigkeit und Freiheit, auch die Verabschiedung von diesem und anderen falschen und sogar beleidigenden Begriffen in den Sprachen braucht. Auch unsere Sprachen brauchen dringend eine Revision und Veränderung.

Dass auch *ich daran arbeite zeigen meine Blogs. Und dass das nicht All-Es gefällt (siehe ganz oben in diesem Beitrag) ist normal und somit auch kein Hinderungs-Grund. Aber die längeren Leses haben längst erkannt, dass *ich zwar öffentlich formuliere, aber diese Texte und Beiträge auch und vielleicht sogar meist nach *innen gerichtet sind. Selbst-Aufklärung also, bei der *ich interessierte Leses teilhaben lasse. Ich denke, dass das vielen Autoren ähnlich geht und gegangen ist.

... üss

Mittwoch, 18. März 2015

Gewalt als Mittel für das Gehör und Wunschdenken

Titel: Wann gelingt uns der Verzicht auf Gewalt?

Eine Reaktion auf die heutigen auch sehr gewalttätigen Proteste, zur "Einweihung" des EZB-Gebäudes in Frankfurt am Main. 

Findet Protest ohne "Randale" überhaupt Gehör, bei Masse, Macht und Medien?

Das Macht und auch dessen Medien überhören selbst deutlich vorgetragenen Widerstand sehr gerne. Nur mit Zärtlichkeiten und auch den verständlichsten Worten und besten Argumenten, ist der Beharrlichkeit und Beratungsresistenz der Gesellschafts-Administration und sonstiger Macht-Konzentrationen nicht beizukommen. Warum sollte es dort auch anders sein, wie es auch sonst menschlich üblich ist.

Kurz gesagt, eine in Selbstgefälligkeit und Veränderungs-Unwilligkeit erstarrte Gesellschaft - so empfinde *ich das EU und darin auch D - braucht lauten und vielleicht auch handgreiflichen Protest, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Ohne dass *ich das möchte! Und lebe. Mir wäre (ist!) eine friedliche, respektvolle, miteinander freundlich umgehende und vor allem aufmerksam bewegliche Gesellschaft das liebste.

Aber leider für fast alle Bürger Europas ist das noch Zukunft, oder auch nicht mehr, weil wir vielleicht aufgrund oben geschilderten normaler Haltung bald von Maschinen aussortiert werden? So abhängig, wie wir ja jetzt schon davon sind, wäre das wohl keine allzu unvorstellbare Zukunft.
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Und das mitten in der Straße. 
Zossenerstrasse
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Aber zurück zur Gewalt. Noch fehlt wohl der wechselseitige Respekt und die nötige Gleichwertigkeit und Selbst-Verantwortung. Aber vor allem vermisse *ich die wechselseitige ernst nehmende Aufmerksamkeit innerhalb der Gesellschaft, um auf Gewalt - sowohl von administrieller, als auch von nicht-administrieller Seite - verzichten zu können, um Gehör zu erhalten. Leider, für die Verletzten auf beiden Seiten.

Nochmal, *ich lehne Gewalt ab und tue es auch nicht, *ich beobachte und versuche zu verstehen. Wie lange also ist Politik stets nur das Vertreten von Einzel- und Minderheiten-Interessen, ohne Sorge für Alle Beteiligten: Warum zum Beispiel sind in D fast 6 Millionen Menschen ohne Arbeit (was sind Statistiken wert?) oder in "prekären Arbeitsverhältnissen" und über 20 Millionen in ärmlichen Verhältnissen fast ohne Chance auf respektable Teilhabe am kulturellen ErLeben und der Kunst, oder gar der auch politischen Mitsprache?

Wie lange schlagen wir noch aufeinander ein, bis auch das letzte Mensch merkt, dass ein ZusammenerLeben als Menschen, in der so kurzen Dauer unseres Dasein auch friedlich und aufmerksam und fröhlich für Alle funktioniert, statt gewaltvoll und ignorant, wie eben üblich seit ... dem "Urknall"? ;-)
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Nein, Schnee liegt inzwischen keiner mehr,
aber ...
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Titel: Das fehlende Verbindungs-Glied zwischen Vernunft  / Erfahrungen und Gefühlen / Trieben

Ein Mensch äusserte folgenden Satz (Wunsch?):
"Die Kraft der Argumente ist stärker als die Gewalt."

"Kann denn Liebe Sünde sein!" Nur so ein Schlager-Zitat, das *mir daraufhin einfällt.

Aber ernsthaft:
Das obige Zitat ist pures Wunschdenken.
Tatsache ist, dass auch beste Argumente für eine Änderung bestehender Gesetze oder staatlicher und wirtschaftlicher Handlungen zum Vorteil der Gesellschaft und zur Eindämmung von PartikularInteressen oder dem Schutz blosser Macht, stets nur auf Gehörlosigkeit in Verbindung mit Drohungen und Trotzigkeit treffen.

Realität ist, das Mensch ist zu fast 100 Prozent Beratungsresistent, siehe m.a. die Sonnenenergie: 1 Tag genutzter / "eingefangener" Sonnenenergie reichen für 1 Jahr menschlichen EnergieBedarfs aus. Was ist das Tatsache: alte Pflanzenreste werden bis zum bitteren Ende ausgelutscht und verbrannt. Ergebnis: Klimaveränderung zu unseren Ungunsten. Und so weiter und so fort.

Nein, Herr xxx, träumen Sie weiter von gut riechenden Argumenten oder gar deren Kraft zur Erhörung, vielleicht hilft's ja irgendwann mal. Tatsache bleibt, die "Kraft" hat das Macht, und das ist pure Beharrlichkeit und blanke Verantwortungs-losigkeit bis zur Gleichgültigkeit.

Zugegeben, nicht mehr so sehr in EU, jedoch sonst überall und noch menschenüblich. Nicht? :-)

Sonntag, 1. Februar 2015

Das Beharrlichkeit! vor das WEITE

Titel: Eine KommentarFolge zur allgemeinen BlickRichtung

Ein fb-"Freund" pinnte folgendes Zitat an das Pinnwand:
George Orwell: "The further a society drifts from the truth, the more it will hate those that speak it"


Mein Kommentar war:
Das Sprüchlein ist genauso eine rückwärts gewandte aber vermeintlich vorwärtige Fehleinschätzung, wie "1984" eine war.

Das ist die Crux mit Menschen deren Gefühl und Denken (Blick) in das Vergangenheit festhängt und die GLAUBEN damit in das Zukunft zu blicken. 1984 war eine technisch aufgepäppte Nazi-Nachschau und dieses Sprüchlein weiss auch nicht, dass es eine Betrachtung in das Geschichte ist, und dass schon Morgen wieder ein bisschen mehr Wirklichkeit und darin auch das Wahrheit "ans Licht des Bewusst-Sein heran geleuchtet wird" und mehr und mehr Whistleblower zu Helden werden und Transparenz die neue "Religion" wird. 

Wahrlich, es ist RaumZeit den angstvollen Blick in das Zurückliegende, mit vielleicht knirschendem Halswirbel nach vorne zu wenden, um endlich die dort vor uns liegende enorme riesige unbespielte Freiheit mit Freude zu geniessen, statt uns ewiglich an eine tierisch triebige Vergangenheit zu ketten.

Vielleicht wollte Herr Orwell uns ja auch das durch die Blume sagen?

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Ein *mir unbekanntes Mensch antwortete:

"Eher nicht. Bevor wir mit knirschendem Halswirbel in die Zukunft schauen können sollten wir im hier und jetzt erst einmal entscheiden, in welcher Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen. Ich bin allerdings nicht der Auffassung, dass die momentane Entwicklung alternativlos ist, stelle aber fest, dass man uns dass immer wieder weis machen will. Dazu ist den Etablierten jedes Mittel Recht, wie wir täglich erleben. Wenn wir nicht realisieren, dass man uns in "der tierisch triebigen"Vergangenheit immer wieder betrogen hat und fortwährend belügt und betrügt, wie soll sich das in Zukunft ändern? Wahrheit hilft dabei weiter und damit hat Orwell leider Recht - eine Regierung und Politik die ständig lügt und betrügt ist nicht nur kein Freund von Wahrheit, sondern wird die die Wahrheit verbreiten und verlangen, immer hassen, heute wie in Zukunft....."
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Wir
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Worauf *ich:

Was ist "wir"?
Die Politik? Die Superreichen, inkl. fb, google, apple, ...?
Wäre ja schön, wenn die Gesellschaft als Ganzes das "wir" ist, das mit-entscheidet, wohin das Reise geht, aber ...

Und das "alternativlos" ist die typische Haltung und Meinung von Menschen, deren Gefühl und Blick in das Vergangene geht (Frau Merkel?), weil eben bereits Geschehenes und Entschiedenes keine Alternative mehr zulässt.

Wenn *ich so hineinspüre in den Bekannten- und Freundeskreis, in Kommentarspalten und Medien, dann erspüre *ich fast nur Vergangenheit, von Offenheit und Weite und Gestaltungslust, dem was das Zukunft eröffnet und in das Hier und Heute hineinflüstert k[aum]eine Spur.

Das Vergangenheit schreit uns Heutigen an und aus!
Kein Wunder also, dass wir meist das Flüstern überspüren.

Aber *ich habe auch keine Ahnung, wie dieses Ändern des Gefühls und des Haltung und des Blickrichtung (Pegida ist ja nur ein Extrem davon) uns Allen zu vermitteln ist?

Kein Wunder auch, dass die sogenannten Transhumanisten das Mensch-Sein gleich ganz abschaffen wollen und das für "Zukunft" halten. Lächerlich, bei dem riesigen Potential des Menschlichen, das noch unentdeckt und unerschlossen in uns ruht.

Was den Orwellschen Spruch angeht, möchte *ich noch nachschieben, auch wenn das wie Rechthaberei wirkt, je weiter *ich in die Vergangenheit zurück erinnere und geschichtliche Daten bewerte, um so stimmiger ist es, als Einschätzung oder gar Warnung für Heute oder Morgen, finde *ich es untauglich und überholt.

Donnerstag, 29. Januar 2015

"Juden"-Frage.

Warum will *ich mehr wissen, warum bohre *ich tiefer, warum bin *ich nicht mit den vorhandenen Antworten und dem "erfolgreichen" Wissen zufrieden?
Egal, *mir ist wichtig zu wissen, was *ich als Mensch bin, was in *mir steckt, so was *ich bin. Was ist Mensch-daSein? Aus welchen Facetten bin *ich zusammen gesetzt?

Titel: Eine Frage des Konflikt-Entschärfung

Wie entstehen und verfestigen Konflikte in Tieren, darin auch das Mensch?

Ein Konflikt und eine Fremdheit innerhalb des Menschheit, das, wie bekannt, bis zur kalten Vernichtungs-"Raserei" geführert hat, und etwas abgeschwächt und "zivilisiert" unverändert gärt, ist das Aufregung um das Judentum / Jüdische. 
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Mein Kommentar und Frage ist:

Interessant wäre, endlich einmal verständlich zu klären, für welche "Gefahr", welche "Bedrohung", welche "Art der Verletzung", für welche Angst oder sonstwas, das "jüdische", das "Judentum" steht?

Was bringt Menschen seit Jahrhunderten und älter, gegen andere Menschen auf, wenn diese anderen Menschen jüdischen Glaubens sind?

Das Tatsache, dass das jüdische Religion eine ältere Religion ist, also das grössere Tradition ist und viele Inhalte der beiden jüngeren monotheistischen Glaubens-Richtungen daraus übernommen wurden oder damit konkurrieren, ist für *mich keine schlüssige Begründung für das Unbehagen bis zum vernichtenden Hass. Auch nicht die von den Religiongründern (Innen) behauptete Sonderstellung als "Auserwähltes Volk", oder das von Aussen behauptete Erfolg in Ökonomie, Kunst oder Politik. Nichts davon, weder das von innen noch das aussen Behauptete ist bewiesen oder gar beweisbar.

Da sind meiner Meinung nach viel tiefere Gefühle und Triebe beteilligt, als die blosse Konkurrenz, das Wunsch nach Abgrenzung oder auch Einbeziehung des älteren Glaubens, oder grösserer Erfolg und Einflussmacht.

Wenn endlich umfassend geklärt ist, was im "Jüdischen", was am "Juden[tum]" so aufregt oder ängstigt, können wir einander so ändern, dass wir endlich all-Es unbefangen mitEinander umgehen können.

Als weder Gläubiger noch Atheist, schaue *ich diesem "Treiben" und dieser unausgegorenen Fremdheit bis zum Hass, mit Scham und Verwunderung zu. Was ist das so negativ aufregende des Jüdischen? Mir ist das unklar, deswegen kann *ich das nicht fühlen oder empfinden, *mir sind jüdische Menschen im besten Sinne gleichgültig, gleichwertig also, nicht mehr und nicht weniger. Weder ab- noch aufregend. Wenn ein jüdisches Mensch *mir auf den Fuss tritt, dann tut das nicht mehr oder weniger weh, oder ist mehr oder weniger aufregend, als wenn es ein "?" Mensch tut. Klingt banal und vielleicht blöd, aber *ich frage eben: Warum fühlen mit-Menschen Unbehagen am Juden[tum] oder am "Semiten" (Antisemitismus? Du lieber Himmel! Alleine schon dieser Begriff!? Keinen blassen Dunst, was daran oder darin irgendwas "anti" ist? Mehr und mehr halte *ich das für dummes Zeug. Wenn es leider nicht alltägliche Vertreibungen, Verletzungen und Tötungen rund um diese Begrifflichkeiten gäbe.)?

Also, was steckt im Jüdischen (Judentum) drinn, was Menschen, die das Selbst als solches definieren und die das "ich" dazu bekennen, so aufregend macht?
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"normale" Bekundung von
Zugehörigkeit?
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"enthemmte"?
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Meine Vermutung ist, dass jede Form des Ausgrenzens, des Denunzierens, des Anti-Irgendwas, des generalisierend Beschuldigens, des Schlecht machens und Ablehnens, bis zum vernichtenden Hass (auch des jüdischen Menschen, oder von romanischen Menschen) kaum oder nichts mit den jeweiligen Spezifika einer Menschen-Gruppe zu tun hat, sondern mit Trieben und Gefühlen der Ein- und Ausgrenzung von Gruppen und des Selbst.

Mit einem fast schon natürlichen Bedarf an Feinden / Gegnern (aktuell auch zu bemerken an dem Verhältnis EU-USA : Russland), mit dem Bedürfnis nach Bedrohung, nach Orientierung des Selbst und dessen Zugehörigkeit innerhalb einer Gruppe, an anderen Gruppen, die entweder besser oder schlechter gestellt sind, mit dem Bedarf nach Reibung und Konkurrenz, mit dem Ausleben von Aggression und enthemmter Gewalt.

Das bedeutete, dass all diese Konflikte und Feindschaften, auch z.B. innerhalb des Islam zwischen Shia und Sunna und den vielen anderen Ausprägungen, auf natürlichen tierisch-menschlichen Trieben und Bedürfnissen von Zugehörigkeit und Konkurrenz beruhen?

Das bedeutete auch, dass wir all diese Konflikte und Gewalttaten erst auflösen, wenn wir uns grundlegend, also radikal ändern; uns auf eine neue Basis einigen, auf eine neue veränderte VerhaltensSpanne, die gegenseitige Gewalt und Terror, bis zur Tötung oder gar Vernichtung ganzer Menschen-Gruppen aus der menschlichen Prägung entfernen.