Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Montag, 29. Juni 2015

Die Wirkung von Mangel an Geborgenheit

Ein Zitat:

"Und wird die Welt auch noch so alt,
der Mensch, er bleibt ein Kind!
Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt,
wie eben Kinder sind!

Wann alles erst in klein zerstückt
und nichts mehr zu verderben,
so sucht er wieder – neubeglückt –
und spielt dann mit den Scherben."

Von Carl Spitzweg (1808 - 1885), Maler, eigentlich Apotheker, als Maler Autodidakt. Er schilderte in kleinformatigen Bildern humorvoll Szenen aus dem Leben von Kleinbürgern und Sonderlingen der Biedermeierzeit

Und nun ernstl*ich:

Könnte es soSein, dass wir tun, was wir Menschen tun - und nicht tun -, weil uns erdmondliche Geborgenheit fehlt?

Heute geschah eine der wenigen Zusammenkünfte von sich überlappenden Texten zu einem grundlegenden Themenbereich des Menschen innerhalb einer Tageszeitung, sogar innerhalb eines Teils dieser Zeitung, dem Feuilleton. Die Frage nach unserer Einbettung in das erdmondliche Geschehen und unserem Umgang mit diesem Geschehen, dieser BiosSphäre, die wir mit so vielen anderen LebeWesen nicht bloss teilen, sondern deren Mischung wir auch sind.

Ich lerne gerne. Das ist mein Motto. Wenn nur nicht der Widerstand (s.u.) dagegen so stark wäre, in *mir. Das neue Wissen zu behalten, zu ordnen und wieder zu finden, fällt so verdammt schwer. Wie oft schon bemerkte *ich, dass *ich ein und dieSelbe Erkenntnis bereits eingestellt und beschrieben habe, ohne eine Erinnerung daran. Sollte *mir vielleicht peinlich sein, ist es jedoch nicht mehr. Und wenn *ich es fünf mal mache! Egal.

Und nun zu etwas ganz allgemeinem.
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Strassen-Schönheiten
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Titel: Ein neues Angebot zur Benennung des Wortes für vorausschauendes und umsichtiges, sowie auf Machbarkeit Und Brauchbarkeit vorab geprüftes, und die [auch tödlichen] Fehler und Schmerzen stets minimierendes {Selbst}-Handeln, lautet NICHT Verantwortung. Sondern?

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Mark Siemons

Überschrift: Der fast unsichtbare Hegemon
Untertitel: Macht, aber wozu? Die planmässige Unauffälligkeit Deutschlands wirkt sympathisch  - doch darin steckt ein Problem, auch für Europa 

Hier ein Auszug:

Die Gleichzeitigkeit von universellem Kompetenzanspruch und Selbst-Einklammerung verbindet den Minister auch mit den Mehrheiten in der Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Körber-Stiftung meinen nur 37 Prozent, Deutschland solle sich in der Welt stärker engagieren (zwanzig Jahre zuvor waren es noch 62 Prozent), doch zugleich nennen 66 Prozent die weltweite Respektierung der Menschenrechte als oberste Priorität der Aussenpolitik, 27 Prozentpunkte mehr als 1994. Die Deutschen beziehen einen Teil ihres Selbstbewusstseins daraus, eine Exportnation zu sein, ansonsten scheinen sie aus ihrer gut gepolsterten Exterritorialität heraus die anderen am liebsten einfach nur beobachten zu wollen. Wobei sie sich jedoch immer nervöser fragen: Wird alles noch mal gutgehen, wenn die Kriege und Krisen immer näher kommen? 

Mit einem derart ungeklärten Verhältnis zur Aussenwelt sind weder Öffentlichkeit noch Regierung in der Lage, die EU in eine Zukunft zu führen, die über Rechenkunst und Regelbefolgung hinausgeht. Denn zweifellos würde jede im engeren Sinn demokratische und solidarische Perspektive Europa von dessen Vormacht eine besondere Investitionsbereitschaft erfordern; nur wenn der Hegemon ein Bild von sich selbst hätte, das ihn auch über Durststrecken tragen könnte, wäre eine so konkrete Füllung des vom Establishment sonst so gern bemühten Begriffs „Verantwortung“ mehrheitsfähig. Da davon aber überhaupt keine Rede sein kann, endet die griechische Herausforderung jetzt aller Voraussicht nach im Desaster. Die Leere des deutschen Machtbegriffs droht, auch zur Leere des von ihm dominierten Kontinents zu werden.

Ende F.A.S.-Kommentar von MARK SIEMONS

Ich finde, diese Sätze gelten - natürlich etwas abgewandelt - auch für ein einzeln-Es innerhalb einer Gesellschaft. Ich par exemple fühle Getroffenheit, und zwar ziemlich deutlich. Ich stecke fest in Bedeutungslosigkeit und verhuschter Ängstlichkeit, derweil: *ich könnte viel mehr. W-Es geht es noch so?

[m]Eine Meinung: Wirkliche Verantwortung entsteht / entstünde erst in / mit einem stimmigen Selbst-Gefühl und einer aufrichtigen Selbst-Beschreibung, die auch das natürliche inhärente menschliche Leid und die ebenfalls natürliche allzu menschliche, wenn auch vielleicht {meist} nicht ausgelebte, Fratze der Boshaftigkeit und gegenseitigen Kränkung mit einbezieht.
Verantwortung braucht zur Entwicklung Transparenz, verifiziertes Wissen und wohlwollende ZuWendung zum Selbst im DaSein und zur Umwelt darIn. Aus dem g/Glaube[n] entsteht nur rudimentäre Verantwortung: eine Ahnung davon.

Das ist jedoch genau die "Verantwortung", die fast alle "Verantwortlichen" bisher behaupten. Aber *ich schränke ein, dass *ich diesen Begriff vielleicht mit etwas fülle, das nur *ich darin erfühlen und erLeben möchte, das aber alle ander-Es darin gar nicht haben wollen?
Ansonsten ist das Inhalt von Verantwortung meist lediglich die (kleinliche?) Sorge um das jeweilige Selbst und ein wenig drummherum, was natürlich annähernd 100 Prozent des daSein im DaSein ausschliesst und auch in das RaumZeit jeweils nur wenige Momente erreicht. Aber genug vermutet.

"Verantwortung", wie *ich es alltäglich erspüre, ist entweder eine [Über?]-Forderung an all die sogenannten "Verantwortlichen", ist Vorwurf für dessen Fehlen, nach fast jedem Fehler / Unfall und Schmerz, oder ist ein stets wichtig geäussertes Füllsel. Wie belanglos, aber mit wie vielen auch grossen Worten "Verantwortung" aktuell aufgeblasen ist, können die Leses m.a. auch hier erlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verantwortung

Es ist wohl erforderlich, für das, was *ich wünschte, das Verantwortung enthält, ein neues Wort zu kreieren. Und die "Verantwortung" den "Verantwortlichen" als stete Rechtfertigung und Entschuldigung für deren Versagen zu überlassen. 
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Mit diesen schönen Mit-LebeWesen möchte *ich
erstens Ihre Augen locken, und zweitens
Ihren Geist ein wenig beruhigen. 
Pflanzen sind für *mich
Entspannung pur
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Titel: Die Wirkung einer Lücke, verbirgt die Sichtung einer Tücke

Mir ist seit längerem schon bewusst, dass das g/Glaube[n] eine Lücke zwischen dem naturgesteuerten NichtWissen, also unserem auch noch aktuellen Normal-Zustand, und dem Wissen des Wirklichen und dem darIn enthaltenen freien Selbst-Entscheiden überbrückt.
Diese fast vollständige NaturSteuerung auch des Menschen (+ zwar) zur Dauerhaftigkeit und zum SelbstErhalt (Triebe / Bedürfnisse), (der NaturSteuerung) durch Umwelt, durch Struktur / Aufbau und den Substanzen des Körpers, durch Artspezifische Erfahrungen (Gene und epigenetische Marker) und auch Gruppenspezifische Erlebnisse {Prägung}, ist zwar pures Wissen, allerdings noch ohne verwortete Gewissheit und dessen Wirkung in und auf uns Menschen.
Ist das einigermassen verständlich verwortet? Ziemlich komplex, *ich weiss, auch *ich brauchte mehrere Anläufe zum formulieren und auch mehrere zum verständlichen erLesen. Das Glauben kommt, glaube *ich, mit weniger Komplexität aus, muss aber eben auch nur eine Lücke überbrücken, die es mit Wissen zu füllen gilt. Vermute *ich.

Aber jetzt zu einem HinterMenschen (wenn *ich in das RaumZeit nach Vorne, also in das weitestgehend Unbekannte hineinspüre, ist das Gewesene hinter *mir), der hinter *mir bereits etwas vorwegg genommen / gewusst hat, was *ich erst vor kurzem geschnallt habe.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Christian Schwägerl 

Überschrift: Wir Riesenmaschinen
Untertitel: Alfred Döblin ahnte schon 1924, was beim Klimagipfel in Paris beschlossen werden muss: Sein Roman "Berge Meere und Giganten" zeigt eine Katastrophenwelt, in der Mensch, Natur und Technik verschmelzen - die Rettung, auch heute?

Daraus ein Auszug:

Wer Döblins Gedankenwelt und Stil vorschnell als Ökokitsch und Ganzheitlichkeitslyrik abtut, sollte bedenken, wohin es geführt hat, dass diese Gedanken erst spät im 20. Jahrhundert in Form des „Umweltbewusstseins“ Breitenwirkung entfaltet haben. Und immer noch um Anerkennung ringen. Die sinnlichkeitsfreie Kälte des heutigen Kapitalismus und die mit ihr verbundene Lehre, dass Lebewesen eigentlich nur Maschinen sind, treibt unsere ökologische Verarmung voran: Erde und ihre nicht-menschlichen Bewohner sind nur reine Rohstoffe, frei von intrinsischem Wert. Eine eigene, subjekthafte Perspektive wird ihnen abgesprochen. Das gehört zu den Antriebskräften der ökologischen Krise, und diese wird sich Jahrzehnt für Jahrzehnt verschärfen, wenn es bei der gegenwärtigen Beziehungsarmut bleibt. 

In dem Weltenpanorama von Mensch, Natur und Technik, das Döblin geschaffen hat, sind die harten Fragen von heute schon vorweggenommen: Welche neue, synthetische Natur schaffen Hightech-Industrie und IT-Konzerne, wenn sie die Welt der Zukunft mit Robotern, Drohnen, Supercomputern und immer feineren elektronischen Netzwerken überziehen wollen? Wer herrscht in dieser Welt? Kann, wer die Natur als ein „wimmelndes Kontinuum“ ernst nimmt, noch hierarchische, zentralistische, auf Dominanz, Extraktion und Umsatzwachstum angelegte Ziele verfolgen, wie dies der militärisch-industrielle-informationelle Komplex von heute tut?

Döblins Weltwahrnehmung bietet eine Alternative an: Die Offenheit fiir das Verbindende in der Natur könnte heute zum Nachdenken über offene, fliessende, dezentrale Strukturen in Gesellschaft und Technologie führen. Bei Döblins analoger Sicht geht es um die stufenlosen Verbindungen, das Miteinander, das Ineinander, die fliessenden Grenzen, die offenen Poren, die geteilten Eigenschaften und Elemente, die Gemeinsamkeiten. Übersetzt in die Technosphäre heisst das offener, freier Austausch, kooperatives Entscheiden. Alfred Döblin schuf mit „Berge Meere und Giganten“ und dem „Ich über der Natur“ die gedanklichen Grundlagen eines Internets, das alles Anorganische und Organische einbezieht und über die Menschensphäre hinauswächst.

Ende F.A.S.-Rezension und Kommentar von CHRISTIAN SCHWÄGERL

Dem ist fast nichts hinzuzufügen, ausser dem persönl*ichen Bekenntnis und der Erkenntnis, dass *ich zu gleichen (ähnlichen) Erkenntnissen gelangt bin, das aber nur, weil viele Menschen, wie auch Alfred Döblin, vor (oder genauer hinter *mir, weil in das RaumZeit bin *ich Alfred Döblin ja voraus, s.o.) *mir das nach-gedacht und vor-geschrieben haben.
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Schatt*ich
unter GlasDach
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Titel: Was braucht das Mensch zur Selbst-Anerkennung?

Denn eins ist *mir immer bewusster, die unten in der von *mir eingefügten {Klammer}, erwähnten Prägungen, die alles erdmondliche Geschehen und alle erdmondlichen LebeWesen gemeinsam durchlaufen haben, betten uns Menschen viel stärker in alles erdmondliche Geschehen ein, als wir bisher wahrhaben möchten, als uns die meisten GlaubensGeschichten erlauben wollen. Das Mensch ist wirklich nur in winzigsten Nuancen verschieden von all den erdmondlichen Mit-LebeWesen. Was das bedeutet, haben hinter *mir schon bekannte Wissenschaftler und Philosophen erkannt und erschrieben und sind deswegen entweder belächelt oder ignoriert worden (s.u. "Widerstand"). Denn diese Anerkennung würde selbstverständlich einige Veränderungen unseres Verhaltens einfordern.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Cord Riechelmann

Überschrift: Tiere wie wir
Untertitel: Jacques Derridas letztes Seminar handelt von Saddam Hussein, Carl Schmitt, Tauben, Wölfen, Souveränen und vor allem davon, wie das alles zusammenhängt

Auszüge daraus:

Es macht einen Unterschied, ob man auf Taubenfüssen trippelt oder auf Wolfssohlen schleicht. Auch wenn beide Gangarten still, diskret und unscheinbar und deshalb kaum zu hören sind, gehören sie ganz unterschiedlichen philosophischen Traditionen an. Auf Taubenfüssen, wie ein Dieb in der Nacht, trat beim heiligen Paulus die Wahrheit ganz leise in die Welt. Und in Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ durchquert eine Taube das Lied mit dem Titel „Die stillste Stunde“. 

Die „stillste Stunde“ ist in dem Gesang der Name einer furchteinflössenden Souveränin, einer furchtbaren Herrin, die Zarathustra bestimmt zurechtweist. „Das ist dein Unverzeihlichstes: du hast die Macht und willst nicht herrschen“, kritisiert sie ihn. Worauf dem zaghaften Zarathustra immerhin einfällt, darauf hinzuweisen, dass ihm zu allem Befehlen die Stimme des Löwen fehle und es die stillsten Worte seien, die den Sturm bringen: „Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, lenken die Welt.“ Diese stillen Gedanken, die auf Taubenfüssen daherkommen, sind aber die stillen Befehle, welche die Welt im Sinne des heiligen Paulus zur Wahrheit lenken, die immer eine Wahrheit des Friedens ist. Demgegenüber kündigen die Schritte auf leisen Wolfssohlen das Gegenteil an: Sie sind Boten des Krieges, des Kriegsherrn, des den Krieg befehlenden Souveräns. Sie gehören in die lange und wirkmächtige Tradition, in welcher der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. 

[...]

Das geht natürlich nicht ohne eine ganz bestimmte. Und so will Derrida denn auch „auf leisen Wolfssohlen“ durch das Seminar führen. Eine Gangart, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie sich mit Umwegen auskennt und nicht viel mehr als undeutliche Spuren hinterlässt. Wolfsforscher wissen das. Derrida beginnt mit dem Hinweis auf das, wovon er nicht handeln wird: von den Taubenfüssen. Mit dem schönen Bild Immanuel Kants von der leichten Taube, die im Flug den Luftwiderstand spürt und sich vorstellt, dass es im luftleeren Raum noch besser ginge, verankert Derrida sie im Gedächtnis. 

{Darf *ich die Vorsichtigen in Ihnen - in *mir übrigens auch - ein wenig weiter herausfordern, wie sage *ich es nur, dass die Sicherheit dabei nicht gänzlich entfleucht, dass also Sie und auch *ich, einen warmen Händedruck eines wohlwollenden Menschen, während der Herausforderung spüren, *ich denke da an ..., Sie denken vielleicht an ... Nun, es geht einfach darum, dass *ich begleitend während des Schreibens und all der Selbst-Erfahrung, die *ich in diesen Blogs erarbeite und erfahre, auch immer den Widerstand erfühle und erspüre, diesen grundlegenden Widerstand, der das DaSein erst ermöglichte (enthalten in Newtons drittem Gesetz - dem Wechselwirkungs-Prinzip -), und der auch aller Selbst-Erkenntnis (welche das Bewusst-Sein / Wissen vergrössert und das UnBewusste verkleinert) vom Körper - also der grossen Masse - entgegengestellt wird.

DaZwischen passt folgendes: Immer dann, wenn du dich auf der Seite der Mehrheit wiederfindest, ist es Zeit eine Pause zu machen und zu reflektieren.“ Im Original: Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect.” Von Mark Twain. Ich bin in das Pause.

Ich habe ja schon öfter die Ergebnisse der Neurophysiologie erwähnt, m.a. auch die von Prof. Gerhard Roth, nämlich dass das Schwinden des Einflusses (Macht) eines Bereichs - in diesem Fall des UnBewussten (Glauben?) - niemals K(r)ampflos geschieht, - somit setzt die Prägung des DaSein (also die Ereignisse und die [Ver?]Formung darin, setzten die Prägungen der Lebendigkeit, setzt die Prägung des Menschen, setzten die Prägungen der Gesellschaft, in die ein-Es hineingeboren wurde und setzt ebenso die Familie, die ein-Es gezeugt hat -, setzen all diese Prägungen und Traditionen, jedem ein-Es einen Widerstand entgegen! Wenn dann dieses eine ein-Es, aus diesem ganzen Bündel an Vorbedingungen und Voreinstellungen etwas hinauswachsen möchte, vielleicht auch erst "bewusst" in diese Bündel hineinwachsen möchte, spürt -Es diesen starken Widerstand; und oft (meist?) fällt das Bewusst werden so schwer und jede Veränderung ist ein Streit, und oft verliert ein-Es dabei die Bewusst-heit wieder und ergibt sich ermattet in der Alltäglichkeit der Gewohnheiten der Vergangenheit.}

Das Bild bleibt, auch wenn von den Tauben nicht mehr die Rede ist. Genauso wichtig: der Hinweis auf den Widerstand des Materials. Nachdem er einige idiomatische und sprichwörtliche Ausdrücke wie „mit den Wölfen heulen“ oder den „Wolfshunger“ vorgestellt hat, erklärt Derrida, dass sie sich nicht alle von einer Sprache oder Kultur in eine andere übersetzen lassen. Nicht überall gibt es Wölfe, und die Erfahrungen, die man in Alaska oder in den Alpen, im Mittelalter oder heutzutage mit Wölfen macht, sind nicht dieselben. Die Sprichwörter und die Figuren, die Interpretationen, die Fabeln und die Phantasmen variieren von einem Ort und einem historischen Augenblick zum anderen. 

[...]

Indem er das Bild des realen Wolfs aufruft, das während des Seminars präsent bleibt, will er einen anderen Schrecken sichtbar machen, um ihm zu entweichen: die Zoologisierung der menschlichen Barbarei. Wir dürften uns nie damit begnügen, schreibt er, das Soziale, das Politische und die Ausübung der Souveränität in ihnen {den Wölfen} nur als verkleidete Manifestationen animalischer Kraft zu verstehen, deren Wahrheit uns die Zoologie liefert. Der Grund für Bestialität und unmenschliche Barbarei, heisst das, ist nicht unter den Tieren zu suchen. Derrida möchte das Bild, nach dem der politische Mensch immer noch animalisch ist, umdrehen: Man könnte auch annehmen, dass bereits das Tier politisch ist. 

[...]

Möglich wird die Verbindung von Souverän und Tier, weil sie die einzigartige Position teilen, ausserhalb des Gesetzes zu stehen. Das Tier, da es das Gesetz nicht kennt, und der Souverän, da er das Recht hat, das Gesetz zu suspendieren. Er stellt sich über das Gesetz, das er ist, das er macht: und über das er souverän entscheidet. Der Souverän ist kein Engel. „Wer auf souverän macht, macht auf Tier, er macht sich zum Tier“, schreibt Derrida. Und dies tun Souveräne nicht nur über die Staatstiere, die sie sich selbst zuschreiben, sondern auch über die Verdammung anderer. Derridas Beschreibung, wie Saddam Hussein vom Freund Amerikas zum „Beast of Bagdad“ wurde ist ein eingängiges Beispiel. Es steht aber nur am Ende einer langen Kette von historischen Symptomen, die es weder mit dem Tier noch mit der Politik in den Momenten der Unentscheidbarkeit zu genau nehmen. Für Derrida kann es aber nur darum gehen, das Unentscheidbare ins Recht zu setzen, sozusagen mit Taubenfüssen in die politische Ordnung zu treten.

Jacques Derrida: "Das Tier und der Souverän I. Seminar 2001—2002". Übersetzt von Markus Sedlaczek, Passagen-Verlag, 544 Seiten, 65 Euro

Ende F.A.S.-Rezension von CORD RIECHELMANN

Freitag, 3. April 2015

Das Normalität des Chancenungleichheit

Titel: So normal bin *ich

W-Es *mich als Normal empfindet, {ein}schätzt das richtig.
Ich atme, *ich trinke, *ich esse {gerne Pizza und Schokoeis}, *ich spiele gerne {z.B. Karten}, *ich mag Viel-Es und liebe wenig-Es, *ich bin an fast [!] allem interessiert, *ich löse alle zwischenmenschlichen Konflikte frühzeitig ohne Gewalt, *ich bin mit-empfindend, soweit *mir das gelingt und das ist weit, *ich bin verständnisvoll - auch oder gerade für alle Extreme -, soweit mein geringes Wissen das zulässt, wenn es nicht reicht, nutze *ich z.B. Wikipedia, *ich arbeite an fast allen philosophischen Fragen mit, um diese in erster Linie für *mich zu beantworten, aber auch allgemein, kurz geschrieben, *ich möchte das, was *ich bin {ein Mensch} bestmöglich nutzen, auch um das Frage aller Fragen mit zu beantworten: Was ist?
Soweit so normal, oder?

Ein Freund schrieb *mir auf in etwa diese Selbst-Bewertung in fb: "Nein, das ist nicht normal."

Nun hätte *ich wohl nachfragen können, was denn dann Normal ist, tat es aber nicht. Auch, weil der Copilot, der vor kurzem wohl zum Massenmörder wurde, in fast allen Befragungen als "völlig normal" bezeichnet wurde, von den-Es, die ihn scheinbar kannten. Soweit zur allgemein "normalen" Selbst- und Fremd-Bewertung. Hat auch etwas mit dem Text unter dem *Selbst-Bild zu tun.
.
*ich, Gestern,
zugegeben ein etwas
verunglücktes Selbst-Foto
.
Titel: Auch das bin *ich

Sollte *ich dem Titel noch ein: Leider anfügen? Sie werden vielleicht nach dem lesen des SZ-Artikels verstehen, warum *ich den Titel mit einer verdrückten Träne nach-würzen wollte, *mich aber trotzdem in die unten beschriebene Gesellschaft einreihe.

Die längeren Leses wissen, was *ich hier seit Jahren tue, um was es *mir hier geht, und was *ich durch auch mein Forschen und Schreiben erreichen möchte: Gleich=Wertigkeit. In erster Linie - Egoist, der *ich natürlich auch bin - für *mich, zu all Ihnen hin, um *ich herum, aber ebenso wichtig zwischen uns allen Menschen. 

So dass die Unterschiede [Vertikal] "unter" uns ausgeheilt {Sie mögen das vollkommen anders beurteilen, *mir jedoch ist die starke Hierarchisierung aller Menschen und auch deren Gruppen und Gesellschaften unterEinander ein Greuel, eine heimliche Krankheit, zumindest eine Kränkung, die uns an fast [!] jedweder Freude hindert. Dazu am Schluss noch ein paar Sätze} werden / wären und die grundlegende Verschiedenheit {Horizontal} von uns Allen kein Anlass mehr für Ängste, Abneigung, Feindschaften, gar Hass und soooo viele Tötungen ist.

Und dann lese *ich gestern diese Rezensionen und deutliche Meinung in das SZ, und bin im ersten Nachklang bestürzt, enttäuscht, verblüfft und dann wütend!

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 02. April, von Alex Rühle.


Obertitel: Soziale Gerechtigkeit in Deutschland
Überschrift: Dummköpfe ante portas
Untertitel: Vom Kindergarten bis zum Erbe - Ungerechtigkeit. Zwei Bücher beleuchten das deutsche Klassensystem aus unterschiedlicher Perspektive. Die Autoren kommen zum selben Ergebnis: Egal, wie sehr man sich anstrengt, am Ende zählt nur die Herkunft.

Der eine geht das Problem von unten an, aus der Sicht und Schicht der Arbeiter, die andere von oben, aus der Perspektive der Reichen. Marco Maurer untersucht den biografischen Anfang, Julia Friedrichs die finanziellen Folgen des Endes. Und beide, das ist das Verstörende an ihren soeben erschienenen Büchern, beide kommen zu demselben Schluss: ob nun in der Schule oder im Beruf, es ist egal, wie sehr man sich anstrengt. Am Ende zählt einzig die Herkunft. Willkommen in der BRD 2015, willkommen in der Ständegesellschaft 2.0.

Eine der zentralen Ungerechtigkeiten in diesem Land lässt sich in drei Zahlen zusammenfassen: 100 - 77 - 23. Von 100 Akademikerkindern beginnen 77 ein Hochschulstudium, in Nicht-Akademiker-Haushalten schaffen es nur 23 Kinder an die Universität. Die Zahlen stammen aus der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks. Der Journalist Marco Maurer fand sie in der Zeitung. "Auf einmal las ich nicht mehr das Ergebnis irgendeiner Studie. Ich las etwas über mich selbst. Meine Biografie in zwei Zeilen gepresst."

Vater Kaminkehrer, Mutter Friseuse: Klar, die Realschule ist nichts für ihn

Maurer ist das, was ein "Arbeiterkind" genannt wird, wobei er den Begriff nicht leiden kann, schleppt man so doch die eigene Herkunft wie eine Eisenkugel hinter sich her. Vater Kaminkehrer, Mutter Friseurin, glückliche Kindheit in einem Dorf in Bayrisch-Schwaben, jedenfalls bis zur sechsten Klasse, bis zu jenem Tag, an dem seine Mutter in die Sprechstunde ging und sein Lehrer ihr sagte: "Marco sollte auf der Hauptschule bleiben, die Realschule ist nichts für ihn."

Als die Mutter den plötzlichen Leistungsabfall ihres Sohnes erklärte, Scheidung, Umzug, Schulwechsel, ob er nicht doch bitte den Aufnahmetest für die Realschule machen könne, entgegnete der Lehrer: "Das hat doch keinen Wert bei ihm, Frau Maurer." - Voilà, der deutsche Bildungsrassismus, zusammengefasst in einem einzigen Satz, ein Elfjähriger, der keinen Wert hat.

Einzelschicksal?
Von wegen: Das Mainzer Soziologie-Institut schreibt, dass Lehrer in Deutschland, verglichen mit anderen Ländern, "besonders schicht- und ethnienspezifische Empfehlungen aussprechen". In Bayern besuchen Akademikerkinder sechsmal häufiger das Gymnasium als Kinder aus bildungsfernen Milieus. Akademikereltern setzen sich gegen Versetzungen ihrer Kinder in die Real- oder Hauptschule zur Wehr, Eltern aus bildungsfernen Schichten akzeptieren sie - Maurer machte nach dem Werturteil seines Lehrers erst mal nur den Hauptschulabschluss.
Kurzum: "Fakt ist, dass unser Bildungssystem Abgrenzung stabilisiert."

Der Satz stammt vom Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Marco Maurer zitiert ihn genauso wie all die oben erwähnten Studien in seinem Buch "Du bleibst, was du bist - Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet" (Droemer, 288 Seiten). Maurer hat sich dafür auf eine Reise durchs deutsche Bildungssystem gemacht, er hat mit Schulforschern und Neurologen gesprochen, er hat Parteiprogramme gewälzt, hat über die gähnende programmatische Leere in Sachen Chancengleichheit bei der SPD gestaunt und erlebt, wie beim Bildungsbrunch der Kölner FDP die rhetorischen Zugbrücken hochgezogen wurden (das Gymnasium als Hort der Elite ist in Gefahr, Dummköpfe ante portas).

Ein Kapitel, das einem die Tränen in die Augen treiben kann

Und er hat ein paar Tage lang eine Schule in Finnland besucht, ein Kapitel, das einem die Tränen in die Augen treiben kann: zwei Lehrer für zehn Schüler, Migrantenkinder sind nicht in Resteschulen ausgelagert, sondern sitzen mit im Unterricht. Alle Materialien sind umsonst. All das hat man schon gelesen. Neu ist der Blick der Finnen auf Deutschland. Von Helsinki aus wirkt das deutsche System wie irgendeine mittelalterliche Erfindung, ungerecht, statisch, feudalistisch. Eine Lehrerin, die länger in Deutschland war, kann bis heute nicht fassen, dass Gymnasiastenkinder nur mit anderen Gymnasiasten befreundet waren. "In Finnland sind wir alle nur Menschen, alle sind gleich, aber in Deutschland gibt es diese Art von Menschen und jene Menschen, mindestens zwei, eher drei Gesellschaftsgruppen."

Immer wieder gibt es in diesem Buch den verwunderten Blick von außen: Franzosen, die darüber staunen, dass bei uns nicht alle Krippen umsonst sind, schließlich öffnet sich die Bildungsschere schon in einem Alter, in dem die Kinder noch nicht mal "Schere" sagen können. Oder die Hirnforscherin von der ETH Zürich, die sagt, eine Begabungsprognose in der vierten Klasse sei "hochgradig unseriös". Und dann ist da noch der finnische Lehrer, der Maurer einmal abends in die Stadt bringt und zum Abschied fragt: "Weißt du eigentlich, dass ihr Deutschen genau das Schulsystem habt, das wir vor 40 Jahren abgeschafft haben, weil es uns zu altmodisch und zu ungerecht vorkam?"

Doch, Maurer weiß das sehr genau. Er hat eine furiose Abrechnung mit unserer bildungspolitischen Klassengesellschaft geschrieben, die traurige Chronik eines Landes, das Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern in den Siebziger- und Achtzigerjahren echte Aufstiegschancen bot, aber dieses große bildungspolitische Kapital wieder verspielt hat. "Damals", so Klaus Wowereit, "wussten alle: Wer sich anstrengt, wird belohnt. Sozialer Aufstieg durch Bildung wurde 'machbar'."

Maurer macht sichtbar, warum Lebenschancen heute wieder viel mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen: Unbezahlte Praktika sind ein unsichtbarer Selektionsmechanismus, man muss sie sich nämlich leisten können. Und eine Studie der Universität Paderborn belegt, dass Studierende aus einfachen Verhältnissen heute kaum eine Chance haben, Karriere an der Uni zu machen: Da man anfangs nur schlecht bezahlte Zeitverträge im Mittelbau bekommt, braucht es jahrelange ideelle und finanzielle Unterstützung durch die Familie. Die Soziologin Angela Graf glaubt deshalb, dass sich in Zukunft nur "Menschen mit Kapital im Rücken" noch eine Karriere im Wissenschaftsbetrieb leisten können.

Das Kapital im Rücken, vulgo: Erbe. Julia Friedrichs stellte mit Anfang 30 fest, wie sich ihr Freundeskreis auf einmal diskret entmischte. Alle hatten bis dahin ähnliche Jobs, alle waren aus der Provinz nach Berlin gezogen, um sich als urbane Nomaden neu zu erfinden. Familie, Herkunft, Elternhaus, all das kam nur in skurrilen Anekdoten vor. Dann aber zogen die einen plötzlich in Townhouses, die 600 000 Euro kosten, während die anderen in ihren Mietwohnungen blieben. Die einen hatten geerbt, die anderen nicht. Und alle berufliche Anstrengung wirkte plötzlich wie biografische Fassade, Zeitvertreib, Hobby.

Schulden erbt die Allgemeinheit, Reichtum erbt das eigene Kind

Darüber reden wollte keiner so richtig, denn Erben ist ein Tabuthema. Nicht mal die Parteien oder Behörden wissen genau, wie viel momentan vererbt wird. Sicher ist nur: Es ist enorm viel. Die größte Erbschaftswelle der Geschichte steht bevor, je nach Schätzung werden zwischen zwei und vier Billionen bis zum Jahr 2020 weitergegeben. Jährlich sind das mindestens 250 Milliarden Euro, fast so viel wie der gesamte Bundeshaushalt. Die Wirtschaftswundergeneration hinterlässt einen verschuldeten Staat. Und sie hinterlässt gleichzeitig das größte Privatvermögen aller Zeiten. Die Schulden erbt die Allgemeinheit. Den Reichtum erbt das eigene Kind.

Julia Friedrichs hat für ihr Buch "Wir Erben" (Berlin Verlag, 319 Seiten, 20,60 Euro) in der Welt dieser "unsichtbaren Parallelgesellschaft" recherchiert, wie eine Bosch-Erbin ihr eigenes Milieu nennt, einer Welt, die selbst einige ihrer Vertreter mittlerweile beunruhigt als "feudalistischen Kapitalismus" bezeichnen.

Das Beunruhigende daran ist, dass die Politik seit Jahren nach Kräften mithilft, diese Umverteilung möglichst unsichtbar über die Bühne gehen zu lassen. Deutschland ist eine Steueroase - wenn man reich ist. Wenn man erbt, ist es ein Paradies. Deutschlands Vermögende tragen viel weniger zum Steueraufkommen bei als Millionäre in Frankreich oder Großbritannien. "Beate", eine der von Friedrichs porträtierten Erbinnen, hat deshalb auch ein schlechtes Gewissen und wünscht sich eine höhere Erbschaftsteuer: "Wenn man von dem Erbe ganz viel in Bildung investiert, dann könnte man die Gesellschaft schon zum Guten verändern."

Die Politik traut sicht nicht einmal, über die Schieflage zu diskutieren

Könnte man. Die kleinen Marco Maurers unserer Tage wären wahrscheinlich dankbar. Dazu müsste die Politik eine solche Umverteilung aber erst mal wagen. Danach sieht es nicht aus. Den Appell, den der Millionär Dieter Lehmkuhl 2009 verfasste und in dem er forderte, jeder, der mehr als 500 000 Euro besitzt, solle zwei Jahre hintereinander je fünf Prozent seines Vermögens zahlen, unterzeichneten 64 Vermögende. 64 von 2,2 Millionen.

Was aber heißt es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn zusehends mehr Kinder das Gefühl bekommen, eh keine Chance zu haben? Wenn immer mehr Erwachsene spüren, dass der Wohlstand nach einem Prinzip verteilt wird, das den Leistungsidealen der Marktwirtschaft und dem inhärenten Gerechtigkeitsversprechen des Sozialstaats Hohn spricht? Und wenn sich die Politik nicht mal traut, über diese eklatante Schieflage offen zu diskutieren? Der SPD-Politiker Lothar Binding sagte Julia Friedrichs bedauernd, das Thema sei einfach nicht vermittelbar, "die Debatte würde sofort in Richtung Neid und Abzocke driften."

Stimmt leider: Nachdem Die Zeit ein Kapitel aus "Wir Erben" abgedruckt hat, gab es mehrere Leserbriefe, die belegen, dass viele Erben den Sozialvertrag längst aufgekündigt haben. Die Leser schrieben, ihr ganzer Reichtum sei durch Leistung, Mut und Geschick gewachsen und werde zu Recht vererbt, "der Staat ist nur gierig auf die Erbschaftsteuer", es sei empörend, dass die Zeit einstimme "in den Chor jener, die Neid auf diese Erben erzeugen wollen". Kein gutes Zeichen, wenn die blosse Frage nach Gerechtigkeit sofort als Neid denunziert wird.

Ende SZ-Text

In Deutschland wird also die gegenseitige Denunziation und Auf-, Abwertung nur etwas besser verwaltet, als in anderen Menschen-Gesellschaften. Das wars.

Nein, kein Mensch scheint auch nur im Ansatz zu erahnen, was uns durch dieses mörderische - JA, MÖRDERISCHE! Spüren (darin auch das lesen oder auch das hören) Sie doch mal in das Selbst und Menschenweit herum und erkennen wie viel Armut, Konflikte und Kriege und Morde um Rangplätze, um Oben und Unten geführt werden. Das dritte reich und das Shoah ist dabei "nur" eines dieser andauernden trieb- und angstgesteuerten Exzesse, wenn auch das bisher wütendste und vernichtendste. - Tun an Erfolgen, an nicht-verletzendem Leid und Freude und Erkenntnissen vorenthalten wird. Kaum ein Mensch!

Derweil sind diese beständigen Rangeleien um Stellungen und Positionen in "nur" efühlten und erzwungenen Höhenlagen und Schichtungen längst unnötig.
Warum "nur"? Weil Gefühle und auch die jeweiligen Stellungen sind ja doch etwas sehr konkretes. Ja, das sind sie, das ist Fakt.
Noch.

Warum unnötig?
ZielFrage: Warum ist die zellulare Lebendigkeit und dessen sozial erLebenden Gruppen (LebeWesen und dessen Gemeinschaften), zur Hierarchien-Schichtung, zur Unterschiedenheit gezwungen? Gezwungen worden.
Warum ist dabei die friedliche Anerkennung des allem daSein - und wohl auch dem DaSein? - zugrunde liegenden Verschiedenheit, so furchtbar schwierig geMacht worden?

Dass dieses Entwicklungs-Produkt bisher nützlich war, ist *mir klar, denn ohne den Faktor Hierarchisierung, hätte das Evolution auch das Mensch nicht entwickelt. Ohne das Hierarchie gäbe es vielleicht auch keine Evolution?

Es ist also eine ziemlich zentrale Forderung: Schichtet Euch!
Bildet Euch ein Oben, ein Unten und fast AllEs und All-Es DaZwischen. Wobei das erdmondliche Lebendigkeit meist Pyramiden ein bildet. Das Masse als Bodensatz und dann zugespitzt nach ..., nach wirklich Oben auf jeden Fall nicht, denn alle die scheinbar über sind, schweben nicht über oder stehen über, sie nutzen alle in Etwa die gleiche Höhe. Und sind auch in keinerlei Weise ein Besser-Es (Mensch). Schlechtestenfalls in unserer Einbildung.

Also, warum unnötig?
Nächste ZielFrage: Bricht irgendEtwas, All-Es oder ein-Es zusammen, wenn wir das Schichten und das Oben, DaZwischen, Unten, das Schlechterstellen und das Besserstellen und das Starstellen von Menschen und von Menschen-Gruppen aus uns entfernen? Wenn ja, was?

Mit diesen Fragen lasse *ich es hier erst mal gut sein, allerdings mit der Ansage, dass *ich gewiss bin, dass wir soweit sind, den Trieb [Zwang] und das überFordern zur Schichtung abzugeben, an ..., vielleicht besser zurück zu geben, an ...

... üss

Montag, 1. Dezember 2014

Dies ist [k]eine ernste Sache

Titel: Gewohnheit sMangel

Ja, es mangelt an allen Ecken und Enden!
Oder?
Oder vielleicht sind wir erdmondlichen LebeWesen das auch nur so gewöhnt, dass Wir auch dann einen Mangel erLeiden, wenn gar keines mehr existiert.

Mangel-Gewohnheit. Ist vielleicht unser aktuelles Leiden, am über[er]füllten Selbst¿
Könnte das sein?

Weil, *ich spüre fast überall um Ich herum Fülle!
Wenn *ich sogar tief hinein gehe ins Selbst ist gar kein Mangel mehr erspürbar. Das kann allerdings auch daran liegen, dass *ich gerade gut und reichlich gegessen habe. ;-)

Aber mal ernsthaft, woran ist Mangel?
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Angemessene VorSilbe?
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Titel: Der Mangel der Bewirtschaftung

Auf den obigen Text in Tumblr (es trägt dort einen anderen Titel, aber das spielt keine Rolle) kam folgende Meldung:
"lovelifeflow hat auf deinen Beitrag geantwortet: Gewohnheit sMangel"

lovelifeflow schrieb: "Vielleicht in der reizüberfluteten Gesellschaft? Man fühlt sich erdrückt, klein, nicht frei genug, um die Fülle wahr zu nehmen?"

*ich: Ja.

Aber es ist wohl eher so, dass das Fülle schon wahrgenommen wird, z.B., dass genug Nahrung vorhanden ist, aber eben nicht gut verteilt, oder das genug Arbeit vorhanden ist, aber eben beschränkt, oder das eben Billionen an Geld vorhanden ist, aber ... siehe Nahrung u.s.w.u.s.f.

Irgendwie wahrgenommen wird die Fülle.
Das Dumme dabei ist, JED-Es, also All-Es wollen es - das Fülle - dann auch haben. Also jetzt nicht All-Es Alles, sondern jedes einzeln-Es will Alles an Fülle für das ich (Selbst). K[aum]ein-Es gönnt auch nur irgendwas davon den ander-Es (Selbst). Ist halt so ein Reflex (Egoismus, Konkurrenz-Trieb?), der jede Form der besseren Verteilung der Fülle, also des reichlich vorhandenen, bis Jetzt eben verhindert. 

Und es ist auch Massenhaft (Fülle?) vollkommene Wurschtigkeit am Schicksal von Ander-Es vorhanden, und solange es diesen Massen einigermassen gut geht - und Europa und USA und noch ein paar anderen Menschen-Gruppen geht es ziemlich gut -, also, was daran ändern, am Kapitalismus, also der Mangel-Bewirtschaftung?

Nichts. Und genau das passiert.
Nichts.
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Kopiert von "Josh Blue Comedy"
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Titel: Vom Grunde der Konkurrenz

Diesmal habe *ich einen Beitrag von "lovelifeflow" kommentiert:
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Titel:  Irrlehre über die Konkurrenz

Eines von vielen Zitaten aus dem Buch "Alphabet", das sich mit dem Bildungssystem beschäftigt.

Wärmstens weiter zu empfehlen :)

Darauf *ich: Die Sache ist die, dass das (fast) kein-Es behauptet, dass Konkurrenz der persönlichen oder der Spezies-Weiterentwicklung (Evolution) hilft. Der Punkt ist, es ist zum persönlichen / und dem Spezies-Überleben wichtig. Und das gilt auch für Bakterien. Herr Hüther ist nett, aber auch in diesem Punkt zu fokussiert auf nur einen wichtigen Punkt und dadurch einäugig.

Konkurrenz ist eine natürliche Reaktion auf einen Mangel. Immer wenn Viele etwas Weniges brauchen, beginnt der Kampf dieser Vielen, um das Wenige. Konkurrenz ist Überlebens-Wichtig, wenn das dazu nötige - zum persönlichen und der Spezies Überleben - nur seltener Vorhanden ist, als für Alle gebraucht / gewollt. Das fängt bei der RaumZeit an, geht von den lebensnotwendigsten Stoffen (Luft, Wasser, Nahrung), über Partnerschaft, Anerkennung, Liebe, bis hin zu Luxus und Wollust, sogar um das Leid wird gerauft, gerade weil es schmerzhaft ist,. Obwohl daran doch kein Mangel herrscht, oder?

Das stärkste Wollen im DaSein und im persönlichen daSein ist das daBleiben wollen, ist das anwesend sein wollen, so lange und so erregend es möglich ist. Darum ist das Konkurrenz gebaut, dafür ist es wichtig und wertvoll. Herr Hüther schreibt aus der Position des Wohl-Habenden, da kann Er es leisten, die Konkurrenz zu vernachlässigen oder sogar zu schmähen.

Vielleicht ist es aber auch so, dass wir Menschen es fast geschafft haben, allen Mangel - Einschränkung!: Allen zu unserem Überleben wichtigen Mangel. - zu beseitigen. So dass wir langsam in eine RaumZeit-Phase der Fülle eintreten, der Technik sei Dank. Wenn dem so ist, dann können wir Uns und auch Einander selbst-verständlich von der Konkurrenz etwas entledigen, aber hinter der nächsten Entdeckung oder Erweiterung wartet bestimmt schon der nächste Mangel. Also Menschen! Bleibt Konkurrenz-Fähig.

Oder ist das Falsch?
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Bloss, zu oder für Was?
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Titel: In den Grenzen der Masse

Überschrift des F.A.Z.-Artikels: Ich kann doch nichts dafür!

Untertitel: Wir wollen immer mehr, nur nicht mehr Verantwortung.
Die Ansprüche steigen, die Ausreden nehmen zu. Verlieren wir auf der Suche nach dem perfekten Leben das Gespür für unsere Grenzen? 

Ohh je, dieser Artikel ist so zwiespältig für *mich!?
Einerseits möchte *ich voll zustimmen, andererseits aber auch deutlich Einspruch erheben!
Ja, mit Verantwortung tun wir erdmondlichen LebeWesen uns schwer. Zustimmung. Aber dieses "wir" behagt *mir gar nicht, *ich werde nicht gerne ungefragt eingemeindet, egal ob es zu etwas freundlichem oder schmerzhaftem ist. Ablehnung.
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Quelle des Auszugs: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 29. November 2014, Feuilleton

Der Hauptpunkt ist jedoch: War[en] wir jemals anders und können wir etwas dafür, dass wir tun, was wir hier und inzwischen auch etwas ausserhalb so tun und unterlassen?

Meine Antwort wäre: Nö.
Warum. Mei, wir sind doch gerade erst intensiver dabei, uns einen Ein-, Aus- und Überblick in und vom DaSein und darin hauptsächlich von uns Selbst zu [v]erschaffen. Wir sind doch gerade erst dabei so etwas wie Sinn zu entwickeln, auch mit der Frage, ob dem Ganzen ein Sinn innewohnt.

Und das einzeln-Es, wie eben *ich, tut so dahin und daher und nebenbei kommt ein Ergebnis nach dem anderen herein, m.a. von unseren vielen Forsch-Es, die ja in fast alle möglichen Richtungen eiffrig forschen und den Rest mit fast jedem Tag mit mehr Unfassbarkeiten versorgen. Und da soll kein Gefühl der Grenzenlosigkeit aufkommen. Und das geht ja auch innerhalb der nordamerikanisch-europäischen Gesellschaften so, die familiären und auch regionalen Vorgaben, was das zukünftige daSein eines Selbst angeht schwinden wie Butter in einem heissen Croissant. 

Und dann die Wendung vom "perfekten Leben"! Also bitte, können wir Menschen endlich begreiffen, das Perfektion immer(!) Starre bedeutet, auch wenn dabei ein ganzes jahrzehntelanges ErLeben eingepackt ist. Nein, verdammt, wenigstens für *mich, es ist die Suche nach einem freudvollen, einem gelungenen daSein als das, was ein-Es eben ist, *ich eben als Mensch. Perfektion ist Dummkacke! Aber dermassen viel-Es labern davon, als sei das das Erstrebenswerteste schlechthin.

Und das mit den Grenzen. Wie kann ein-Es fühlen ohne Grenzen? Wie kann ein-Es spüren ohne Grenzen? Wenn *ich in den Spiegel schau, wenn *ich MitMenschen spreche oder sonstwie handle, merke (spüre) *ich beständig Grenzen. Das scheint aber kaum einem ander-Es ähnlich zu gehen? Was (Sie + Er + als Was ein-Es auch immer daSein möchte = Was) schon die persönlich[st]en Grenzen nicht anerkennt, hat wohl absurde Probleme, die Grenzen der ander-Es oder auch des Ganzen zu- und anzuerkennen.

Und was kann dabei entstehen, wenn eine solche Masse, wie das Mensch die Grenzen kaum erkennt, noch anerkennt? Immer mit der Tatsache im Hintergrund, dass Jede Grenze auch verschiebbar ist, allerdings genauso immer auf Kosten DasJenigen dessen Bereich dabei kleiner wird! Und das gilt ja nun für das einzeln-Es und dessen Beziehungen genauso, wie für das Menschheit und im Endeffekt auch das gesamte DaSein. Denn, wenn das DaSein grösser und immer grösser wird, Was wird dabei kleiner?
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Berlin Bilder im Stadtmuseum
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Titel: Ja!

Langsam kommt *mir, dass *ich nicht Mehrheitsfähig bin.
Und das kommt *mir seltsam vor, weil es in meinen Texten und meiner Auswahl, nicht um *mich geht - also nicht in erster Linie von mir *Selbst handelt -, sondern um uns Menschen und noch ein kleines wenig weiter, um unsere erLebens-RaumZeit hier.

Es geht *mir auch nicht um Allgemeinplätze, um Altägliches, um Witziges oder Beleidigendes, um Hobbys und Beziehungen, um Spiele und Politik u.s.w.u.s.f., nein, hier und *mir geht es um die Erkundung des DaSein, um das Aufrichten eines / des Selbst in der Schöpfung, hier geht es um die Erweiterung der Lebendigkeit in allen dessen möglichen Richtungen, hier ist die Selbst-Erkenntnis wichtig, und die ist bekanntlich "gnadenlos" mit jeder Uneinsichtigkeit und jeder Selbst-Blockade, einfach, weil Es - das Wunsch und Wille zur Selbst-Erkenntnis in Uns ist - das Alles Wissen will, Was soIst! Was hier so gespielt und verLebt wird. Es geht hier / *mir um Grundlegendes und für uns Menschen interessantes.

Das seltsame ist, das interessiert k[aum]ein-Es?

K[aum]ein Mensch liesst, was *ich so schreibe, egal in welchem Kanal, alles - vielleicht nur *mir so scheinend? - weniger wichtige wird viel gelesen, es geht *mir sogar so, dass *ich mehr und mehr bemerke, dass, je weniger wichtig für uns Menschen und darin das einzelne Selbst etwas ist, umso Viel mehr wird es gelesen. Und es gibt noch eine Steigerung, wenn es für unser ÜberLeben oder auch bloss für eine leichte Verbesserung unseres aktuellen daSein vollkommen unwichtig ist, umso VIEL öfter noch wird es gelesen.
*mir ist klar, dass *ich dazu ziemlich lange gebraucht habe, das zu begreiffen, den Meisten ist das wohl schon viel früher klar geworden, deswegen lesen *mich nur so Wenige?

Wozu noch lesen, was sowieso schon altbekannt ist. Der braucht aber lang, bis Er das endlich begreifft.

Nun, *ich habe es begriffen: fast Alles ist gut, wie esIst, alles andere regeln die anderen schon für dich, da kannst du Ihnen schon ganz und gar vertrauen, und wenn du nicht mehr weiter weisst, dann wende Dich vertrauensvoll an diese ander-Es, Sie werden dir jedoch nicht weiter helfen können, weil Sie ebenso weit sind wie du, daran lässt sich leider nichts ändern, ausser ein-Es geht mit Freude voran, dann folgen ein-Es die ander-Es vielleicht, und genau das versuchen die nicht, die von fast Allen gelesen werden, Sie verfolgen eben lieber das Leid, als das Selbst zur Freude hinzuwenden.

So must du es auch machen, los!, dann wirst du erfolgreich. Küsschen.

Nein.

Titel: Ein Witz
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Und *ich muss hier langsam aufpassen, dass *ich NICHT zum Rechthaber werde!

Und Tschüss

Samstag, 28. Juni 2014

*ich und die Stimmung in Deutschland

Titel: Von der Unverträglichkeit der AusWEITEung der Selbst-Erkennung

Hey, es sollte aber wirklich kein-Es glauben, *mir ginge es schlecht? 
*mir geht es richtig gut, im Vergleich mit ..., aber richtig gut. 
I feel good, könnte *ich ziemlich oft singen, schliesslich
bin *ich zuhause in einer der menschenweit besten
Orte und darin auch noch in einer der besten
Bereiche, und sitze gerade in einer Couch
in meinem Lieblingscafé und trinke
eine grosse Latte und internette
und lese beste Zeitungen und
draussen ist Strassenfest
und die Band spielt hop
sassa und trallala und
das Grillfleisch riecht
bis hier ins Café rein
und ja, *ich bin ein
glückliches Mensch.
Auch wenn *ich weiss,
womit dieses persönliche
kleine spezielle regionale Glück
und so weiter und so fort, weil, jetzt
möchte *ich ganz klein und eng nur das
Fest und den Sonnenschein und demnächst
das WM-Achtelfinale Brasilien : Chile geniessen.
Das muss mir doch auch mal erlaubt sein, verdammt!
Geh wegg * da! Wegg von mir *. Los! Endlich ist mal Ruhe.
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So DaZwischen: Eine Frage, die m*ich begleitend beschäftigt ist: Wie weit und tief ist Selbst-Erkenntnis und -Erkennung gesund? Und das Selbst, welches *ich im Sinn führe ist "selbst-Verständlich" ein allgemeines Selbst, ein umfassendes Selbst, ist also die Frage einer Entität, als Entität. Könnte sogar soweit gehen, dass diese Frage das ganze DaSein beinhaltet: Wieviel DaSein-Erkenntnis erträgt das DaSein? Aber das dient nur der Vermeidung, dass die Leses die Frage zu klein denken. *ich bin Mensch und frage als Solch-Es.

Titel: Wie weit bin *ich Deutsch[land]¿

Wie weit bin *ich als MitGlied einer GrossGemeinschaft, dieser GG ausgeliefert und somit auch den Launen und der gerade vorherrschenden Stimmung unterworfen? *mir scheint, wenn *ich das folgende ernst nehme, und in m*ich fühle, dass *ich dieser Grund- oder Durchschnitts-Stimmung ziemlich nahe komme. Auch *ich fühle so eine wohlige Zufriedenheit, die eine Veränderung behindert, sogar in grossen Bereichen verhindert. *mir fällt eine persönliche Veränderung auf jeden Fall  sehr schwer, aber ob das etwas mit der Gesellschaft zu tun hat, kann *ich selbst-verständlich nicht mit Gewissheit schreiben.

Aber ...
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Überschrift: Den Deutschen geht es richtig gut
Untertitel: Eine soziale Kluft in Deutschland? Davon ist nichts zu sehen. Die Deutschen sind so zufrieden wie lange nicht.

Finde *ich doch schön. Muss *ich doch schön finden, nicht?
Änderungsbedarf also eher nicht. Mei!, wieso auch.
Uns hier gehts prächtig, muss *ich doch nicht weiter wegg spüren (schauen), bloss nicht. Warum es uns hier prächtig geht, darf *ich auch nicht fragen! 
Überhaupt, das ganze Fragen!?
Lieber nicht.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 28. Juni 2014, Wirtschaft

Und ein paar Seiten später. 

Titel: Was kostet der Reichtum und das Wohlgefühl in Deutschland? 
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Die Überschrift der unteren Auszüge
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Tja, hätte *ich nur nicht aus Deutschland hinaus geschaut, wäre *ich nur ganz schön hier geblieben, ganz nur hier im Bergmann Strassenfest, dann wäre *mir die Kehrseite unserer kleinen deutschen Selbst-Zufriedenheit entgangen. Z z z.
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Jetzt ist also auch *mir bewusst, womit die deutsche Selbst-Zufriedenheit er"kauft" wird. Ja, hier ist gerade Samstag und Strassenfest, lauter lachende und eisessende und Kuchen essende und Kaffee trinkende und schunkelnde MitMenschen, und *ich Miesepeter mittendrinn, der gerade davon mitbekommt,  woher unser gutgehen hier in Deutschland gespeist wird. Wieviel Schmerzen und auch Tote das woanders fordert.
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Moment-Aufnahmen von Heute,
vom Bergmann Strassenfest
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Was mach *ich jetzt nur?

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 28. Juni 2014, Die Lounge

Titel: Eine Entwicklung der Selbst-Emanzipation in der Gemeinschaft

So ist es also für m*ich wichtig, das Selbst aus der Übereinstimmung  und dem blossen Mitläufertum innerhalb einer Gemeinschaft zu lösen, zumindest aus der bedrängenden, ausrichtenden und die Phantasie und [Selbst-]Erkenntnisse klein haltenden Mechanik. Dazu braucht es ein paar Voraussetzungen und die muss *ich erst einmal und nun schaffen.