Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Donnerstag, 9. April 2015

GlaubensFrage: Ist das Ökonomie auch Solidarisch?

Titel: Das Freude am daSein

Selbst-Erkenntnis: *ich bin da, weil *ich sterben darf.

Das seltsame Fehlschluss war, das Tod als blosse Tatsache zu fürchten.
Statt zu erkennen, dass es der als zu früh empfundene und nicht Selbst mit-entschiedene RaumZeit-Punkt des Todes ist, das befürchtet wird.
Denn das Tod als Tatsache und Ende des daSein, ist eine Ursache unseres daSein, aber doch wohl kein Grund für Furcht oder gar [Todes]Angst. Ohne die raumzeit-liche Begrenzheit von AllEs und All-Es kein DaSein und somit auch kein daSein. Das Tod ist also eine grundlegende Notwendigkeit für auch unser erLeben.

Für *mich ist das Tod / Sterben eine Freude, weil das erLeben / daSein eine Freude ist. Wenn -Es denn eine Freude ist? Wenn jedoch das persönliche daSein eher Leid ist, ist das Furcht im Sterben - denn, was ist das daSein anderes, als ein langsames Sterben mit dem Tod als Abschluss? - verständlich.
Vom Leid am daSein in das Freude am daSein zu wechseln, ist zumindest ein deutlicher Wandel in Gefühl und Bewertung des Todes.

Das Sterben ist *mir eine Freude, weil *ich es erLeben darf.
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Morgendliche Café-Gesellschaft
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Titel: Das Mehr-Wert des Wissens

Nun weiss *ich ja schon länger, was g/Glaube[n] ist: Unsicherheit, Ungewissheit und Unwissenheit.

Also, um es abzukürzen: g/Glaube[n] = Un-.
Und Un- ist die Abkürzung für Nicht, was allermeist sehr wenig ist, aber manchmal eben auch fast AllEs oder / und All-Es. So ist also das Verschiedenheit von g/Glaube[n] zu Wissen, dass das Wissen - kleine Einschränkung: wenn dessen Inhalt mehrfach und von mehreren Menschen geprüft wurde, denn Qualität ist beim Wissen wichtig, dem g/Glaube[n] gilt Qualität nichts - zu fast 100 Prozent und für fast 100 Prozent spürbar UND fühlbar ist. Dem g/Glaube[n] jedoch sind auch 50 Prozent un-möglich, weil nicht oder noch nicht prüfbar.

Fakt ist aber, dass fast alle Menschen dem g/Glaube[n] wesentlich mehr Wert zumessen, als dem Wissen, dass fast alle Menschen dem g/Glaube[n] fast blind vertrauen, dem Wissen und das Gewissheit nicht, was bekanntlich allermeist wenigst ist.

DaZwischen-Fazit: Das Mensch glaubt dem Wissen nicht.

Ein Gedicht:
Was den Schluss zulässt: Dass das Mensch allermeist blindlings is[s]t.
Dass das Mensch damit bisher überLebt hat, ist ein Wunder voll Glück.
Das gilt jedoch, wie einige Menschen inzwischen wissen, ganz allgemein.
DaSein ist eine fast pure Glaubens-Vorstellung, fast ohne jede Gewissheit.
Das DaSein ist somit eine fast reine Vertrauens-Veranstaltung. Ungewiss.
Als Beispiel: Von 100 Prozent Universum (DaSein) sind etwa 4% bekannt.
Das Rest ist sogenannte "dunkle" Irgendwas? Und auch die 4% sind fast?
Gewiss ist fast nur, dass wir einigermassen erLeben und dann sterben.

Warum das obige?

Vielleicht, weil *ich fasziniert davon bin, was wir aus fast 100 Prozent Glauben, also Un-Irgendwas und dem blinden Vertrauen, das daraus erwächst, geschaffen haben. Wenn dieses Verdienst auch nicht uns direkt zukommt, weil, was wissen wir schon, woher wir und unser Tun entstammen und erregt wird, aber faszinierend ist das irgendwie schon.

Und, was könnten wir wohl aus dem DaSein und insbesondere unserem daSein erschaffen, wenn wir dem Wissen mehr Wert beimessen würden, statt wie geprägt und gewohnt nur zu g/Glaube[n], dass da: Was ist?
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Eine "Rote Taubennessel".
Das ist gewiss, ist eine Heilpflanze
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Titel: Wieviel Solidarität ist in das Ökonomie enthalten? 

Aus das Süddeutschen Zeitung, vom 04. April 2015, Wirtschaftsteil, ein Gespräch mit dem Nobelpreisträger Robert Shiller, auf Seiten der SZ geführt von Ulrich Schäfer

Einführung der SZ: Robert Shiller hat als Ökonom ein erstaunliches Gespür für die großen Wenden unserer Zeit: Im Jahr 2000 veröffentlichte er, exakt auf dem Höhepunkt der ersten Internetblase, der New Economy, sein warnendes Buch ,,Irrationaler Überschwang“ — und erwies. sich damit als Crash-Prophet. 2005 warnte er vor dem Platzen der Immobilienblase in den USA. Und nun, zur dritten Auflage, treibt ihn die Sorge vor der nächsten Internetblase um. Ein Gespräch über die Risiken der digitalen Revolution. Geführt via Skype. 

Daraus ein längerer Auszug:

SZ: Diese rasante Veränderung durch die Digitalisierung betrifft jede Branche. Nimmt man das Leitbild der schöpferischen Zerstörung des Ökonomen Joseph Schumpeter, dann ist das doch eigentlich positiv: Denn am Ende ist die Wirtschaft dann besser und innovativer — und auch unser Leben wird dadurch besser.

Robert Shiller: Das wäre eine sehr positive Sicht der Dinge. Ich dagegen rede über die Risiken und Unsicherheiten, die heute größer sind als früher. Die entscheidende Frage ist doch: Wie gehe ich als Individuum mit diesen Risiken und Unsicherheiten um? Werde ich einer der Gewinner sein? Oder einer der Verlierer?

SZ: Warum sind die Risiken heute größer? 

Robert Shiller: Früher war es doch so: Wer einen bestimmten Beruf gewählt hatte, zum Beispiel Lehrer oder Übersetzer, der konnte davon ausgehen, dass er diesen Beruf sein ganzes Leben lang ausüben kann. Man musste sich keine Sorgen machen. Aber braucht man in 30 Jahren all diese Lehrer und Übersetzer noch? Oder gibt es stattdessen dafür digitale Maschinen? Wenn erlerntes Wissen massenhaft entwertet wird, gefährdet das die Identität des Menschen. Denn sein ganzes Selbstwertgefühl beruht ja darauf, dass er etwas kann. Dieses Selbstwertgefühl ist nun gefährdet. 

SZ: Was bedeutet dies für die Gesellschaft?

Robert Shiller: Schon 1948 hat Norbert Wiener in seinem Buch „Cybernetics“ geschrieben: „Ich weiss nicht, was gefährlicher ist: der Computer oder die Atombombe?“ Der Computer, warnte er, ersetze das menschliche Gehirn, und das sei insbesondere bedrohlich für Menschen mit begrenzten Talenten. 1948 waren Computer allerdings noch nicht besonders beeindruckend, heute ist ihre Macht sehr viel grösser.

SZ: Das Cloud Computing ist gefährlicher als die Atombombe?

Robert Shiller: Atombomben werden, so dürfen wir hoffen. zu unseren Lebzeiten niemals eingesetzt. Aber wir erleben eine gewaltige ökonomische Veränderung durch das Internet, und für manche Menschen geht es dabei wirklich um die Frage, ob sie überleben können. Vielleicht ist das Internet also wirklich gefährlicher als die Atombombe.

SZ: Andererseits entstehen durch das Internet neue Jobs. Heute kann jeder für Uber fahren. Übersehen Sie nicht, dass das Internet auch viele Chancen bietet? 

Robert Shiller: Natürlich können wir uns ein wundervolles Schumpetersches Szenario vorstellen. Es gibt viele aufregende neue Unternehmen. Uber, Airbnb oder Ebay verändern unser Leben. Andererseits: Uber-Fahrer werden nicht gut bezahlt. Und wenn es selbstfahrende Autos gibt, braucht man sie vielleicht irgendwann gar nicht mehr. 

SZ: Ihr Pessimismus klingt ganz anders als das, was man aus dem Silicon Valley hört. Zum Beispiel meint Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt, dass sich jedes Problem lösen lässt, wenn man nur alle Menschen ans Breitband-Netz anschliesst. 

Robert Shiller: Ich bin nicht pessimistisch. {Das deckt sich in Etwa mit meiner Beobachtung, dass ein nüchterner, an Fakten orientierter, sogar wohlmeinender Blick in ein mögliches Voraus, von den allermeisten Menschen als "schlecht" oder gar gefährlich fehlbewertet wird. Wie in diesem Fall als "pessimistisch". Was wollen diese Allermeisten lesen oder hören, das diese dann als "positiv" benennen? Schönfärberei, Phantastereien, Wunschkonzerte? Wie das von Eric Schmidt.} Es geht nur darum, die Risiken und Unsicherheiten in einer völlig digitalisierten Welt anzuerkennen. Die Menschen sind unsicher, welchen Platz sie in dieser Welt einnehmen werden. Ich erlebe diese Unsicherheit auch bei meinen Studenten. Sie fragen: Welcher Beruf ist eigentlich noch sicher? Und keiner kann ihnen das beantworten. 

SZ: Wie sollten wir mit dieser wachsenden Unsicherheit umgehen? 

Rober Shiller: Als Finanzwissenschaftler sage ich: Wenn man nicht weiss, was die Zukunft bringt, dann muss man sich gegen mögliche Risiken versichern. Wenn in einer Familie Vater oder Mutter schwer krank werden, wenn ein Haus niederbrennt oder jemand seinen Job verliert, sind das oft die entscheidenden Gründe für eine wachsende Ungleichheit. Und gegen all diese Risiken gibt es Versicherungen. Versicherungen sind das entscheidende Mittel, um etwas gegen die wachsende Ungleichheit zu tun.

Sz: Was heisst das für die digitale Welt?

Robert Shiller: Natürlich erhöht die Internet-Revolution unseren Wohlstand, aber dieser neue Wohlstand wird nicht gleichmässig verteilt. Die Ungleichheit in unserer Gesellschaft wächst zum Beispiel dann, wenn ein bestimmter Beruf, eine bestimmte fachliche Qualifikation durch die Digitalisierung einfach verschwindet und die Ausbildung von Menschen komplett entwertet wird. Wer als junger Mensch einen Beruf wählt, der sollte deshalb die Möglichkeit erhalten, sich dagegen zu versichern, dass er diesen Beruf nicht mehr ausüben kann, weil er nicht mehr gebraucht wird.

SZ: Was ist der Unterschied zu einer klassischen Arbeitslosenversicherung? 

Robert Shiller: Die Arbeitslosenversicherung wirkt kurzfristig. Sie greift, wenn jemand seine Stelle verloren hat und zahlt so lange, bis er wieder eine neue gefunden hat. Aber die Digitalisierung führt dazu, dass Menschen vielleicht ihr ganzes Leben lang keinen neuen Job mehr finden werden. Dagegen brauchen wir eine neue Versicherung. Sie würde ähnlich wirken wie die Berufsunfähigkeits-Versicherung für alle jene, die nach einem schweren Arbeitsunfall nicht mehr arbeiten können, weil sie zum Beispiel einen Arm oder ein Bein verloren haben. 

SZ: Diese Versicherung wäre also eine Antwort darauf, dass wir in riskanteren Zeiten leben als vor ein paar Jahrzehnten? 

Robert Shiller: Die Idee, sich gegen die Risiken des Lebens zu versichern, ist nicht neu. Gustav Schmöller hat 1905 in seinem Buch „Charakterbilder“ geschrieben, dass eine der wichtigsten Ideen des späten 19. Jahrhunderts die Versicherung war. Daraus haben sich auch die Sozialversicherungen entwickelt, gerade Deutschland war da ja bei der Arbeitslosen-, Unfall- oder Krankenversicherung ein echter Pionier. Die USA waren viel langsamer, sie haben das viele Jahrzehnte nicht übernommen, eine richtige Krankenversicherung haben wir erst vor zwei Jahren bekommen.

SZ: Sollte diese Versicherung privat oder staatlich organisiert sein? 

Robert Shiller: Das sollte eine private Versicherung sein. Dafür braucht man nicht den Staat.

{Das Antwort eines Ökonomen? Eines Liberalen? Keine Ahnung, auf jeden Fall nicht meine. Auch von dieser Versicherung halte *ich fast nichts, aber immerhin ist es ein mehr an Fürsorge und MitEmpfinden, als *ich von einem Wirtschafts-Wissenschaftler erwartet hätte.

Was ist das Staat?
Für *mich ist das Staat, die stetig wandelnde Menge an Menschen, die eine von diesen Menschen begrenzte Land-Fläche bewohnen und darin aufwachsen, lernen, arbeiten, erLeben, nichts tun, krank sind, älter werden {sterben}, und so weiter und so fort, also innerhalb einer menschlich begrenzten Fläche längere RaumZeit oder sogar das gesamte erLeben verbringen.
Das Staat ist für *mich eine mögliche Organisationsform einer Menge Menschen, zu deren Schutz, Sicherheit, Fortentwicklung und der Versorgung mit aller Infrastruktur und allem erLebens-Notwendigen. Das Menschheit besteht inzwischen aus über 170 Staaten, also ErLebens-Gemeinschaften.
Das Staat, also das Gemeinschaft aller darin erLebenden Menschen, ist für deren Wohlergehen und so weiter ... zuständig! So empfinde *ich das. Das ist und bedeutet Solidarität. Und NICHT einzeln-Es darin und deren Profitinteressen oder auch deren wohlmeinendes Gemein-Interesse. So deute *ich das. Bisher sind aber fast alle von Menschen gegründeten Staaten "ökonomisch" und teils brutal hierarchisch (z.B. Indien) gestaltet. (Zum Staat unten noch ein paar Sätze.)
Noch gibt es auch nicht im Kleinen eine wirkliche Solidar-Gesellschaft, deren MitGlied-Es von das Zeugung bis zum Tod bedingungslos versorgt sind. Obwohl es längst möglich und nützlich ist. Oder?}

SZ: Vor 15 Jahren ist der Internetboom abrupt abgebrochen und die Börsenblase geplatzt. Erwarten Sie das jetzt wieder? 

Robert Shiller: Ich bin einerseits besorgt, weil die Aktienkurse in den USA so hoch sind — und auch die Anleihekurse in den USA und in Europa. Aber es kann sein, dass der Markt noch für lange Zeit so hoch bleibt. Ich befrage regelmäßig Experten über ihr Vertrauen in die Aktienmärkte und bilde daraus den „Stock Market Confidence“-Index. Dieser Index ist in den USA recht hoch. Das heisst: Die Menschen machen sich keine grossen Sorgen über einen Crash. 

SZ: Aber wenn man sich die gewaltigen Börsenwerte von Google, Alibaba oder Facebook anschaut, ist doch offensichtlich, dass es irrationale Übertreibungen gibt.

Robert Shiller: Wir hatten in den letzten 15 Jahren zwei Crashs an den Aktienmärkten, und natürlich gibt es auch jetzt ein gewisses Risiko. Aber letztlich kann auch ich nicht voraussagen, wann solch ein Crash kommt.

Ende SZ-Gespräch

Zum Staat:
Es ist wohl so, dass wir Menschen bis heute wegen der Grösse und Vielzahl fast aller menschlichen Gesellschaften kaum in der Lage sind, den Staat als eine Summe und als gemeinsame politische und wirtschaftliche und versichernde und soziale Organisations-Einheit aller darin erLebenden zu begreiffen.

Statt uns also gemeinsam für dessen innere Ausgestaltung zu interessieren und uns dafür einzusetzen, betrachten viele "den Staat" als Gegner oder sogar als Feind (weiter unten wird aber klar, warum das auch verständlich ist). Den meisten jedoch ist "der Staat" wurscht, sie lassen zu, dass dessen Gestaltung und Verwaltung jeweils nur einige wenige machen.

Genauso sind dann auch fast alle Staaten gestaltet: Minderheiten-Bereicherung und Klientel-"Politik". Damit das für diese jeweils wenigen weiterhin ein Selbstbedienungs-System bleibt, werden die Gefühlsentwicklung, die Wissens- und Selbst-, sowie Mit-Entscheidungs-Vermittlung jeweils auf niedrigstem Niveau gehalten.

Das ist ohne Vorwürfe, weil es ist normale Menschlichkeit. So war das ja immer schon. Immer die Frage im Hintergrund, ob das so bleiben muss?

Antwort auf die Titel-Frage:
Die aktuelle Form und Richtung der Ökonomie ist unsolidarisch. Dass das erLeben und das WeiterEntwicklung davon kaum behindert wird, ist kein Wunder. Denn auch das DaSein ist nicht auf Solidarität angelegt, sondern auf Konkurrenz, aber das DaSein behindert eine Entwicklung zur Solidarität auch nicht. Das ist unsere Chance.

Mittwoch, 1. April 2015

Das Kapitalismus in ErklärungsNöten

Titel: An Findigkeit ist kein Mangel, an was dann?

In einem SZ-Artikel fragt ein Journalist, wie wohl die menschliche Zukunft gestaltet ist, wenn jeweils nur ein paar Menschen die neuesten Techniken z.B. zur Verbesserung der Hirntätigkeit (eingepflanzte Chips und / oder "Drogen"), oder auch zur körperlichen Veränderung mit Maschinen (Cyborg) nutzen können, weil Sie das Wissen, den Zugang und das Kapital dazu besitzen, während die Masse so bleiben muss, wie SIE ist?

Das Ergebnis des Artikels ist, dass wohl das Menschheit in Splittern zerfällt. Das würde die Hierarchisierung einerseits fortsetzen, andererseits bedeuten, dass genau an dessen "Trennlinien", innert dieser Strukturierung das Menschheit auch zerfällt. 

Tja!

Was ist das "Problem"?

Die menschliche Findigkeit und unser Wissenshunger und auch das Lust, das soSein, also den jetzt-Zustand des Menschen zu verändern (weil, ob eine Änderung, eine Verbesserung ist, erkennen wir bis Jetzt immer erst danach), oder unsere aktuell krassen Unterschiede in fast allen Ausstattungs-Bereichen, egal ob es um mitSprache, Wissen Anerkennung und MitEntscheidung und Kapital - in allen Formen - geht?

So, wie *ich das empfinde, ist unser menschliches "Problem" (*ich setze das in Anführungszeichen, weil das Mensch diese Handlungen und das aktuelle soSein - nicht unseren körperlichen Aufbau, noch das Handeln das darauf beruht - weder gewünscht noch also zu verantworten hat), die enormen Unterschiede in unserer Ausstattung (s.o.); und eine fast ebenso krasse Intransparenz zwischen uns und allen Bereichen in denen Entscheidungen teils weit über die daran Beteilligten hinaus getroffen werden (Regierungen, Behörden, Unternehmen und auch Universitäten und deren Labore).

Hätten wir Alle erstens das Wissen, um die von uns erforschten und entwickelten Möglichkeiten zur persönlichen oder sogar zur Veränderung der Spezies UND hätten wir Alle die Ausstattung zur freien Wahl, was ein-Es aus der Auswahl nutzt, dann wäre unsere Findigkeit kein Problem, sondern, was es im Besten Fall ist, eine Chance zur Erweiterung der Freiheit.

Leider, für uns Alle, lässt unser aktuelles soSein, für das wir - wie oben angedeutet - keinerlei Schuld tragen, weder die allgemeine Transparenz noch gar eine einigermassen gleich=wertige Ausstattung von uns Allen zu.

Somit ist uns bisher sowohl der Weg zum Frieden und einer wirklichen Selbst-Entscheidung, als damit auch zur Freiheit nicht möglich.
Das ist sehr Schade, weil alle Menschen das Potential dazu sind.
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So hübsch!
Aber keine Ahnung, was das ist?
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Poesie

Titel: Das Kapitalismus kann nicht "sterben"

Meine langjährige Beschäftigung mit das Kapitalismus folgt der persönlichen Erkenntnis, dass *ich nur etwas verantwortungsvoll und einigermassen gezielt ändern kann, das *ich weitestgehend begreiffe. Alles andere ist natürlich[es] Zufall oder blosse Notwendigkeit, also mehr oder weniger Zwang. Ob das auch auf das Evolution zutrifft, ist noch zu klären.

Dies ist eine weitere Bchäftigung mit einem Artikel von Wolfgang Streeck, deren ersten Fund - aus der F.A.Z. -, *ich am 26. März 2015, in den Luetzenich-Blog, eingestellt habe.

Vorab, erst eine Einschätzung zum Inhalt des Wortes "Kapitalismus", von *mir, die jedoch - wenigstens habe *ich davon keine Kenntnis - kein-Es so teilt. Für *mich ist das Kapitalismus ein vollkommen natürliches "menschliches" Konstrukt oder auch System.

Warum?; weil das Kapitalismus nicht so sehr Menschlich ist, als es eine natürliche Notwendigkeit ist, und das mit all seinen Ableitungen (Demokratie (einem nur wenigst versteckten neo-Feudalismus: wenigste Herr[inzwischen auch knapp 30% Frau]schen ÜBER die Mehrheit (Alle?) hinwegg), und den -ismen: Sozial-, Liberal-, Kommun-) und Verirrungen (gewähltes Diktaturismus, Anarchismus, Kommunitarismus, Mafianismus).

Da würde wohl erst einmal k[aum]ein-Es widersprechen, denn es wurde uns ja nicht von irgendwoher gebracht oder gar aufgenötigt, sondern wir haben diese Form des Handelns und Produzieren und Kommunizierens Selbst - aus uns heraus (also natürlich) -entwickelt.

Es ist langsam entstanden, aus einem Notwendigkeit heraus, aus uns Menschen heraus, gefordert auch durch die äusseren Umstände und Veränderungen, und zwischen uns hinein gesetzt, oder schreibe *ich besser: hinein getrieben?

Das Kapitalismus ist in keines seiner Ausprägungen (s.o.) ein Fremdkörper. Das Kapitalismus ist fast (äussere Umstände) ganz und gar Menschlich. So wie das Mensch ganz und gar Natürlich ist. So kann *ich mit Fug und Recht schreiben, das Kapitalismus ist ein natürliches menschliches DaZwischen-Handels-System.

Zu dieser Vorrede bin *ich gedrängt, weil auch im unten folgenden SZ-Artikel das Kapitalismus so behandelt wird, als sei es etwas uns Fremdes, etwas uns Menschen fremdes, das, wie schon im ersten Absatz unten anklingt, unabhängig von uns "sterben" könnte. Ja sogar sterben muss.

Für *mich hier ist das ein schauerliches Gedanke, weil das Kapitalismus, mit ein wenig Abstand - soweit das als mittendrinn daSeiender und mitHandelnder möglich ist? - betrachtet, einen ziemlich guten und umfangreichen Einblick in das Mensch-daSein gewährt. Was sind wir und wie sind wir Menschen "drauf" und wie stehen wir zuEinander, was halten wir vonEinander und was ist unsere Beziehung zur auch nicht-menschlichen AussenWelt?

Vielleicht sollte *ich zur Bestätigung und Verstärkung wiederholen, das Kapitalismus ist aus uns heraus entstanden, es ist ein menschliches (natürliches) System, in und mit dem wir auf Veränderungen in uns, mit uns und um uns herum reagiert haben und es auch im Moment tun. Das Kapitalismus ist eine Notwendigkeit. Punkt. So bewerte *ich das.

Es ist KEINE Vernunft-Entscheidung, es ist keine geplante Erfindung. Alle Kapitalismus-Kritiker (und Sie bedenken bitte, das Kritik hymnisches Lob genauso beinhaltet, wie derbste Ablehnung und DaZwischen auch nüchterne Analyse) und sogenannten Kapitalismus-Vordenker, von Adam Smith über Karl Polanyi, bis zu Wolfgang Streeck beurteilen unser DaZwischen-Handels-System im Nachhinein und aus jeweils persönlichen Haltungen heraus.

Das exponentielle Wachstum der Anzahl von Menschen um diesen kleinen Planeten herum, unsere mitwachsenden Bedürfnisse und unsere ebenso mit-gewachsene Bewusst-Heit (Aufklärung), von uns und dem, in das wir eingebettet sind, haben dieses System geformt und entwickelt.

Glaubt den ein-Es von Ihnen, dass es eine Alternative gab, mehrere Milliarden von Menschen zu versorgen und in Arbeit zu bringen und bei Laune zu halten und weltweit mitEinander zu verbinden?

Das aktuelle neo-Feudalismus, euphorisch Demokratie genannt, [Il]Liberalismus, Sozialismus[s?], Kommun..., Diktatur..., National..., Anarch..., Mafianismus, was fällt Ihnen noch ein, was gescheitert ist, oder noch scheitert? Ach ja, die Religionen und Monarchien.

Das hier ist keinerlei Verteidigung oder Schönfärberei des Kapitalismus, es ist eine persönliche Einschätzung. Wie weit oder besser: nahe, dieses das Wirklichkeit kommt, entscheiden auch die Leses mit.

Ja, das aktuelle Stand des Kapital..., unseres DaZwischen-Handels-, Produktions- und Kommunikations-Systems, das auch einen ziemlich tiefen Einblick in uns Selbst gibt, braucht Veränderung. Ist ja auch schon bisher in steter Veränderung, und ist ja auch nicht überall dasSelbe (wie ja auch alle Menschen jeweils verschieden sind [das war jetzt platt, oder?]) Ausformung.

Aber es scheint so zu sein, dass die zunehmende Technisierung (und unsere Abhängigkeit davon. Diese wiederum hat unmittelbar mit dem Folgenden zu tun:) und weiter zunehmende Anzahl an Menschen und engere Verbindung von uns Menschen und das stetig anwachsende Wissen von uns und fast bis an alle Grenzen des DaSein, sowohl ins Kleinste, wie auch das Grösste, dass all das schnellere und deutlichere Veränderungen fordert, als wir sie bis Jetzt liefern können.

Mit all dem obigen ist für *mich auch klar, dass unser DaZwischen-Handels-System keinen Gegner oder Gegenmodell hat, keine wirkliche Alternative. So wie auch das Menschheit keinen wirklichen Gegner kennt und hat (!!!), als lediglich Mensch-interne verschiedene Standpunkte und Haltungen, teils sehr weit auseinander gefächert allerdings.

Damit ist auch für *mich sicher, dass Viren, Löwen, Haie, Bakterien, Gifte und Katastrophen und andere auch tödliche Gefahren nicht Gegensätze des Menschen sind oder Alternativen, sondern "lediglich" natürliche Gefahren. Notwendig als Reizpunkte und Entwicklungs-Beschleuniger, auch wenn das wegen der Schmerzen und der Tödlichkeit erst mal schwer erträglich ist und scheint.

Langes "Vorab"-Ende
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Schaut nach baldigem Regen aus
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Aus der Süddeutschen Zeitung, vom 19. März 2015, geschrieben von Andreas Zielke

Überschrift: Institutionell dumm

Untertitel: Die Frage ist nicht, ob der Kapitalismus stirbt, sondern wie. Gründe wären die Ausbeutung des Staates, der Krieg gegen das Klima, vor allem der Verlust des sozialen Fundaments. Die Elite isoliert sich. Der Rest darbt.

Mitten im wirtschaftlich boomenden Deutschland wirkt die Frage wie ein provokanter Scherz: „Wie wird der Kapitalismus enden?“

Das Ende unseres Wirtschaftssystems ist ausgemacht, es geht nur noch um das Wie. Ach so! Doch Wolfgang Streeck, der diese Frage in den Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik stellt, ist nicht nach Komik zumute.

Der Soziologe und emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln zählt zu der Handvoll deutscher Experten der politischen Ökonomie, die auch international hohes Ansehen genießen. Wer Streecks jüngere Schriften kennt, vor allem das Buch „Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus“, ist mit seiner kapitalismuskritischen Diagnose vertraut. Um sie ernst zu nehmen, muss man sich keiner doktrinären Weltsicht verschreiben. Selbst ein bekennender Marktliberaler wie der Publizist Rainer Hank rühmt ihn als „vernünftigen Linken“: „Der Mann, der heute so tief pessimistisch ist, ist kein Savonarola, der zum Kreuzzug gegen den Kapitalismus aufriefe“.

Zwischentitel:  Das System triumphierte über den Sozialismus. Nun geht es an sich selbst zugrunde

{Über den menschlich geMachten "Sozialismus" oder den "Kommunismus", einer natürlichen Diktatur, im lediglich roten Mantel, zu triumphieren, ist sehr leicht, denke *ich}

Ein Kreuzzug, und das ist Streecks aktuelle Pointe, hätte ohnehin keinen Sinn, denn in diesen Zeiten gibt es nur eine einzige Macht, die dem Kapitalismus wirklich gefährlich werden kann – das ist der Kapitalismus selbst. 

Während Streeck es in dem Buch von 2013 noch dabei belässt, den ungleichen Kampf zwischen Markt und Demokratie zu beschreiben, spitzt er jetzt seinen Befund radikal zu: So erfolgreich der Kapitalismus über alle seine bisherigen Widersacher triumphiert, über Sozialismus, Arbeiterbewegung, national-staatliche Demokratie, aber auch die Natur {Wenn, wie *ich oben vermutete, das Kapitalismus das durchschnittliche Verhaltens-Muster des Menschen ist, mit allen Abweichungen und normalen Verschiedenheiten}, so unaufhaltsam gerät er – der selbst keine Grenzen und kein Mass kennt – außer Kontrolle und macht vor seiner eigenen Substanz nicht halt. Wie Pyrrhus ruiniert er sich durch seine Siege selbst.

In der Tat ist es hilfreich, mit der Frage nach dem „Wie“ zu beginnen, bevor man klärt, ob es mit dem Kapitalismus wirklich zu Ende geht. Ein abruptes Verschwinden, gar eine leninistische Zäsur, eine Revolution, überhaupt ein neues wirtschaftliches Regime, das den Kapitalismus in einem Kraftakt ablöst – all das sind überholte Vorstellungen von einem Ende, die heute niemandem mehr einleuchten.

Viel plausibler ist, sagt Streeck, von einer Abwärtsspirale auszugehen, die der Kapitalismus selbst in Gang setzt und die ihm nach und nach seine Vitalität raubt. Auch wenn der Deformationsprozess sich noch lange Zeit hinzieht, hat er mit dem dynamischen Kapitalismus, wie er insbesondere in den Nachkriegsjahrzehnten im Westen zur Hochblüte gelangt ist, immer weniger gemein.

Was also könnte einen solchen Niedergang bewirken? In der sich seit den Siebzigerjahren steigernden Abfolge von Krisen, die bisher im noch längst nicht bewältigten Finanzcrash von 2008 gipfelte, kristallisieren sich nach Streeck fünf chronisch gewordene Funktionsstörungen heraus.

Jede für sich genommen ist folgenschwer genug, erst recht ihr Zusammenspiel: der dauerhafte Einbruch des Wachstums; die explodierende Ungleichheit; die Verarmung des Staates und die Ausbeutung der öffentlichen Güter; der Verfall der ökonomischen Moral; die globale wirtschaftliche Anarchie.

Die sechste, die ökologische Funktionsstörung streift Streeck nur am Rande. Erstaunlicherweise, denn wenn etwas den selbstzerstörerischen Charakter des Kapitalismus offenbart, dann gewiss auch der Unwille, die verhängnisvolle Klimaerwärmung aufzuhalten, die er durch seine karbonintensiven Produktions- und Konsummethoden befeuert.

Obwohl sich das Zeitfenster für eine wirksame Korrektur bereits zu schliessen beginnt, steigt der Treibstoffausstoss an und mit ihm die Katastrophen-wahrscheinlichkeit; für einige Regionen ist sie bekanntlich bereits zur Gewissheit geworden.

Die institutionelle Dummheit des „CO2-Kapitalismus“ ist phänomenal. Naomi Klein wendet es martialischer und spricht von dem „Krieg“, den der Kapitalismus „gegen das Klima führt“. Doch wenn schon, dann müsste es heissen, dass, er einen Abnutzungskrieg gegen seine physischen Bedingungen führt, also gegen sich selbst. {Und diese "physischen Bedingungen" sind die Menschen.}

Mögen viele noch eine Weile hiervor die Augen verschließen, so kann das bei den anderen Funktionsstörungen nur noch schwerlich gelingen. Ein schwindendes Wachstum zeichnet sich ab, seitdem die blendenden Zuwachsraten der Fünfziger- und Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts auf absehbare Zeit vorbei sind.

Trotz des Zwischenhochs, das die Neunzigerjahre noch erleben durften, geht es seither mit den Raten sukzessive bergab. Wenn es aber das Bewegungsgesetz des Kapitalismus ist, dass das eingesetzte Kapital, das ja stets als Kredit {also ein Glaubens-Akt.} zu verstehen ist, aus dem Kreislaufprozess im Schnitt mit Zuwachs zurückkehrt, bedeutet eine dauerhafte Stagnation eine gefährliche Bedrohung.

Zwischentitel: Trotz der Billionen an billigem Geld der Zentralbanken schwindet das Wachstum

Doch sie scheint, wie es exemplarisch die Untersuchung des Ökonomen Robert Gordon zur größten, der amerikanischen, Volkswirtschaft zeigt, sehr real zu sein. Gordons Prognose im Jahr 2012: Die amerikanische Wachstumsrate wird sich, nachdem sie jetzt schon durchschnittlich auf unter zwei Prozent gesunken ist, langfristig nur knapp über null einpendeln, bei etwa 0,2 Prozent. Auch die technologischen Schübe, selbst die so spektakulären IT-Revolutionen, das belegt Gordon, ändern daran wenig.

Wohlgemerkt, trotz der Billionen an billigem, nahezu kostenlosem Geld, mit denen die Zentralbanken die Märkte fluten wie nie zuvor, setzt sich der Wachstumsschwund auch in der Jetztzeit durch. Ist also doch etwas dran an der verstaubten These vom tendenziellen Fall der Profitrate, die übrigens nicht von Marx stammt, sondern schon Adam Smith und David Ricardo beschäftigte? Darüber lässt sich streiten, kaum aber über das Faktum.

Natürlich bezieht sich die bleierne Stagnation auf die Gesamtwirtschaft, sie schließt darum keineswegs aus, dass in der ökonomischen Elite, nicht zuletzt am Finanzmarkt überdurchschnittlich hohe Renditen erzielt werden. Das wiederum leitet über zur zweiten Funktionsstörung, der galoppierenden Ungleichheit.

Wie aberwitzig sich aber das oberste Prozent oder sogar das oberste Promille bei Einkommen und Vermögen der restlichen Bevölkerung absetzt, tritt seit Jahrzehnten zu Tage, zuletzt haben Thomas Piketty und seine Kollegen evidentes statristisches Material zusammengetragen.

Obwohl Hochrechnungen schon wegen schwer vorauszusehender demografischer und steuerlicher Effekte mit beträchtlichen Unsicherheiten behaftet sind, wird sich im Zweifel die jetzt schon extreme Polarisierung weiter verschärfen.

Die Konzentration des Ertragszuwachses an der Spitze der Gesellschaft {Das menschliche Gesellschaft als Pyramide? Mir ist vollkommen klar, dass das eine komplett übliche Formulierung und auch innere Vorstellung vom "Aufbau" und der Struktur von Gesellschaften ist. Mit den tatsächlichen Verhältnissen und dem tatsächlichen Aufbau auch von menschlichen Gesellschaften schielt dieses Bild / Vorstellung jedoch komplett vorbei.} wirft aber nicht nur demokratische und ethische Probleme auf, sie betrifft den Kapitalismus selbst.

Allem Anschein nach löst er sich von seinem sozialen Fundament. Ein Paradox? Spätestens hier stellt sich die Frage, was eigentlich unter „Kapitalismus“ zu verstehen ist. Streecks Definition: „Der Kapitalismus ist eine moderne Gesellschaft, die ihre kollektive Reproduktion als unbeabsichtigte Nebenwirkung individuell rationaler, kompetitiver Profitmaximierung zum Zweck privater Kapitalakkumulation sicherstellt – vermittels eines ,Arbeitsprozesses`, der privates Kapital mit kommodifizierter Arbeitskraft kombiniert, um so die Mandeville‘sche Verheissung der Verwandlung privater Laster in öffentliche Güter wahr werden zu lassen.“

{Was für ein komplett idiotischer Satz. Verzeihung Herr Streek, aber erstens können im besten Fall vielleicht 0,01 Promille des Menschen diesen Satz lesen und halbwegs erkennen was damit gemeint ist (deswegen das "idiotisch", abgeleitet von der griechischen Urbedeutung) zweitens ist diese Erklärung / Schlussfolgerung falsch. }

So zynisch es klingt, dass „die kollektive Reproduktion nur eine unbeabsichtigte Nebenwirkung“ des kapitalistischen Marktes ist, so klar ist, dass genau dies seine ungeheure Leistungsfähigkeit begründet: Das ökonomische Gewinnstreben ist von sozialen Rücksichten freigestellt.

Nur so konnte der Kapitalismus zu der historisch beispiellosen Wachstums- und Wohlstands-maschine werden, die wir kennen. Aber genau deshalb ist auch die oft beschworene Behauptung, die Wirtschaft sei dazu da, den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt, nur richtig, wenn und soweit es gelingt, den Kapitalismus zu „domestizieren“ und dem Gemeinwohl unterzuordnen. Von sich aus tut er es nicht und soll es ja auch nach seiner Prämisse nicht. Seine Kontrolle kann stets nur von aussen kommen.

Seit geraumer Zeit aber sind die hoheitlichen oder auch die zivilgesellschaftlichen Domestizierungskräfte schwächer und schwächer geworden. Und in dem Masse, in dem sich der Kapitalismus aber wieder von seinen politischen, sozialen und moralischen Auflagen und Bindungen befreit, wird die Gemeinwohlunterstellung zur Fiktion.

Über die Ursachen, die zu seiner „neoliberalen“ Entfesselung geführt haben, zerbricht sich inzwischen die halbe Welt den Kopf. Auf was es aber hier ankommt, ist, dass der Kapitalismus viel weniger als üblicherweise gedacht auf die Allgemeinheit angewiesen ist. Er kann seine Profitabilität ohne Weiteres auch insular entfalten, in begünstigten sozialen Segmenten. Nichts an seinem Prinzip zwingt ihn zur Inklusion der ganzen Gesellschaft.

Im Gegenteil, die Rendite steigt, wenn sich derselbe Ertrag auf wenige Köpfe verteilt. Darum entspricht es durchaus seiner Logik, sich zum eigenen Vorteil auszugrenzen, eine Art ökonomische Sezession. Der große Rest der Bevölkerung wird nicht überflüssig, aber doch in eine – was Produktivität und Gewinnabschöpfung betrifft – zweitrangige und immer prekärere Rolle abgedrängt.

Zwischentitel: Je niedriger die Preise sind, desto niedriger fällt auch die Entlohnung aus

Obendrein machen sich die Bürger in dieser abgedrängten Mehrheitssphäre, in der sie ökonomisch vor allem die Doppelrolle als Arbeitskräfte und Konsumenten einnehmen, das Leben selbst schwer: Je niedriger die Preise sind, die sie als Konsumenten zu zahlen bereit sind, desto niedriger, desto flüchtiger kann die Entlohnung nur ausfallen, die sie als produzierende Arbeitskräfte erhalten. Damit spielen sie dem Exklusiv- oder Elitenkapitalismus in die Hände – als seien sie seine Komplizen und seine Verlierer zugleich.

Schwer vorzustellen, dass dieses Wirtschaftsmodell auf Dauer überlebens-, geschweige denn gesellschaftsfähig ist. Dabei sind die weiteren von Streeck angeführte Funktionsstörungen noch gar nicht einbezogen. Sie machen die Sache, so viel steht auch ohnedies fest, nicht besser.
Ende SZ-Artikel

🤡

Sonntag, 1. Februar 2015

Das Beharrlichkeit! vor das WEITE

Titel: Eine KommentarFolge zur allgemeinen BlickRichtung

Ein fb-"Freund" pinnte folgendes Zitat an das Pinnwand:
George Orwell: "The further a society drifts from the truth, the more it will hate those that speak it"


Mein Kommentar war:
Das Sprüchlein ist genauso eine rückwärts gewandte aber vermeintlich vorwärtige Fehleinschätzung, wie "1984" eine war.

Das ist die Crux mit Menschen deren Gefühl und Denken (Blick) in das Vergangenheit festhängt und die GLAUBEN damit in das Zukunft zu blicken. 1984 war eine technisch aufgepäppte Nazi-Nachschau und dieses Sprüchlein weiss auch nicht, dass es eine Betrachtung in das Geschichte ist, und dass schon Morgen wieder ein bisschen mehr Wirklichkeit und darin auch das Wahrheit "ans Licht des Bewusst-Sein heran geleuchtet wird" und mehr und mehr Whistleblower zu Helden werden und Transparenz die neue "Religion" wird. 

Wahrlich, es ist RaumZeit den angstvollen Blick in das Zurückliegende, mit vielleicht knirschendem Halswirbel nach vorne zu wenden, um endlich die dort vor uns liegende enorme riesige unbespielte Freiheit mit Freude zu geniessen, statt uns ewiglich an eine tierisch triebige Vergangenheit zu ketten.

Vielleicht wollte Herr Orwell uns ja auch das durch die Blume sagen?

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Ein *mir unbekanntes Mensch antwortete:

"Eher nicht. Bevor wir mit knirschendem Halswirbel in die Zukunft schauen können sollten wir im hier und jetzt erst einmal entscheiden, in welcher Gesellschaft wir in Zukunft leben wollen. Ich bin allerdings nicht der Auffassung, dass die momentane Entwicklung alternativlos ist, stelle aber fest, dass man uns dass immer wieder weis machen will. Dazu ist den Etablierten jedes Mittel Recht, wie wir täglich erleben. Wenn wir nicht realisieren, dass man uns in "der tierisch triebigen"Vergangenheit immer wieder betrogen hat und fortwährend belügt und betrügt, wie soll sich das in Zukunft ändern? Wahrheit hilft dabei weiter und damit hat Orwell leider Recht - eine Regierung und Politik die ständig lügt und betrügt ist nicht nur kein Freund von Wahrheit, sondern wird die die Wahrheit verbreiten und verlangen, immer hassen, heute wie in Zukunft....."
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Wir
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Worauf *ich:

Was ist "wir"?
Die Politik? Die Superreichen, inkl. fb, google, apple, ...?
Wäre ja schön, wenn die Gesellschaft als Ganzes das "wir" ist, das mit-entscheidet, wohin das Reise geht, aber ...

Und das "alternativlos" ist die typische Haltung und Meinung von Menschen, deren Gefühl und Blick in das Vergangene geht (Frau Merkel?), weil eben bereits Geschehenes und Entschiedenes keine Alternative mehr zulässt.

Wenn *ich so hineinspüre in den Bekannten- und Freundeskreis, in Kommentarspalten und Medien, dann erspüre *ich fast nur Vergangenheit, von Offenheit und Weite und Gestaltungslust, dem was das Zukunft eröffnet und in das Hier und Heute hineinflüstert k[aum]eine Spur.

Das Vergangenheit schreit uns Heutigen an und aus!
Kein Wunder also, dass wir meist das Flüstern überspüren.

Aber *ich habe auch keine Ahnung, wie dieses Ändern des Gefühls und des Haltung und des Blickrichtung (Pegida ist ja nur ein Extrem davon) uns Allen zu vermitteln ist?

Kein Wunder auch, dass die sogenannten Transhumanisten das Mensch-Sein gleich ganz abschaffen wollen und das für "Zukunft" halten. Lächerlich, bei dem riesigen Potential des Menschlichen, das noch unentdeckt und unerschlossen in uns ruht.

Was den Orwellschen Spruch angeht, möchte *ich noch nachschieben, auch wenn das wie Rechthaberei wirkt, je weiter *ich in die Vergangenheit zurück erinnere und geschichtliche Daten bewerte, um so stimmiger ist es, als Einschätzung oder gar Warnung für Heute oder Morgen, finde *ich es untauglich und überholt.

Donnerstag, 29. Januar 2015

"Juden"-Frage.

Warum will *ich mehr wissen, warum bohre *ich tiefer, warum bin *ich nicht mit den vorhandenen Antworten und dem "erfolgreichen" Wissen zufrieden?
Egal, *mir ist wichtig zu wissen, was *ich als Mensch bin, was in *mir steckt, so was *ich bin. Was ist Mensch-daSein? Aus welchen Facetten bin *ich zusammen gesetzt?

Titel: Eine Frage des Konflikt-Entschärfung

Wie entstehen und verfestigen Konflikte in Tieren, darin auch das Mensch?

Ein Konflikt und eine Fremdheit innerhalb des Menschheit, das, wie bekannt, bis zur kalten Vernichtungs-"Raserei" geführert hat, und etwas abgeschwächt und "zivilisiert" unverändert gärt, ist das Aufregung um das Judentum / Jüdische. 
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Mein Kommentar und Frage ist:

Interessant wäre, endlich einmal verständlich zu klären, für welche "Gefahr", welche "Bedrohung", welche "Art der Verletzung", für welche Angst oder sonstwas, das "jüdische", das "Judentum" steht?

Was bringt Menschen seit Jahrhunderten und älter, gegen andere Menschen auf, wenn diese anderen Menschen jüdischen Glaubens sind?

Das Tatsache, dass das jüdische Religion eine ältere Religion ist, also das grössere Tradition ist und viele Inhalte der beiden jüngeren monotheistischen Glaubens-Richtungen daraus übernommen wurden oder damit konkurrieren, ist für *mich keine schlüssige Begründung für das Unbehagen bis zum vernichtenden Hass. Auch nicht die von den Religiongründern (Innen) behauptete Sonderstellung als "Auserwähltes Volk", oder das von Aussen behauptete Erfolg in Ökonomie, Kunst oder Politik. Nichts davon, weder das von innen noch das aussen Behauptete ist bewiesen oder gar beweisbar.

Da sind meiner Meinung nach viel tiefere Gefühle und Triebe beteilligt, als die blosse Konkurrenz, das Wunsch nach Abgrenzung oder auch Einbeziehung des älteren Glaubens, oder grösserer Erfolg und Einflussmacht.

Wenn endlich umfassend geklärt ist, was im "Jüdischen", was am "Juden[tum]" so aufregt oder ängstigt, können wir einander so ändern, dass wir endlich all-Es unbefangen mitEinander umgehen können.

Als weder Gläubiger noch Atheist, schaue *ich diesem "Treiben" und dieser unausgegorenen Fremdheit bis zum Hass, mit Scham und Verwunderung zu. Was ist das so negativ aufregende des Jüdischen? Mir ist das unklar, deswegen kann *ich das nicht fühlen oder empfinden, *mir sind jüdische Menschen im besten Sinne gleichgültig, gleichwertig also, nicht mehr und nicht weniger. Weder ab- noch aufregend. Wenn ein jüdisches Mensch *mir auf den Fuss tritt, dann tut das nicht mehr oder weniger weh, oder ist mehr oder weniger aufregend, als wenn es ein "?" Mensch tut. Klingt banal und vielleicht blöd, aber *ich frage eben: Warum fühlen mit-Menschen Unbehagen am Juden[tum] oder am "Semiten" (Antisemitismus? Du lieber Himmel! Alleine schon dieser Begriff!? Keinen blassen Dunst, was daran oder darin irgendwas "anti" ist? Mehr und mehr halte *ich das für dummes Zeug. Wenn es leider nicht alltägliche Vertreibungen, Verletzungen und Tötungen rund um diese Begrifflichkeiten gäbe.)?

Also, was steckt im Jüdischen (Judentum) drinn, was Menschen, die das Selbst als solches definieren und die das "ich" dazu bekennen, so aufregend macht?
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"normale" Bekundung von
Zugehörigkeit?
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"enthemmte"?
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Meine Vermutung ist, dass jede Form des Ausgrenzens, des Denunzierens, des Anti-Irgendwas, des generalisierend Beschuldigens, des Schlecht machens und Ablehnens, bis zum vernichtenden Hass (auch des jüdischen Menschen, oder von romanischen Menschen) kaum oder nichts mit den jeweiligen Spezifika einer Menschen-Gruppe zu tun hat, sondern mit Trieben und Gefühlen der Ein- und Ausgrenzung von Gruppen und des Selbst.

Mit einem fast schon natürlichen Bedarf an Feinden / Gegnern (aktuell auch zu bemerken an dem Verhältnis EU-USA : Russland), mit dem Bedürfnis nach Bedrohung, nach Orientierung des Selbst und dessen Zugehörigkeit innerhalb einer Gruppe, an anderen Gruppen, die entweder besser oder schlechter gestellt sind, mit dem Bedarf nach Reibung und Konkurrenz, mit dem Ausleben von Aggression und enthemmter Gewalt.

Das bedeutete, dass all diese Konflikte und Feindschaften, auch z.B. innerhalb des Islam zwischen Shia und Sunna und den vielen anderen Ausprägungen, auf natürlichen tierisch-menschlichen Trieben und Bedürfnissen von Zugehörigkeit und Konkurrenz beruhen?

Das bedeutete auch, dass wir all diese Konflikte und Gewalttaten erst auflösen, wenn wir uns grundlegend, also radikal ändern; uns auf eine neue Basis einigen, auf eine neue veränderte VerhaltensSpanne, die gegenseitige Gewalt und Terror, bis zur Tötung oder gar Vernichtung ganzer Menschen-Gruppen aus der menschlichen Prägung entfernen.

Dienstag, 20. Januar 2015

Vom Wundern und der Sprach-Macht

Titel: Aus Gewundert

Es gibt diesen DaZwischen-Bereich, zwischen das Leid und das Freude, in dem das daSein mit-existiert. Gespeist von Energie (= Bewegung) aus dem SEIN, in das das DaSein existiert. Eine philosophische Vermutung, wie *ich betone, eine *mir jedoch plausible Annahme und vielleicht bald Beweisbar?

Kurzer DaZwischen-Einschub: für *mich gilt:
Reinheit, Unvermischtheit, Totalität, Einzigartigkeit in Vollkommenheit und Unzugänglichkeit von IrgendEtwas / -ein-Es ist im DaSein und somit auch in dessen Inhalt, also auch des erdmondlichen SoSein, darin auch das Selbst eines Menschen, nur zu erfinden, zu phantasieren, allerdings nur von unaufgeklärten Sonderlichen.

Das DaSein und darIn Alles daSein (auch Menschen) ist stets und immer eine Mischung. Formen, Substanzen, Farben, Strukturen, Aussen- und Innenflächen, Gefühle, Meinungen, ... Stets Mischungen aus zumindest 2 Bereichen oder Inhalten des DaSein. Bis auf wenige Sonderliche, denke *ich, ist das fast für jed-Es annehmbar und zustimmbar?

Mensch-Sein ist MischWesentlich-daSein. Klingt vielleicht komisch, ist aber denke *ich blosse Genauigkeit.
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Jugendstil-Vasen im
KunstgewerbeMuseum
in Berlin
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Zurück zur Überschrift. 

Wann beginnt das Wundern und endet es Jemals?

Vielleicht ist das daSein ein Zustand der Verwunderung im SEIN?
Ab welchem Punkt der Verwunderung beginnt aber das Fragen?

Denn eins ist *mir klar, auch wenn das DaSein ein Zustand des Verwundern ist, so ist das Fragen (und stellen) nicht von Beginn an da und braucht somit Anlauf-RaumZeit und Voraussetzungen. Menschen sind oft verwundert, stellen aber keine Fragen, zumindest keine, die das Wundern mildern könnten. Das meiste Mensch ist erLebenslang so stark verwundert, dass -Es entweder keine Fragen stellt, oder solche, die das innere und vielleicht auch äusserliche [Kopf]Schütteln nicht abschwächen. Entweder, weil das Antworten finden unmöglich ist, weil es be- oder gar verhindert wird, oder weil das Antworten finden vorlauter Luxus ist und somit, entweder durch zuviel Reichtum oder Armut unnötig.

Das Mensch ist DaZwischen Glauben und Wissen zu [er]finden. Das Schmerz ist, dass das Mensch fast einschliesslich noch im fast puren Glauben existiert. Dem Leid ist das sehr Recht, es findet einigen Spass dabei, dass -Es soIst.
Das Freude wünscht das gerne zu ändern, braucht dazu aber noch einige RaumZeit, weil ES weder Zwang noch Druck noch gar Gewalt einsetzt, das Leid hat davon einiges zu [ver]bieten und nutzt es reichlich.

So ist *mir zwar lange bereits bewusst, dass das DaSein auch aus BeidES ist und somit, sowohl Leid als auch Freude immer in AllEs und All-Es ist, aber noch dominiert in AllEs und All-Es das Leid. Das Freude wartet und lockt; innerl-ich.

Aus Gewundert?
Je mehr ein-Es in das Wissen eintaucht und das Glauben (darin das Phantasie) bewusst (wissend?) nützt, umso mehr schwindet das (Kopf)Schütteln, so jedenfalls spüre *ich das. Wenn nur das persönliche Leid nicht gar so niederdrückend ist, dann ...

Aber wenigstens muss *ich nicht mehr ganz so schütteln!
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Spiralgalaxie NGC 5793
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Titel: Das Gewalt in das Sprache[n]

Überschrift: Fehler im System

Untertitel: Wie findet man[n] ins Leben, wenn man[n] sich im falschen Körper befindet? Der Tod einer 17-jährigen löste in den USA eine Transgender-Debatte aus. Auch in Deutschland ist die Zahl der Suizid-Versuche alarmierend hoch.
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Quelle des Auszugs: Süddeutsche Zeitung, vom 20. Januar 2015, Panorama

Vorwegg: *ich bin ein männliches Mensch, und *ich hatte nie ein Problem damit und habe es nicht, was *ich auch hier aufgreife und weiter durchdenke, tue *ich, weil *ich das Freiheit des Selbst und dessen Ausgestaltung und Präsentation ebenso hoch achte und fördere, wie das Zusammen-erLeben alles Menschen ohne Gewaltein- oder auswirkung.

Das persönliche Freiheit und das aufrichtige Umgang im mitEinander ohne Handgreiflichkeiten und sonstige Waffengewalt sind *mir mit das wichtigste (noch ein Ziel! Weil eben aktuell anders). Die noch alltägliche Gewalt in und zwischen Menschen und dessen Umwelt, ist natürlich auch voll in das Sprache[n] enthalten, als nur kleines deutsches Beispiel - nicht nur für das frauliche Mensch - ist das Indefinitpronomen: "man", das zwar ohne das zweite n geschrieben wird, aber vom Mann abgeleitet wurde und auch so gesprochen wird.

Zu dem obigen Artikel:

Ein Mensch ist ein körperliches LebeWesen. Eigentlich völlig unnötig, das zu erwähnen, weil ein LebeWesen nur als Körperlichkeit daIst. 

Da findet also ein Mensch irgendwann zu dem Gefühl, dass an der Ausformung des ich {Selbst} etwas "falsch" ist, das z.B. das Geschlecht, das -Es ist, nicht dem persönlichen Gefühl und Wollen folgt und entwickelt den drängenden Wunsch, diese Ausformung und Ausprägung zu verändern, und was passiert darauf im Umfeld?

Und was tut das Sprache, zumindest im deutschen, es formuliert, dass dieses Mensch im "falschen" Körper befindlich ist. Das "richtige"? und das "falsche"¿

Für *mich nicht bloss eine sprachliche Böswilligkeit und Denunziation, sondern eine schmerzhafte Gewalttat, einem Menschen zuzuschreiben, dass -Es Falsch ist - ein falsches KörpEs ist, weil -Es anders (z.B. auch als Geschlecht) daSein möchte -, auch wenn dieses Mensch diese Formulierung ("ich bin im falschen Körper") auch noch selbst gebraucht, weil -Es die Alternativen nicht bewusst sind und dieses Gefühl des Falsch-daSein von Aussen ungebremmst an -Es herandrängt. Welches Mensch befragt schon das Sprache[n], in das -Es hineingezeugt oder auch -geboren wird? Kein-Es stimmt nicht, kommt aber ganz dicht drann.

Und was bleibt unsicheren, besonders jungen Menschen, ohne familiären oder freundschaftlichen Halt, Stütze und Verständnis? Wenn ein-Es als "Falsch" empfunden und auch sprachlich behauptet wird.

*ich trauere um Leelah Alcorn.

Wir wissen noch nicht, was wir Einander auch sprachlich beständig an Gewalt und Verletzungen antun. Ist ein Mensch, das fühlt, dass -Es ein anderes Geschlecht ist, als -Es von dem "Zufall" des Natur, während des ersten Verschmelzungs-Prozesses (Syngamie) zur Zygote (das Urzelle eines jeden tierischen ErLebeWesens) entschieden wurde, ein falsches KörpEs?

Bin *ich im "richtigen" KörpEs? 
Diese Frage empfinde *ich als Schmähung, als verletzend und unsinnig.

Nicht das KörpEs ist falsch, das ein Mensch ist, niemals.
Es sind Details des KörpEs, die von diesem KörpEs und dem Gefühl, das darIn beheimatet ist, als unpassend und sogar schmerzlich gefühlt werden. Und anstatt dieses Mensch in diesem Selbst-Gefühl anzuerkennen und anzunehmen, wenn das auch eine kurze RaumZeit des neu wahrnehmens und somit akzeptierens braucht, geschieht ...
Zumindest ein zurück weichen, selten Befremdung, bis hin zu ...

Und k[aum]ein-Es bemerkt diese auch sprachliche Gewalt, also wird auch von den Betroffen-Es hingenommen, dass Sie als im "falschen" Körper bezeichnet und beschrieben werden. Was ist das wohl noch zusätzlich für eine Gewalt und Gewaltandrohung, neben dem Schmerz ein "falsches" Geschlecht zu sein?

Nein, nein, nein, das Mensch spürt noch nicht, was -Es ander-Es und auch dem Selbst alltäglich antut.
Auch in Sprache. "Ein schlagender Beweis". Schlagend.
Und Tschüss