Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Freitag, 5. September 2014

Eine Lücke, Sprache, Beschleunigung und eine Beleidigung

Titel: Die (menschliche) Lücke

Gerade erneut einen Artikel verlinkt, der die schrecklichen Zustände in einer Kaninchen Zuchtfarm öffentlich macht. Kanichenzucht für die Industrie.

Meine Reaktion:

Und immer gleich die Frage: Wollen wir Menschen so mit unseren MitLebeWesen umgehen?

Die spontane Antwort lautet wohl fast immer: Nein.

Die Fakten sind: Ja.

Oder auch: Das ist mir wurscht!

Wann also schliessen wir die Lücke zwischen der Spontaneität und der Wurschtigkeit?
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Gestern Abend, ein Rausch in OrangeRot
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Titel: Die Optimierung des Lesens

Überschrift: Beschleunigte Buchstaben
Untertitel: Apps beleben den alten Traum vom SchnellLesen. Doch halten die Programme ihr Versprechen?

Ein Auszug:
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Quelle: Süddeutsche Zeitung, vom 05. September 2014, von Bernd Eberhart, Seite: Wissen

Und das vor den Beiträgen, die *ich unten zum Thema "Die Last der Beschleunigung" auch hier eingestellt habe, nun also: SchnellLesen!

?

Warum? Wofür soll das "gut" sein?
Na gut, für irgendwas wird das schnellLesen bestimmt gut sein. Mensch kann innerhalb der selben RaumZeit statt eines, zwei Bücher lesen, z.B. einen Roman und ein Sachbuch.

Nur, kommt dabei, bei all der Schnelligkeit, auch das Verständnis mit, das blosse Verstehen der Texte, die ein-Es so beschleunigt liest? Weiss ein-Es hinterher noch etwas von das, was Es da gerade so schnell las?

Na, vielleicht wächst ja auch mit dem schnellen Lesen das schnellere Verständnis mit?

Aber schlecht, schlecht finde *ich das SchnellLesen nicht.

Dazu also noch zwei aktuell Zitate:

Es geht dabei um die technischen Entwicklungen (insb. des Verkehrs, aber eben auch um das Lesen, oder?) und um die (auch technischen) Machbarkeit[en].

"... es verlangt von uns (Menschen) Beschleunigung, wo wir uns bereits im freien Fall befinden. Wenn jedoch etwas beschleunigt werden muss, dann die Ideen und nicht die Personen oder Waren. Modernität bedeutet nicht, schneller voran zu gehen, sondern mit mehr Bedacht."

Von Luca Giunti

Hier der passende Link: www.notav.info/tag/luca-giunti/

Und:

"Dass ein erster Schritt hin zur Überwindung {der aktuellen Krisen in Wirtschaft, Umwelt / Klima, Politik, aber vor allem der Unbeherrschbarkeit der - auch technischen - Entwicklungen und deren steter Beschleunigung, also vielleicht} dieses Alptraums, darin besteht, vielleicht zu realisieren, dass wir träumen. Aber vor allem auch wahrzunehmen, dass wir da eine "Maschine" in Gang gesetzt haben - dass die moderne Gesellschaft zu einer "Maschine" geworden ist -, die Blind läuft und die hinter unserem Rücken Zwänge erzeugt, die komplett gegen das Versprechen der Moderne auf Selbst-Entscheidung gehen. Und das nicht un-hintergehbar ist. Wir sehen dann allerdings, dass wir da nicht so ohne weiteres raus kommen. Also das "Erwachen", reicht noch nicht für die Veränderung der Strukturen, dazu Bedarf es wirklich einer Revolutionierung der Formation moderner menschlicher Gesellschaften. Und diese Revolutionierung wird auf jeden Fall ökonomische Dimensionen berühren. So dass die Frage dann nicht ist, wie lange können wir noch beschleunigen, sondern: Wie lange wollen wir noch beschleunigen?"

Von Hartmut Rosa

Professor für Soziologie und Politik, an den Universitäten Erfurt und Jena.
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Wird ja gerne mal übersehen
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Titel: Das Ende des Miss-Verstehens

Überschrift: Letzte Worte
Untertitel: Wo die Wirtschaft boomt, sterben Sprachen aus
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Quelle: Süddeutsche Zeitung, vom 04. September 2014, Seite: Wissen

Das globale (menschenweite) Handeln und Wirtschaften und Produzieren (Ökonomie) bewirkt also die Stärkung der zwischen menschlichen Verständigung.

Wenn das keine gute Nachricht ist.

Manchmal finde*ich unsere Forscherei komisch, weil es eigentlich nur bestätigt, was die Logik längst vorhergesagt hat. Aber wie das eben mit des Glauben ist, es braucht Beweise. Und wir sind eben noch fast einschliesslich Gläubige. Der Folgerichtigkeit war schon längst klar, dass die globale (menschenweite) Kontaktaufnahme und Vermischung zur Reduzierung von Verschiedenheit auch in der zwischen menschlichen Verständigung, also den Sprachen, zwingt.

Der Kakophonie des selbstreferenziellen Geplauders ein Ende setzen.

Die Bewahrer und Festhalter und Trägen schreien auf! Was für ein Verlust jammern und wehklagen sie. Warum?

Weil Miss- oder gar nicht Verstehen gut ist?
Weil doch bitte jed-Es so sprechen soll, dass Es kein andere-Es versteht, vielleicht?

Ja, klar, jedes Tierchen sein Plaisierchen.
Ja gut, wenn es um das Innen oder auch die Haut oder das darauf geht, oder das was ein-Es is[s]t, muss jedes Selbst-Entscheiden, aber im Kontakt mit anderen Selbst wäre doch Verständlichkeit und zwar bis hinein in winzigste Details sehr Frieden förderlich.

Kurz gesagt, *ich bin für mindestens EINE jedes Mensch vertraute Sprache.
Wie das Mensch mit engen Familien und Freunden spricht oder mit und in dem jeweiligen Selbst, ist dabei völlig gleichgültig. Von *mir aus sprechen da alle Milliarden Menschen Milliarden verschiedener Spreche, aber es braucht mindestens eine allen gemeinsame Sprache, mit das wir alle Einander verstehen.

Daran arbeite *ich mit.
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Oben Sonne, hier Mond
und ein Fleck auf der Linse
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Titel: Der Mangel der Verständlichkeit

Überschrift: Bitte sprechen Sie in ganzen Sätzen
Untertitel: Unausdenkbar, wenn Sprache einfach das wäre, was die Leute so äussern. Dagegen haben Grammatiker immer schon opponiert. Robert Stockhammer verfolgt die Geschichte ihrer Ideen und Mühen.

Ein Auszug:
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Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 05. September 2014, Seite: Literatur und Sachbuch

Ein Zusatz und Hinweis passend zu meinen Sprachkritiken.

Sprache so wichtig, fast elementar, also überlebenswichtig, und so wenig kritisch beachtet! Fast jed-Es spricht und spricht und schreibt und schreibt, ohne je zu hinterfragen, ob das,  was Es da tut, was Es da schreibt und spricht, was Es da von den Ahnen und den UmerLebenden eingefüllt und auch herausgefordert bekommt, stimmt. K[aum]ein-Es ermittelt für das eigene Selbst den Inhalt von Worten und prüft, ob die Worte und Sätze, die Es spricht stimmig sind und passend gesetzt. Und das (jenes) bei einem so elementar wichtigen "Instrument" der Verbindung, der Verbindlichkeit, der persönlichen Ausgestaltung, der wechselseitigen Informationen und DaSein-Verständlichkeit.

Dieses fast schon kuriose DesInteresse an dem, was ein-Es da tut und formuliert und daran, wie dieses auf und in den Adressaten wirkt.

Sprache ist dermassen unterbewertet und schludrig missbraucht - und dabei geht es *mir nicht um Orthographie und Grammatik, die biege *ich auch zurecht, wie *ich es brauche, nein, es geht um Inhaltliches und Klingendes -, dass es m*ich schmerzt, Euch zu hören und zu lesen. Fast immer und immer mehr, leider.

Samstag, 3. Mai 2014

Sand Poesie Natürlichkeit und eine Entschuldung

Sand ist einer der wichtigsten Rohstoffe für uns Menschen. 
Sand ist zwar allgegenwärtig, aber wissen tun das nur die wenigst-Es.
Sand ist wie die Luft, Mensch nimmt es kaum wahr, aber ohne es können wir inzwischen nicht mehr leben.
Sand ist die Grundlage für Glas, aus Sand wird Siliziumdioxyd eine chemische Verbindung die im Wein enthalten ist, in Waschmitteln, Reinungsmitteln, Papier, getrockneten Nahrungsmitteln, Haarspray, Zahnpasta, in vielen Kosmetika und ...

Dieses kleine Text ist eine Entschuldung, auch wenn es an vielen Stellen wie eine Klage klingt. Die Leses werden das am Schluss erkennen. Zurück zum Sand. Und einem passenden Gedicht:
Kindersand

Das Schönste für Kinder ist Sand.
Ihn gibt’s immer reichlich.
Er rinnt unvergleichlich
Zärtlich durch die Hand.
Weil man seine Nase behält,
Wenn man auf ihn fällt,
Ist er so weich.
Kinderfinger fühlen,
Wenn sie in ihm wühlen,
Nichts und das Himmelreich.
Denn kein Kind lacht
Über gemahlene Macht.

Joachim Ringelnatz, 1883-1934

Sand besteht aus Mineralien wie Silizium, Thorium, Titan und Uran.
Ohne Sand keine Computerchips und Mikroprozessoren auch für Smartphones, Kreditkarten, Tablets, Geldautomaten,  Kassensysteme und Spielkonsolen.
Sand ist z.B. auch in allen Karosserien (Autos, Lkw, Flugzeuge, Zügen), Triebwerken, Leichtmetallen und Lacken und Reifen.
Und das ist längst nicht Alles. Sand ist der wichtigste Rohstoff für fast alle unsere Bauwerke.

Den grössten Sandbedarf hat somit der Bausektor.
Sand und Zement mit Wasser ergeben Beton, der vielfältigste und meist genutzte Baustoff. Zusammen mit Stahleinlagen z.B. in Gitterform, ergibt das Stahlbeton. Inzwischen ist (Stahl-)Beton das von Menschen meistgenutzte Material weltweit. Zwei Drittel aller Bauwerke, egal ob Gebäude, Brücken, Stadien, Tunnel, oder Strassen, sind aus Beton. Und dieser Baustoff besteht zu zwei Dritteln aus Sand.

Wird den Leses langsam klar, in welchen Mengen Sand gebraucht und verbaut wird?
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Die Mengen sind in menschlichen Verhältnissen gigantisch.
Beispiele: in einem Einfamilienhaus mit etwa 150 - 200 qm werden 200 Tonnen Sand verbaut, für das Krankenhaus einer Kleinstadt etwa 3000 Tonnen, für einen Kilometer Autobahn werden etwa 30.000 Tonnen Sand gebraucht, für eine Talsperre mit Wasserkraftwerk werden etwa 20 - 25 Millionen Tonnen Sand verbaut. 200 000 Kilogramm Sand für ein Einfamilienhaus!

Und Sand ist KEIN (schnell) nachwachsender Rohstoff.
Der menschenweite Sandverbrauch liegt bei etwa 15.000.000.000 T/J.
15 Mrd. Tonnen pro Jahr eines nicht nachwachsenden Rohstoffs. Nur Wasser wird in ähnlicher Grössenordnung verbraucht, vom noch viel gigantischeren Luft"verbrauch" mal abgesehen, auch weil die verbrauchte Luft teilweise wieder recycelt (Planzen, Plankton) wird. Auch der Sand von Abbruchgebäuden könnte wiederverwendet werden, aber das sind bis jetzt keine bedeutenden Grössenordnungen, weil wesentlich mehr verbaut und verbraucht wird, als wieder verwendet werden kann.

Die Sandhändler (ja klar, die gibt es in jeder Grösse und Vielfalt; und sie sind überall im Geschäft, wo gebaut wird, also Menschenweit) sind mit das einzige Gewerbe, das von keiner Krise bisher betroffen war, weil solange Menschen mehr werden und engere Verbindung suchen und fordern, wird gebaut. Und das ist bis Jetzt immer. Die Geschäfte der Sandhändler gehen also gut, sogar hervorragend.

Wenn da nicht die Endlichkeit der Vorkommen wäre! 
Die weltweiten Sand- und Kiesvorkommen an Land gehen zur Neige, sind fast schon restlos ausgebeutet. Und jetzt bitte, vergessen Sie die Wüsten!
Warum?
Weil der Sand, den wir Menschen zum Bauen und Fahren und Fliegen brauchen, nicht vom WüstenWind glatt geschliffener sein darf, sonst würden alle Materialien wie Sandkuchen zerbröseln.
Den Halt und die Festigkeit, den wir zum Konstruieren und Fahren und Bauen brauchen, gibt es nur mit zackigem, kantigem, schmirgeligen, rauem Sand, aus Flussablagerungen, Gletscherabrieben, Felserosionen und Granitverwitterungen, also aus kleingeriebenem, aber eben nicht von vom Wind polierten (Wüste) Stein.

Australien ist der weltweit grösste Sandexporteur (mit 3500 Abbau-Unternehmen), es verschifft jährlich Sand im Wert von 5 Mrd. US-$, das weltweite Handelsvolumen liegt bei etwas 70 Mrd. US-$ pro Jahr.
Der Preis pro Tonne in Deutschland liegt je nach Korngrösse, Herkunft, Färbung und Reinheit zwischen 15 und weit über 30 €. In vielen Regionen ist Sand jedoch wesentlich günstiger.

Alle leicht zugänglichen oberirdischen Ablagerungen sind weltweit längst ausgeschöpft, also werden inzwischen Flüsse ausgebaggert, was aber zu vermehrten und schlimmeren Hochwassern führt. Auch werden Kiesgruben mehr und mehr und weiter abgebaut, was aber die Landschaft grossräumig entgrünt und zerwühlt. Also werden jetzt die Sandvorkommen im Meer und an Seen abgebaut.
Der Sand wird dabei mit grossen Schwimmbaggern vom Meeresgrund abgesaugt, oder auch, ganz einfach, ganze Strände und Strandabschnitte wegg gebaggert. Ein Schwimmbagger kann bis zu 400.000 Tonnen Sand pro Tag vom Grund aufsaugen. Wir [ver]brauchen 15 Mrd. Tonnen davon pro Jahr!

Für Biologen, Ozeanolgen, Ökologen, ... und alle Menschen, die von Meeresbewohnern leben, ist das ein furchterregender Vorgang. Denn der Sand ist die Heimat und das Lebens-RaumZeit von sehr sehr vielen Pflanzen und Tieren.
Alle LebeWesen, die unter, im und auf dem Sand im Meer und den Flüssen leben, werden von den Schwimmbaggern getötet und bei den Mengen und den riesigen Gebieten, die von diesen Schiffen und Maschinen abgesaugt werden sind das Milliarden um Milliarden Kleinst- und auch Gross-LebeWesen pro Abbau-Vorgang. Und dabei sollte uns klar sein, dass wir Menschen bisher etwa 1 - 2 Prozent der Meeres-LebeWesen kennen, das meint, dass wir noch nicht einmal wissen, was wir da alles vernichten? 

Darauf können die riesigen Schwimm- und Landbagger und die Menschen darauf, darin, daneben und dabei (auch die Auftraggeber) selbstverständlich keinerlei Rücksicht nehmen. Wir brauchen den Sand.
Es bleibt die Tatsache, dass das Vernichtung im gigantischen Stil ist, da kommt auch die Vernichtung von LebeWesen (Pflanzen, Tiere, Pilze, Einzeller) und Lebens-RaumZeit (Fläche) in den tropischen Regenwäldern nicht mit. Und mit dem Sandabbau auf dem Meeresgrund werden z.B. auch die Fische, die von den LebeWesen des Sandbodens leben, in deutlichen Mengen mit-vernichtet, wenn nicht gar ganz.

Und dies ist nicht die einzige Folge des Sandabbaus am Meeresboden. Selbstverständlich ist auch das Mensch davon betroffen. Durch den maritimen Bodenverlust vor den Küsten werden Strömungen und Wellengang so verändert, dass die Küsten bedroht werden, indem dort die Erosion zunimmt und zum Beispiel Sandstrände innerhalb weniger Monate oder Jahre von den Wellen ins Meer gespült werden.
Viele Häuser, die noch vor Jahren teils 100 Meter von der Brandung entfernt standen, werden nun unterspült, ganze Küstenregionen und Inseln sind durch den Sandabbau am Meeresboden bedroht. In Indonesien sind schon dutzende Inseln verschwunden. Und das hat auch ganz praktische geopolitische Auswirkungen, weil sich durch den Landverlust auch Landesgrenzen und dadurch Einflussgebiete verschieben.

Beispiele:
Der Bauboom in Singapur verbraucht riesige Mengen Sand, die natürlich nicht in Singapur zu finden sind - Singapur ist ein von der Fläche sehr begrenzter Stadtstaat an der Küste vor Malaysia -, deshalb kaufte Singapur Sand aus Malaysia, Kambodscha, Vietnam und Indonesien, bis diese Länder aufgrund der oben beschriebenen Schäden an Land und Leben, den Sand-Handel mit Singapur verboten haben. Indonesien hat durch den Sandabbau bereits 25 grössere Inseln verloren. Trotzdem geht der Bauboom in Singapur selbstverständlich weiter und damit auch der Verbrauch an Sand, der nun also in den oben genannten Ländern gestohlen und nach Singapur geschmuggelt wird.

Die Malediven mussten bereits mehrere hundert Inseln aufgeben, weil der Sandabbau die Küsten fast oder ganz wegg gespült hat, und der Sandabbau geht munter weiter. Und die Menschen, die von den Inseln weggziehen mussten, wurden natürlich nicht gefragt, ob sie dem Abbau zustimmen und waren sicherlich nicht glücklich über den Verlust der Heimat.

Am Mittelmeer verschwinden immer mehr Strände durch "wilden" also nicht genehmigten Sandabbau. Vorwiegend noch im nord-afrikanischen Bereich des Mittelmeeres, aber der legale und illegale Sandabbau beginnt längst auch an europäischen Küsten.

Weltweit sind 75 Prozent, manche Forsch-Es schätzen sogar bis zu 90 Prozent, der Strände auf dem Rückzug, werden also wohl demnächst nur noch eine vergangene Traumkulisse sein. Sie lieben den Sandstrand, na, dann fahren Sie besser heute als Morgen noch mal an einen. 

Warum sind diese Tatsachen kein Thema?
Weil wir noch(!) vom Sand abhängig sind.
Weil immer mehr Menschen immer mehr Wohnungen, Strassen, Brücken und sonstige Gebäude und Materialien brauchen, in denen Sand und dessen Bestandteile enthalten sind.

Diese Tatsachen dürfen deshalb kein Thema sein, nur bestenfalls für ein paar Interessierte und Eingeweihte, weil Sand ein muss, ein unbedingtes Muss ist, solange kein Ersatz für Beton und andere Materialien aus und mit Sand vorhanden sind oder genutzt werden. Sand wird solange abgebaut und verwendet und Land und LebeWesen vernichtet, bis alles Sand verbaut/verbraucht ist. Erst dann werden Alternativen genutzt. Die vorhanden sind. Das ist dasSelbe Verhalten, wie mit dem Rohstoff Erdöl, auch da werden die vorhandenen Ersatzstoffe und -Lösungen erst genutzt werden, wenn das letzte Tropfen aus dem Planeten gepresst oder aus Sand (!) gefiltert wurde.

Das Absurde ist, dass Millionen, ja Milliarden Tonnen besten Sandstrandes verbraucht werden, für Immobilien-Spekulationen und Fehlplanungen. In China stehen ganze NeuStädte mit 65 Millionen Wohnungen leer, fast dasGleiche in Spanien, trotz grosser Wohnungsnot stehen dort 30 Prozent der Wohnungen leer, Flughäfen, Industriegebiete, Autobahnen oder auch "nur" Strassen werden gebaut, um es gleich darauf dem Verfall preis zu geben. Verbrauch und mehr Verbrauch einfach, um ein Industrie- und Handels Gewerbe weiter zu beschäftigen, egal wieviel dadurch woanders oder auch vor der Haustür, an Landschaft, Fluss, Küste, Meeresboden und LebeWesen vernichtet wird.

Schlussfolgerung:
Und das alles, weil wir Menschen an Beton gewöhnt sind, weil eine riesige Industrie an dieses Material gewöhnt ist, mit allen Techniken, Maschinen und Infrastruktur, und weil Sand noch günstiger ist, als nach Alternativen zu suchen oder Alternativen zu nutzen, zum Beispiel zerkleinertes, geschreddertes Altglas, Holz, Recyclingmaterialien von Metallen, über Kunsstoffe, bis zu Stroh und abgebauten Gebäuden und Strassen. Vernichtung ist somit eine Kostenfrage. Wir vernichten Milliarden Mit-LebeWesen und riesige Landschaften aus Bequemlichkeit und einer (allerdings natürlichen, siehe dazu auch die Entschuldung unten) Kurzsichtigkeit, weil die meisten von Uns eben bestenfalls die persönliche Lebendigkeit erspüren und überblicken und bedenken.

Quelle: Dieses Beitrag ist fast vollkommen abgelauscht einer arte-Dokumentation mit dem Titel "Sand", von Denis Delestrac, und etwas erweitert und aufgefüllt mit persönlichem Wissen, Recherche und ein paar Fragen und Kommentaren.

Resümee:
Was wir Menschen also tun ist zerstörerisch.
Keine Spezies des Lebendigen handelt anders, denn das DaSein ist zerstörerisch, das ist ein Mittel der Wandlung und Veränderung. Diese Tatsache entschuldigt unser Verhalten. Wir Menschen sind Natur/DaSein, als solch-Es also auch in Masse und Massen zerstörerisch. Wir tun, was wir tun können.
Nur in kleinen Bereichen und Handlungen sind wenige von Uns pfleglich, bedenklich, nachhaltig und verantwortlich, im und um das persönliche Selbst herum. Aber das ist nun mal immer schon eine Handlungsweise der absoluten Minderheit gewesen.

Die Frage ist somit, wenn wir das nun langsam mehr und Meer wissen, was wir tun und was das für Auswirkungen hat, was wir tun, müssen wir dann in Massen und der Masse weiter so unbewusst und wurschtig, also ganz natürlich zerstörerisch handeln; und auch so absurd, wie oben beschrieben (65 Millionen Wohnungen wurden in China gebaut, aus Milliarden Tonnen Sandstrand, um zu verfallen?), oder können wir sowohl die Absurdität, als auch die Zerstörung wenigstens etwas aus unserem Handeln entfernen? *ich vermute ja, weil wenn ein paar Menschen es können, dann könnten es auch Alle, weil wir Menschen in diesem Können Gleich sind.

Zum AbSchluss noch ein Gedicht:

In Sand geschrieben

Dass das Schöne und Berückende nur ein Hauch und Schauer sei, dass das Köstliche, Entzückende, Holde ohne Dauer sei: Wolke, Blume, Seifenblase, Feuerwerk und Kinderlachen, Frauenblick im Spiegelglase und viel andre wunderbare Sachen, dass sie, kaum entdeckt, vergehen, nur von Augenblickes Dauer, nur ein Duft und Windeswehen, ach, wir wissen es mit Trauer. 
Und das Dauerhafte, Starre ist uns nicht so innig teuer: Edelstein mit kühlem Feuer, glänzendschwere Goldesbarre; Selbst die Sterne, nicht zu zählen, bleiben fern und fremd, sie gleichen uns Vergänglichen nicht, erreichen nicht das Innerste der Seelen. 
Nein, es scheint das innigst Schöne, Liebenswerte dem Verderben zugeneigt, stets nah am Sterben, und das Köstlichste: die Töne der Musik, die im Entstehen schon enteilen, schon vergehen, sind nur Wehen, Strömen, Jagen und umweht von leiser Trauer, denn auch nicht auf Herzschlags Dauer lassen sie sich halten, bannen; Ton um Ton, kaum angeschlagen, schwindet schon und rinnt von dannen. 
So ist unser Herz dem Flüchtigen, ist dem Fliessenden, dem Leben treu und brüderlich ergeben, nicht dem Festen, Dauertüchtigen. 
Bald ermüdet uns das Bleibende, Fels und Sternwelt und Juwelen, uns in ewigem Wandel treibende Wind- und Seifenblasenseelen, Zeitvermählte, Dauerlose, denen Tau am Blatt der Rose, denen eines Vogels Werben, eines Wolkenspieles Sterben, Schneegeflimmer, Regenbogen, Falter, schon hinweggeflogen, denen eines Lachens Läuten, das uns im Vorübergehen kaum gestreift, ein Fest bedeuten oder wehtun kann.
Wir lieben, was uns gleich ist, und verstehen, was der Wind in Sand geschrieben.

Von Herrmann Hesse. 

Guten Tag.

Samstag, 29. März 2014

54

Titel: Das Mensch als Steckrübe

Die Überschrift eines fb- und Google+-Beitrags der SZ lautet:
"Warum Jugendliche mit Europa-Romantik nichts anfangen können."
Mit dem Untertitel: "Unsere Autorin hat sich immer mehr als Europäerin, als als Deutsche gefühlt. Bei ihrer kleinen Schwester ist das ganz anders."

Noch ein paar Sätze vor dem Kommentar, den *ich darauf formuliert habe. Die kleine Schwester der Autorin "fühlt" national, was *ich nachvollziehen kann, weil auch *ich das mal tat und somit weiss, wie einfach das so da ist, wie einfach das ist.
National zu fühlen ist sehr einfach, das braucht nicht viel Gefühl, alles mehr braucht ziemlich gute Vorbilder (VorMenschen klingt noch ungewöhnlich, ist aber wesentlich stimmiger), oder ziemlich viel Aufwand und Pflege in der Gefühls- und Wissens-Vermittlung.
Des weiteren möchte *ich noch voranstellen, dass *ich nur auf diesen Titel reagiert habe, den Artikel, zu dem verlinkt wird, habe *ich nicht gelesen. Also, los gehts. 

[M]ein Kommentar:
Die EU ist sicher mit die beste Organisation eines überregionalen Mit-Einanders, das Menschen bisher entwickelt haben. Annähernd Sozial, annähernde mit-Entscheidungs-Möglichkeiten, einigermassen friedlich, mittelmässig korrupt, mittelmässigst gebildet, mittelmässiges Rechtssystem, kaum mehr wehrhaft, aber im VerGleich mit der umgebenden Menschheit fast schon bewundernswert. Fast.

Doch, *ich bin lieber Europäer, da bin *ich, Was auch immer? Dankbar, hier hinein gezeugt worden zu sein, ganz davon abgesehen, dass *ich sowieso Dankbar bin, als Mensch da[zu]Sein. Aber *mir ist diese Festhaltung an irgendeinen beliebigen Festlands-Bereich in der Erde längst lästig, was ist Europäer besser, als Aussereuropäer? Ist das das Ziel dieser Frage oder Selbstbeweihräucherung?

Insofern kann *ich verstehen, dass Viele mit plumper Europabegeisterung nur noch wenig anzufangen wissen. Noch weniger mit dem anachronistischen verkrampften Nationengeheul vergangener Kriege und Sportwettkämpfe, siehe die korrupte Vergabe"Politik" der Welt-Sportorganisationen. Mensch ist mehr als dumpfes Nutz-Subjekt zur Ausbeutung und Weggschmeissung nach Gebrauch und muss deshalb auch nicht weiterhin für dumpf und dumm gehalten werden von Seines-Gleichen. Mensch ist Weltweit, als solches sollte Mensch auch handeln, das wäre unserem Potential angemessener, als diese kleingläubig glubschige (Blut und) Bodenbegeisterung, die da immer noch durchs Dorf getrieben wird, inzwischen eben durchs etwas grössere europäische. Aber Mensch will ja wohl noch eine Weile klein bleiben und klein beigeben, fällt einfach leichter, fällt einfach leichter das Groschenheft, als das Wissen zum Vorteil von uns Allen zu verwenden. Tja, schade, für das Menschheit, na, zumindest für fast Alle.
Ende Kommentar.

Eins ist *mir selbst-verständlich völlig bewusst, dass Sie da DrAussen das vollständig anders bewerten, darin liegt ja gerade das Potential und das Wertvolle des jeweiligen Selbst, des Individuum-Seins, dass *ich die Innen- und Unwelt anders betrachte und bewerte, als Sie und Sie anders als *ich. Daraus keine Abschätzigkeit, keine beängstigende Befremdung oder gar gewalttätigen Hass zu erregen, ist eine Kunst. Ist Kunst.
Beste Kunst ist, auch das vollständig Andere als interessantes MitEinander zu empfinden; und nicht zuallererst als Gefahr. Aber das ist noch sehr sehr sehr wenig vorhanden, ist aber in Uns auch angelegt, ganz winzig, klein, verborgen, neben der Aufregung bei Veränderungen. 
Also wenigstens in *mir.
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Was ist der Zusatz, den Es braucht,
um aus purer Information Wissen zu generieren?
Auf der Grafik ist es gut dargestellt: Verbindungen.
Was tun Menschen schon, aber noch viel zu wenig?
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Titel: Das Geld schwimmt gut

Wenn *ich also beobachte, wie das Geld wandert und wo wir Menschen den Reichtum und die Macht verorten, nämlich "oben", und wenn *ich dann noch hineinfantasiere, dass wir Menschen ja GasWesen sind, weil Wir in einer Gas[Luft genannt]Hülle um den Planeten-Kern leben, und wenn *ich dann nicht das Gas nehme, sondern das Wasser, als Medium, dann komme *ich sehr schnell zu der Metapher, dem bewegten Bild, dass Geld sehr gut schwimmt.

Langer Satz, *ich weiss, aber war es einigermassen verständlich?

Das Kapital wird, um bei dem bewegten Bild zu bleiben, unten erzeugt, in einfacher und schwerer, aber auch komplizierter und komplexer Arbeit und Organisation, und wird dann langsam oder auch, vielleicht sogar immer schneller, schnell nach "oben" transportiert. Das Kapitalismus ist vielleicht eine Organisation zur Beschleunigung der Aufwärtsbewegung des Kapitals, von der Erzeugung bis zur Aufstapelung?

Bei den Armen ist nur wenig zu holen, also wird jetzt mehr und mehr die "Mittelschicht" befreit vom Kaptital. Langsam aber sicher blubbert das Geld aus den Taschen und Konten hin zu den schwimmenden ... 

... schwimmen auch Tresore oder Schlösser? 

Na, egal, war nur so ein Einfall.
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Nachbarschaft
Noch ohne Name
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Titel: Abstimmung

Ist das ein Qualitätsnachweis, wenn ein-es - auf den Punkt gebracht: *ich - k[aum]eine Zustimmung auf Beiträge und Kommentare bekommt (und es geht nicht in erster Linie um Tumblr, da *ich ja schon lange auch andere Blogs beschreibe und kommentiere), oder ist es Wurschtigkeit oder sogar ein Nachweis der Unverständlichkeit, weil Ablehnung kann es noch keine richtige sein, die wird immer gerne ausgeteilt?

Ich bin da noch etwas unentschieden, zwischen Qualität und Unverständnis, weil *ich doch auch ein-Es bin, das hungert. Hungert nach Zustimmung und Anerkennung. Also fast völlig normal, weil das wohl fast Jed-Es, wenn nicht JED-ES, tut.
Wozu sind Wir denn auch Hier und AnWesen-tlich, wenn nicht aus Hungrigkeit, aus einem tiefen Mangel heraus. Das Ziel des DaSein kann doch nur Befriedigung sein!

Aber je tiefer ein-Es bohrt, umso wenig-Es folgen ein-Es, um auf die ersten Sätze zurück zu kommen. Wollen ein-Es folgen, weil die "Luft" dünner wird, also, besser formuliert, weil die Anforderungen mit zu kommen, immer aufwändiger werden. Und das ist schade, für das was bohrt, so fast alleine, weil doch alle Ander-Es auch das Potenzial dafür haben, es aber einfach haben wollen, einfach nicht aufwändig wollen, obwohl ...

Und das ist das unverständlichste, weil es doch bei all dem Bohren und Forschen darum geht, die Verhältnisse in Uns und um Uns herum zu verbessern, zu verschönern, für Uns zu erleichtern, aber noch müssen Millionen und Milliarden sterben und noch mehr verletzt werden, nur damit alles hier so "einfach" bleibt, wie es von der Vergangenheit angerichtet wurde.
Ein Blick hinaus oder auch tiefer hinein in ein-Es genügt doch, aber mei, das aufstehen fällt eben einfach schwer, *ich weiss. Wir sind entschuldigt.
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Titel: Nachstimmung

Dieser Artikel aus der aktuellen Süddeutschen Zeitung passt ziemlich gut zu dem obigen Beitrag "Abstimmung"

Und *ich bin ein-Es des Unsichersten Menschen, warum wohl fülle *ich Seiten um Seiten mit Selbst- und damit auch Mensch-Befragung!

Wenn *ich wüsste, was *ich bin und, wie *ich bin, täte *ich weissIch anderes, als das. Das ist garantiert.

Die Frage ist doch stets begleitend: Passt das zu *mir, was *ich da tue, ist das eher verstörend oder erweiternd und stabilisierend?

Samstag, 22. März 2014

46

Ein weiterer Beitrag mit kurzen Einfällen zur Erweiterung der Selbst-Erkenntnis. Die Leses sind weiterhin eingeladen etwas beizutragen.

Titel: Zwischen-Erkenntnisse

Sind Gesellschaftsmodelle (Ideologien) und zwischenmenschliche, wie auch innermenschliche Umgangsformen genauso in den Entwicklungsprozess des DaSein (Natur), die Evolution, eingebunden, wie die gesamte körperliche Lebendigkeit es ist?

Die Antwort ist klar: Ja.

Merken Sie, worin die Dualität (Oben-Unten, Reich-Arm, Zu-AbNeigung, Mangel-Fülle,  Winter-Sommer,  ...) des DaSein aufscheint?
Das DaZwischen ist nicht-körperlich, aber DasJenig-Es, was im DaZwischen handelt, ist körperlich. Mensch ist körperlich, greif- und angreifbar, das miteinander handeln und die gesamten Bereiche der Kommunikation, die weit über die Sprache[n] hinausreichen, aber das wissen Sie, ist nicht-körperlich greifbar.
Aber sowohl der energetisch stabilere Bereich der Körperlichkeit, als auch der energetisch flüssigere Bereich des DaZwischen ist im steten Wandel inbegriffen.
Alle GrundErkenntnis lautet ja: DaSein ist Veränderung.

Ein wichtiger Bereich ist das AusHandeln zwischen den Extremen.
Das gesamte Beziehungs- und Verbindungsgeflecht in dem grossen Bereich DaZwischen.

In diesem DaZwischen handeln auch wir Menschen.
Kapitalismus ist die Handlungsform der Lebendigkeit in einer Mangelsituation, es ist die Handlungsform des Besitztums und der Beschränktheit - Hand drauf und nicht mehr hergeben -, Kapitalismus ist eine Wirkung der erstrangigen SelbstErhaltung in einem Zustand der Vorenthaltung der Fülle, des (scheinbaren?) Mangels.
Der Kapitalismus ist eine völlig natürliche Umgangsform, sowohl im als auch zwischen den Menschen. Ist der Kapitalismus noch reformierbar?
Ich denke: Ja.
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Grafito am Halleschen Tor
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Titel: Gleich-Gültigkeit

SelbstZitat: Wenn ich sagen würde, ihr Tod ist völlig unwichtig für mich, dann wären sie sicherlich schockiert, weil ihre Lebendigkeit für sie wahrscheinlich das Wichtigste ist. Aber eben nicht für mich. Sie sind mir Gleich gültig.
Jed-Es sorgt fast einschliesslich für das Selbst; das Ander-Es ist in Abstufungen Gleich gültig. Gleich gültig?
Auch da. Gleich ist Ähnlich. Ähnlich viel wert.
Wenn also z.B. in Indien ein Chemiefabrik in die Luft fliegt, hunderte MitMenschen sterben und tausende verseucht werden (Bhopal) und bis Heute krank sind, ist mir das Gleich gültig.
Das Mensch ist dem Mensch Gleich gültig, wichtig bin ich, das Wichtigste bin ich. So ist das geregelt, im DaSein.

Das DaSein ist Selbst-los, das DaSein ist Gleich-gültig.
"Sie sind mir scheiss-egal", ist also ein NaturZustand, ist absolut nichts verwerfliches, weil im Grundaufbau des DaSein mitgegeben. Ist mir doch wurscht, ist eine Grundhaltung der Lebendigkeit. Das gilt es erst mal anzunehmen. Also, noch einmal, sie sind mir unwichtig, krepieren sie doch, ist mir doch egal, Hauptsache ich habe genug zu saufen und fressen.
Das DaSein ist eine ignorante Selbstdrehscheibe.
Nur sehr wenige halten kurz an und weiten die Sinne aus.
Ich nicht.
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Titel: Selbst-Anerkennung

Was fange ich nur damit an, dass ich immer mehr Naturwesen und immer weniger Geistwesen bin, dass ich keine Opferhaltung mehr einnehme, also den Wunsch auslebe verschont zu werden und die Haltung der Friedlichkeit und des holden Verständnissen für Ander-Es und all das ethische und moralische Geschwätz der Unterdrückten und Ausgebeuteten und der Feigen, von dem nur die Erkenntnis bleibt, das es Minderheitengewäsch ist.

Der Masse ist das Ander-Es scheiss-egal. Gut, ich formuliere dezenter: Gleich-gültig.
Lesen Sie noch Zeitung, schauen Sie noch Nachrichten, forschen Sie auch manchmal, wo Ihr Essen herkommt, wie Ihre Klamotten produziert werden, was im Kongo passiert, ob neben Ihnen ein-Es niedergeschrien oder abgeschossen wird, warum und was Sie damit zu tun haben?
Geben Sie es doch ruhig zu: Ist Ihnen Scheiss-egal, ist ja gut, mir auch, was kümmerts mich, schliesslich habe ich nun die Rechtfertigung, dass das ganz natürlich ist.
Das Natur hat Uns und nicht nur Uns so eingerichtet.
Das Ander-Es ist dem ein-Es völlig Gleich-gültig, also Un-wichtig.

Oha. Da taucht plötzlich die Frage auf: Gleich-gültig = Un-wichtig?
Bin ich vielleicht so wichtig, wie ich das Ander-Es wichtig bin?
Ich bin Gleich-gültig und bin es auch für das Ander-Es.
Ich bin Un-wichtig.
Ich bin Ihnen Scheiss-egal.
Na, Sie mir auch.
Gleich-Stand.
Und nun?

Machen Wir also einfach so weiter.
Oliver-August Lützenich sage Nein; *ich bin dafür das DaSein zum Selbst zu erheben, statt Es Selbst-los zu belassen, wie es im immer noch aktuellen Zustand der Gleich-Gültigkeit ist.

PS: Das Wort 'homo' stammt von der altgriechischen Vorsilbe:ὁ"μός" (homós) und bedeutet „gleich“. So ist also schon in der menschlichen Selbstbezeichnung "Homo Sapiens" die Gleichheit enthalten und vielleicht sogar auch das Eingeständnis der Gleichgültigkeit?
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Titel: Resonanz-Mangel

Was sagt mir die Tatsache, dass *ich auf die Erkenntnis-Beiträge keine Zustimmung erhalte, das tiefere und erhellende Selbst-Erkenntnis allgemein Ladenhüter sind?
Dass es falsch ist solche Erkenntnisse in Worte zu fassen, oder gar, dass die Erkenntnisse unrichtig sind?

Nein. Es sagt *mir eher, dass diese Selbst-Erkenntnisse im Alltag nicht nötig sind, mehr noch, dass diese Selbst-Erkenntnisse den Alltag verstören, dass sie die Normalität entsetzen.
Kein-Es braucht das, tiefere und weitere Selbst-Erkenntnis, so lange Es einigermassen versorgt ist und es genügt dem vorgegebenen "Programm" des erdmondlichen DaSein zu folgen. Und dieses Programm ist einfach und es ist einfacher diesen Vorgaben (Triebe) zu gehorchen.

Und zu 99% folgen wir Menschen "gerne" (müssen), so wie alles andere Leben auch.
Irritierung ist da eher unangenehm, ja sogar schmerzhaft.
*ich habe Alpträume und durchwachte Nächte auch deshalb, neben all den anderen Gründen, die ebenfalls dafür sorgen.

Aber diese 1 Prozent fordern und fördern beständig, wenn ein-Es mal danach gegriffen hat oder davon ergriffen/begriffen wurde. Egal, ob ein-Es dem zustimmt, oder Ander-Es tut.

Mittwoch, 26. Februar 2014

33 oder von das Verheimlichung des Verschiedenheit

Titel: Um Verteilung (ist wohl eine absolute Horror-Vorstellung!)

Es gibt eine für *mich noch seltsame fast befremdliche Scheu vor der Gleich=Wertigkeit.
Das normal menschliche ist die gegenseitige Un-Gleich≠Wertigkeit.
Wie schreiben: es gibt Gleiche und Gleichere. Reiche und Reichere. Mächtige und Ohn-Mächtige. Es be-herrscht uns ein totaler Zwang zur Hierarchie!!! Von Kleinst-Familien, bis zu Milliarden-Gesellschaften, gibt es - NUR GEFÜHLT! - "Oben" und "Unten", obwohl wir Alle auf desSelben Ebene stehen und aus demselben Grund daSind.

Bis eben jetzt, sind Wir nicht imstande - auch allermeist nicht willig (um die Frage: Warum?, geht es *mir auch in diesem Text) - die Gefühle und Güter so zu verteilen, dass Alle etwas davon haben. Täten wir das, würde das bedeuten, dass die Aller Aller Meisten mehr davon haben, als Sie während der gesamten EsLebens-RaumZeit üblicherweise zugeteilt bekommen.

Beispiele gefälligst!
1. Der “Begründer” von Facebook oder auch 2. der von Microsoft. Diese beiden Menschen haben einfach ein natürliches Bedürfnis des Menschen genutzt, das Bedürfnis mit Menschen Verbindungen einzugehen und diese auch über indirekte, weite Entfernung zu halten, und zwar auf möglichst einfache Weise. Diese Vereinfachung war auch deren Verdienst und die Verlagerung von Verbindungs-Handlungen in das DaZwischen-Netz.
So weit so klar.

Jetzt kommt der “Fehler”.
Statt diesen Menschen dankbar zu sein und Ihnen auf die Schultern zu klopfen, sch[m]eisst der Rest der Menschheit sie nun mit Kapital und Bedeutung zu.
Das fehlt nun aber den meisten anderen Menschen sehr. Weil wir Menschen davon nur eine begrenzte - aber trotzdem enorm riesige - Menge haben.

Der Masse Mensch fehlt sowohl Kapital, also die Möglichkeit gut versorgt zu sein und die Angebote dEsLebens zu nutzen, also frei und willkommen zu Reisen, gutes und vielfältiges und werthaltiges zu Trinken und zu Essen, beste AusBildung, gute Bücher zu lesen und die volle Teilhabe und MitEntscheidung an den Prozessen und Veränderungen der Menschen Gemeinschaft u.s.w.
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Schönheit
der Verteilung
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Und den allermeisten Menschen fehlt fast jegliche Bedeutung > über das blosse Selbst hinaus und vielleicht noch ein paar wenige Zugehörige, der aller nächsten Umgebung.

Also, es gibt immer nur ein paar wenige Menschen, die mit all dem quasi abgefüllt oder auch zugeschmissen werden.
Warum werfen Wir so wichtige Güter für Uns [Alle], immer nur auf einen Haufen zu ein paar Wenigen, anstatt Es besser und gleich mässiger zu verteilen?

Die “Begründ-Es” von sozialen DaZwischen-Netzen haben unser Lob verdient und unsere Anerkennung, für ihre Findigkeit, aber doch nicht gleich Milliarden an Kapital und Aufmerksamkeit!

Aber *ich bin gewiss, so richtig diese Bemerkung sein mag, so sehr wird sie von Euch / Ihnen abgelehnt. Das ist auch klar. Weil? Ja, wenn *ich das wüsste, dann wäre es ein Leichtes, das zu ändern.

Und damit, ohne diese dauernde Häufchenbildung klar zu sein, und trotzdem den Fortschritt und die für Uns förderliche Entwicklung und notwendige Veränderung aufrecht zu erhalten.
Darum geht es nämlich, glaube *ich, bei der Häufchenbildung, als "Lockmittel" für Entwicklungen, also darum, dass der notwendige Änderungs-Prozess ins Stocken kommt, wenn Wir die vorhandene Fülle gleich mässiger auf alle Anwesenden verteilen?

Die Frage ist somit: Ist das so; und: können Wir das so ändern, dass die Entwicklung weiter lockt und zieht UND wir Menschen Alle besser versorgt sind, auch gerade mit Gefühl?

Denn mit Gefühlen ist es genauso, nur jeweils wenig Menschen erleben und erleiden ein Meer an wohligen und schmerzlichen Gefühlen, ohne daran “zu Grunde zu gehen”. Die aller aller Meisten werden mit einem “Gnadenbrot” abgespeist und dürfen nur mal etwas schnuppern, an der enormen Fülle der Möglichkeiten mit viel[en] Gefühle Da[zu]Sein.
Und Mensch-Sein ist doch fast einschliesslich Gefühl-Sein.

Freitag, 7. Februar 2014

24

Titel: Amputationen

Ein paar Gedankenblitze zum Thema: Technik, Robotik und Cyborg

Glücklicherweise sind wir Menschen nicht nur so einfallslos und bauen, was in und für Uns bereits millionenmal besser geformt wurde, nach, z.B. eine Hand, sondern sind auch dabei, die körpereigenen Reparatur- und Neuaufbau-Prozesse zu erkunden und zu nutzen.

Wie kann ein so wunderbares und komplexes LebeWesen, wie das Mensch, nur so etwas kaltes und tumbes, wie eine Maschine gut finden, oder sogar in das Selbst einbauen, anstatt mit Freude und Mut das Selbst zu erkunden und dort für Heilungs- und Verbesserungs-Prozesse und -Möglichkeiten zu sorgen?

Warum sind wir Menschen so erpicht darauf, Uns abzuschaffen (siehe unsere Misshandlungen der Umwelt und auch von uns Selbst) und durch Technik zu ersetzen?

*ich verstehe Euch nicht?
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Schlafzimmerblick,
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kurz nach dem aufwachen
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Das mag in manchen Bewusst-Seinen nach Technik-Ablehnung klingen?

Derweil sitze *ich hier mit Tablet und SmartPhone, vor dem TV-Festplatten-Recorder und schaue während des Schreibens eine aufgezeichnete Doku in der Glotze. Technik ist eine Notwendigkeit, eine nicht zu unter-, wie überschätzende Wichtigkeit. Technik ist für uns Menschen längst ein Überlebensfaktor, ein must-have. Ohne Technik ist weder die Ernährung, noch die Befriedung, noch die notwendige Verbindung und vieles mehr, von mehr als 7 Milliarden Menschen möglich.

Aber vor lauter Entdecker-Freude, Faszination und Notwendigkeit, kommt *mir die passende Selbst-Entdeckung und Selbst-Entwicklung und Selbst-Ausschmückung des Mensch-Sein, viel zu kurz und wird viel zu wenig beachtet und bearbeitet (z.B. auch mit Geld- und Forschungs-Aufwendungen).

Das Mensch missachtet das Selbst.
Und als Folge dessen, missachtet das Mensch auch das UmFeld.
Es würde Uns wohl gut tun, würden Wir sowohl Einander, als auch das Geschehen neben und um uns herum, passend, auf jeden Fall mehr, als im Moment, beachten und einbeziehen.

Samstag, 1. Februar 2014

21

Titel: Blühende Wiesen im Winternicht

Die Überschrift eines Beitrags in einem sozialen Netzwerk lautete:

"Fleischessen ist nicht böse: In Wurst we trust - ein Fachkongress in Berlin"

Darauf schrieb *ich beckmesserisch, genauigkeitsverliebt und, zugegeben, etwas übellaunig:

Was hat eine religiöse Wertung mit Nahrung zu tun? Ist Sprache dumm? Ist dein Auto blöd? Du lieber Himmel! Passend zu formulieren ist so einfach. Braucht nur ein wenig Sorgfalt und den Abschied von Kindersprech. Verzeiht.

Die Antwort des Beitrags-Lieferanten:

... was hälst Du von Toleranz und / oder Ironie ? Das schöne an Sprache ist ja, dass man sie auf die vielfältigsten Weisen nutzen kann: Wenn der Autor des Artikel findet, dass er so eine Art Bekenntnis zum Fleischessen abgeben muss oder will, dann könntest Du Dich als Leser darauf einlassen, musst es aber nicht. Sollte "In Wurst we trust" nicht augenzwinkernd gemeint sein, sondern tatsächlich ernsthaft religiös wertend, dann ist das nicht Kindersprech, allerdings wäre das dann echt erstaunlich.

Konnte *ich das einfach so stehen lassen. Ja, eigentlich schon, aber:

Was halte *ich von Genauigkeit und Ernsthaftigkeit, von Aufrichtigkeit und Kritikfähigkeit? Sehr viel. Ertragen und erdulden mag ich Ironie kaum mehr, weil es meist das Stilmittel der Besserwisserei und Wurschtigkeit ist. Im besten Fall wird es von Menschen genutzt, die selbst mit besten Argumenten und Beweisen, an Mauern der Verweigerung stossen. Aber gut, ich habe bei meinem Kommentar nicht bedacht, wie stark das Fleisch[essen] inzwischen in die Enge getrieben wird, und das betrifft sowohl das auf dem Teller, wie Das, was das was darauf isst. Fleisch ist wohl bald "out", auf dem Teller liegt bald invitro, aber Was wird das essen, wenn das Fleisch, das isst, durch Technik (Robotik) ersetzt ist? Fleisch ist auf den Rückzug. Die Religion auch. Ist Essen böse? Und Gott sprach: Du sollst nicht essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Warum? Weil Du dann wirst wie Gott. Wie? GutBöse. PflanzeFleisch? Hmmm? Also, *ich kann von meinem ersten Kommentar nichts zurück nehmen, weil *mir im Text die Reflexion fehlt, nichts für unGut. 

Ende Dialog.

Mei, was soll *ich machen, bei all dem darüber hinweg lachen, über die Lösungen von so vielen Problemen, die wir Menschen mit etwas weniger dumpfer und fauler Ironie und Unaufmerksamkeit und Beharrlichkeit längst lösen hätten können.

So viele Verwundete, Vertriebene, Schutzlose, so viel Verzweiflung, Not, Favelas und so endlos viele Tote! Und hier wird immer nur Stumpfsinn gebloggt und gepinnt und gekichert und verlacht, statt mit zu empfinden, mit den vielen Schmerzen Drinnen und DrAussen.
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Poesie:

Titel: Noch ein Gedicht

Der Herr sprIcht,
es werde Licht,
und es ward nicht,
bis Heut wart icht,
darauf vergeblicht,
bald, hoffentlicht,
fährt es in micht!

Poesie Ende

😊