Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Mittwoch, 13. Mai 2015

Pegida und das Leere des Wahrnehmung

Titel: Ein Stück natürlicher Verdrehtheit

Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 11. Mai 2015, von Joachim Klose und Werner J. Patzelt

Überschrift: Die Ursachen des Pegida-Phänomens 
Untertitel: Erst dachten alle, die Dresdner Demonstrationen erledigten sich von selbst. Dann wurde mit dem Auftritt von Geert Wilders im April ein neuer Höhepunkt der Auseinandersetzung erreicht. Wieso hält sich diese Protestbewegung? 

Daraus ein Auszug:

Auf dieser zweiten Ebene wird erkennbar, dass viele sinnstiftende Narrationen unseres Landes unter Druck geraten — etwa jene von der liberalen und rundum diskursoffenen pluralistischen Demokratie, vom soziale Gerechtigkeit in Aussicht stellenden WohlfahItsstaat, vom partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Religion und Staat, vom rundum vorteilhaften Wandel einer „homogenen" zu einer „multikulturellen“ Gesellschaft. Damit geht grundsätzliches Unbehagen einher, dass eine offene Gesellschaft nun einmal keine Hort von Sicherheit, Beständigkeit und Vertrautheit ist. So wirkt der Doppelwandel der realen Verhältnisse und deren kulturell hegemonialer Deutung auf ohnehin Verunsicherte besonders bedrohlich. 

{Warum ist eine "offene Gesellschaft" ohne "Sicherheit, Beständigkeit und Vertrautheit"? Welche Angst / Ängstlichkeit wird da zelebriert?
Welcher wahrscheinliche Unsinn und welche vielleicht völlige Fehl-Interpretation wird da vorwegg angenommen? Denn, es gibt noch keine offene Gesellschaft, die eine solche Annahme rechtfertigen würde, oder?

Die Wirklichkeit ist, dass die aktuellen Gesellschafts-Formen und -Strukturen und das normale menschliche soSein diese Ängste, Verunsicherungen und das Misstrauen bei jeder auch kleinen Veränderung von Althergebrachtem erregen.
Und zwar sobald die Richtung der Entwicklung / Veränderung ein mehr an Bewusst-Heit, an auch gefühlsmässiger und geistiger Anstrengung heraus-fordert; und zwar besonders dann, wenn sowohl ein mehr an mit-Empfinden und ein einlassen auf Unbekanntes und Fremdes am Wohnort erforderlich ist. Weil, im Urlaub oder im Theater, TV und am Marktregal greift ein-Es schon mal auch zum Fremden/m, am Wohnort aber leider gerne auch mal über, mit feuriger Begeisterung oft.

Eine wirklich offene Gesellschaft braucht eine von all-Es garantierte Friedlichkeit, braucht gute Versorgung mit allem erLebens-Notwendigen für All-Es, braucht wechselseitiges ErKennen und somit auch Vertrauen und braucht gemeinsame Werte und Rechte, und all das ist bestenfalls im Ansatz erkennbar. Erst eine offene Gesellschaft erlaubt den Menschen menschenmögliche Freiheit. Was im Moment die Gesellschaften bieten ist ein wenig Schutz, ziemlich wenig Sicherheit und durch all die Intransparenzen fast keine Vertrautheit.

Aber die Autoren des F.A.Z.-Artikels sind ganz in ein hierher gehöriges aktuelles Welt- und Menschenbild eingebettet, und das besagt, das Gewohnte und stark begrenzte und die althergebrachten Verhaltensarten bieten ...; auf jeden Fall jede Menge Armut, Ungerechtigkeit, Gewalt, FremdenFeindlichkeit, Sexismus, Geheimnis-Krämerei (Lügen, Verschweigen, Vorenthalten) und so weiter und so fort. Das normale alltägliche Programm im TV und Theater, in Politk, Verwaltung und auf dem Bürgersteig und fast jeder Wohnung / Haus ...

Keine Ahnung, warum das Alltägliche immer mit falschen Eigenschaften in eine Zukunft verschoben wird, die eigentlich das Jetzt, Hier und Heute ist? Aber weiter im Text:}

Blickt man von diesen Tiefenschichten her auf Pegida, so drängt sich die Vermutung auf, dass es sich hier um ein in Ostdeutschland zwar besonders ausgeprägtes und durch Transformationserfahrungen verstärktes Phänomen handelt, dass derlei aber nicht auf die neuen Bundesländer beschränkt bleiben wird. Denn es scheint so zu sein, dass der Osten, und zwar aufgrund seiner fragilen Umstände, einmal mehr als jene „Avantgarde“ fungiert, die — wie bei der Auflösung von gewerkschaftlich gesicherten Arbeitsbeziehungen oder bei der zunehmenden sozialen Bindungslosigkeit politischer Parteien — frühzeitig erkennen lässt, was bei Fortgang der laufenden Veränderungsprozesse wohl auch auf den Westen zukommen wird. 

{Dass es genau umgekehrt sein könnte, lassen die Autoren unerwähnt, dass also im "Westen" die Sicherheit, Vertrautheit und Veränderungs-Bereitschaft schon ausgeprägter ist, dass also das Umgehen mit Fremden/m schon weniger Aufregung herausfordert, als im "Osten". Dass also die Avantgarde im "Westen" eher zu [er]finden ist. Oder? Ist für *mich logischer.}

Das eine sind reale Herausfoderungen: Ohnmachtserfahrungen der Bürgerschaft angesichts der Globalisierung und einer stark von der EU-Ebene aus geprägten Politik, Veränderungsängste angesichts der möglichen Folgen unserer passiven Einwanderungspolitik, Probleme mit den Ordnungsprinzipien und Geltungsansprüchen des Islams als einer sich in Deutschland neu ausbreitenden Religion ungewisser Umprägung, Sozialneid unter verschärften Konkurrenzbedingungen. Das andere ist der politisch-kulturelle Umgang mit jenen Diskursen, in denen solche Herausforderungen politisch wirksam thematisiert, perspektiviert und in legitimierbare Handlungsoptionen umgesetzt werden. 

Ende Auszug F.A.Z.

Mir ist immer bewusster, dass unser - auch *mein - Urteil oft genug statt "schön", "hässlich" sagt, statt "nützlich", "schädlich" ruft, statt "fröhlich" in Bewegung über zu gehen, "ängstlich" den Atem anhält. Mensch-daSein ist meistens, fast aller meistens, trotz besseren Wissens, unlogisch zu [miss]handeln.
Auch *ich bin darin wahrlich Mensch.
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So klein, sooo schön,
fast übersehen
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Titel: Drakula soll laut Roman den Spiegel scheuen, weil darin unsichtbar?

Vielleicht ist dies ein zweites Beispiel für die seltsame "[Ver-]Spiegelung" eines Gegenübers in sein Gegenteil, oder auch von einem Spüren von Etwas, das dabei nicht gespürt wird, weil? Oft hört ein-Es ja etwas, ohne es hinterher gehört zu haben, oder es gehört haben zu wollen.

Aus der fb-Seite des NZZ, vom 10. Mai 2015:

Obertitel : Psychiater und Psychotherapeut Daniel Hell im Gespräch
Titel: Niemand hat Mitleid mit einem Gehirn
Untertitel: Was macht den Menschen zum Menschen?
Brauchen Menschen den Begriff «Seele», um sich verstehen zu können? Der Psychiater und Psychotherapeut Daniel Hell erläutert im Gespräch mit Matthias Mettner seinen Zugang zur Wirklichkeit des Psychischen.

Hier das Link zum NZZ-Gespräch:
http://www.nzz.ch/feuilleton/niemand-hat-mitleid-mit-einem-gehirn-1.18537816

Zitat: "Den Atem empfinden wir, genau, wie wir das Herz – ein anderer traditioneller Ausdruck für Seele – spüren, solange es schlägt. Demgegenüber können wir das Gehirn mit unseren inneren Sinnen nicht wahrnehmen."

Schon ab da war *mir das weiterlesen fast unmöglich.

Meine erste Reaktion und Kommentar:

Schon bei der ersten Antwort spürte *ich Distanz zu Herrn Hell, denn es gibt Menschen die formulieren "das Herz schlägt" und sehr wenige, bei denen es "pumpt". Bei Herrn Hell schlägt das Herz (zu), was *ich nicht bestätigen kann, denn mein Herz[Muskel] pumpt, und das meist in einem beruhigenden Rhythmus.

Und dann las *ich, dass Herr Hell glaubt (glaubt!), dass "wir das Gehirn nicht mit unseren inneren Sinnen wahrnehmen können"; was für eine {jedoch nicht} wenig seltsame Verkennung von Tatsachen?

Das Gehirn ist (is[s]t die Wahrnehmung) die Sinne.
Kein anderes Organ ist auf diese Art und Weise mit unseren Sinnen / unserer Wahrnehmung, also unserem Gespür (Riechen, Hören, Sehen, Tasten, Schmecken und der Körperwahrnehmung durch das Nervennetz) verbunden - und verbindet und verarbeitet und interpretiert diese -, wie das Gehirn.

Und das seltsamste dabei ist, nicht zu bemerken, dass mit jedem Gedanken, jedem Traum, jeder Phantasie, das Gehirn von dessen Anwesenheit kündet.

Das Gehirn IST die Wahrnehmung!
Das bis Heute nicht bemerkt zu haben, offenbart (Offenbarung = Apokalypse!) schon eine fast vollkommene Realitäts-Blindheit, oder?
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Grosse Schönheit im Kleinformat
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Titel: "Was macht den Menschen zum Menschen?"

Damit greife *ich die obige Frage des NZZ-Untertitels auf.

Wann stellt ein Mensch diese Frage?

Wenn das Gefühl entsteht, dass das Wort "Mensch[en]" nicht passend oder nicht ausreichend - oder beides - be- / gefüllt ist. Gefüllt mit Eigenschaften, gefüllt mit Aufgaben (Zweck / Sinn), gefüllt mit Wirkungen, gefüllt mit Substanz, gefüllt mit Bedeutung.

Das Frage ist demnach eine Bitte um Füllung.
Wie ist das Mensch passend voll gefüllt? Oder, wie hätten S'es denn gern? Das Mensch-daSein.

Das meiste Mensch ist das völlig wurscht, -Es ist einfach da, die Menschen, die solche Fragen ins Selbst und zu den mit-Selbst stellen, sind meist unzufrieden mit dem, was Mensch-daSein so an- und darbietet. Aber diese Unzufriedenheit oder sogar das Leiden am Selbst ist gut. Nicht gut im Selbst das leidet, jedoch gut für das Verständnis vom daSein und dessen Weiter-Entwicklung.

Was also macht das Mensch-daSein aus? Na, alles was Mensch so an- und darbietet. Von leisem Verständnis bis komplettem DesInteresse, von fleissigem Ernst bis absoluter Gläubigkeit, von völliger Abhängigkeit bis zur geringen Selbst-Entscheidung, von anfänglicher Solidarität bis zu kriegerischer Willkür, ... Sie kennen das volle Programm von Menschlichkeit.

Ist das aktuelle Mensch-soSein das Nonplusultra? Nein, blöde Frage.
Darauf kann *ich doch nur das Frage stellen: Was ist Freiheit?
Ist das aktuelle Mensch-daSein Freiheit? Wohl weniger, bis gar nicht. Dazu fehlt uns Menschen in Gänze einiges, um Freiheit auch nur in Ansätzen zu erLeben. Das Freiheit ist auch, oder sogar vor allem, das Möglichkeit zur Weiter-Entwicklung, von dem aktuellen Mensch-daSein. Aber das als Chance oder überhaupt erst als Möglichkeit zu erkennen, ist fast allen Menschen un-möglich. 

Wie öffne *ich das Verständnis dafür?
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W-Es schreibt'n das hier!?
Das Autor im Yankee-
Auswärtstrikot
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Titel: Und erneut diese scheinbaren Kassandrarufe vom Verlust einer Privat-Heit durch den Datenhunger von Administration und Firmen

Vielleicht ist es aber eher an das RaumZeit mit dem Jammern und Lamentieren für mehr "Privatheit" und ähnliche menschliche Versteckspielchen aufzuhören, und stattdessen vehement und lautstark die allgemeine Geheimnis-Krämerei anzugehen, also zu fordern, dass ALLE Daten von ALLEN Datensammlern - also von allen Behörden, jedem Unternehmen und jeder Datei - für Alle offen und frei zugänglich sind.

Keine Einbahnstrassen und Hinterzimmer- und / oder Geheimkammer-[Miss-]Handlungen mehr!

Die Vorstellungen von Privatheit als Schutzsphäre sind doch längst als Unsinn und Überholt erkannt, oder wieviele Verbrechen und Missbrauch und Niedertracht hinter vorgehaltenen Händen, abhörsicheren Türen und blickdichten Vorhängen sind noch nötig, bis das begriffen ist?

Privatsphäre, dass *ich nicht lache!

Sicherheit, Vertrautheit und Gerechtigkeit werden wir erst erreichen, wenn ALLE Daten und Informationen für ALLE offen und frei zugänglich sind. Merkt denn kaum ein-Es von Euch, was diese allgemein übliche menschliche Geheimnis-Krämerei uns Selbst für Schäden zufügt, statt irgendwelche Vorteile zu erbringen?

Nein, *ich weiss, so tief und weit spürt und fühlt das normale private Mensch noch nicht. Schade für uns Alle.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Glattnacken-Ibisse, Richtungs-Wechsel und Nukleus Accumbens

Titel: Von I bis s ist noch einiges in das Natur enthalten, was uns Menschen als Vorbild dienen könnte, oder?

Untertitel: Ist das DaSein im Besonderen Ego-Zentrisch (Gravitation?)

Was *ich inzwischen sehr wohl begreiffe ist, dass auch wir Menschen deshalb daSind, weil wir nichts besonderes oder gar perfekt sind. Dieses wandelbare und imperfekte ist ja eine der Grundbedingungen des DaSein und mithin des daSein, das auch ein Mensch ist.

Was *ich nicht begreiffe, ist die Notwendigkeit - auch von uns Menschen -anzunehmen, wir seien es, wir seien irgendwie perfekt, oder "die Krone der Schöpfung"? Ist *mir klar, dass viele Menschen das längst anders sehen, aber unser allgemeines [Miss-]Handeln beweist eine deutlich Selbst-Überhöhung oder ein grundlegendes DesInteresse des Menschen. Zu beobachten in der {noch} Umsichts- und Rücksichts-losigkeit gegen unsere Mit-LebeWesen und die Prozesse der innerhalb der erdmondlichen Natur.

Wenn es eine Richtung der Entwicklung des DaSein gibt, also ein Ziel des Evolution, dann ist das Frage: Ist die Richtung des Entwicklung veränderbar?
Dass es eine [Haupt]Richtung gibt, gesplittet in mehrere Teil-Richtungen, ist *mir klar, denn auch klar ist *mir, dass jede Bewegung einen Anreiz braucht, einen RaumZeit-Punkt auf den die Bewegung gerichtet ist, wenn das Weg dort hin auch stockend ist und mäandert, also suchend ist.

Das Ziel, das das erdmondliche daSein - darin auch das Mensch - ansteuert / sucht ist? 

Hmmm? VielFörmigkeit, VielFarbigkeit, VielGefühl, VielGespür, VielPhantasie, bisher VielGlauben und WenigWissen, aber auf jeden Fall Dauerhaftigkeit und Durchsetzungs-Kraft. Ein Haupt-Bestandteil dieser allgemeinen Erregungs-Richtung ist dabei fast [!] komplette Um- und Rücksichts-losigkeit. Fast, denn wenn nötig, gibt es auch das Möglichkeit des Solidarität und Verantwortung. Und einiger weiterer freundlicher und auch fremd-erhaltender und fremd-schützender Handlungsfolgen. Aber "normal" ist, was eben Norm ist.

Aber eins ist *mir aus schon erklecklicher erLebens-Erfahrung klar, das Suchen oder das Zielen des erdmondlichen Lebendigkeit ist veränderbar. Bisher sind wir Erdmondlichen Folgende. Behandelte.
Oder? Nicht?
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Flieder Donnerwetter!
An der Reinhardtstr., gegenüber des
Kindergartens des Bundestages
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Titel: Aber nun endlich von Ibissen

Aus der Süddeutschen Zeitung, vom 02. Mai 2015, Meinung, von Carolin Emcke


Überschrift: Vogelflug

Ein Auszug daraus:

[...]

Aber vielleicht gibt es auch etwas, das sich nicht nur von den Ornithologen, sondern den Vögeln selbst lernen liesse. Vor einigen Wochen veröffentlichten Forscher um den Zoologen Bernhard Voelkl von der Oxford University eine Studie, die die Flug-Formation von Zugvögeln untersucht. Ahnlich wie Radrennfahrer, die im Windschatten des Vordermanns Kraft sparen, fliegen Zugvögel in aerodynamischer V-Formation und nutzen den Auftrieb, der sich durch das Flügelschlagen des schräg vor ihnen fliegenden Vogels ergibt. Bei Pelikanen liess sich nachweisen, dass Puls und Flügelschlag der hinteren Vögel deutlich niedriger ausfallen als bei den vorderen Artgenossen. 

Was Wissenschaftler bislang jedoch noch nicht erklären konnten: Wieso sollte ein (halbwegs kluger) Vogel sich freiwillig an die Spitze des Zuges setzen? Sollten Vögel genetisch auf selbstsüchtiges Eigeninteresse konditioniert sein, gäbe es keinen Grund, warum sie die taktisch ungünstige, vorderste Position einnehmen würden. Um diese Frage zu untersuchen, wurden 14 Glattnacken-Ibisse (Geronticus calvus) mit hoch präzisen GPS-Sendern ausgestattet und bei ihrem herbstlichen Vogelzug beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Ibisse meist zu Paaren zusammenschlossen. In diesen Konstellationen wechselten sie sich immer wieder an der Spitze des Zuges ab, wobei die Zeit, die ein Tier energiesparend schräg hinter dem anderen flog, fast exakt der Zeit entsprach, in der es selbst die kraftraubende Rolle in vorderer Position übernahm. 


Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Ibisse sich wechselseitig beistehen und, so die Forscher, ein Beispiel für sogenannten „reziproken Altruismus“ abgeben. Als wäre das nicht schon grandios genug, kommt noch etwas anderes hinzu: Das Tempo der Wechsel an der Spitze der Formation ist enorm schnell: Es waren oft nur Sekunden, in denen der eine Vogel des Paars die führende Position übernahm, dann setzte sich der andere für annähernd dieselbe Zeit nach vorne. „Die Unmittelbarkeit des Austauschs verringert die Möglichkeit zu schummeln,“ zitiert der New Scientist den Zoologen Bernhard Voelkl, „direkte Wechsel bedeuten auch, dass sich keiner merken muss, wer einem Führungs-Zeit schuldet. Es verlangt also kein großes Gedächtnis.“


Jeder mag sich selbst fragen: Wie veränderte sich unser Miteinander, wenn wir Ibissen nacheiferten? Wie wäre es, wenn wir aufhörten zu kalkulieren, wie wir in die günstige, kraftsparende Position gelangen könnten? Wenn Geben und Nehmen so zeitig wechselten, dass wir uns an den Wechsel nicht einmal erinnerten? Wie wäre es, wenn wir endlich nicht mehr darüber nachdächten, welcher Anteil uns angeblich gebührt? Oder wer uns noch etwas schuldet? Wenn Eigeninteresse und Hilfsbereitschaft oder Solidarität nicht mehr als gegensätzlich, sondern als sich bedingend gedacht würden, wie veränderte sich unser politisches oder privates Zusammenleben? Womöglich erschiene der Mensch dann immer mehr als Mensch.


Ende SZ-Meinung

Die längeren Leses wissen, dass *ich das Mensch so empfinde und bewerte, wie es ist, nicht wie *ich es wünsche, oder Frau Emcke es gerne hätte, oder viele andere das Mensch-daSein erträumen. Deshalb ist das letzte Satz von Frau Emckes SZ-Meinung auch schon ab dem 2. Wort nichts als ein vielleicht nettes Lichtspiel. Fakt ist, das aktuelle Mensch-daSein braucht zur erweiterten Nutzung des auch menschlichen Potentials, eine vielleicht sogar gravierende Änderung des gesellschaftlichen Ausbaus und auch des inneren Aufbaus.

Dabei ist wichtig, dass wir das Chance erkennen zu begreiffen, dass erstens kein Mangel herrscht und zweitens die Bedrohungen gleichgültig aus welcher Richtung und Grösse, für uns beherrschbar sind. Denn das ist unser aktuell stärkstes Hemmnis, das uralte Gefühl von Ausgeliefertheit, Abhängigkeit und Bedrohtheit, dem wir unerbittlich folgen, und das wir zwanghaft immer und stets aufs Neue generieren, in einem fortlaufenden Akt von Selfullfilling Prophecy (Dazu unten, unter dem Titel zur Macht, noch ein paar mehr Gedanken). Alle bedeutenden Glaubensbücher und auch sonst bedeutenden Werke künden beständig davon.
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Ein Detail aus obigem Busch
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Titel: Die Un-Möglichkeit neutraler Selbst-Reflexion


Auch David Foster Wallace (DFW) hatte erkannt, dass die Selbst-Gefühle das Geschehen im Bewusst-Sein steuern, dass also ein NACH-Denken im Selbst vom Selbst einem Zirkelschluss gleicht, also keine Veränderung erwirkt. Das ist selbst-verständlich nur wichtig, wenn ein Mensch {ein Selbst} mit dem Nach-Denken in und vom Selbst [die übliche Formulierung: über (wo "über"?) sich nachdenken, finde *ich unpassend, also falsch und an dem vielleicht gemeinten Geschehen vorbei formuliert] eine Selbst-Veränderung erwirken möchte.

Das nach-denken im Selbst braucht eine Öffnung dieses Drehens im Kreis, falls dieses Selbst aus einer unerwünschten und selbst-verstörenden, oder sogar selbst-kränkenden und zerstörenden Prägung {Neigung zur Selbst-Tötung}, herausfinden möchte. Falls das betroffene Selbst eine Kränkung heilen möchte.

DFW hat diesen Zirkelschluss nie ganz beenden können. Er hat trotz des Wissens davon und der Ahnung einer Lösung, nicht geschafft die angebotene Hilfe und Fremd-Reflexion passend einzusetzen, vielleicht auch deswegen, weil der frühe Erfolg, trotz der schweren Depression, diese Schritte verhinderte?
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Noch näher
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Titel: Was ist in Macht? 

Ich denke, Macht ist in Kategorien eingeteilt.

Das Macht der blossen Anzahl / Masse, das Macht des grösseren Wirtschaft, also von Produktion, Währung und Handel, das Macht des Findigkeit und Wissens (Innovation), das Macht des Waffen, das Macht des Gesellschafts-Form / -Modells (inkl. politischer  / administrativer Ordnung und Rechts-Systems), das Macht des Trotzes und das Ohn-Macht des Klugheit / Weisheit.

Das Macht ist eine Abhängigkeit.
Das Macht konstituiert sich durch Bedrohung.
Jede Bedrohung erzwingt das Macht.
Das Anschwellen einer Bedrohung erzeugt in das Bedrohtes eine Macht und sehr viel OhnMacht, das ist ein bisher natürliches Vorgehen. Bedrohung ist jede Art von von einem Aussen überforderten oder erzwungenen Änderung eines inneren Zustands. Gleichgültig ob das "Innen" eine Molekül-Gruppe, eine Zelle, eine menschliche Gemeinschaft / Verein, oder eine ganze Spezies ist.

Das Menschheit ist mächtig, also bedroht.
Durch Was oder Woher ist das Menschheit bedroht?
Im Inneren, also von Mensch zu Mensch oder von Menschen-Gruppe zu Menschen-Gruppe, ist es das Natürlichkeit / das Grundausstattung des Menschen. Von Ausserhalb ist es ? Und von Innerhalb ist es das normale Drängen des Evolution.

Das g/Glaube[n] ist voll davon. Das Kino, das Politik, das gegenEinander sind voll mit Misstrauen und Abhängigkeiten und [Be-]Drohungen! Die jedoch, bei weiterem Betrachtungs-Winkel und einem etwas, nur etwas, weiterem Abstand zur Aktualität, schnell als Schein-Riesen entlarvt werden. Wir müssen Feinde, wir könnten Freunde.

So ist in Macht eine kunstvolle Bedrohung enthalten, mehr nicht.
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Himmels-Blick, am 04. Mai 2015
vom Mariannenplatz
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Titel: Von der Unerbittlichkeit der Langeweile

Neil Turok, 2008 auf der TED-Konferenz zum Thema Fortschritts-Prüfung von mathematischen Modellen: "And then we scrutinize them logically and with data. And we trying to convince ourselfes, we really trying to convince ourselfes, they are wrong. That's progress, when we proof things wrong."

Fortschritt ist - und das gilt allgemein, nicht nur für das Prüfergebnis von Mathematik -, wenn die Vorstellung, die Ansicht / Meinung von, das Zwischenergebnis einer Sache oder einer Handlungs-Kette, einer Prüfung auf Haltbarkeit, Zielerfüllung, Richtigkeit oder erwartetem Mehrwert nicht Stand hält. Wenn also das Ergebnis falsch ist.

Kurz geschrieben, wenn die Vor- oder Nachprüfungen von Sachen und Handlungen unstimmige Ergebnisse erbringen, dann erst kann und wird eine Änderung einsetzen /eingesetzt, die wiederum als Fortschritt zu bezeichnen ist.

Fortschritt ist das Ergebnis von Fehlern. Das ist wohl die kürzeste und gerade noch komplexe Formulierung.

Als UnGleichung: Fehler > Fortschritt.
Oder anders herum: Fortschritt < Fehler.

Ausformuliert: Je kleiner der Fortschritt desto geringer die Fehler.
Ist ja schon der Inhalt einer altbekannten Volksweisheit: "Nur wer nichts tut, macht keine Fehler."

Das Mensch ist scheint's ein LebeWesen, das aussenherum - präziser, um das Menschheit herum - zwar reichlich bastelt und verändert, jedoch im Inneren, im Innenraum - also auch im sozialen mitEinander und im zwischen-menschlichen - an der rückwärtsgewandten Formel festhält.

Das Fortschritt unseres Verhaltens ist mässig, bis kaum wahrnehmbar, die Veränderungen der Umwelt - soweit diese überhaupt als Fortschritt zu bewerten sind? - jedoch tiefgreifend.
Diese Sätze sind das Ergebnis Jahrzehnte langer Aufmerksamkeit und von Wissenserwerb in viele Richtungen, auch in mich *Selbst, sowie von Selbst- und Fremd-Reflexionen aller Arten ubd Weisen.

Trägheit ist das Haupthindernis menschlichen Fortschritts.
Optimierungszwang das Grund für den technischen Fortschritt.
Beides hängt direkt miteinander zusammen. Ist ja auch klar.

Ein nur kurzer [voraus]Blick in ein "weiter so", lässt *mich frösteln.

Hier ein Link zu Neil Turok und TED:

Donnerstag, 29. Januar 2015

"Juden"-Frage.

Warum will *ich mehr wissen, warum bohre *ich tiefer, warum bin *ich nicht mit den vorhandenen Antworten und dem "erfolgreichen" Wissen zufrieden?
Egal, *mir ist wichtig zu wissen, was *ich als Mensch bin, was in *mir steckt, so was *ich bin. Was ist Mensch-daSein? Aus welchen Facetten bin *ich zusammen gesetzt?

Titel: Eine Frage des Konflikt-Entschärfung

Wie entstehen und verfestigen Konflikte in Tieren, darin auch das Mensch?

Ein Konflikt und eine Fremdheit innerhalb des Menschheit, das, wie bekannt, bis zur kalten Vernichtungs-"Raserei" geführert hat, und etwas abgeschwächt und "zivilisiert" unverändert gärt, ist das Aufregung um das Judentum / Jüdische. 
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Mein Kommentar und Frage ist:

Interessant wäre, endlich einmal verständlich zu klären, für welche "Gefahr", welche "Bedrohung", welche "Art der Verletzung", für welche Angst oder sonstwas, das "jüdische", das "Judentum" steht?

Was bringt Menschen seit Jahrhunderten und älter, gegen andere Menschen auf, wenn diese anderen Menschen jüdischen Glaubens sind?

Das Tatsache, dass das jüdische Religion eine ältere Religion ist, also das grössere Tradition ist und viele Inhalte der beiden jüngeren monotheistischen Glaubens-Richtungen daraus übernommen wurden oder damit konkurrieren, ist für *mich keine schlüssige Begründung für das Unbehagen bis zum vernichtenden Hass. Auch nicht die von den Religiongründern (Innen) behauptete Sonderstellung als "Auserwähltes Volk", oder das von Aussen behauptete Erfolg in Ökonomie, Kunst oder Politik. Nichts davon, weder das von innen noch das aussen Behauptete ist bewiesen oder gar beweisbar.

Da sind meiner Meinung nach viel tiefere Gefühle und Triebe beteilligt, als die blosse Konkurrenz, das Wunsch nach Abgrenzung oder auch Einbeziehung des älteren Glaubens, oder grösserer Erfolg und Einflussmacht.

Wenn endlich umfassend geklärt ist, was im "Jüdischen", was am "Juden[tum]" so aufregt oder ängstigt, können wir einander so ändern, dass wir endlich all-Es unbefangen mitEinander umgehen können.

Als weder Gläubiger noch Atheist, schaue *ich diesem "Treiben" und dieser unausgegorenen Fremdheit bis zum Hass, mit Scham und Verwunderung zu. Was ist das so negativ aufregende des Jüdischen? Mir ist das unklar, deswegen kann *ich das nicht fühlen oder empfinden, *mir sind jüdische Menschen im besten Sinne gleichgültig, gleichwertig also, nicht mehr und nicht weniger. Weder ab- noch aufregend. Wenn ein jüdisches Mensch *mir auf den Fuss tritt, dann tut das nicht mehr oder weniger weh, oder ist mehr oder weniger aufregend, als wenn es ein "?" Mensch tut. Klingt banal und vielleicht blöd, aber *ich frage eben: Warum fühlen mit-Menschen Unbehagen am Juden[tum] oder am "Semiten" (Antisemitismus? Du lieber Himmel! Alleine schon dieser Begriff!? Keinen blassen Dunst, was daran oder darin irgendwas "anti" ist? Mehr und mehr halte *ich das für dummes Zeug. Wenn es leider nicht alltägliche Vertreibungen, Verletzungen und Tötungen rund um diese Begrifflichkeiten gäbe.)?

Also, was steckt im Jüdischen (Judentum) drinn, was Menschen, die das Selbst als solches definieren und die das "ich" dazu bekennen, so aufregend macht?
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"normale" Bekundung von
Zugehörigkeit?
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"enthemmte"?
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Meine Vermutung ist, dass jede Form des Ausgrenzens, des Denunzierens, des Anti-Irgendwas, des generalisierend Beschuldigens, des Schlecht machens und Ablehnens, bis zum vernichtenden Hass (auch des jüdischen Menschen, oder von romanischen Menschen) kaum oder nichts mit den jeweiligen Spezifika einer Menschen-Gruppe zu tun hat, sondern mit Trieben und Gefühlen der Ein- und Ausgrenzung von Gruppen und des Selbst.

Mit einem fast schon natürlichen Bedarf an Feinden / Gegnern (aktuell auch zu bemerken an dem Verhältnis EU-USA : Russland), mit dem Bedürfnis nach Bedrohung, nach Orientierung des Selbst und dessen Zugehörigkeit innerhalb einer Gruppe, an anderen Gruppen, die entweder besser oder schlechter gestellt sind, mit dem Bedarf nach Reibung und Konkurrenz, mit dem Ausleben von Aggression und enthemmter Gewalt.

Das bedeutete, dass all diese Konflikte und Feindschaften, auch z.B. innerhalb des Islam zwischen Shia und Sunna und den vielen anderen Ausprägungen, auf natürlichen tierisch-menschlichen Trieben und Bedürfnissen von Zugehörigkeit und Konkurrenz beruhen?

Das bedeutete auch, dass wir all diese Konflikte und Gewalttaten erst auflösen, wenn wir uns grundlegend, also radikal ändern; uns auf eine neue Basis einigen, auf eine neue veränderte VerhaltensSpanne, die gegenseitige Gewalt und Terror, bis zur Tötung oder gar Vernichtung ganzer Menschen-Gruppen aus der menschlichen Prägung entfernen.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Die Gewalt der WillkommensKultur

Titel: Eine Frage der Gewalt

Die Süddeutsche Zeitung stellte in fb die Umfrage: Berühren Sie Kriegsbilder noch? Also die Frage, nach der Wirkung von Gewalt auf mehr oder weniger Unbeteiligte. Mich wundert das angehängte Adverb "noch", weil: hat es jemals? 

Die Frage, die *ich stelle, ist die nach unserer menschlichen Teilnahmslosigkeit am Geschehen der Menschheit? Unverständlich? Ich vermute, wir könnten die Gewalt in uns und zwischen uns ziemlich bald beenden, und zwar menschenweit, tun es aber nicht. Wir kucken "LIEBEr"(?) zu. Wenn *ich den gesamten Bereich der Prosa, ob erzählt, erspielt oder gefilmt ein wenig überblicke und den Erfolg darin messe, dann sind die "Blockbuster" darin, die Geschichten, die am meisten Tötungen, Gewalt und gegenseitige Wurschtigkeit beinhalten und oftmals sogar feiern. Töten scheint uns "Spass" zu bereiten, einen leichten Grusel hier, ein sachtes Aufregen dort, aber nirgends - kleine Einschränkung, fast nirgends - ein wirkliches Bemühen und vor allem Tun, dieses menschliche Normal-Verhalten auf seine Wurzeln zu untersuchen und nach deutlichem Verändern dieses alltäglichen Aushandelnds gegenseitigen Verletzens und Tötens zu forschen. Nein, die meisten Grummeln ein wenig, wenn danach explizit gefragt wird, wenn überhaupt und schauen Abends oder wann auch immer, einen Krimi oder sonst einen Film in dem es garantiert mehrere Tote durch Gewalt gibt, oder lesen oder spielen mit Werken, in denen verletzt, gelogen, betrogen und massenweise gemordet oder getötet wird. Was soll uns also an Gewaltbildern schockieren?

Schockieren?
So ein Unsinn, wo wir doch alle auf Gewalt "stehen" und davon fasziniert sind! Nein, k[aum]ein-Es möchte auf das "RECHT" auf Gewalt verzichten. Augen auf im Verkehr! Also ist auch diese SZ-Aktion nur heuchlerischer Aktionismus, ohne das wirkliche Bemühen um Veränderung dieses zutiefst normalen menschlichen Verhaltens. Und *ich bitte zu bedenken, dass diese normale gegenseitige Gewaltausübung, wie alles Verhalten, eine grosse Spanne umfasst, die beim Mobben und dem Verfluchen / Beschimpfen des anderen Verkehrs-Teilnehmers längst noch nicht anfängt, aber beim finalen Töten spätestens aufhört.

Fazit:
Nein, das Mensch ist zur offenen und wahrhaftigen Mensch[Selbst-]Erkenntnis noch nicht bereit und gefällt sich noch in Glaubenswelten und sonstigen Huschikuschi-Träumen oder ganz banal in irrigen Ignoranzen.
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Spree-Blick in das deutsche MachtZentrum
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Titel: Die Not einer WillkommensKultur

Gestern habe *ich hier einen Beitrag veröffentlicht, in dem *ich am Beispiel der Frauen-Vernichtung in Indien und anderen Regionen, die meist fehlende Voraus-Schau des meisten Menschen thematisiert habe, die Misshandlung - so empfinde *ich das - der Zuwanderer und Flüchtlinge in EU und nicht nur hier, ist ebenfalls darin enthalten. Denn, wie lange gibt es bereits Zuwanderung und Flüchtlinge? 1 Jahr, 5 Jahre, 10, 100? Es gibt sie schon immer. Und was tun die Hierigen dafür?

Ein aktueller Artikel der Neue Zürcher Zeitung. Der Teaser lautet:
Deutschland erlebt derzeit einen Flüchtlingsstrom wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast 116 000 Personen haben bis Ende August in der Bundesrepublik einen Asylantrag gestellt. Das waren knapp 60 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2013. Die Bundesrepublik ist mit der adäquaten Versorgung der Flüchtlinge überfordert, auch wenn der Strom seit Monaten absehbar war.
Die Reportage von Stefanie Lahrtz.
Seit Monaten? Wie also könnten wir Überforderung vermeiden? Vielleicht in dem wir die Aktualität passend bewerten und uns Menschen ebenso, und auch unsere Reaktionen und Aktionen bei und nach Ereignissen richtig bewerten, und darauf sofort angemessen reagieren. Aber das schreibe *ich so einfach dahin! Aber zurück zum Thema. 

Gibt es hier eine WillkommensKultur?
Nein. Warum? Weil die (heimliche) Grundhaltung ist: Fremd-Es bleib mir vom Leib. Je Fremd, desto wegg! Das ist mehrheits-menschlich, davon gibt es nur ganz wenige Ausnahmen. Fremd-Es ist erst mal unangenehm, erst recht, wenn diese Fremd-Es ungebeten kommen. Das ist normale menschliche Haltung. Lange Rede, kurze Forderung: erkennt diese (verheimlichte) Grundhaltung, verändert diese natürliche Abwehrhaltung, dann schaffen wir auch gemeinsam eine Willkommens-Kultur. Dann heissen wir Fremd-Es mit Freude willkommen, bauen Wohnungen für sie, neben uns, nicht abseits, lassen den Fremd-Es Bildung und Wissen zukommen und heissen deren Bildung und Wissen und Kultur willkommen, beschäftigen die Fremd-Es neben uns, aber fordern von den Fremd-Es auch, dass sie unseren Frieden und unser Rechts- und Sozial-System achten, ohne sie an der Beteiligung und Verbesserung zu behindern.

Aber bisher ist alles auf -bleibt uns vom Leib- eingestellt. So ist das auch bis Heute mit den vor 50, 60 Jahren zugewanderten: bleibt uns vom Leib. Tja, nun also in Zelten, kurz vor dem Winter und arbeiten dürfen sie genauso wenig, wie die fast 6 Mio. wirklichen (nicht statistisch friesierten) Arbeitlosen in D?

Ist das Mensch "un-menschlich"?
Bis auf ein paar Ausnahmen. Aber wie sagt der Volksmund: Ausnahmen bestätigen die Regel. Hallo! Schaut mal in den Spiegel. Bla bla bla, ist das Grösste und deutlichste hier, TalkShows und Stammtische ohne Ende, getan wird dahinter fast nix für ein angstfreieres und umgänglicheres und ausgleichenderes MitEinander. Und nicht nur die Flüchtlinge und anderen Zuwander-Es leiden damit, wir Alle leiden darin.

Heute hat die "Tagesschau" der ARD auf ihrer fb-Seite folgenden Text mit Bild veröffentlicht:
"You will not make Australia home", Australien wird nicht deine Heimat werden. In der Flüchtlingspolitik kennt Australien nur eine Linie: Abschreckung. Und wenn Flüchtlinge trotzdem ankommen, werden sie in arme Drittländer weitergereicht.
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Das beweist, die EU ist darin wahrlich nicht alleine.

Titel: SchlussSätze

Nochmal - wie auch gestern schon angedeutet - betone *ich, es geht *mir doch nicht darum, mir *Selbst die "Leviten zu lesen", es geht *mir um nüchterne Selbst-Erkenntnis. Darum, dass *ich ein wacher, am aktuellen Geschehen teilhabender und mit-entscheidender Mensch bin, und ebenso von mit-entscheidenden und wachen MitMenschen umgeben sein möchte.

Freitag, 10. Oktober 2014

Noble Chemie und der Krieg gegen Drogen

Titel: Die noble Chemie

VorGestern sind die Nobelpreise für Chemie bekannt gegeben worden. Da erinnerte *ich, dass *ich vor 2 Jahren einen Beitrag dazu zusammen gestellt hatte. Nachdem *ich es noch einmal durchgelesen hatte, war klar, dass *ich noch einmal kurz darauf verweisen möchte.

Hier also der Verweis ;-):

Die Zelle hat ja, wie alles im DaSein, eine Haut, also eine GrenzFläche.
So weit so klar und allbekannt. Und, wie ebenso alles im DaSein, ist diese GrenzFläche beidseitig permeabel, also sowohl von Innen nach Aussen, als auch von Aussen nach Innen durchlässig. Manche Haut ist etwas weniger durchlässig, andere Häute sind kaum dicht. Auch das ist weitgehend bekannt und halbwegs bewusst.

Und jetzt kommts: Wie funktioniert der Austausch durch diese Grenzflächen hindurch, hinein und hinaus, weil die lebendigen Grenzflächen, die Häute, sind ja keine Plastik- oder MetallSiebe mit billigen Löchern drinn? Also, wie bewerkstelligen wir Lebendigen den Austausch von DrInnen nach DrAussen und anders herum?

Wollen Sie doch wohl auch wissen, oder?

Hier der Link zu meinem Beitrag aus dem Verantworten-Blog:
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Herbstliches
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Titel: Von der absoluten Leichtigkeit des Verbietens

Von der Chemie zu Drogen, ist es ungefähr so weit, wie vom Pferd zum Sattel.
Die meiste Reaktion auf Drogen ist: einnehmen und geniessen.
Die zweitmeiste Reaktion ist Ablehnung oder Verdrängung.
Meistens von den selben Menschen beides. Nutzen, aber öffentlich ablehnen.

Die Antwort auf Drogen ist eine seltsame aber aus der Vergangenheit verständliche Zweiteilung: einen Teil erlauben, einen Teil verbieten.

Eine Provokation.

Verbieten, verbieten, verbieten und noch mal verbieten und diejenig-Es die Drogen nutzen gleich mit. Am Besten töten, Alle! Ja, genau. Weltweit nutzen Dutzende Millionen Menschen verbotene Drogen und fast alle Milliarden Menschen nutzen erlaubte Drogen. Drogen verbieten, egal ob erlaubte oder verbotene, bedeutet also auch, Menschen verbieten. Menschen verbieten Menschen. Warum fragen k[aum]eine Menschen, warum Menschen Drogen brauchen?

Dass Menschen Drogen [miss]brauchen, ist bei den Zahlen des Drogen-Verbrauchs und der Drogen-Produktion Fakt.
Fakt ist, dass fast alle Menschen Drogen nehmen / geniessen, vom Glas Wein, Bier, über den abendlichen Joint, bis zur mehrmals täglichen Spritze. Verbieten, verbieten, verbieten, verbieten und dann? Warum braucht das meiste Mensch Drogen, mal mehr, mal weniger?

Das ist doch die eigentliche Frage, um die wir fast Alle herumdrucksen und sogar die Frage verweigern. Die Antwort ist sehr einfach. Weil das Mensch-Sein auch  - und manches Mensch sogar sehr - Leiden bedeutet. Mensch-Sein ist auch Leid-Sein.

Und je mehr ein Mensch leidet, umso stärker ist der Wunsch nach Dämpfung und Erleichterung. Und sehr viele Menschen erreichen das mit Drogen (dazu zählen auch viele Medikamente). Statt also das Leiden zu verringern, verbieten wir deren Dämpfung, statt also das Leiden anzuerkennen und [er]Lösungen zu erkennen und unsere Umgangsart und MitEinander zu verändern, verdrängen wir und verbieten, verbieten, verbieten und nochmal verbieten?

Eine Aussage von Dr. Gabor Maté (näheres zu diesem Menschen hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Gabor_Maté_(physician)), aus einer Doku  zum US-Amerikanischen "Drogenkrieg":

"Beim Krieg gegen Drogen (War on Drugs) behandelt man ein gesundheitliches wie ein rechtliches Problem. Sucht aber, ist eine Folge von menschlichem Unglück und Leid. Wenn man in Not ist, versucht man diese Not zu lindern. Wenn man leidet, versucht man das Leid zu lindern. Es stellt sich also nicht die Frage nach der Sucht, sondern nach dem Leid."

Die Links zu dieser Dokumentation habe *ich unten eingebaut.

Hier ein Auszug aus meinem Beitrag dazu:

... und dann habe *ich eine arte-Dokumentation zum "Krieg gegen die Drogen" in den USA gesehen und dabei ersehen, dass dieser "Krieg" nicht wirklich einer "gegen" die Drogen ist, sondern in Wirklichkeit ein "legales" Mittel der Diskriminierung von Minderheiten.
Erstaunlich!?

Und *ich dachte oder besser glaubte, dass es bei all den Gesetzen um die Drogen herum, nur um die Drogen herum ging, aber tatsächlich geht es also darum "gegen" Minderheiten und gegen die Schwächeren einer Gesellschaft mit "legalen" Mitteln, also rechtens, vorgehen zu können.

Und dann habe ich noch davon mitgeteilt bekommen, dass ein "Buchhändler" eine der renommiertesten US-Tageszeitungen kaufte.


Das Wissen um die Ursachen so vieler Handlungen und auch Misshandlungen in Menschen, zwischen Menschen und unserer Mit- und UmWelt ist also vorhanden, jedoch es bleibt so, wie es ist. Warum?

Hier noch zwei Links dazu:
Drogen: Amerikas längster Krieg (Teil 1 / 3): http://youtu.be/_CS-T4fEvk4

Donnerstag, 28. August 2014

Nichts ist tiefer als vom Kapitalismus zu denken und zu fühlen

*ich fange mal ganz harmlos an.

Titel: Von der Einfachheit der Mathematik

Hunderte, wenn nicht mehr Menschen und Philosophen hat schon - und tut es noch - die Frage beschäftigt: Was ist Nichts?

Was ist einfacher zu beantworten als diese Frage? Nichts.

Was ist Nichts?
Mathematisch: Nichts = Alles - 1.
Also gilt auch: 1 = Alles + Nichts, oder: Alles = 1 + Nichts.

Wenn *ich nichts mehr sehen und hören und haben möchte, ist Eins da: *ich, aber Alles (andere) ist auch da, *ich möchte nur nichts davon wissen.

Wenn ein-Es für ander-Es Nichts ist, ist Es trotzdem da, auch wenn Alle (ander-Es) nichts davon wissen wollen. Oder wenn *ich meine Freundin fragte: "Was is?", und Sie sagte: "Nichts."! Und *ich wusste genau, ...

Nichts ist somit immer Etwas. Mindestens ein-Es oder etwas, manchmal aber auch Alles,  ohne ein-Es oder etwas. So einfach ist das.

Woher hat das Mensch nur die falsche Vorstellung von völliger Leere, von einem Zustand oder eines RaumZeit, das komplett ohne IrgendEtwas oder irgend ein-Es, ohne jeglichen Inhalt ist?

Ohne zu realisieren, dass, um einen Bereich oder eine Spanne zu definieren, das völlig leer ist, es eine Grenze, eine Hülle oder Haut braucht oder einen Anfang und ein Ende (Spanne), in das Leere ist, also ohne zu erkennen, dass Nichts zumindest eine Grenze braucht, in das Nichts ist; wobei aber die Grenze ist.

Nichts ist immer mindestens Etwas / ein-Es.
So einfach ist diese Frage beantwortet.
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Titel: Die Wurzeln und die "Tiefe" des Kapitalismus

Dieser Link leitet zu einem F.A.Z.-Essay von Prof. Meinhard Miegel.

Ein kleiner Auszug:

Abschnitt-Überschrift: Ein freier Wille für den Wandel

"Wenn es doch so einfach wäre! Seit vielen Generationen bemüht sich vornehmlich die politische Linke, den Kapitalismus zu reformieren oder besser noch durch eine andere, humanere Ordnung zu ersetzen. Das Ergebnis dieses Mühens ist auf globaler Ebene ein totaler Fehlschlag. Wer kann, bereichert sich schamloser denn je. Das wohlhabendste Fünftel der Menschheit beansprucht mittlerweile 83 Prozent der Weltgütermenge. Für das wirtschaftlich schwächste Fünftel bleibt gerade einmal gut ein Prozent. Und was auf globaler Ebene gilt, setzt sich im binnengesellschaftlichen Bereich fort. Alles nur Fehlfunktionen eines Systems oder - in der Sprache der Technik - auch menschliches Versagen? Denn schließlich sind es Menschen, die Systeme so oder anders aufladen.

Es sei wiederholt: Beim derzeitigen Wissens- und Könnensstand bedeutet jedes Wachstumsprozent, jede Lohnrunde, jede weitere soziale Wohltat oder jede zusätzliche öffentliche Leistung zwar nicht zwangsläufig, aber nach allen bisherigen Erfahrungen in der Regel eine Erhöhung des zerstörerischen Drucks auf die Lebensgrundlagen und damit eine Beschleunigung ihres Zusammenbruchs. Es kann ja sein, dass die Menschheit irgendwann so wissend und könnend sein wird, dass sie ihren materiellen Lebensstandard auch ohne Zerstörung und Ausbeutung von Natur und Mensch zu heben vermag. Aber noch ist sie hiervon weit entfernt. Bisher hat sie für die Mehrung ihres materiellen Wohlstands allenfalls kleine Abschlagszahlungen geleistet."

Diese Form der Selbst-Erkenntnis ist formvollendet und begrüssenswert!

Bald haben wir Menschen die Verbindung geschafft, zwischen unserem blossen daSein und dem Handeln darIn. Dann ist allen Menschen klar, dass sie handeln und dass dieses Handeln wirkt, und zwar sowohl nach Innen wie nach Aussen.

Und dann ist auch klar, dass das Kapitalismus ein Handels- und Produktions-System ist, das vollkommen auf den menschlichen Trieben, Bedürfnissen und Wünschen beruht. Dass also, wer das System ändern möchte, den Menschen ändern muss.

Das ist die Schwierigkeit, den Kapitalismus zu reformieren!
Zuerst braucht das Mensch-Sein eine grundlegende Reform.  
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Ist dieses Bild in diesem Zusammenhang gemein?
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Titel: Vom Kampf des Körpers um Aufmerksamkeit

Überschrift: Energie für das Denken
Untertitel: Kinderhirne brauchen mehr {Zucker} als der restliche Körper
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Quelle: Süddeutsche Zeitung, vom 26. August 2014, Seite: Wissen

Wenn *ich also bedenke (!), dass ein Körperorgan, das etwa 1 Kilogramm im Körper eines Kindes wiegt, das insgesamt etwa 25 Kilogramm schwer (leicht) ist, aber 2 Drittel der aufgenommenen Energie an- / abfordert, dann ist das schon ein beachtenswertes Datum!

Ein Fünfundzwanzigstel eines LebeWesens braucht 2 Drittel dessen aufgenommener Energie zur Reife. Nur, was macht es später aus diesem ungeheuren, so enorm egozentrischen Verlangen und Bedarf?

Ja, genau das.

Wieviel macht das Mensch innerhalb des kleinen PlanetenSystems Erde-Mond aus und wieviel fordert und verbraucht Es.

Die Mehrheit hat nichts zu melden. Das Körper arbeitet und schafft an, für ...
Bin *ich das einzige, das für zu wenig hält, was wir aus der abgeforderten Energie machen?

Denn eins muss *ich noch hinzufügen, auch in einem ausgewachsenen Menschen bekommt und fordert das Körperorgan mit den Ausläufern von den Haarwurzeln bis in die äussersten Schichten der Haut und die Zehenspitzen, immer noch 20 oder mehr Prozent, der aufgenommenen Nahrung und dessen Inhalts-Stoffen. Ein knapp 2 Kilo wiegendes Organ in einem durchschnittlich 75 Kilogramm wiegenden Gesamten fordert beständig ein Fünftel, der für alle Bewegungen nötigen Substanzen. 

Und nochmal die Frage: Was macht das Gehirn dann daraus?

Titel: Von der dauerhaften Glückseligkeit

Überschrift: Verdrehte Gefühle
Untertitel: Genetiker manipulieren die Erinnerungen von Mäusen
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Quelle: Süddeutsche Zeitung, vom 28. August 2014

Bei Mäusen fängt es an, und bald lautet die Frage an das (einzelne) Mensch: Welche Gefühls-Mischung soll es denn sein? Und schwupps, ist alles wunderbar, was gerade noch fast unerträglich war.

Beziehungen können schneller gelöst werden, als sie je geknüpft wurden, ein kurzer Laserblitz an die passende Örtlichkeit, verwandelt jeden (Trennungs-) Schmerz in das Glück endlich wieder befreit in eine neue Partnerschaft eilen zu können. Hoppsi, hopps, wo ist das Neue, ich bin frei!

Was für eine Erweiterung der Freiheit der Verbindlichkeiten.
Nur so veraltete Romantik-Es wie *ich, werden noch dem gewohnten Leid und den alten Schmerzen wegen alles möglichem hinterher weinen, während die Avantgarde von einer "Blume" zur nächsten summt, um eifrig hier und dort und bitte dort auch noch, zu befruchten, nicht unbedingt mit Samen, sondern einfach, um ein wenig fliegengleich zu verweilen, weil es halt grad nett ist und gut schmeckt.

Na, da brauch *ich noch ein wenig Eingewöhnungs-RaumZeit.
Um Fliegen-Gleich von Haut zu Haut zu schwirren. 
Aber das wird schon noch.