Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Montag, 29. Juni 2015

Die Wirkung von Mangel an Geborgenheit

Ein Zitat:

"Und wird die Welt auch noch so alt,
der Mensch, er bleibt ein Kind!
Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt,
wie eben Kinder sind!

Wann alles erst in klein zerstückt
und nichts mehr zu verderben,
so sucht er wieder – neubeglückt –
und spielt dann mit den Scherben."

Von Carl Spitzweg (1808 - 1885), Maler, eigentlich Apotheker, als Maler Autodidakt. Er schilderte in kleinformatigen Bildern humorvoll Szenen aus dem Leben von Kleinbürgern und Sonderlingen der Biedermeierzeit

Und nun ernstl*ich:

Könnte es soSein, dass wir tun, was wir Menschen tun - und nicht tun -, weil uns erdmondliche Geborgenheit fehlt?

Heute geschah eine der wenigen Zusammenkünfte von sich überlappenden Texten zu einem grundlegenden Themenbereich des Menschen innerhalb einer Tageszeitung, sogar innerhalb eines Teils dieser Zeitung, dem Feuilleton. Die Frage nach unserer Einbettung in das erdmondliche Geschehen und unserem Umgang mit diesem Geschehen, dieser BiosSphäre, die wir mit so vielen anderen LebeWesen nicht bloss teilen, sondern deren Mischung wir auch sind.

Ich lerne gerne. Das ist mein Motto. Wenn nur nicht der Widerstand (s.u.) dagegen so stark wäre, in *mir. Das neue Wissen zu behalten, zu ordnen und wieder zu finden, fällt so verdammt schwer. Wie oft schon bemerkte *ich, dass *ich ein und dieSelbe Erkenntnis bereits eingestellt und beschrieben habe, ohne eine Erinnerung daran. Sollte *mir vielleicht peinlich sein, ist es jedoch nicht mehr. Und wenn *ich es fünf mal mache! Egal.

Und nun zu etwas ganz allgemeinem.
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Strassen-Schönheiten
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Titel: Ein neues Angebot zur Benennung des Wortes für vorausschauendes und umsichtiges, sowie auf Machbarkeit Und Brauchbarkeit vorab geprüftes, und die [auch tödlichen] Fehler und Schmerzen stets minimierendes {Selbst}-Handeln, lautet NICHT Verantwortung. Sondern?

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Mark Siemons

Überschrift: Der fast unsichtbare Hegemon
Untertitel: Macht, aber wozu? Die planmässige Unauffälligkeit Deutschlands wirkt sympathisch  - doch darin steckt ein Problem, auch für Europa 

Hier ein Auszug:

Die Gleichzeitigkeit von universellem Kompetenzanspruch und Selbst-Einklammerung verbindet den Minister auch mit den Mehrheiten in der Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Körber-Stiftung meinen nur 37 Prozent, Deutschland solle sich in der Welt stärker engagieren (zwanzig Jahre zuvor waren es noch 62 Prozent), doch zugleich nennen 66 Prozent die weltweite Respektierung der Menschenrechte als oberste Priorität der Aussenpolitik, 27 Prozentpunkte mehr als 1994. Die Deutschen beziehen einen Teil ihres Selbstbewusstseins daraus, eine Exportnation zu sein, ansonsten scheinen sie aus ihrer gut gepolsterten Exterritorialität heraus die anderen am liebsten einfach nur beobachten zu wollen. Wobei sie sich jedoch immer nervöser fragen: Wird alles noch mal gutgehen, wenn die Kriege und Krisen immer näher kommen? 

Mit einem derart ungeklärten Verhältnis zur Aussenwelt sind weder Öffentlichkeit noch Regierung in der Lage, die EU in eine Zukunft zu führen, die über Rechenkunst und Regelbefolgung hinausgeht. Denn zweifellos würde jede im engeren Sinn demokratische und solidarische Perspektive Europa von dessen Vormacht eine besondere Investitionsbereitschaft erfordern; nur wenn der Hegemon ein Bild von sich selbst hätte, das ihn auch über Durststrecken tragen könnte, wäre eine so konkrete Füllung des vom Establishment sonst so gern bemühten Begriffs „Verantwortung“ mehrheitsfähig. Da davon aber überhaupt keine Rede sein kann, endet die griechische Herausforderung jetzt aller Voraussicht nach im Desaster. Die Leere des deutschen Machtbegriffs droht, auch zur Leere des von ihm dominierten Kontinents zu werden.

Ende F.A.S.-Kommentar von MARK SIEMONS

Ich finde, diese Sätze gelten - natürlich etwas abgewandelt - auch für ein einzeln-Es innerhalb einer Gesellschaft. Ich par exemple fühle Getroffenheit, und zwar ziemlich deutlich. Ich stecke fest in Bedeutungslosigkeit und verhuschter Ängstlichkeit, derweil: *ich könnte viel mehr. W-Es geht es noch so?

[m]Eine Meinung: Wirkliche Verantwortung entsteht / entstünde erst in / mit einem stimmigen Selbst-Gefühl und einer aufrichtigen Selbst-Beschreibung, die auch das natürliche inhärente menschliche Leid und die ebenfalls natürliche allzu menschliche, wenn auch vielleicht {meist} nicht ausgelebte, Fratze der Boshaftigkeit und gegenseitigen Kränkung mit einbezieht.
Verantwortung braucht zur Entwicklung Transparenz, verifiziertes Wissen und wohlwollende ZuWendung zum Selbst im DaSein und zur Umwelt darIn. Aus dem g/Glaube[n] entsteht nur rudimentäre Verantwortung: eine Ahnung davon.

Das ist jedoch genau die "Verantwortung", die fast alle "Verantwortlichen" bisher behaupten. Aber *ich schränke ein, dass *ich diesen Begriff vielleicht mit etwas fülle, das nur *ich darin erfühlen und erLeben möchte, das aber alle ander-Es darin gar nicht haben wollen?
Ansonsten ist das Inhalt von Verantwortung meist lediglich die (kleinliche?) Sorge um das jeweilige Selbst und ein wenig drummherum, was natürlich annähernd 100 Prozent des daSein im DaSein ausschliesst und auch in das RaumZeit jeweils nur wenige Momente erreicht. Aber genug vermutet.

"Verantwortung", wie *ich es alltäglich erspüre, ist entweder eine [Über?]-Forderung an all die sogenannten "Verantwortlichen", ist Vorwurf für dessen Fehlen, nach fast jedem Fehler / Unfall und Schmerz, oder ist ein stets wichtig geäussertes Füllsel. Wie belanglos, aber mit wie vielen auch grossen Worten "Verantwortung" aktuell aufgeblasen ist, können die Leses m.a. auch hier erlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verantwortung

Es ist wohl erforderlich, für das, was *ich wünschte, das Verantwortung enthält, ein neues Wort zu kreieren. Und die "Verantwortung" den "Verantwortlichen" als stete Rechtfertigung und Entschuldigung für deren Versagen zu überlassen. 
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Mit diesen schönen Mit-LebeWesen möchte *ich
erstens Ihre Augen locken, und zweitens
Ihren Geist ein wenig beruhigen. 
Pflanzen sind für *mich
Entspannung pur
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Titel: Die Wirkung einer Lücke, verbirgt die Sichtung einer Tücke

Mir ist seit längerem schon bewusst, dass das g/Glaube[n] eine Lücke zwischen dem naturgesteuerten NichtWissen, also unserem auch noch aktuellen Normal-Zustand, und dem Wissen des Wirklichen und dem darIn enthaltenen freien Selbst-Entscheiden überbrückt.
Diese fast vollständige NaturSteuerung auch des Menschen (+ zwar) zur Dauerhaftigkeit und zum SelbstErhalt (Triebe / Bedürfnisse), (der NaturSteuerung) durch Umwelt, durch Struktur / Aufbau und den Substanzen des Körpers, durch Artspezifische Erfahrungen (Gene und epigenetische Marker) und auch Gruppenspezifische Erlebnisse {Prägung}, ist zwar pures Wissen, allerdings noch ohne verwortete Gewissheit und dessen Wirkung in und auf uns Menschen.
Ist das einigermassen verständlich verwortet? Ziemlich komplex, *ich weiss, auch *ich brauchte mehrere Anläufe zum formulieren und auch mehrere zum verständlichen erLesen. Das Glauben kommt, glaube *ich, mit weniger Komplexität aus, muss aber eben auch nur eine Lücke überbrücken, die es mit Wissen zu füllen gilt. Vermute *ich.

Aber jetzt zu einem HinterMenschen (wenn *ich in das RaumZeit nach Vorne, also in das weitestgehend Unbekannte hineinspüre, ist das Gewesene hinter *mir), der hinter *mir bereits etwas vorwegg genommen / gewusst hat, was *ich erst vor kurzem geschnallt habe.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Christian Schwägerl 

Überschrift: Wir Riesenmaschinen
Untertitel: Alfred Döblin ahnte schon 1924, was beim Klimagipfel in Paris beschlossen werden muss: Sein Roman "Berge Meere und Giganten" zeigt eine Katastrophenwelt, in der Mensch, Natur und Technik verschmelzen - die Rettung, auch heute?

Daraus ein Auszug:

Wer Döblins Gedankenwelt und Stil vorschnell als Ökokitsch und Ganzheitlichkeitslyrik abtut, sollte bedenken, wohin es geführt hat, dass diese Gedanken erst spät im 20. Jahrhundert in Form des „Umweltbewusstseins“ Breitenwirkung entfaltet haben. Und immer noch um Anerkennung ringen. Die sinnlichkeitsfreie Kälte des heutigen Kapitalismus und die mit ihr verbundene Lehre, dass Lebewesen eigentlich nur Maschinen sind, treibt unsere ökologische Verarmung voran: Erde und ihre nicht-menschlichen Bewohner sind nur reine Rohstoffe, frei von intrinsischem Wert. Eine eigene, subjekthafte Perspektive wird ihnen abgesprochen. Das gehört zu den Antriebskräften der ökologischen Krise, und diese wird sich Jahrzehnt für Jahrzehnt verschärfen, wenn es bei der gegenwärtigen Beziehungsarmut bleibt. 

In dem Weltenpanorama von Mensch, Natur und Technik, das Döblin geschaffen hat, sind die harten Fragen von heute schon vorweggenommen: Welche neue, synthetische Natur schaffen Hightech-Industrie und IT-Konzerne, wenn sie die Welt der Zukunft mit Robotern, Drohnen, Supercomputern und immer feineren elektronischen Netzwerken überziehen wollen? Wer herrscht in dieser Welt? Kann, wer die Natur als ein „wimmelndes Kontinuum“ ernst nimmt, noch hierarchische, zentralistische, auf Dominanz, Extraktion und Umsatzwachstum angelegte Ziele verfolgen, wie dies der militärisch-industrielle-informationelle Komplex von heute tut?

Döblins Weltwahrnehmung bietet eine Alternative an: Die Offenheit fiir das Verbindende in der Natur könnte heute zum Nachdenken über offene, fliessende, dezentrale Strukturen in Gesellschaft und Technologie führen. Bei Döblins analoger Sicht geht es um die stufenlosen Verbindungen, das Miteinander, das Ineinander, die fliessenden Grenzen, die offenen Poren, die geteilten Eigenschaften und Elemente, die Gemeinsamkeiten. Übersetzt in die Technosphäre heisst das offener, freier Austausch, kooperatives Entscheiden. Alfred Döblin schuf mit „Berge Meere und Giganten“ und dem „Ich über der Natur“ die gedanklichen Grundlagen eines Internets, das alles Anorganische und Organische einbezieht und über die Menschensphäre hinauswächst.

Ende F.A.S.-Rezension und Kommentar von CHRISTIAN SCHWÄGERL

Dem ist fast nichts hinzuzufügen, ausser dem persönl*ichen Bekenntnis und der Erkenntnis, dass *ich zu gleichen (ähnlichen) Erkenntnissen gelangt bin, das aber nur, weil viele Menschen, wie auch Alfred Döblin, vor (oder genauer hinter *mir, weil in das RaumZeit bin *ich Alfred Döblin ja voraus, s.o.) *mir das nach-gedacht und vor-geschrieben haben.
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Schatt*ich
unter GlasDach
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Titel: Was braucht das Mensch zur Selbst-Anerkennung?

Denn eins ist *mir immer bewusster, die unten in der von *mir eingefügten {Klammer}, erwähnten Prägungen, die alles erdmondliche Geschehen und alle erdmondlichen LebeWesen gemeinsam durchlaufen haben, betten uns Menschen viel stärker in alles erdmondliche Geschehen ein, als wir bisher wahrhaben möchten, als uns die meisten GlaubensGeschichten erlauben wollen. Das Mensch ist wirklich nur in winzigsten Nuancen verschieden von all den erdmondlichen Mit-LebeWesen. Was das bedeutet, haben hinter *mir schon bekannte Wissenschaftler und Philosophen erkannt und erschrieben und sind deswegen entweder belächelt oder ignoriert worden (s.u. "Widerstand"). Denn diese Anerkennung würde selbstverständlich einige Veränderungen unseres Verhaltens einfordern.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Cord Riechelmann

Überschrift: Tiere wie wir
Untertitel: Jacques Derridas letztes Seminar handelt von Saddam Hussein, Carl Schmitt, Tauben, Wölfen, Souveränen und vor allem davon, wie das alles zusammenhängt

Auszüge daraus:

Es macht einen Unterschied, ob man auf Taubenfüssen trippelt oder auf Wolfssohlen schleicht. Auch wenn beide Gangarten still, diskret und unscheinbar und deshalb kaum zu hören sind, gehören sie ganz unterschiedlichen philosophischen Traditionen an. Auf Taubenfüssen, wie ein Dieb in der Nacht, trat beim heiligen Paulus die Wahrheit ganz leise in die Welt. Und in Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ durchquert eine Taube das Lied mit dem Titel „Die stillste Stunde“. 

Die „stillste Stunde“ ist in dem Gesang der Name einer furchteinflössenden Souveränin, einer furchtbaren Herrin, die Zarathustra bestimmt zurechtweist. „Das ist dein Unverzeihlichstes: du hast die Macht und willst nicht herrschen“, kritisiert sie ihn. Worauf dem zaghaften Zarathustra immerhin einfällt, darauf hinzuweisen, dass ihm zu allem Befehlen die Stimme des Löwen fehle und es die stillsten Worte seien, die den Sturm bringen: „Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, lenken die Welt.“ Diese stillen Gedanken, die auf Taubenfüssen daherkommen, sind aber die stillen Befehle, welche die Welt im Sinne des heiligen Paulus zur Wahrheit lenken, die immer eine Wahrheit des Friedens ist. Demgegenüber kündigen die Schritte auf leisen Wolfssohlen das Gegenteil an: Sie sind Boten des Krieges, des Kriegsherrn, des den Krieg befehlenden Souveräns. Sie gehören in die lange und wirkmächtige Tradition, in welcher der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. 

[...]

Das geht natürlich nicht ohne eine ganz bestimmte. Und so will Derrida denn auch „auf leisen Wolfssohlen“ durch das Seminar führen. Eine Gangart, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie sich mit Umwegen auskennt und nicht viel mehr als undeutliche Spuren hinterlässt. Wolfsforscher wissen das. Derrida beginnt mit dem Hinweis auf das, wovon er nicht handeln wird: von den Taubenfüssen. Mit dem schönen Bild Immanuel Kants von der leichten Taube, die im Flug den Luftwiderstand spürt und sich vorstellt, dass es im luftleeren Raum noch besser ginge, verankert Derrida sie im Gedächtnis. 

{Darf *ich die Vorsichtigen in Ihnen - in *mir übrigens auch - ein wenig weiter herausfordern, wie sage *ich es nur, dass die Sicherheit dabei nicht gänzlich entfleucht, dass also Sie und auch *ich, einen warmen Händedruck eines wohlwollenden Menschen, während der Herausforderung spüren, *ich denke da an ..., Sie denken vielleicht an ... Nun, es geht einfach darum, dass *ich begleitend während des Schreibens und all der Selbst-Erfahrung, die *ich in diesen Blogs erarbeite und erfahre, auch immer den Widerstand erfühle und erspüre, diesen grundlegenden Widerstand, der das DaSein erst ermöglichte (enthalten in Newtons drittem Gesetz - dem Wechselwirkungs-Prinzip -), und der auch aller Selbst-Erkenntnis (welche das Bewusst-Sein / Wissen vergrössert und das UnBewusste verkleinert) vom Körper - also der grossen Masse - entgegengestellt wird.

DaZwischen passt folgendes: Immer dann, wenn du dich auf der Seite der Mehrheit wiederfindest, ist es Zeit eine Pause zu machen und zu reflektieren.“ Im Original: Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect.” Von Mark Twain. Ich bin in das Pause.

Ich habe ja schon öfter die Ergebnisse der Neurophysiologie erwähnt, m.a. auch die von Prof. Gerhard Roth, nämlich dass das Schwinden des Einflusses (Macht) eines Bereichs - in diesem Fall des UnBewussten (Glauben?) - niemals K(r)ampflos geschieht, - somit setzt die Prägung des DaSein (also die Ereignisse und die [Ver?]Formung darin, setzten die Prägungen der Lebendigkeit, setzt die Prägung des Menschen, setzten die Prägungen der Gesellschaft, in die ein-Es hineingeboren wurde und setzt ebenso die Familie, die ein-Es gezeugt hat -, setzen all diese Prägungen und Traditionen, jedem ein-Es einen Widerstand entgegen! Wenn dann dieses eine ein-Es, aus diesem ganzen Bündel an Vorbedingungen und Voreinstellungen etwas hinauswachsen möchte, vielleicht auch erst "bewusst" in diese Bündel hineinwachsen möchte, spürt -Es diesen starken Widerstand; und oft (meist?) fällt das Bewusst werden so schwer und jede Veränderung ist ein Streit, und oft verliert ein-Es dabei die Bewusst-heit wieder und ergibt sich ermattet in der Alltäglichkeit der Gewohnheiten der Vergangenheit.}

Das Bild bleibt, auch wenn von den Tauben nicht mehr die Rede ist. Genauso wichtig: der Hinweis auf den Widerstand des Materials. Nachdem er einige idiomatische und sprichwörtliche Ausdrücke wie „mit den Wölfen heulen“ oder den „Wolfshunger“ vorgestellt hat, erklärt Derrida, dass sie sich nicht alle von einer Sprache oder Kultur in eine andere übersetzen lassen. Nicht überall gibt es Wölfe, und die Erfahrungen, die man in Alaska oder in den Alpen, im Mittelalter oder heutzutage mit Wölfen macht, sind nicht dieselben. Die Sprichwörter und die Figuren, die Interpretationen, die Fabeln und die Phantasmen variieren von einem Ort und einem historischen Augenblick zum anderen. 

[...]

Indem er das Bild des realen Wolfs aufruft, das während des Seminars präsent bleibt, will er einen anderen Schrecken sichtbar machen, um ihm zu entweichen: die Zoologisierung der menschlichen Barbarei. Wir dürften uns nie damit begnügen, schreibt er, das Soziale, das Politische und die Ausübung der Souveränität in ihnen {den Wölfen} nur als verkleidete Manifestationen animalischer Kraft zu verstehen, deren Wahrheit uns die Zoologie liefert. Der Grund für Bestialität und unmenschliche Barbarei, heisst das, ist nicht unter den Tieren zu suchen. Derrida möchte das Bild, nach dem der politische Mensch immer noch animalisch ist, umdrehen: Man könnte auch annehmen, dass bereits das Tier politisch ist. 

[...]

Möglich wird die Verbindung von Souverän und Tier, weil sie die einzigartige Position teilen, ausserhalb des Gesetzes zu stehen. Das Tier, da es das Gesetz nicht kennt, und der Souverän, da er das Recht hat, das Gesetz zu suspendieren. Er stellt sich über das Gesetz, das er ist, das er macht: und über das er souverän entscheidet. Der Souverän ist kein Engel. „Wer auf souverän macht, macht auf Tier, er macht sich zum Tier“, schreibt Derrida. Und dies tun Souveräne nicht nur über die Staatstiere, die sie sich selbst zuschreiben, sondern auch über die Verdammung anderer. Derridas Beschreibung, wie Saddam Hussein vom Freund Amerikas zum „Beast of Bagdad“ wurde ist ein eingängiges Beispiel. Es steht aber nur am Ende einer langen Kette von historischen Symptomen, die es weder mit dem Tier noch mit der Politik in den Momenten der Unentscheidbarkeit zu genau nehmen. Für Derrida kann es aber nur darum gehen, das Unentscheidbare ins Recht zu setzen, sozusagen mit Taubenfüssen in die politische Ordnung zu treten.

Jacques Derrida: "Das Tier und der Souverän I. Seminar 2001—2002". Übersetzt von Markus Sedlaczek, Passagen-Verlag, 544 Seiten, 65 Euro

Ende F.A.S.-Rezension von CORD RIECHELMANN

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Von der Vergangenheit der UnBewusst-Heit

Voragestellt, eine Kritik auch an *mir und meinen Ansichten, von einem der besten Nach-Denker der Menschheit:

"Oh was verbirgt heute nicht Alles Wissenschaft! wie viel soll sie mindestens verbergen! Die Tüchtigkeit unsrer besten Gelehrten, ihr besinnungsloser Fleiss, ihr Tag und Nacht rauchender Kopf, ihre Handwerks-Meisterschaft selbst — wie oft hat das Alles seinen eigentlichen Sinn darin, sich selbst irgend Etwas nicht mehr sichtbar werden zu lassen! Die Wissenschaft als Mittel der Selbst-Betäubung: kennt ihr das?… Man verwundet sie — Jeder erfährt es, der mit Gelehrten umgeht — mitunter durch ein harmloses Wort bis auf den Knochen, man erbittert seine gelehrten Freunde gegen sich, im Augenblick, wo man sie zu ehren meint, man bringt sie ausser Rand und Band, bloss weil man zu grob war, um zu errathen, mit wem man es eigentlich zu thun hat, mit Leidenden, die es sich selbst nicht eingestehn wollen, was sie sind, mit Betäubten und Besinnungslosen, die nur Eins fürchten: z u m   B e w u s s t s e i n   z u   k o m m e n …"

Von Friedrich Nietzsche, aus »Zur Genealogie der Moral«, erschienen 1887 in Leipzig, daraus die: Dritte Abhandlung: was bedeuten asketische Ideale?
Aus Abschnitt 23.

"Insoweit als die Religion ein Quell des Trostes ist, ist sie ein Hindernis für den wahren Glauben: in diesem Sinne ist der Atheismus eine Läuterung. Ich soll Atheist sein mit dem Teil meiner selbst, der nicht für Gott gemacht ist. Unter den Menschen, bei denen der übernatürliche Teil ihrer selbst nicht erweckt ist, haben die Atheisten recht, und die Gläubigen haben unrecht."

Von Simone Weil, aus »Schwerkraft und Gnade«, Kösel Verlag, 1952, Seiten 210-211.

Die Schwerkraft des Glaubens möchte keinen Trost spenden, das ist gut beobachtet, die Schwerkraft des Glaubens möchte die Macht (in Gestaltung und Richtung des DaSein) der »Un-Bewusst-Heit« bewahren.

Wie Sie aus den Erkenntnissen der NeuroWissenschaften und der SozialWissenschaften und aus den sonstigen aufmerksamen Beobachtungen der Lebendigkeit entnehmen können, ist das DaSein ein fast zu hundert Prozent unbewusster Prozess, geleitet von der Zusammensetzung (dem Aufbau) der Grundsubstanzen und den Gesetzen (Kräfte, Wechselwirkungen und Grenzen) im Zusammenwirken der Grundsubstanzen - während der RaumZeit-Phase des DaSein.

Eine interne MitWirkung bei der Gestaltung und der Richtung der Entwicklung des DaSein, der Natur, ist zwar vom Grundsatz vorgesehen, sonst gäbe es die Möglichkeit "Bewusst-Sein" nicht, aber sie ist bisher noch in der Zeugungsphase. So bemerke *ich das.

Bewusst-Sein ist dabei die Möglichkeit einzugreifen in ein erkanntes Geschehen, ist die Möglichkeit von Innen aus - das Innen und das Aussen - zu gestalten, indem Prozesse gehemmt werden, indem Wirkungen genutzt werden, indem vorhandenes neu kombiniert und damit auch die Richtung und Ausgestaltung des Geschehens eine Richtungsänderung erfährt.

Bisher wird Uns diese Richtung vorgegeben, von Etwas, das Ausserhalb des DaSein war, aber auch im Innerhalb vorhanden ist - aus dem das Innen (das DaSein) vielleicht besteht. Die Gestaltungskraft ist dem Gesamten DaSein mitgegeben, und liegt damit auch in Uns Irdischen Lebensformen, so empfinde *ich das.

Das Glauben ist für mich der Bereich der unbewussten Steuerung, "anhand" von Vorgaben aus dem Vor-DaSein, und Es ist mächtig und Es kennt keinen Trost, Es kennt Aufgaben und Es folgt einer Richtung.
Aber Es hat Gefühle und nimmt wahr, sonst wären diese nicht auch in Uns, aber diese sind nicht auf den Erhalt und die Bereicherung von einzeln-Es im DaSein gerichtet, sondern auf das Ganze, auf den Erhalt und die Weiterentwicklung des Ganzen. Die Chance, vom Ganzen auch für Jedes Einzelne Selbst zu profitieren, ist Uns gegeben, ist das eine gute Idee, oder ist es Unfug.
Zweifeln Sie. Aber...

"... nun von der Ein- und der Ausbildung des Bewusst-Seins zu einer wirklichen Grösse, die der Macht des Glaubens standzuhalten vermag; das Glauben zu würdigen, ist eine Grösse zu Beginn, jedoch ..." (Friedrich Nietzsche, s.o.)

... wie wollen Wir dem Wissen - und dessen Wirkung in und für Uns - noch entkommen?
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Baustelle.
Hat etwas mit Humboldt zu tun
und ist an der Spree in
Berlin-Mitte
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Mir macht das, was *ich im folgenden kurz anreisse und beschreibe, auch Angst, das garantiere *ich Ihnen, *ich bin jedoch andererseits nicht bereit vor irgendeiner Angst gleich zu kapitulieren, nur dann, wenn die Gefahr, auf die die Angst weisst, mich direkt und sofort schmerzhaft bedroht: also vor einem gezückten Messer oder gar einer Pistole würde *ich sofort kapitulieren. Die Angst, die *ich aus dem Wissen und aus dem Glauben spüre, lässt mich zwar erschrecken, aber sie bringt mich auch dazu, oder hält mich nicht davon ab, noch ein Stück näher hinzuspüren, oder auch mehr darIn zu fühlen.

Vieles davon ist auch so weit entfernt, dass ich, wie die Allermeisten, denken könnte, das betrifft mich nicht, also kümmerts mich auch nicht, -> könnte - tut es oft auch -, aber dann aber packt es mich und die grosse Lust - oder auch [Neu]Gier, ist da -> Fern zu schauen, Nein, nicht bloss zu schauen, Fern zu spüren, also auch zu denken, auch wenn es mich vielleicht nicht betrifft.

Aber Sie erkennen schon an dem Titel eines meiner Blogs, dass ich Verantwortung in *mir fühle und die Verantwortung ist, für mich, ein Gefühl und eine Handlungsweise, die stets in etwas noch ungemachtes und unerlebtes weist; soll ich das Zukunft nennen?

Verantwortung ist für mich die "tatenvolle" Frage nach der möglichst konkreten Folge einer Jetzt-Handlung. Was folgt aus dem Geschehen des Jetzt, was setzen Wir da ins Voraus-Sein hinein?
Aus diesem Gefühl heraus, schreibe *ich in diesen Blogs und forsche ins Jetzt und stochere in die "Zukunft"? In das Unbekannte in *mir und das Unbekannte Ausser-mir.

Eine kurze Episode aus dem Film «Barbara», von Christian Petzold, hat mich auch zu diesem Text angeregt.
Die titelgebende Person, Barbara, wird von ihrem neuen Chef, Andre, nach Hause gefahren; der kennt den Weg bereits genau, ohne Sie vorher nach dem Weg gefragt zu haben. Barbara: "An der Kreuzung hätten Sie mich fragen müssen, wo ich wohne. Aber das wissen Sie ja bereits. Sie sind doch präpariert."

Früher war Wissen «Herrschaftswissen», das u.a. zur Überwachung eingesetzt wurde, deshalb die spitze Bemerkung der Hauptperson in diesem Film.

Was ist, wenn Wir ALLE[S] wissen?
Sie fragen zuRecht: Was ist ALLES? Gut, ich vermute, sobald Etwas an die Grenze kommt, ALLES zu Wissen, ist ES das SEIN Selbst und ist ohne Frage. Sie könnten weiter fragen: Warum dann das DaSein, wenn das SEIN ALLES weiss und ALLES ist; Warum dann eine Struktur, ein Bereich darin, der voller Fragen ist?
Darauf weiss das DaSein bisher -Selbst- keine Antwort, schätze *ich mal.

Wir erforschen das gesamte DaSein aus und damit auch einen Bereich des SEIN, vom Allerwinzigsten bis zum ALLERRIESIGSTEN!, also werden Wir bald sehr viel mehr über und von Uns Menschen wissen, als Uns vielleicht lieb ist, viel mehr, als Andre in diesem Film von Barbara wusste und wissen konnte und zwar Jedes von Jedes, in jed-Es RaumZeit.

Wenn Uns die Technik bald alle Mittel zur Verfügung stellt, fast Alles über unsere jeweilige Umgebung und unseren aktuellen Umgang (Mit-Menschen und andere Lebewesen) zu wissen, zu erkennen; was ist daran schlecht?
Die Angst davor mal etwas beiseite geschoben und erst recht gefragt.

Das heisst auch, aus der «Überwachung» herauszuwachsen, denn Überwachung ist die «Kontrolle / Einblick» Einzelner oder Weniger "über" andere Einzelne oder Wenige, ohne deren Wissen und Einwilligung.
Wissen ist dann «GUT», wenn es Jed-Es nutzen kann. Wenn Wir also wechselseitig Informationen von Allen, mit denen Wir zu tun haben, einsehen und zur Vertrauenserhöhung im Miteinander nutzen können. Wir sind dazu auf dem Weg und sparen dabei längst Niemanden mehr aus. Das grosse Bedürfnis nach Vertrauen und Geborgenheit sind dabei die Schubkräfte.

Beispiele für die nahe Zukunft:

In einigen Laboren hantieren die Forsch-Es (Menschen -> Wir) inzwischen mit den Bausteinen der Materie, sie verschieben einzelne Atome aus Verbindungen (Moleküle) heraus und übertragen sie gezielt auf / in andere Materialien. Ein Material ist z.B. Glas. Durch den Zusatz von Silber wird Glas Schmutzabweisend. Jeder Wasserguss wäscht die Schmutzteilchen vom (Silber-)Glas gänzlich ab.
Messfühler auf Nanoniveau (Nano = 1 Milliardstel Meter, ist kleiner als 10 hoch minus 9) können bald jedes Element oder Molekül aus der Vielfalt der Luft oder auch festen Stoffen identifizieren. Ein Träger (z.B. eine Mess-Folie oder ein -Fühler), der besetzt ist mit den gewünschten NanoSensoren kann - angeschlossen an ein AuswertungsGerät, beispielsweise an ein MobilTelefon -, Auskunft davon geben, in welcher Umwelt das Mensch sich gerade befindet, wie genau oder ungenau, - je nach Ausstattung mit NanoSensoren -, die direkte oder auch weitere UmWelt zusammengesetzt ist. Welche Substanzen und Lebewesen darin enthalten sind und in welchem Zustand die Materie und die Lebewesen sind, also auch was ein Mensch kürzlich getrunken und gegessen hat (aus der Zusammensetzung der Atemluft und der Schweissabsonderung). Die NanoSensoren und die AuswertungsGeräte werden so günstig sein, dass sie für Jedes auch verfügbar sind.

Es ist also bald möglich, dass Jed-Es von jedes Ander-Es den Inhalt und den Zustand umfassend kennt, auch den von der UmGebung in das ein-Es eingebettet ist. Sie merken, das geht weit über das hinaus, was Wir jetzt aus GoogleMaps, dem Gefühls- und Augeneindruck, den Medien, Karten und anderen Stadt- und LandschaftsDiensten bereits geliefert bekommen.

Wir holen Uns also Fähigkeiten hinein oder zurück, die andere Lebewesen längst sind, die in anderen Lebewesen zu grosser Vollkommenheit entwickelt wurden. Der Geruchsinn von Hunden ist dem von Menschen weit überlegen. Manche Insekten riechen Konkurrenten, die Hormone von Sexualpartnern oder auch Nahrung über mehrere hundert Meter oder sogar Kilometer hinwegg.
ZinkoxydFäden geben / setzen bei Druck und Verbiegen Elektronen frei (Elektrizität). Eingebaut in die Kleidung, könnten diese Strukturen elektrische Geräte (MobilTelefon) mit Dauerstrom versorgen. An- / Aufgebracht an Stoffe oder flexible Materialien (Büsche, Bäume) im Freien, könnte das Material Uns bei jeder Windbewegung mit Strom versorgen, egal wo ein-Es gerade ist.
Da NanoSensoren alle Substanzen und Lebensformen erkennen und melden können (s.o.), sowie auch bald in der Lage sind, unsere Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Materie) zu reinigen, also störende / kränkende Fremdstoffe zu entfernen, könnten sie Uns nicht nur vor Fremdstoffen und Krankheitserregern, wie Viren und Bakterien warnen, sondern sie auch gleich töten und Uns so vor, zumindest bekannten, Krankheiten bewahren. Das Töten muss aber gar nicht sein, denn Wir könnten Uns auch stärken, Uns vielleicht sogar mit den Mit-Lebewesen dieser irdischen Welt einigen, um die Galaxien zu erforschen. Spinnerei?

Eine bessere Welt.

Oder möchten Sie ein Fragezeichen setzen?
Es ist also bald möglich, dass ein-Es, - ausgestattet mit Nano-Bio-Sensoren -, jedes andere ein-Es genau ausmessen und untersuchen kann: anhand des Atems, der Temperatur und der Zusammensetzung des Schweisses, ist der genaue Zustand jedes Einzeln-Es bis in kleinste Details möglich (Stimmung, hormonelle Ausstattung, Sättigung u.v.m.), also auch, was ein-Es in den vergangenen Stunden und Tagen geraucht, getrunken, gegessen oder sonstwie konsumiert hat.
Und das so günstig, dass es für Jed-Es zu haben ist.
Angeschlossen an alle mitgeführten Geräte, ist auch eine Zustandsmessung aus der Ferne (von Stadt zu Stadt) für Jed-Es möglich. Wir könnten also genau wissen, wie die Gesprächs- und sonstigen Partn-Es im Augenblick der Begegnung gestimmt und zusammengesetzt sind.

Ich möchte betonen, dass es eine Technik für Jed-Es ist, keine der «Über»Wachung, UND dass es Techniken sind, die bereits vorhanden und vielleicht -bald- verfügbar sein werden, also weder Phantasie noch Science Fiction.

Wenn also die Szene aus dem Film «Barbara» eine der aufgedeckten Überwachung war und daher für die Überwachten unangenehm, wie ist es, wenn Wir FAST Alle[s] von FAST Allen wissen, was Wir vom mit- und voneinander wissen möchten?
Ist das erkannte Mensch die Zukunft.
Zumindest bald Wirklichkeit.

Krankheiten und Stimmungsänderungen erkennen Wir dann in Uns und bei den direkt UmSeienden, schon im Ansatz und können entsprechend handeln, also gegensteuern oder verstärken, je nach Lust und Wunsch. Gefahren werden sofort entschärft. Das wechselseitig Versteckspielen, die grossen Unsicherheiten und damit das Misstrauen in und um Uns, sind dann vorbei. Wir werden, wenn Wir die neuen Techniken ausbauen und verteilen, so sicher und gleichbleibend gesund leben, wie es heute noch "unvorstellbar" ist.

Vielleicht ist diese Un-Vorstellbarkeit genau das, was Uns bei der Vorstellung ängstigt?
Was gewinnen Wir, wenn das Misstrauen weiter gedämpft wird und Wir einander erkennen und wechselseitig begreifen, so ganzheitlich und umfangreich, wie es bisher nicht möglich war? Wir beantworten u.a. die Frage/n: Was sind Wir und Wer bin Ich?

Meine Angst hat aber noch nicht abgenommen, weil *ich eben noch ein Mensch des Abstands und der Geheimhaltung bin, und mir nur allzu bewusst bin, dass diese Techniken, wenn sie denn für Alle vorhanden und eingeführt sind, auch ein Verhaltensänderung bewirken werden. Und zwar wahrscheinlich keine geringe.
Vielleicht in die richtige Richtung, richtig im Sinne von mehr Gelingen und mehr Freude und damit weniger ... und ... , aber Sie wissen Bescheid.
Vielleicht?
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Ach!? Rufe *ich erstaunt, nach dem Lesen der Überschrift des Foto-Auszugs. Gibt es also noch Menschen, die "glauben", die wirklich glauben, dass irgendein Vorgang in diesem wundervollen KleinPlanetenSystem Erde-Mond nicht auch überall darIn wahrgenommen wird und somit auch überall Wirkung erzielt. Sei der "Vorgang" auch noch so klein. Oder eben so bedeutend, wie zum Beispiel die völlig willkürlichen Grenzziehungen in Afrika und Asien und Südamerika, die die europäischen Wirtschafts- und Administrations-Leitenden in schönen Büros in London, Paris, Brüssel und Berlin auf und in flache Landkarten eingezeichnet haben, ohne jede Ortskenntnis und Menschen-Erkenntnis der davon betroffenen Landbereiche. Und die heute überall für brutale Morde und Vertreibungen sorgen.

Ach, es gibt also wirklich Zusammenhänge zwischen dem Wohlstand der nördlichen WeltRegionen und dem Zustand und den Umständen südlich davon. Tz, tz, tz, kaum zu glauben, tz, tz, tz. Wie unwissend muss Mensch sein, davon nichts zu spüren? 

Quelle des Auszugs: Süddeutsche Zeitung, vom 22. Oktober 2014, Beilage: Europa, von Thomas Steinfeld

Überschrift des Artikels: Zäune zwecklos
Untertitel: Migration ist Menschenschicksal seit Urzeiten - doch nie waren so viele Migranten unterwegs wie heute. Es wird nicht helfen, immer wieder zu beteuern, Europa halte eine unkontrollierte Einwanderung nicht aus. Es könnte dagegen eher geschehen, dass den Völkern und Staaten dieses Kontinents die Entscheidung abgenommen wird, was sie aushalten müssen oder nicht. Ein Plädoyer für Realismus.

Und nun noch zu etwas ganz anderem.
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Und was mache *ich nun mit diesem Wissen? Wenn es überhaupt ein solches ist? Schon doll, was Mensch bald von Mensch kennt und vielleicht weiss, ohne näher hin zu rücken oder gar tiefer zu empfinden, als bis zur sichtbaren Oberfläche!

Immer die Frage: Was fangen wir Menschen mit diesem Wissen von uns Menschen an? Formen wir jetzt unsere Köpfe anders (Genetisch?) und beenden damit die Aggression?
Oder dämpfen wir Menschen die Aggression und gewalttätigen Instinkte in uns Menschen und verändern dadurch von Innen unsere Kopfform[en]?

Quelle des Auszugs: Süddeutsche Zeitung, vom 22. Oktober 2014, Seite: Wissen

Dienstag, 17. Juni 2014

FremdenFurcht, Zarathustra und Blumenküsse

Inzwischen merke *ich, dass meine bisherigen Argumente für die bewusste Aussortierung des Begriffs “Rassismus” nicht genügen. Das erste Argument, diesen Begriff weiter zu verwenden, ist ganz klar die richtige Erkenntnis, dass es Menschen treffen soll, die glauben oder davon überzeugt sind, dass es Unter[ab]teilungen der menschlichen Spezies gibt.
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Wobei wenigstens *mir klar ist, dass sowohl das “G/glauben”, als auch die “Überzeugung” so gut wie kein überprüftes / überprüfbares Wissen enthalten, beiden Begriffen folgen fast zu 99 Prozent Phantasie, ob nun schön, erheiternd und sogar reflektiert und klug, wie an vielen Stellen zum Beispiel auch in der Bibel oder bei Harry Potter, oder auch schlicht, dumm, oder auch aggresiv denunzierend und schmerzlich, wie im Fall der überheblichen Fremdenfeindschaft, in der hierarchisierenden AbGrenzung von Ursprungs-und EbenenGleichen. Aber das nur eingeschoben.

Ja, es gibt diese Menschen, die das Mensch in unterschiedliche Qualitätsbereiche eintüten wollen, aber sind diese paar Menschen, die überhaupt solche taxonomischen Begrifflichkeiten kennen und um deren Bedeutungsinhalt wissen, nur in Etwa deckungsgleich mit den Menschen, die andere Menschen aus den verschiedensten Gründen ab- oder seltener(?) auch aufwerten?
Kurz gefragt, welches Mensch kann auch nur einigermassen definieren, wann eine Rasse ist, wann ein Spezies und was eine Einheit ausmacht? Wenige, vermute *ich, aber fast alle diese Begriffe sind schnell auf die Zunge gelegt und (meist) ausgespuckt, mal einfach so.

Was *ich spüre, ist, dass in der weiteren Verwendung dieses Begriffs - für Menschen, die andere ebenengleichen Menschen überheblich absondern -, nicht die Denunziation und die Feindschaft und die Arroganz getroffen werden, sondern dass in und mit diesem Begriff diese Überheblichkeit, diese Falschheit und FremdenAngst weiter und weiter getragen wird und damit auch die Abwertung oder Überhebung von Menschen im von uns Allen ungeteilten MitEinander.

Dieser Begriff schmäht nicht die UnWissenheit und FremdenAngst, dieser Begriff hält die Falschheit und Aggression innerhalb des Menschen aufrecht. Das Begriff verfestigt eine Fehlstellung und Unwissenheit fort und fort, anstatt es für Klarstellung sorgt.
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Blick über die "Tempelhofer Freiheit"
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Diejenig-Es die weiterhin an diesem Begriff festhalten (festhalten!) und glauben oder überzeugt sind, dass Sie damit etwas gutes tun oder etwas oder andere MitMenschen damit richtig benennen, kann *ich nur schreiben, *ich spüre darin Abgrenzung und fortgesetzte Denunziation - auch wenn das Tun dieser Menschen gut gemeint und auch hilfreich gemacht ist -, weil darin die “Rasse” weitergetragen wird und damit auch die Behauptung, und weil die Menschen, die diese Behauptung leben, in diesem Begriff weiterhin Rechtfertigung [er]finden.


Nennt diese Menschen Fremdenfeinde, nennt Sie Ignoranten, nennt Sie Idioten, nennt Sie, was Sie sind, mehr braucht es nicht, auch nicht an Verstärkung oder Verdeutlichung.


Nochmal, die fortgesetzte Verwendung hält die Falschheit und Denunziation und Lüge weiter und weiter aufrecht und gibt denen, die an eine Unterteilung glauben oder sie beschwören, auch noch recht. So lange dieser Begriff im Umlauf ist, wird es Menschen geben, die ihre Angst gesteigert bis zur Feindschaft, genau damit begründen.


Sie sind nichts anderes wie Fremdenängstliche oder Fremdenabwertende. Punkt. Und als solche möchte *ich Sie auch benannt wissen, mehr steckt hier nicht drinn.
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*ich
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Und, auch *ich empfinde vor / bei Fremden Angst, weil das völlig natürlich ist, weil das ein natürlicher Schutzmechanismus ist, weil, was weiss *ich schon von Euch, denn, noch sind wir Einander ja teils aggressivste Konkurrenten um ein wenig Aufmerksamkeit, Versorgtheit, Geborgenheit und Freude am DaSein, und solange das so ist (solange also wechselseitiger Mangel herrscht {Macht herrscht!}), können wir Menschen sehr schnell zu Feinden darum werden, um die Wenigkeit all dessen.

Aber *meine natürliche FremdenAngst ist inzwischen durch Wissen, Kontakt, Verständnis und vor allem durch ein Selbst-Gefühl von Zerbrechlichkeit und Schmerzlichkeit, das *ich mit Euch allen teile, von dem *ich inzwischen gewiss bin, dass es in Allen Menschen enthalten ist, dass es alle Menschen auch sind, gedämpft, auf eine verträgliche und vertraute Mässigkeit.

Bitte, nennt die Unreifen und Abgrenzer und aggressiven Schreihälse, denen diese Dämpfung und Selbst-Erweiterung durch gute Vorbilder oder auch entsprechende Erlebnisse nicht vergönnt war, beim Namen und gebt Ihnen in dieser unreifen und unausgebildeten Feindschaft nicht auch noch Recht und Werkzeug in die Hände.
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Blumen-Beisser
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Zirat von einer fb-Existenz namens "zara-thustra": "Was groß ist am Menschen, das ist, daß er eine Brücke und kein Zweck ist; was geliebt werden kann am Menschen, das ist, daß er ein Übergang und ein Untergang ist."

Falsch "Nietzsche", schön erdacht und geschrieben, so ist jedoch auch das Mensch in den "Zweck" des DaSein vollkommen eingewebt, falls es so einen UrGrund des DaSein gibt, und wenn das DaSein ein Ziel erlebt / erarbeitet, arbeitet auch das Mensch eiffrig daran mit, denn eines ist völlig klar, Herr Nietzsche, dass das Mensch ein daSein ist und nicht Nichts.
Wobei selbst das Nichts Etwas ist und keine Brücke, die "nur" über das DaSein hinweggreicht, ohne Es zu berühren.

Genau dieser [Irr]Glauben aber, ist die Ursache für so viel Verantwortungslosigkeit und Schmerzen und Schäden in das Menschheit und um Es herum.
Dass das Mensch "glaubt", Es hätte mit all dem DaSein nichts zu tun. Was für eine fast unglaubliche Blindheit ist das?