Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Samstag, 18. April 2015

Von das Ein- über Viel- zur Wegg-Falt?

Titel: Wann erkennt das Mensch das Mensch-daSein?

Mensch-daSein? Wann erkennt das Mensch, was das daSein als Mensch ist? Was es m.a. bedeutet Mensch zu sein: VielFörmigkeit, VielFarbigkeit, VielGefühl, VielGespür, VielPhantasie, VielGlauben und WenigWissen. Noch. Nicht?

Wird es RaumZeit für eine tief- und weiterreichende UmGestaltung menschlicher Gesell- und Gemeinschaften? Wegg von den aktuellen Mangel- und Ein- und AusGrenz-Verhältnissen, die nur immer kleine Minderheiten ausreichend und noch kleinere Minderheiten sogar mit allem Pomp und übereich überschütten, hin zu Gesell- und Gemeinschaften, die alle MitGlieder erLebens-lang mit allem dafür nötigen frei und unbedingt versorgen?
Regionale Verschiedenheiten mit eingerechnet.

Das aktuelle System ist zwar menschlich, schliesslich ist es von uns Menschen entwickelt worden und menschenweit verbreitet, aber in allen Wirkungen auf uns und unsere BiosSphäre, und allen Vorstellungen überholt und fast komplett ungerecht, beharrlich und aggressiv. Oder?

Ökonomen, Soziologen, Psychologen und viele Andere haben längst beste Ideen, wie eine Gesellschaft ohne "Arbeitslosigkeit" (wieso zwingt die Gesellschaft Menschen zur nicht-teilhabe an all den Aufgaben und Tätigkeiten, die in einer Gesellschaft anfallen, und lässt lieber Infrastruktur verfallen, lässt so viele Pflege- und Ausbildungs-Tätigkeiten unbesetzt und fördert Unzufriedenheit, Misstrauen und auch Verbrechen? Kein-Es müsste ohne Arbeit sein, "Arbeitslosigkeit" ist quasi eine Kunstform.), Achtlosigkeit (auch für unsere mit-LebeWesen) und Armut und Obdachlosigkeit, also ohne solch krasse Fehlverteilung des Reichtums und des Mangels der Gesellschaft, und mit mehr Mit-Entscheidung jedes MitGlied-Es des Gesellschaft, zu gestalten wäre.
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Tulpen
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Allein, es fehlt noch an Offenheit und Mut diese Konzepte und Ideen ernst zu nehmen, es ist allerdings auch seeehr schwierig bis unmöglich, diese doch gewichtigen und prägnanten Änderungen des vorhandenen Systems, alleine zu tun. Das kann nur im MitEinander der Staatengemeinschaft gelingen, das überforderte eine Gesellschaft alleine. Vermute *ich zumindest.

Was *mir schon genügte, wäre ein ernsthafter öffentlicher, also immer transparenter innergesellschaftlicher Dialog dazu, und ein ebenso öffentlicher, und transparenter, Gesprächsbeginn mit den anderen menschlichen Gesellschaften, wie wir eine inzwischen doch längst globale Menschen-Gemeinschaft im mitEinander organisieren und verbinden.
Eine Menschen-Gemeinschaft die fürEinander daIst, statt wie bisher gegeneinander, in Ignoranz, Ausbeutung, Drohungen und sonstigen Feindschaften und nur sehr wenig wechselseitiger Freundschaft und Mitarbeit. Oder ist diese persönliche Bewertung falsch?

Wir müssten längst als Gleiche und auf Augenhöhe und mit dem Willen zur freien Verteilung von irdischen Ressourcen und menschlichem WissensStand mitEinander verhandeln. Und wie wir in dieser unser aller BiosSphäre weiter erLeben wollen, sicher, frei, vielfältig, gut versorgt und lange. OderNicht?
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F.A.Z., vom 16. April 2015
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Titel: Ist FremdenAngst ein MenschenRecht?

Warum nehme *ich eine Meldung von aggressiver FremdenFeindlichkeit aus Afrika und nicht eine von den vielen Meldungen aus EU oder USA?
Aus einem banalen Grund und einem grundsätzlichen. Ganz banal, weil es vom Format und Umfang passte, und grundsätzlich, weil es dabei gleichgültig ist, aus welcher Menschen-Gegend ein Akt von FremdenFeindlichkeit kommt. 

Egal, ob es die "Flurbereinigungen" aus religiösen "Gründen" sind, oder wegen anderer Oberflächenbeschaffenheit, oder Herkunft, oder Sprache, oder Kultur, es ist ein Aussen-Innen-Konflikt. Das Mensch ist ein Gruppen-Wesen und braucht sichere und vertraute Zugehörigkeiten.

Ich vermute: Je besser und dauerhafter die erLebens-notwendige Grund-Versorgung, die Anerkennung und die Geborgenheit in einer stabilen Gruppe ist, umso offener, zugewandter und einladender ist ein-Es?

Das lässt *mich weiter vermuten, dass wenn diese Umstände anders sind, wenn also die soziale und persönliche Absicherung bröckelt oder auch immer schon schwankend war, dass dann die natürliche FremdenAngst und die soziale Ein- und antisoziale Aus-Schliesslichkeit aggressiv übersteigert werden?
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Süddeutsche Zeitung, vom 16. April 2015
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Titel: Von der Annehmlichkeit der Bequemlichkeit

Kann *ich aus der obigen Meldung eine Gefahr heraus spüren, oder steckt das nur in *mir?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 17. April 2015, von Adrian Lobe

Hier das Link zum Original im F.A.Z.-net:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/automatisierter-journalismus-nehmen-roboter-allen-journalisten-den-job-weg-13542074.html

Überschrift: Automatisierter Journalismus
Untertitel: Nehmen Roboter Journalisten den Job weg?
Nachrichten werden inzwischen milliardenfach von Robotern geschrieben. Bald sollen sie auch über Sport und das Wetter berichten. Wo liegen die Grenzen der Schreibalgorithmen?

Roboter sind auf dem Vormarsch. In Amazons Lagerhallen sortieren sie schon Waren. In japanischen Krankenhäusern ersetzen Roboter Krankenschwestern. Und bald werden Roboterautos im Straßenverkehr unterwegs sein. Seit geraumer Zeit schreiben Roboter sogar Artikel. Als am 17.März 2014 in Los Angeles die Erde bebte, dauerte es nur drei Minuten, bis die „Los Angeles Times“ die erste Meldung publizierte. Geschrieben wurde sie von einem Programm namens Quakebot. Die Software ist so programmiert, dass er auf einen Alarm des U.S. Geological Survey reagiert, der auf ein Erdbeben ab einer bestimmten Stärke folgt. Quakebot extrahiert die Informationen und fügt sie in den vorgefertigten Text ein. Die Tatsache, dass ein Computer einen Text schrieb, sorgte für deutlich mehr Aufsehen als die Meldung selbst. „Algorithmus macht Journalismus“, jubelte „Zeit Online“. „Die Roboterjournalisten sind schon unter uns“, schrieb die „Welt“.

Die Nachrichtenagentur Associated Press nutzt seit Juli des vergangenen Jahres ein Software-Tool namens Wordsmith, das automatisch Finanzberichte verfasst. Zum Beispiel Quartalsberichte börsennotierter Unternehmen. Wordsmith nutzt die Technik der Natural Language Generation, um aus Daten Texte zu generieren. In einer Pilotphase wurden die Meldungen von einem Redakteur gegengelesen. Seit Oktober gehen die Meldungen ohne menschliche Kontrolle heraus, wie die Wirtschaftsredakteurin Philana Patterson dem American Press Institute sagte. Pro Quartal werden bei der AP dreitausend automatisierte Meldungen erstellt. Die Software stammt von dem Unternehmen Automated Insights. Die Meldungen folgen immer demselben Muster. Etwa: „Das in Cupertino angesiedelte Unternehmen verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatz von achtzehn Milliarden Dollar.“

Die Textbausteine stehen fest, der Algorithmus ergänzt die Lücken mit Daten, mit denen er gespeist wird. Automated Insights schreibt auf seiner Homepage, dass es auch die Syntax und den Stil zu variieren vermag. Mit Wordsmith könnten zudem Infografiken und Performanzanalysen (etwa über die Leistungsdaten von Sportlern) erstellt werden. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Die Redakteure können sich anspruchsvolleren Aufgaben wie Recherche oder Reportagen widmen und müssen sich nicht mehr mit Bilanzzahlen herumschlagen – das erledigt der Computer schneller und zuverlässiger. Ein Sprecher von Automated Insights teilt auf Anfrage mit: „Die Automatisierung ist besser für Kunden und Reporter, sie führt zu weniger Fehlern und zu einer größeren Newsroom-Effizienz.“ Automated Insights hat im vergangenen Jahr eine Milliarde Meldungen generiert – mehr als alle Medien zusammen.

Das Unvorhergesehene überfordert

Michael White, Professor für Computerlinguistik an der Ohio State University, sagt im Gespräch mit dieser Zeitung: „Der zunehmende Einsatz von Roboterjournalisten in traditionellen Medienhäusern bedeutet, dass menschliche Journalisten sich auf die weniger der Routine unterworfenen Aspekte des Journalismus konzentrieren können.“ Etwa investigative Recherche.

Associated Press hat angekündigt, die Software auch im Sportressort einzusetzen. Damit könnte die Agentur über Ereignisse berichten, über die sie zuvor nicht geschrieben hat, etwa über College-Matches oder Spiele unterklassiger Ligen. Dem Vernehmen nach will AP die Algorithmen auch auf andere Bereiche ausdehnen. Lou Ferrara, Vizepräsident und Managing Editor bei AP, sagte dem Portal Journalism.co.uk: „Wir hoffen, uns auf datengesteuerte Bereiche hinzubewegen, etwa Wahlprognosen oder Wettervorhersagen.“

Die Frage, die sich vor diesem Hintergrund stellt, ist: Werden Algorithmen in ferner Zukunft auch komplexe Texte wie Kommentare oder Analysen verfassen, für die logisches Denken, Argumentation und Einordnung erforderlich sind? Werden sie also zur Urteilsbildung beitragen? Und den Journalisten vollständig den Job wegnehmen? Der Computerlinguistik-Professor White erwartet das nicht: „Es ist unwahrscheinlich, dass Roboter den Journalismus jemals übernehmen werden, weil Nachrichten eben nicht reine Routine sind“, sagt er. So habe die Agentur AP eine Geschichte über einen Basketball-Trainer gebracht, der sein College-Team einen Tag nach dem Tod seiner Mutter zum Sieg führte. „Solche Ereignisse treten nicht häufig genug ein, um das zu programmieren und den Roboterjournalisten zu trainieren, mit solchen Fällen umzugehen.“ Will heißen: Das Unvorhergesehene überfordert die Maschine. Doch die Algorithmen lernen dazu.

Das Chicagoer Unternehmen Narrative Science hat die Software Quill entwickelt, die zehn bis fünfzehn Seiten lange Investment-Berichte für Unternehmen schreibt. Zu den Kunden zählt unter anderen die Credit Suisse. Der Algorithmus durchforstet Unternehmensbilanzen nach relevanten Zahlen und fügt das Datenmaterial zu einem kohärenten Text zusammen. Ein Absatz, den das Magazin „Technology Review“ veröffentlichte, liest sich recht passabel. Man merkt dem Text zwar an, dass er von einem Computer verfasst worden sein muss. Doch er vermittelt die wichtigsten Informationen. Und darauf kommt es an. Die Stilfrage ist in diesem Zusammenhang zweitrangig. So mancher Jahresbericht eines Konzerns liest sich sperrig. Die Frage, wozu künstliche Intelligenz imstande ist, hängt davon ab, welche Syntax und Logik der Algorithmus beherrscht. Setzt er nur Daten in vorgefertigte Schablonen ein, die der Mensch programmiert hat? Oder vermag er einzelne Textbausteine, sogenannte Templates, selbst zu einem logisch konsistenten Stück zusammenzusetzen?

„Der limitierende Faktor liegt auf der Content-Seite“, sagt der Computerlinguist White. Der Fortschritt der Datenanalyse bedeute, dass Roboterjournalisten „immer interessantere Dinge“ zu sagen hätten. „Wir sind aber noch weit davon entfernt, einen Computer zu haben, der Leute wie den Basketball-Trainer interviewt und herausfindet, wie die Zitate in eine kohärente Geschichte passen.“

Ende F.A.Z.-Artikel

Da werden also schon erste kleine Maschinen mit einer unabhängigen Energie-Quelle ausgestattet. Einer Energie-Quelle die zumindest die nächsten paar Milliarden Sonnenumkreisungen "kostenlos" und täglich zur Verfügung steht.

Das nächste sind natürlich Maschinen, die auch Orts-Unabhängig sind, also autonom fahren oder laufen oder fliegen können. Die sehr wahrscheinlich auch in die Lage versetzt werden sich zu reparieren und weiter zu entwickeln, darauf folgt dann natürlich der nächste Schritt, der Fort... Fortpflanzung ist in diesem Zusammenhang ein falscher Begriff, also der Fortproduktion. Maschinen produzieren autonom die nächste Generation.

Was *mich dabei zumindest irritiert ist, dass dieser Prozess von Menschen ein-geleitet wird. W-Es als Mensch etwas aufmerksam in das Menschheit herum und herein spürt, weiss, warum *ich diese Entwicklung mit Sorge begleite. Das Mensch ist ein LebeWesen mit enormem Potential, das aber bis eben Jetzt nur im Nano-Bereich zum Vorschein kommt und das auch noch überaus fein verteilt.

Das Mensch hat viele warme, fried- und  freund-liche Eigenschaften, kann auch über das normale überLebens-wichtige Muss wissbegierig und lernbereit sein, kann umsichtig, zuvorkommend und verständnisvoll sein. Zu unser aller LeidWesen sind diese Ausprägungen des Menschen sehr selten und brauchen jeweils gute oder kluge Umstände, um zur Wirkung zu kommen. Daneben ist das Mensch und alle seine Werke fehlerhaft, was wiederum selbst kein Fehler ist, weil das Natur so eingerichtet ist: Fehler sind natürlich / normal.

Mir ist also ziemlich bange, wenn wir beginnen Maschinen autonom zu machen, sie mit Energie und Werkzeugen auszustatten, die sie in die Lage versetzen werden, völlig unabhängig von uns zu agieren, zu reagieren und zu interagieren. Jedes Mensch wird freilich behaupten, -Es tut das entwickeln von autonomen Maschinen mit besten Absichten, zu unserer Unterstützung und Erleichterung, und mit sämtlichen Reflexen, die einen Schaden für uns Menschen vermeiden oder sogar ausschliessen. Glauben könnte ein-Es das immer, alleine, wissen kann das kein-Es.

Nein, nach wie vor wissen wir nicht, warum wir daSind, was wir tun und wohin das Reise geht, wir tun einfach. Bisher war das kaum gefährlich für uns; für viele Mit-LebeWesen schon und auch für fast alle ÖkoSysteme, die wir teils kräftig, teils vollkommen umgestaltet, oder sogar vernichtet haben.

Eines unserer Haupt-Merkmale ist weitgehende Rücksichts-losigkeit.
Sowohl in und für uns Selbst, als auch zu, mit und in unserer gemeinsamen BiosSphäre. Und für *mich ist vollkommen klar, dass wir diese Eigenschaft bewusst oder unbewusst auch auf alle unsere Produkte / Geschöpfe übertragen. Es wäre für *mich als absolut kein Wunder, wenn wir mit dieser Rücksichts-losigkeit Selbst zum Opfer werden.

Und noch ein Fund:
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 19. April 2015
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Wie lange hat das Mensch noch Arbeit?

Ja, gut, w-Es will schon arbeiten, lieber bedient werden, oder?
Tja, unsere natürliche Trägheit  (Bequemlichkeit?) könnte kein Vorteil sein?
...üss

Samstag, 11. April 2015

Poesie und das Staat jammert gern übers FinanzSystem

Selbst-Leid-Poesie:

Ich bin depressiv, also bin *ich:
miss gelaunt, orientierungs los, innerlich einsam, alltags überdrüssig, äusserlich "normal?", insgesamt fragwürdig, allgemein erLeb los, dem Tod eine vorfreude, dem Selbst ein Leid.

Das ErLeben hält jedem Selbst das Freude hin, noch können die Wenigst-Es das Freude annehmen, die meisten verbleiben im Leid. Warum? Das Leid wird ein-Es schwer los, das Freude ist schwerelos. Erst ohne das Schwere los, erLebt ein-Es schwerelos.
Genug der Poesie.

Fazit: Noch sind die menschlichen Umstände so gestaltet, dass nur immer eine kleine Minderheit das Freude geniessen darf, dem grossen "Rest" ist das mit-Leid sicher.

Oder ja?
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Frühlings-Bote
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Titel: Was vermisst das Staat?

Das enorme Verschiedenheit in Gestaltung, Verwaltung, Struktur und Leitung von Staaten weist entweder darauf hin, dass es für menschliche Staaten keinen Plan / Idee gibt, keines geben soll, oder alles im Versuchs-Stadium ist.

Eine bislang un-aufgekärte Grundfrage ist:
Was ist das Staat {die längeren Leses wissen, dass *ich für ungeschlechtliche Abstrakta und Konkreta das neutrale Artikel verwende}, woraus besteht Es und wem stehen die Vermögen und Leistungen eines Staates zu [Wikipedia z.B. folgert zum Begriff Staat: "Wegen der deutlich voneinander abweichenden Begriffe (von den Sokratikern bis zu Hegel, Marx, Weber und vielen anderen) hat sich eine allgemein gültige Definition nicht herausbilden können."], und was haben die Menschen, die einen Staat wohl erst ausmachen, zu dessen Bestehen, Erhalt und Erfolg beizutragen?

Diese Frage stelle *ich, weil Sie vielleicht auch ahnen, dass aufGrund dieser Leerstelle im Wissen vom Inhalt, dem Zweck und Funktionieren eines Staates fast alles möglich ist, von korruptester Brutalität und Ausbeutung der Menschen, die diesen Staat füllen, über die völlige Wurschtigkeit von "Verwaltung" und Bevölkerung, bis hin zur einigermassen friedlichen und funktionierenden Organisation und Teilhabe, wie sie auch in West-Europa entstehen konnte.

Das deutsche Staat ist trotz des Unsicherheit und fehlenden Klarheit sowohl im [Selbst-]Verständnis, als auch in das AusGestaltung des GemeinWesens, ein angenehmeres erLebens-Bereich des Menschheit. Soviel Vergleich bin *ich inzwischen.

Zum Punkt: Wie kommt das Bundesregierung dazu (*ich reagiere mit diesem Punkt auf eine Aussage des "Bundesregierung", also des Bundespresseamts, in dessen fb-Kanal) zu das Annahme, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen, also eine erLebens-lange Versorgung jedes MitGlied-Es {z.B. eines Menschen}, dem Gemeinwesen schadet und dessen Erfolg  be- oder sogar verhindert? Steckt dahinter das Annahme, das Mensch sei von Grund auf faul und am Gemeinwohl desinteressiert, wenigstens die meisten?

Das erweckt in *mir das Frage:
Was tut das Staat bisher zur Einbeziehung der darIn erLebenden Menschen, was tut das Staat zur Aufklärung aller schon jüngsten MitGlied-Es über alle Notwendigkeiten und Bedürfnisse zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden, versichernden und stärkenden GemeinWesens (also: beste aktuellste Wissensvermittlung, das freie Beteiligung Aller MitGlied-Es an allen Arbeiten, z.B. an das Errichtung und Erhalt von Infrastruktur und Verwaltung, das freie transparente Teilhabe an allen Entscheidungs-Prozessen, und zwar jeweils aller, die eine jeweilige Entscheidung betrifft, ...), was tut das Staat zur Information und Beteiligung am Vermögen und den Verbindungen nach Aussen aller MitGliedes?

Kurz gefolgert:
Im Moment ist das Folge des Unsicherheit und grossen Leere des Begriffs und des damit korrespondierenden Selbst-Verständnisses des Staates, dass alle Staaten jeweils nur von Minderheiten gestaltet werden, und dass von allen Staaten und deren Arbeit, Erfolg, Verbindungen, Wissenstand und Vermögen nur jeweils kleine Minderheiten profitieren. Teils so winzige Minderheiten, dass deren Anteil nicht mal mehr in Prozenten gemessen werden kann.
In D ist das nicht der Fall.

SchlussFrage:
Was verhindert das Einbeziehen aller Menschen eines Staates (z.B. auch D) in dessen Gesamtheit, von Arbeit bis Zukunftsvorsorge, was behindert das gleichwertige Verteilen aller Güter, Leistungen und Erfolge  (auch Vermögen) zu allen MitGlied-Es eines GemeinWesens Staat?

Vermutung: fehlendes Selbst-Verständnis von Wesen, Zusammensetzung, guter Gestaltung und dem Sinn / Zweck menschlicher Gemeinschaften und ein Mangel am Wissen und dem Gefühl für das Wirkung von gelebter Solidarität.

Dazu kommt vermutlich noch ein ziemlich weit in Abschätzigkeit reichendes Menschen-Bild, also eine eher negative Selbst-Bewertung des Mensch-daSein? 

Idee: RaumZeit also für ein Veränderung unserer Selbst-Einschätzung oder?

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*ich mag dieses Schild,
es ist treffend für
den Moment
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Titel: Eine aktuelle Fremd-Meinung

Aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, vom 10. April 2015, Feuilleton, von Hedwig Richter

Überschrift: Übers System jammert man gern
Untertitel: Welt bewundert die westliche Demokratie. Die ganze Welt? Nein, unsere Gesellschaftskritiker kriegen einfach nicht genug. 

Täglich verkündet einer den Untergang unserer Gesellschaft. Der Kapitalismus stehe vor dem Ende, erklärt der Soziologe Wolfgang Streeck. Der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch hält unsere Demokratie für überlebt, Ingolfur Blühdorn für reine „Simulation“. Seit Jahrzehnten wispert Giorgio Agamben vom Ende kapitalistischer Zeiten. Die Feministin Laurie Penny prangert aus der Perspektive einer Wohlstandsfrau Neoliberalismus und Kapitalismus an. Mancher strickt an einer Revolution, andere halten die Apokalypse {Da dieses Wort "bloss" Offenbarung bedeutet, erscheint *mir die ängstliche fast panische Stimmung, die beim Nennen fast immer mitschwingt, inzwischen sehr seltsam? Wenn etwas offenbar[t] wird, warum ist das im Vorhinein zum Fürchten? Denn, *ich bin hier in VorFreude auf eine oder viele Offenbarungen des DaSein, auf Erscheinungen des Wahrheit, auf Apokalypsen des Wirklichkeit.} für unausweichlich. 

Welches Interesse haben all diese wohlhabenden weissen Intellektuellen daran, unser System zu beschimpfen und die Demokratie zur Farce zu erklären? Warum halten sie Freiheit für wertlos und dekonstruieren die Menschenrechte? Warum verachten sie den Westen („Westen‚ was soll das sein?“, fragen sie genervt), der für Demokratie, Sozialstaat, Freiheit und Frauenemanzipation steht? Unter vielerlei Propheten sind die linken Eliten klar im Vorteil, denn sie stehen per se auf der guten und richtigen Seite. Sie führen einen hegemonialen Diskurs, der alles andere verachtet: Spiesser, Konservative, Cupcakes backende Frauen, nicht zuletzt auch die vom Konsum geblendeten Massen. Und auf ihre Gesinnungsgenossen von Pegida schauen diese Gelehrten besonders degoutiert herab, denn ein Kleinbürger aus Dresden kann seine Verachtung für Demokratie nur ungelenk und geistesschwach zum Ausdruck bringen. Es sind wahrscheinlich dieses Distinktionsgefühl und das einsame Herrschaftswissen vom nahen Ende, die antiliberaler Kritik ihre Attraktivität unter akademischen Eliten verleihen, 

Deutliche Überlegenheit verschafft den gebildeten Kritikern auch ihre Geringschätzung der Empirie. Von der Wirklichkeit befreit, erklären sie, es gehe bei ihrem antiliberalen Glasperlenspiel allein um die Elendsviertel, wo die unzähligen Opfer wohnen, die auf Erlösung vom Neorealismus harren. Wie aber sieht die Wirklichkeit aus? Der Sozialstaat ist nicht rund um die Welt abgebaut, sondern seit der Nachkriegszeit insgesamt stetig erweitert worden. Nirgendwo ist der Wohlstand in den unteren Schichten so hoch wie im Westen. Kapitalismus und Demokratie schließen sich nicht aus: Es gibt zwar reiche Länder, die keine Demokratien sind, es gibt jedoch kein einziges nichtkapitalistisches System, das demokratisch regiert wird. Die Wirtschaftskrise von 2008 hat zwar massive Probleme bereitet, bisher aber keineswegs zum Untergang geführt; vielmehr erweist sich die Marktwirtschaft auch in dieser Notlage als erstaunlich stabil. Wir leben nicht im entfesselten Kapitalismus, stattdessen zeichnen sich westliche Länder durch Selbstbeschränkung und ein strenges Regularium aus, wozu Umweltstandards ebenso gehören wie Haftstrafen für kriminelle Banker. 

Liebe Postdemokraten, Kämpferinnen und Kämpfer von Occupy und Blockupy: Könntet ihr euch mal mit den Informationen von Amnesty International auseinandersetzen, bevor ihr eure Klagelieder anstimmt? Oder ist das zu spießig? Schaut doch mal auf die Zahlen in Armutsstatistiken, auf Angaben zur Schulbildung, auf Todesziffern, Konfliktherde, Vergewaltigungsraten, und nehmt zur Kenntnis, dass Flüchtlinge gute Gründe haben, ausgerechnet in westliche Länder zu fliehen. 

Darf man Hartz IV gegen Kinder ohne Bildungschancen in Entwicklungsländern ausspielen? Die sozialen Probleme deutscher Migranten gegen jene Zeitgenossen aufrechnen, die verhungern; weil ihre Staatenlenker das Land in Korruption ersticken? Lässt sich das Problem einer westlichen Frau, die über Schönheitsoperationen nachdenkt, irgendwie mit der Not einer Kindersoldatin korrelieren? Sind solche Vergleich zynisch? Die bramarbasierende Nabelschau westlicher Intellektueller jedenfalls macht blind für die Menschenverachtung in anderen Gesellschaften. 

Doch nun wird das schwerste Geschütz im Anti-System-Krieg aufgefahren: Den anderen geht es doch nur deshalb so schlecht, weil wir auf ihre Kosten leben. An diesem Punkt vergessen die meisten Kritiker, dass sie zuvor noch von den Elendsvierteln bei uns geredet haben. Dass es uns gutgeht, weil andere Länder arm sind, ist ein von Empirie befreites, ökonomisch uniformiertes Klischee, das so eingängig ist wie alle Verschwörungstheorien. Doch ein Land, das in Elend und Chaos versinkt oder sich Sklaven und Hungerlöhner hält, ist für die globale Marktwirtschaft weit weniger nützlich als ein Land, das wirtschaftlich floriert und innerhalb eines demokratischen Rechtsstaates Chancen für alle bietet — auch für ausländische Investoren.

Gewiss, westliche Länder haben Probleme: Manche Gehälter sind grotesk, Frauen werden weiterhin benachteiligt, wir brauchen mehr Raum und Ideen für Flüchtlinge, mehr Elan für eine bessere Umwelt, wir müssen mehr Phantasie entwickeln und wahrscheinlich weniger Militäreinsätze planen, um anderen Ländern wirklich beizustehen. Und es stellt sich die Frage, wie viel Ungleichheit unsere Demokratie erträgt, selbst wenn es den Ärmsten hier relativ gutgeht. Es spricht jedoch alles dafür, dass unsere Gesellschaft Lösungen für diese und kommende Probleme finden wird. 

Doch wer immer wieder auf unsere Demokratie einschlägt, bekämpft ausgerechnet das Gesellschaftsmodell‚ das Frauen aus patriarchalischen Strukturen befreit hat oder mit Gewerkschaften die Schwachen schützt. Wobei diese Verbesserungen nicht zuletzt durch Kritik und Reformarbeit zustande gekommen sind. Zu den großen Stärken unserer aus der Aufklärung entstandenen liberalen Demokratie gehört es, dass Kritik, Opposition und Veränderung nicht nur erlaubt, sondern systemrelevant sind. Daher kann die Demokratie auch das apokalyptische Geklingel der Systemkritiker ertragen. 

Hedwig Richter lehrt Geschichte in Greifswald.

Ende F.A.Z.-Meinung

Ja, aber ...

Oder?
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Orange
Vom vergangenen Jahr
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Titel: Was hat das FinanzSystem mit dem Menschen zu tun?

Die aktuelle  Gleichung ist:
FinanzSystem + GewinnMaximierung + SpielSucht - Verantwortung = Krise + VerlustMaximierung.

Ein zukünftige Gleichung könnte sein: Finanzsystem = Verantwortung.

Aber dazu bedarf es wohl eines tiefer und weiter reichenden Wandels des aktuellen Menschen-daSein.

Und tschü...