Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Dienstag, 23. Juni 2015

An der Front der unerbittlichen Beharrlichkeit

Titel: Die Wirkung fast völliger VerUnsicherung des daSein?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 22. Juni 2015, geschrieben von Cai Tore Philippsen

Überschrift: ESA startet Sentinel-Satellit: Ein neues Bild der Erde
Untertitel: Die europäische Weltraumorganisation Esa will einen Satelliten ins All schießen, der Maßstäbe setzen soll. Wenn alles glückt, konnten nie zuvor so schnell so große Gebiete der Erde in einer so hohen Qualität aufgenommen werden. Und er soll sogar das Unsichtbare sehen.


Und das (--> dieser Satellit und dessen Können und sein Auftrag) ist doch auch ein kleiner Stich in den von einigen MitMenschen so teils hysterisch geführten Protest zur (gegen) ebenerdigen Überwachung.

Wenn *ich das alles so einigermassen zusammen bringe, also sowohl die gesammte Protokollierung und Daten-Sammlung und -Speicherung in den Netzen, bei sämtlichen Behörden (auch "Geheim"-Dienste), bei allen "Privat"-Firmen jeder Grösse und Sparte, dann komme *ich zu der Konklusion, dass wir Menschen in breitester Masse genau das brauchen und wollen, und deshalb auch mit breitester Unterstützung fördern, und mit allen technischen Mitteln auf- und ausbauen.

Provokant geschrieben: die paar Mahner und Warner und Gegner in unserer Mitte, nehmen wir gerne in Kauf und nicken Denen artig zu und klopfen Denen aufmunternd auf die Schulter, tätscheln beruhigend deren Hinter- oder auch Vorderköpfe, und machen ansonsten unbeirrt weiter. "Andersempfindende {denkende} und -fühlende" werden zumindest in West-Europa inzwischen nicht mehr getötet, sondern "nur" noch ... naja, Sie wissen schon, s.o., belächelt oder ignoriert. Das können wir Menschen ja bestens, oder.

Die Frage, die *mir Sorgen bereitet ist: Brauchen wir Menschen diese Totale und Absolute und bis ins kleinste und ins GRÖSSTE [er]reichende Überwachung und InformationsDichte und -Fülle. Oder ist das Neurotisch oder sogar ein unbewusster Wahnsinn, der uns dazu treibt ALLES und JEDES auszuforschen? 

Könnte auch einfach nur "natürliche" Neugier sein, oder die Befriedigung eines ebenso natürlichen Sicherheits-Bedürfnisses? Also, alles Gesund, oder doch eher in Richtung Paranoia?

Ich bin da, wie geschrieben noch im Zweifel, ob *ich der Richtung "Totaler Überwachung und Informations-Sammlung" folge und damit darin auch einen Sinn erkenne, oder ebenfalls dagegen opponiere?

Was zu diesen Gedanken und zur totalen Überwachung und Informations-Speicherung noch ziemlich gut passt, ist das unter dem Foto folgende.
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Da quetschen sich also stets auch so hübsche Mit-
LebeWesen, als Gattung auch Blumen benannt,
zwischen so fleischlich menschlichen Ernst.
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Titel: Ist eine Forderung des DaSein (mit Zwang befördert), das totale / absolute GeWissen?

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 25. April 2015, Beilage Wissen, geschrieben von Christian Weber

Überschrift: Datafiziert
Untertitel: Computer entscheiden über Kredite, Algorithmen erkennen frühzeitig, ob Frauen schwanger sind: Derzeit verändert sich etwas Grundsätzliches im Verhältnis von Mensch und Maschine. Sogenannte Big-Data-Technologie kann mit Hochleistungsrechnern und neuartiger Software ungeheure Datenmengen verarbeiten, die aus den unterschiedlichsten Quellen stammen. Die Folgen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden gewaltig sein. Es geht um das Ende der Privatsphäre und um die nächste industrielle Revolution. Sie wird unser Leben ähnlich verändern wie die Erfindung der Dampfmaschine.

{Ich bin ja froh, dass in diesen Sätzen wenigstens die Untergangs-Stimmumg fehlt und nur "gewaltige" Veränderungen angedroht werden, denn was ist Gewaltig anders als Bedrohlich! Deshalb erstarren wahrscheinlich auch die Menschen meist und mit dieser Masse Mensch auch deren "Entscheidend-Es" und unsere sogenannten "Verantwortlichen". Während die Wissenschaft und IT-Industrie unbeirrt weiter macht. Um uns zu beglücken? Dazu weiter unten noch ein paar Sätze.}

Hier noch ein Foto-Auszug aus obigem SZ-Artikel:
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Titel: Das "klügere" gibt nach?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 22. Juni 2015, geschrieben von Friedemann Bieber und Katharina Laszlo

Überschrift: Die Zukunft der Menschheit
Untertitel: Was hilft der kluge Kopf in der viel klügeren Welt?
Am „Future of Humanity Institute“ in Oxford denken Wissenschaftler über die Frage nach, wie die Menschheit im technischen Fortschritt ihr Überleben sichern kann – und was für eine Menschheit das sein wird.


Hier ein kurzer Auszug aus dem F.A.Z.-Artikel:

Der spekulativen Elemente in ihren Überlegungen sind sich die Wissenschaftler bewusst, sie üben sich in Bescheidenheit. „Wahrscheinlich habe ich Überlegungen von entscheidender Bedeutung nicht berücksichtigt“, schreibt Nick Bostrom, Gründer und Direktor des Instituts im Vorwort seines jüngsten Bestsellers „Superintelligenz“, „womit einige oder alle meine Schlussfolgerungen ungültig wären.“

{DasSelbe gilt selbstverständlich auch für *mich und mein Folgern und meine Ideen oder Wünsche!}

[...]

Als Professor möchte Bostrom die Frage nach dem Menschenmöglichen nun selbst beantworten.
In „Superintelligenz“ entwirft er eine Übersicht verschiedener Szenarien, die zur Entwicklung eines artifiziellen, übermenschlichen Verstandes führen könnten, und begründet, warum Menschen eine solche Intelligenz kaum kontrollieren könnten. Diese Sorge teilt der Physiker Stephen Hawking. Er warnte kürzlich, intelligente Maschinen könnten „das Ende der Menschheit“ bedeuten und riet zur Flucht ins All.

[...]

Bostroms Intelligenzbegriff ist eng umgrenzt und technisch. Ein Akteur ist intelligent, wenn er in der Lage ist, ein ihm gestecktes Ziel zu erreichen. Nach dieser Definition sind Maschinen in einigen Bereichen bereits intelligenter als Menschen. Der Computer Deep Blue setzte 1996 den amtierenden Schach-Weltmeister Garri Kasparow matt. Fünfzehn Jahre später stach Supercomputer Watson die besten menschlichen Kandidaten in der Quizshow „Jeopardy!“ aus. Eine verlorene Schachpartie, eine Niederlage in einem Ratespiel, das klingt nicht nach Weltuntergang. Nur wäre eine Superintelligenz dem Menschen nicht allein in Teilgebieten, sondern in jeder Hinsicht überlegen. Dass solch eine Superintelligenz kein Bewusstsein hätte, macht sie für Bostrom nicht weniger gefährlich. Angenommen, man stellte ihr die Aufgabe, das Wohlbefinden der Menschen zu maximieren, räsonniert er in seinem Buch. Vielleicht würde sie errechnen, dass sie dieses Ziel am besten erreicht, indem sie uns Elektroden ins Gehirn pflanzt und ein Feuerwerk an Endorphinen zündet.

[...]

In der Idealvorstellung der FHI-Forscher formen wir heutigen Menschen bloß den Urschleim für zukünftige, vollkommene Wesen, die das ganze Universum bevölkern. Eine solche Kolonialisierung, glaubt Bostrom, werden wir kaum mit unseren „kleinen biologischen Gehirnen“ bewältigen können. Trotz aller Gefahren hofft er daher, dass die Menschen einen Weg finden, eine Superintelligenz zu bauen und zu kontrollieren. Wer immer die Menschen dann sind.

Ende F.A.Z.-Text

Und wenn *ich das dann zu dem ganz obigen F.A.Z.-Artikel und meinen Gedanken zur Informations-Sammlung und der zunehmenden Total-Überwachung dazu addiere und im Hinterkopf bedenke, dass dieses gesammelte Wissen von uns, aus uns, über uns und aus den WEITEN des Universums, alles in Maschinen steckt, und noch dazu mit dem Wissen, dass wir Maschinen immer beweglicher, autonomer und steckdosen-unabhängiger gestalten, dann wird *mir etwas bange, fast schon Angst.

Das Mensch scheint wirklich nur das Produktions-Gehilfe irgendeines Wollens im DaSein zu sein, das AUCH in uns wirkt; und eben auch dazu führt, dass bestenfalls eine Handvoll Menschen innerhalb der riesigen Masse von inzwischen weit über 7 Milliarden Menschen näher- und weiterreichende Fragen stellt? Der Rest, ist die Behinderung von Aufklärung und Wachheit, von nicht nur WissensSammlung, sondern auch stets kritischer Wissens-Befragung und -Verwertung.
Das ist eine leidige Tatsache, denn die Anstrengungen und Ausgaben für die wechselseitige freie und aktuelle Wissens-Vermittlung und dessen kritischer Betrachtung, auch in Form von Kunst, ist absolut marginal.
Ist nichtig, im Vergleich nur z.B. mit den Ausgaben für Mauern, Zäune, Militär und Waffen.

Und das bei der ganz klaren Gewissheit, dass je aufgeklärter und bewusster und Kritikfähiger Menschen sind, sie auch umso friedlicher und freundlicher und mitEmpfindender im mitEinander umgehen. Es ist schon erstaunlich und für *mich immer unfasslicher, wie beharrlich wir einander lieber denunzieren, misstrauen und gegeneinander arbeiten und uns in Massen töten, und ebensolche Anstrengungen und Waffen unerbittlich fordern und fördern, anstatt dem Wissen und der Vernunft und inzwischen fast endlos vielen Forschungs-Ergebnissen zu unserem Sozial-Verhalten trauen, die alle den Eingangs-Satz dieses Absatzes belegen.

Aufruf: "Fördert von Anbeginn an das Vernunft {also den Wissensgehalt, die Logik und das Selbst-Verständnis} und Weitsicht und Sprach- und Kritik-Fähigkeiten von menschlichem Nachwuchs, fördert den Gemeinsinn und die Entscheidungs-Fertigkeiten des Menschen, und fast alle unsere Krisen und Gewalttaten und jede Menge Krankheiten und sonstiger Freudlosigkeiten werden Vergangenheit sein."
Aber viel Hoffnung habe *ich nicht in die Wirkung solcher Aufrufe.

Es bleibt wohl dabei, dass wir Menschen wirklich nur Gehilfen sind oder auch Durchgangsmittel für irgendEtwas Zukünftig-Es. Das anders im, mit und um das Selbst agiert. 

Mittwoch, 17. Juni 2015

Die oft seltsamen Folgen der Zunahme an Ein- und UmSicht

Titel: Vom Schwinden der Farbenblindheit

Raul Hilberg hat in seinen Schriften zur Vernichtung der europäischen Juden 5 "Schritte" / Phasen beschrieben, die teils über mehrere Jahrhunderte hinwegg, bis zu den deutschen Konzentrations- und Vernichtungslägern geführt haben.
Diese Schritte sind: 1. Identifikation 2. Ächtung 3. Enteignung 4. Konzentration und 5. Vernichtung.
Er hat auch in Vorträgen dargelegt, dass diese Schritte kein Spezifikum nur der Vernichtung von jüdischen Menschen ist, sondern ein allgemein menschliches Verhalten Fremden/m gegenüber, die einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen stören. Bei was und durch was auch immer.

Was nicht nur *mir auffällt ist, dass in den Medien und auch ausserhalb beständig Menschen mit dunklerer Hautfärbung - und dieses "dunklerer" ist oft, vielleicht sogar meist, nicht mehr als eine mittlere Urlaubsbräune ansonsten hellbeiger europäischer Menschen - mit vorangestelltem "schwarze/r" benannt werden. Kein Medium, keine Schrift verzichtet darauf lustvoll oder auch zwanghaft darauf hinzuweisen, dass diejenige oder derjenige "schwarz" ist, und das egal, ob mit oder ohne Foto des-/ derjenigen. Die Zuschreibung "weiss" ist weit weniger häufig, aber für *mich ebenso überflüssig, wie diskriminierend.

Folgendes vermeldete das Neue Zürcher Zeitung, am 16. Juni 2015 in fb:

Überschrift: Rassendebatte in den USA: Schwarz statt weiss aus freiem Willen
Untertitel: Die Geschichte der USA ist reich an Beispielen von Mischlingen, die sich als Weisse ausgaben, um auf diese Weise ihrer Diskriminierung zu entgehen und eine ...

Ein Auszug:

Die 37-jährige Rachel Dolezal musste am Montag im Gliedstaat Washington den Vorsitz einer «schwarzen» Bürgerrechtsgruppe niederlegen, weil aufgeflogen war, dass sie sich jahrelang fälschlich als Schwarze dargestellt hatte.
Ihr Fall zeigt schlaglichtartig, wie dubios das Konzept der Rasse in den USA geworden ist. Von der Wiege bis zur Bahre müssen die Amerikaner auf Formularen ihre Rassenzugehörigkeit angeben.

Rasse?

Und das nachdem schon mehr als 100 Jahre nachgewiesen ist, dass das Mensch keine Untergruppen hat. Es gibt nur eine Spezies des Menschen, in vielen Farben und Formen. Was da in den USA und auch sonst abgeht, ist schlechtestenfalls FarbenHass, ist AndersAussehen-Diskriminierung, ist Herkunfts-Denunziation.

Schon alleine diese allgemein-menschliche Blindheit, einander in Schwarz und Weiss einzuteilen, wo zumindest *ich nie weder einen schwarzen noch einen wirklich weissen Menschen gesehen habe, sondern immer nur Abfärbungen von Braun und Beige. Aber gut, menschlich ist es, das anders-daSein (egal ob Hautfarbe, Gesichtsform, Herkunftsregion, Glaubenseinstellung, Bildungsgrad, Berufsgruppe u.s.w.) stets als Gefahr zu spüren, und schnell und völlig überdreht auch zu hassen. Alleine schon den hellbraunen Präsidenten der USA, Herrn Obama, beständig als (ersten) schwarzen ... zu bezeichnen, finde *ich von lächerlich, über absurd, bis dümmst, je nach Laune.
Und auch alle europäischen Medien machen bei dieser Identifikation / Dummheit mit.

Auf diesen obigen Kommentar, klickten immerhin 12 Menschen in fb auf "gefällt mir", was für meine Kommentare ein Höchstwert ist.

Was also sind die beständigen Zuschreibungen wie: schwarze, türkischstämmig, mit Migrationshintergrund, jüdisch,  u.s.w.? Obwohl diese beständigen Vorworte weder nötig noch hilfreich sind, einen Menschen wirklich zu beurteilen?
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Irgendwann vor Jahren stand *ich an einem
Stehtisch in einem Kreuzberger Café und schrieb
in mein Tagebuch, als von einem anderen Tisch,
mit einer kleinen Gruppe von Menschen eine
Frauenstimme rief: Schreiberling! He!,
Schreiberling!
Klar, wusste *ich, dass nur *ich angerufen
wurde, schliesslich war *ich der einzige der
schrieb, aber schüchtern, wie *ich nun mal bin,
wagte *ich nicht den Kopf zu heben. Doch die
Frau blieb hartnäckig, rief erneut nach *mir: He!,
Schreiberling! Und stand diesmal von ihrem Platz
auf und kam zu *mir an den Stehtisch. Es wurde
ein gesprächige und kurzweilige aber leider - wegen
meiner Unzugänglichkeit - einmalige Begnung mit
einer schönen Frau.
Dem Strassennamen auf dem Schild oben
fehlt also nur das l statt dem r, dann
wäre *ich auch davon angesprochen.
.
Schönheit muss nicht gross daSein.
Links ist die Spitze meines Zeigefingers
.
Titel: Der Fehler einer persönlichen Verzweiflung ist das (siehe auch ganz unten in diesem Beitrag):

Dieser Mangel an wechselseitiger Anerkennung, der allseits friedlichen Aushandlung von Konflikten und der bedingungslosen Versorgung mit allem erLebens-notwendigen, korrespondiert direkt mit der Untiefe des allermeisten Menschen zum persönlichen Selbst.

Das meiste Mensch weiss vom DaSein und vom Selbst nichts, was meist so wenig ist, dass -Es einfach nur daIst. Gerade soviel, dass -Es überlebt, mehr oder weniger unangenehm. Von wirklicher Freude und freiem Gefühl und weiter Vernunft und entspannter Phantasie keine Spur, bestenfalls ab und zu eine Ahnung davon.

Also setzen wir näherhin engste Grenzen gegeneinander und lösen wegen jedem Scheiss (Verzeihung) Streit und Drohungen auf (aktuell z.B. auch Griechenland) und führen Kriege. Das Mensch hat noch keine Ahnung von wirklicher Freiheit und einem freudvollen ach so kurzen daSein.

Nein, das Mensch triebt und kriegt so dahin und stirbt meist gekränkt und viel zu früh. Schauerlich. Aber ändern wollen wir das ja nun nicht, weil ... ? 
Trägheit? Angst? Unwissenheit? Oder weil den Allermeisten das bisschen dabeisein und durch geschleust werden reicht?
Keine Ahnung?
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Das erLeben ist eine Insel.
Das Rest ist mehr als Meer.
Das nicht-erLeben ist so GIGANTISCH,
dass ES nie in diesem Blog Platz findet.
Und erst richtig nicht in diesen Eintrag.
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Titel: Die seltsamen Folgen der Zunahme von Wissen und Gespür?

Das Neue Zürcher Zeitung veröffentlichte am 15. Juni 2015 in fb einen Artikel mit dem Inhalt: Die Killer-Maschinen kommen. Es ging um einen 6-beinigen autarken Menschen-Tötungs-Roboter, den das us-amerikanische Militär testet.

Hier das Link:  http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/killer-roboter-die-totmacher-ld.613

Des Menschen Zwang zu töten ist wirklich unerbittlich, so unerbittlich, dass -Es {das Mensch} bald sogar darauf verzichtet, -Es selbst zu tun.
Und somit auch vermeiden will, das persönliche - sowieso meist kleine - mit-Empfinden zu ertragen.

Roboter sind völlig ohne Gefühl, und sind nur wenig Empfinden (AussenWahrnehmung), @lso wie geschaffen für diese menschliche Absicht: auszuschalten. Das ist doch das Sprech von Menschen, oder?
Den Feind, also andere Menschen zu töten: ausschalten.

Und wenn dann das Feind ebensolche tolle Maschinen beauftragt, mit dem ausknipsen? Das Mensch-daSein ist manchmal wirklich ekelhaft.

Derweil haben wir Alles, was es braucht, um JEDWEDE Konflikte friedlich und in wechselseitigem Einvernehmen zu lösen, Alles: Sprache, Wissen, Erfahrungen und unser mit-Empfinden und Gefühle.
Was davon nutzen wir?

Wenig. Das meiste menschliche Vermögen stecken wir in Feindse[e]ligkeiten, Beleidigungen, KleinTierhaltung des Masse Mensch, in blosse Notwendigkeiten und in Tötungswaffen und - Maschinen.
Wenn das nicht kolossal bescheuert ist?
:-(
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Titel: Von das ganz normale Spaltung des Menschen

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 15. Juni 2015, Feuilleton, von Andreas Zielcke

Überschrift: Freiheit, die ich meine
Untertitel: 800 Jahre Magna Carta: Ihr Ursprung ist vergessen, ihr Weg voller Widersprüche, ihre Botschaft bis heute unverzichtbare Losung des Rechts

Daraus ein fotografiertes Auszug:
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Das "Problem" für *mich ist, von einem Ideal, einer schönen Vision, oder auch einer aussergewöhnlichen Vorstellung, die *ich wünsche und erhoffe, das, was nun mal aktuell Menschlich ist, passend zu bewerten, eben nicht abzuwerten!

Ganz einfach aus der wahren Erkenntnis heraus, dass weder das einzelne Mensch, noch das Menschheit als Spezies irgendetwas für den Zustand des aktuellen Mensch-daSein kann. Kein Mensch ist Schuld an dem, Was ist.

Das zu akzeptieren ist noch ein kleiner Weg für *mich. Siehe oben!
Auch *ich bin allzu schnell bereit zu Beschwerden, Selbst-Schmähungen und Vorwürfen. Das ist weder richtig noch hilfreich.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Das Unterworfene Subjekt, eine Tautologie

Titel: Vom Wa[h]renWert der Gegensätzlichkeiten

Was wäre das DaSein - und darin das daSein - ohne Verschiedenheiten und fast endlos vielen Auswahl-Möglichkeiten (Alternativen), aber auch ohne Selbst und dessen Einzigartigkeit und ohne endgültige Entscheidungen? SEIN.
Ohne das, kein DaSein und kein SoSein, also Bestimmtheit / Kenntlichkeit.

Im folgenden geht es auch um das Frage: Ist ein grossGruppe von Menschen {Subjekten} unterworfen oder wird gerade unterworfen? W-Es, wie auch *ich, weiss, was 'Subjekt' beinhaltet, fasst das Frage auf wie einen doppelten Rittberger, eine doppelte Drehung um das Selbst, um mehr oder weniger sauber wieder genau dort zu landen, wo ein-Es abgesprungen ist; also etwas weniger weit, als es beim Schlittschuh laufen normal ist. Wirklich verändert hat sich nach dem unterwerfen des Subjekts zumindest das Frisur, was wenig ist.
.
Vor etwa 5 Stunden,
in Richtung NordWest,
von meinem Balkon aus
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Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 08. Juni 2015, Seite: "Die Gegenwart", von Barbara Zehnpfennig

Überschrift: Freiheit mit Mass
Untertitel: Ist "der Westen" in Gefahr, vom Islamismus unterworfen zu werden - oder gar im Begriff, sich selbst zu unterwerfen? 

Ein Auszug daraus:

Ein weiteres Strukturmerkmal der liberalen Freiheit ist das Leben in einer Konkurrenzgesellschaft. Da der Blick primär auf den Nebenmann {...mann!} gerichtet ist, spielt der soziale Vergleich eine herausgehobene Rolle. Was der {!} andere hat, möchte man {!} auch haben, am besten aber noch mehr als er {!}. Denn in einer säkularen Gesellschaft liegt es nahe, eventuell auftretende Sinndefizite durch ökonomische Ziele zu kompensieren. Das Erwerbsstreben gibt dem Leben (scheinbar) wieder einen Sinn. Da es sich beim Mehr-haben-Wollen aber um ein endloses Streben handelt — wie sollte man {!} jemals zur Erfüllung gelangen? —, dient als Orientierung des zu erreichenden Masses eben das, was der {!} Konkurrent schon erreicht hat. Die Konkurrenz-situation ergibt sich ebenfalls aus der Ausrichtung auf materielle Güter. Denn hier besteht, anders als bei geistigen Gütern, grundsätzlich Knappheit.

{Warum ->! Na, das Sprache ist auch nur ein kleiner Bereich der vielen nicht-ästhetischen nicht-gleich-Gewichte und nicht-gleich-Wertigkeiten inmitten der nicht-demokratischen Menschheit. Nicht?}

Dieses Konkurrenzdenken, dem sich die Dynamik der kapitalistischen Wirtschaft verdankt, ist dem Islam fremd. Die Brüderlichkeit {!}, die eigentlich auch eine der Losungen in der französischen Revolution war, wird im Islam grossgeschrieben, und sie ist einfacher zu Verwirklichen, wenn sich weder Individualismus noch Fixierung auf den Besitz trennend zwischen die Menschen stellen. Das macht den Islam für viele attraktiv. Nicht zuletzt zieht es Modernisierungsverlierer {!} an, die in der Konkurrenzgesellschaft nicht bestehen können, aber gerade in den extremistischen Gruppierungen, die sich auf den Islam berufen, auf einmal eine Wertschätzung erfahren, die ihnen die harte Leistungsgesellschaft verwehrt. 

{Dieses ! Beharren auf eine derart männlich geprägte Sprach- / Sprech-Gestaltung - jeweils, wenn es in und um den Menschen in das (deutschen) Sprache geht -, behindert [verhindert vielleicht sogar] eine Klärung der tatsächlichen Ursachen von Krisen, Fragwürdigkeiten, Gegnerschaften, Orientierungs-Mangel und sooo viel gegenseitiger Ignoranz und Gewalt innerhalb des Menschheit? All-Es normal also.

Nebenbei, den Auszug habe *ich nicht wegen der Männlichkeit des Sprache[n] ausgewählt, sondern, weil es eine Position bestätigt, die auch *mir mehr und mehr, als Ursache so vieler Engstirnigkeiten, von Terror und Gewalt, von Intransparenz und Veränderungs-Blockaden auffällt: das natürliche Konkurrenz-Verhalten fast aller erdmondlichen LebeWesen, inkl. Mensch.
Das gesamte erdmondliche ErLeben ist in einen Mangel hineingezeugt worden. Mangel an RaumZeit, an Wissen, an Sinn und Zweck, an Umsicht, an Gefühlen und Gespür (Wahrnehmung). Woran nie Mangel war, ist Nahrung. Nahrung (ist gleich Energie) ist immer genug vorhanden, es sind eben immer wieder viele Menschen zu weit wegg davon, wo es "Berge" davon gibt, oder Sie dürfen nicht zulangen, weil ...

Womit *ich auch wieder bei der Konkurrenz bin.
Was kann ein Mensch dafür, dass -Es z.B. zu entfernt von das Fülle an Nahrung ist? Nichts. Was kann das Mensch überhaupt für irgendwas? Was ist so schwer, das anscheinend fast allen/m innewohnende Schuld-Gefühl auf das zu lenken, wo es angebracht und wahrscheinlich sogar verursacht ist: auf das Energie und Struktur und Haut (Grenzen), die so etwas fast phantastisches, wie das DaSein und darin auch das erdmondliche daSein, darin auch das Mensch-daSein, ermöglichte? Was ist so schwer daran, diese Schulden anzuerkennen und abzuarbeiten, anstatt dieses richtige Gefühl - von Schuld{en} für das blosse daSein - auf etwas völlig Schuldloses umzulenken, also auf andere Selbst, oder sogar auf das ganz persönliche soSein und anderes im DaSein?}

Als drittes Strukturmerkmal der Freiheit in der liberalen Demokratie erscheint eine Neigung zum Relativismus. Aus der Pluralität der Meinungen und Lebensentwürfe muss man nicht zwangsläufig den Schluss ziehen, alles sei relativ. Aber diese Konsequenz wird faktisch oft gezogen. Eine interessante Erfahrung im akademischen Bereich ist, dass die heutigen Studenten gegenüber allen möglichen Theorien, Meinungen und Verhaltensweisen eine unendliche {sind diese Übertreibungen und Masslosigkeiten bei der Antwort-Findung nützlich? Ist das nicht ein Ausweis von Hilflosigkeit oder vielleicht sogar von vorschneller Aufgabe, dauernd Superlative und Grenzenlosigkeiten zu behaupten, wo keine sind?} Geduld zeigen. Nur an einem Punkt reagieren sie verlässlich abwehrend: Wenn die {! "Die Wahrheit". Ist das lästig für die Leses, dass *ich auch das jeweilige Artikel [AnSprache] auf Passgenauigkeit prüfe? Der Mensch? Die Freiheit.} Wahrheitsfrage gestellt wird. Mit ihr {!} scheint eines der letzten Tabus in unserer Gesellschaft berührt zu sein. Wer {!} will entscheiden, was richtig und was falsch ist? Wer {!} masst sich an, zu werten und zu gewichten? Das verstösst eklatant gegen das demokratische Gleichheitsgebot, und wenn auch alles andere erlaubt ist — die Existenz der {!} Wahrheit zu behaupten ist es nicht. 

{Die allermeisten Menschen "saugen" die jeweiligen Sprachen nicht bewusst auf. Das meint, dass den Menschen nicht bewusst ist, was sie da gerade aufnehmen, was das ist und was das bedeutet; und diese Allermeisten deswegen auch nicht, oder sogar nie, befragen, ob das, was sie da an Kommunikationsmitteln angetan bekommen haben, irgendwie stimmig ist. Es wird ganz einfach wie vorgegeben benutzt oder auch missbraucht, je nach Prägung. K[aum]ein-Es kommt je auf das Idee, dass freilich auch das / dem Spra/eche[n] ein nicht geringer Anteil an den inner- und ausser-menschlichen Problemen beizumessen ist. Nein. Da sprechen die Allermeisten dar"über" hinwegg. Fast wie das Gärtn-Es, das zwei mal am Tag reichlich giesst, d-Es dabei die Pflanzen eingehen, und es zu den Freunden meint: "Jetzt giesse ich schon zwei mal täglich und trotzdem blühen mir die Pflanzen nicht auf?" Aber gut, das Sprache ist nur ein kritisches Faktor, das in eine Antwort-Findung miteinbezogen werden muss, als vielleicht eine Quelle von etlichen nicht-Sicherheiten, nicht-Gleichgewichten und sonstigen Aufregungen.}

Dass der Verzicht auf die Wahrheitsfrage nicht nur alles als gleichwertig, sondern in der Folge auch als gleichgültig erscheinen lässt, ist die Kehrseite des Relativismus. Die Müdigkeit und Tristesse, die Houellebecq der westlichen Zivilisation in seinem Roman bescheinigt, hat sicher eine ihrer Ursachen im Fehlen eines begeisternden Inhalts — der fehlen muss, wenn alles relativistisch entwertet wird. 
Auch auf diesem Feld kann der Islam mühelos gegenhalten; Er ist die Wahrheit, und zwar eine, die unumstösslich ist und die zu erreichen keine besonders grosse Anstrengung erfordert. Man muss sie nur glauben. Dann regelt sich alles Weitere fast von selbst, denn die Verhaltensregeln des Islams sind so konkret, dass sie den Gläubigen nicht vor grosse Entscheidungsprobleme stellen."
Ende F.A.Z.-Auszug

Das Verzicht auf das Wahrheit! Ja, sogar das Ablehnung von Wahrheit, ist ein sehr deutliches Beweis von tiefer Verunsicherung und Bewusst-losigkeit des Selbst im DaSein. Aber wir Menschen liegen bisher damit richtig. Denn, w-Es weiss das Wahrheit, oder wo ist Es zu finden oder zu suchen? Behauptungen "sie" zu [er]kennen oder gar zu wissen, sind bis Jetzt alle falsch gewesen. Aber, dass es das Wahrheit - und darin fast unendlich viele teil-Ausschnitte - gibt, bleibt wenigstens *mir unangetastet. Und teil-Auszüge des / von Wahrheit sind ja nun schon millionenfach erwiesen worden: Wasser ist aus H²O. Alleine, es sind Billionen und aberBillionen Facetten und Details, die das Wahrheit ausfüllen, wovon wir bislang vielleicht 0,0irgendwas Promille heraus gefunden haben. Aber eins ist deutlich und klar: das Wahrheit ist.
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Strassen-Schönheiten, mit
meinem Bein daneben
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Titel: Ein-Blick ins Nichts

Von Freundlichkeiten keine Spur, aber Gemeinheiten jede Menge. Hungrig nach Freude, findend fast nur Leid. Vom ersten Hüpfer (Urknall?), bis zum ersten Sprung, in dessen Mitte wir Erdmondlichen sind, erWünscht das DaSein den AufGang von Freude, aber bis Heute reagiert nur das Leid, und das erWartet nur das Gewalt und geht immer gut ab. Das Tod ist das Recht, ES ist geil auf Viel-Es und will immer mehr. Aber das ist noch gar nichts, im VerGleich mit dem, was aufgehen mag, wenn ...

Ja, wenn ...

Vielleicht, wenn -Es darf?

Sonntag, 12. April 2015

Ist Alles eine Frage des BetriebsSystems?

Titel: Selbst-Reflexion mit schöner Überraschung

Seit ein paar Jahren gilt für *mich: *ich kommentiere, also bin *ich, und wenn *ich kommentiere, dann sehr oft als Menschheit. Also quasi als Ganzheit. Das ist anstössig, um es mal vornehm zu bewerten.

Oder *ich kommentiere / bewerte als einzel-Es alle ander-Es, also das Menschheit, ohne *mich. Das ist schon nicht mehr anstössig, das ist im wahrsten Sinne ausser-gewöhnlich (nicht normal) und wird wahrscheinlich entweder als überheblich oder als bescheuert empfunden.

Auf was deutet so ein Verhalten wohl hin?

Ein fb-Freund antworte: "Auf Interesse an vielem und vielen ??"

So, wie *ich im Moment gelaunt bin, erwartete *ich eher eine Antwort in Richtung: Ganz klar, entweder weil Du depressiv bist, oder missgelaunt oder ein Pessimist bist; und dann so eine schöne Fremd-Einschätzung oder zumindest Ahnung (??).
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Morgenstund ...
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Titel: Was [ver]steckt in das Heilig[keit] drinn?

Eine Reaktion auf eine Folge von arte-Philosophie mit dem Thema: Ist das Heilige überholt?
Hier ein Link: http://www.arte.tv/de/ist-das-heilige-ueberholt-regis-debray-ist-zu-gast-bei-raphael-enthoven-in-philosophie/2235124,CmC=7911878.html

In der Folge kommt etwas zu kurz, dass das "Heilige" aus dem alten Verb 'heilen' entstammt, was bis heute in den Verbindungen "etwas heil (ganz) machen" und im Wunsch eines Kranken zu "heilen", also gesund (ganz?) zu werden, erhalten geblieben ist.

Heil machen oder heil werden, ist also jeweils die Handlung / der Wunsch etwas / ein-Es zu reparieren, in einen Ursprungszustand zu bringen. Aber nicht der Wunsch oder die Handlungs-Kette, das zu heilende über das Ganz-sein hinaus zu verändern.

Heilen = Ganz machen, Heilig = Gänzlich.
Alles Heilige erscheint den anscheinend un-heilen (kaputten / kranken?) Menschen als Ganz, als Gesund, als zu erstrebender / erwünschter Gesamtzustand.

Für *mich gilt somit, solange wir oder auch viele von uns Menschen noch "Heilige" brauchen oder "Heiliges" verehren oder [irgend]ein "Heil" suchen, uns oder viele in uns, das daSein und soSein als fehlerhaft / krank empfinden. Wobei *mir klar ist, das keine "Heilige/r" und nichts "Heiliges" jemals besser oder besonders anders war, als das / die, die Diese dazu überhoben.

Die provokante Bemerkung lautet dann wohl: Solange das Mensch noch Heilige/s braucht / sucht, ist es gefühlt krank / kaputt, zumindest auf vielfache Art verstört und orientierungslos. Das hätte *ich in der Folge als eine Aussage gewünscht, und weniger "Heiligen-Verehrung" von Herrn Enthoven zu Herrn Debray. ;-)

Titel: Das Leiden an unserem BetriebsSystem
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Aus Süddeutsche Zeitung am Wochenende, vom 11. April 2015

Zitat: "Statt aber zu fragen, ...".
Betrifft das nur die "jungen Leute"?
Oder ist das Mangeln an Fragen, präziser, an weit- und tiefreichenden und auch zur Veränderung auffordernden Fragen ein eher allgemeines Manko?
Vielleicht? Kann sein, *ich rate hier nur herum.

Aber eins ist *mir klar, unser aktuelles vielgestaltiges BetriebsSystem, von uns hauptsächlich "Kapitalismus" genannt, rennt und springt und läuft so dahin und wir kommen kaum hinterher, hinter unserem vielfarbigen BetriebsSystem, das wir so nebenbei entwickelt haben, ganz nach unserem Gusto und unserer Befindlichkeit und den aktuellen regionalen Notwendigkeiten.

Was ist das Kapitalismus?

Eine Frage, die genauso wenig gekärt ist, wie das Frage: Was ist das Staat?

Beides Systeme voller Überraschungen, meist für Menschen eher leidvoll, nur für sehr wenige jeweils auch freudvoll. Das Mensch wurschtelt so dahin und pfriemelt hier ein wenig und dort ein bisschen mehr daran und darin herum, weil?

Vielleicht - *ich rate mal wieder -, weil das Mensch nicht[s] anders kann, als nur das zu tun und zu gestalten, aus was es und wie es Selbst ist?

Das fordert geradezu das Frage: Wie ist das Mensch?

Wie ist das Mensch innerl-ich aufgebaut, wie funktioniert das Mensch innerl-ich, wie kommuniziert das Mensch innerl-ich, und wie äusserl-ich, wie sind die Gruppen von Menschen aufgebaut und wie funktionieren diese menschlichen Gruppen im mitEinander?

Fast alles Wissen davon ist vorhanden.
Es wird nur nicht zusammen geführt und genutzt, und die Leses wissen dass auch dieses "nichts" sehr sehr wenig beinhaltet. Ist unser Betriebs-System in all dessen Varianten ein Spiegel derer, die es in Betrieb hält, versorgt, verbindet, versichert, gegeneinander kämpfen lässt und auch mehr und mehr gefährdet?

Dienstag, 7. April 2015

Das Übermass des Prägung und das "Kunst"?

Titel: Hat das Menschheit eine Prägung?

VorFrage mit Antwort: Warum bin *ich grosser Fussball-Fan? Weil *ich ein Mannschafts-Spieler bin, und zwar mit Liebe. Was fülle *ich in das Wort: Liebe? Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Aufmerksamkeit, Verständnis, Solidarität, mit-Verantwortung, Zuverlässigkeit, mitEmpfinden, Zielstrebigkeit, Verteidigungs-Stärke, Umsicht, Zärtlichkeit, Veränderungs-Wille, umfangreiches Interesse und als ein-Forderung das Gleiche von den Mit-Spiel-Es. Liebe braucht Wechsel-Seitigkeit. Nicht Gegen- oder Einseitigkeit, oder blosse Sex-Triebigkeit, mit der falschen oder verlogenen Behauptung, es sei "Liebe". Bloss, wie viel häufiger ist wohl das Letztere?
Lange Liste, kurze Erkenntnis: Erfolgreiches Mannschafts-Spiel braucht die Stärkung und weitere Befreiung des je persönlichen Selbst. Bleibt das einzelne Mensch näherhin so unterworfen (Subjekt!!!) und in die gewohnten Hierarchie-Ebenen eingeordnet, wird das Menschheit keine "Mannschaft"; und verbleibt damit in "Freiheit", statt Frei da zu sein. Dazu weiter unten mehr.

VorSätze: Ein wenig bin *ich die Ahnung, dass *ich aufGrund der Verzweiflung, Abscheu und auch Gewalt, von Menschen zu Menschen, die *ich in der persönlichen Präge-Phase erlebt und vor allem *Selbst erlitten habe, zur Selbst-AusGrenzung, aber auch zur Selbst-Überforderung neige. Die Verweigerung von Hilfe und Zuwendung und von Solidarität in meiner Kindheit, wirken somit bis eben Jetzt nach. Die längeren Leses bemerkten das ja bereits.
Obwohl *ich diesen sehr persönlichen Hintergrund gerne aus dem Bewerten und Schlussfolgern heraus halten möchte, denn schliesslich ist mein Anspruch und Ziel, der "nackten / wahren" Wirklichkeit nahe zu kommen, da sind so sehr persönliche Ein-Färbungen eher hinderlich.

Vor...irgendwas Ende.

Das meiste Mensch kennt "Gut" und "Böse", "Links"-"Mitte"-"Rechts", wer nicht für mich ist, ist gegen mich : deine Feinde, sind auch meine Feinde; und ich hab' 'ne klare Meinung und die vetret' ich auch deutlich, und dazu hab' ich viele Gegner; und es gibt "oben" und "unten"; und das Macht hat das Recht. Kurz geschrieben, das allermeiste Mensch ist Einschluss und Auschluss - wir müssen es sein! -, das geht also von Präsidenten und Vorsitzenden, durch fast alle Künstl-Es und Intellektuel-Es, bis zu fast allen sogenannten anderen "einfachen" Menschen.

Die allermeisten Menschen, eigentlich All-Es, sind also natürlich verbarrikadiert hinter Gruppen-Zugehörigkeiten, wie Familie, "Heimat", Orten, Nationen, Berufen, Themen, Hierarchie-Ebenen, Geschmäckern und so weiter und so fort. Ganz aktuell zu beobachten auch in Ehen und Partnerschaften, in denen beide Partn-Es aus verschiedenen Staaten stammen: im Moment sind das viele Partnerschaften und Ehen zwischen nicht-russischen und russischen Partn-Es, die in leichten mit-Krisen sind oder sogar in Scheidung, wegen dem Geschehen in das Ukraine. Das Mensch bezieht Selbst-Wert / Bedeutung und Identität durch Zugehörigkeiten und Abhängigkeiten. Das Mensch ist grundsätzlich so aufgebaut und vorgeprägt: Gruppen-Anschluss und dann erst die Ander-Es, meist mit grossem Abstand zur Seite aber auch nach "oben" und "unten".

Wobei *mir sehr wohl bewusst ist, wie wichtig viele Zuge'hörigkeiten noch für das je persönliche Überleben, Sicherheit, Orientierung und Stabilität eines fast jeden Menschen sind. Staatenlosigkeit - nur als Beispiel - kommt fast einem Todes-Urteil gleich. Das bedeutet, das Mensch gilt als Mensch nichts, das Mensch gilt nur in Zuge'Hörigkeit etwas. Aber auch da gilt das Mensch dem Mensch meist wenig, bis auf sogenannte Ange'hörige, aber das ist fast nur eine Frage von Abhängigkeiten, Notwendigkeiten und Gewohnheiten. Das Wert eines Menschen als Summierung von wirklichem Interesse, aufrichtigem Austausch, ehrlichen Gefühlen und umfassender mit-Sorge ist nahe Null. Leider für uns All-Es. Der KoPilot der vor kurzem 149 MitMenschen tötete, wurde als völlig normal bewertet, auch dessen Eltern wussten nichts von seinen Sorgen und Ängsten, kannten vom Sohn nur Wunsch-Vorstellungen und Selbst-Projektionen. Auch das ist vollkommen normal menschlich.

Was wissen wir vonEinander in diesem einzigartigen mitEinander?
In sooooo vielen Partnerschaften, um nur die engeren Beziehungen zu nennen, ist Schweigen und Verdrängung, ist fast einschliesslich so tun als ob. Und das überhaupt nicht wissentlich, sondern, weil fast kein-Es gelernt hat, was Mensch-daSein ist und kann; und ebenso fast kein-Es das persönliche Selbst gelassen, mit aktuellstem überprüftem Wissen und Erfahrungen versorgt und geschützt, frei entwickeln durfte. Ohne Vorurteile, Familien- / Gruppen-Zwang und Fremd-Vorgaben. Wie können Eltern noch immer, den Nachwuchs, ohne je dessen Zustimmung einzuholen, an den Genitalien beschneiden  (Söhne und Töchter) und diese in eine Religion zwingen; und noch schlimmeres! Und das betrifft fast alle Menschen - wenn auch meist ohne Beschneidung -, dass die Kinder unbefragt folgen müssen. Mensch-daSein ist allgemein folgen müssen. Das was hier als Freiheit benannt und gefordert wird, ist bestenfalls eine Beschönigung der Lockerung von Zwangsjacken, allerdings so toll passenden Zwangsjacken, dass deren Tragen unbemerkt bleibt. Nur gaaaanz wenige Künstl-Es dürfen es erahnen, dass die Form in die das Mensch bis eben jetzt gepresst / geprägt wurde, das Ergebnis einer "Zwangsjacke" ist. Oder besser, dass das Mensch mit einer "Zwangsjacke" [bekannt als Triebe, Traditionen und Traumatas (eines davon der dauernde Schuld-Komplex)] nieder gehalten wird. Unten gehalten wird, statt auch oben (was fülle *ich in dieses - oben -, statt der üblichen Füllung mit meist nur Überheblichkeit und ebenso meist nur egozentrischer Willkür? Vernunft, Ernsthaftigkeit, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Verantwortung, ... (s.g.o.) und Freiheit - und zwar ohne die Anführungszeichen, die heimlich immer davor und danach mitschwingen -) endlich sein Potential nutzen zu können. 

Wie das DaSein es jedoch auch beinhaltet, gibt es für Alles auch Ausnahmen von allgemeinen Regeln. So gibt es auch Menschen, die nicht so "einfach gestrickt sind", deren Grenzen entweder weiter oder weniger oder auch durchlässiger [permeabler] sind, die empfindsamer sind, als es grundsätzlich erlaubt ist.

Vielleicht bin auch *ich auf dem Weg dazu, diese einfachen, grundlegenden und wohl sehr einengenden Selbst-Begrenzungen im Fühlen, Spüren und Bewerten des daSein und soSein und des Umfelds [Prägungen], aufzuweichen {deren Form} und auszuweiten oder gar abzulegen?
Vielleicht aber bin *ich auch einfach nur Überfordert und Sauer, dass es nicht so ist, wie es *mir gefallen würde und "gut" täte?

Meine momentane Stimmung flüstert: das vollkommene Tier, das sich den (deutschen) Namen "Mensch" gab, wird diese Selbst-Einengungen durch Prägungen und fehlendes Wissen und mangelnde Phantasie  (ohne jeden Vorwurf!; siehe dazu oben den Absatz zu Prägung) erst los indem -Es das Tier, also seine gesammelten Prägungen in das Vergangenheit, in einem Akt der klaren Selbst-Beschau und Selbst-Veränderung aus der Selbst[Fremd]-Steuerung herauslöst.

Mensch, Du brauchst endlich einen "Spiegel", in den Du ohne Furcht und ohne Vorwürfe und Vorurteile, ein vollkommen klares "Bild" von Dir erspürst, erspüren darfst, um endlich auch zu erfahren, was Du bist und was Du kannst und könntest, um endlich auch Selbst frei mit-zu-entscheiden, wohin die weitere Entwicklung geht, gehen sollte!

Statt immer nur brav zu folgen.
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Blaublütler inmitten von GrünGelbblütlern
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Titel: Vom Hintergrund und den "Nebengeräuschen" des Sichtbaren

Das folgende Foto mit einem Text-Auszug, ist aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, vom 05. April 2015, Feuilleton, aus einem kurzen Essay und einer deutlichen Meinung zur aktuellen Literatur und Kunst, geschrieben und gemeint von Dietmar Dath. {Wie *ich finde, einem "Bruder im Geiste"}

Die Überschrift lautet: Wirklichkeit spricht unwahr
Der Untertitel: Literatur muss von den Nazis, vom Krieg, vom Mauerfall, von Krankheiten, Familiensorgen, Popmusik, der Finanzwirtschaft, dem Internet, dem Islam und der Universität handeln? Das könnte euch so passen. 
Eine Widerrede.

Das DaZwischen-Titel über dem Foto-Auszug lautet: FÜNF: Hitlers blöder Blick
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Der Herr Hitler hat[te] doch Recht. Wie sagt das Bayer: "W-Os Recht hod zoid a Mass!" Oder? Der Herr Hitler hat wohl nie eine Mass [Bier] bezahlt, noch nicht mal eine getrunken, oder? Egal!

Was gibt es zu Herrn Hitlers wohlgesetzten Worten zu schreiben?

War Herr Hitler vielleicht ein Einäugiger über Blinden? Kann sein. Was Herr Hitler und ähnliche, wie z.B. auch Wilhelm II (die Leses kennen vielleicht auch meine Beiträge zur Kunst im Verantworten-Blog), nicht kannten und konnten, war das erweiterte Wahrnehmen, war das mit-Empfinden über und neben das pure SinnesSignal hinaus, waren Gefühle und Hintergründe, mehr als das bloss ihnen bekannte und geprägte und allernötigste hinein.
Was diese Recht-Habenden nicht kennen und kannten / können ist: Freiheit und WEITE; und damit jede auch nur halbwegs ungebändigte Neugier und Interesse am Selbst als Menschen und eben auch WEIT daraus hinaus.

Idioten hätten die VorSokratiker und Sophisten solche enghaften Menschen wohl benannt. Das bis eben jetzt bedeutende ist jedoch, dass diese Vor- und Nach-Einstellung bis Jetzt üblich ist. Nicht mehr mit den vernichtenden und furchtbaren Misserfolgen der zwei oben benannten, aber doch alltäglich. Oder?

Diesen Menschen ist wahrscheinlich unbekannt oder wird in dies-Es verdrängt, dass eine wahrgenommene Tatsache (z.B. eine Lichtaufnahme des Auges, oder eine Tonwelle der Ohren) nur das "Kleidungsstück" ist, das das "Nacktheit" des daSein oder auch des DaSein umhüllt. Aber auch wenigen Künstl-Es ist bekannt und bewusst, dass das Blösse des DaSein und die Blösse des daSein bis Heute verschämt verstecken spielt, im und mit jedem Selbst. Aus gutem Grund.

Warum verfärben Künstl-Es das Wahrgenommene, oder reduzieren es auf das absolut notwendigste und manchesmal kaum mehr kenntliche, weil Sie spüren,(darin auch das Wissen), und manch-Es auch intensiv mit-fühlen, dass das was Sie sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten und wissen immer auch etwas verbirgt, und zwar das, was z.B. dessen Ursache, dessen Inhalt / Bedeutung, dessen Wirkung / Ziel, auch auf d-Es das wahrnimmt ist.

Dieses intensivere oder sogar intensive Gespür und Gefühl für das Geschehene und das Aktuelle und die unfassbar vielen und vielfältigen Inhalte des DaSein, wie auch meist des darin enthaltenen daSein, sind auch viele Menschen, die nicht als Künstl-Es arbeiten, oder als solches angenommen sind.

Jedoch die Mehrheit des Menschen ist wohl davon vollständig überzeugt [!], es genüge zum blossen Überleben, die (bekannten) Tatsachen der jeweiligen Oberflächlichkeit zu [er]kennen (spüren) und ab (und) zu fühlen. Womit Sie auch komplett Recht haben.

Wenn also Künstl-Es den Himmel rosa färben und das Gras gelb, dann spüre *ich m.a. deren Ausweitung des bloss Tatsächlichen des menschlichen Sehvermögens, also auch ein wenig Freiheit, und manchmal - das hat sowohl mit das Künstl-Es, als auch mit dem gesamten Werk zu tun -, spüre und fühle *ich das Künstl-Es im Augenblick des Schaffens und sogar etwas Wahrheit von weit hinaus und tief hinein, in dessen Kunstwerk.


Freitag, 3. April 2015

Das Normalität des Chancenungleichheit

Titel: So normal bin *ich

W-Es *mich als Normal empfindet, {ein}schätzt das richtig.
Ich atme, *ich trinke, *ich esse {gerne Pizza und Schokoeis}, *ich spiele gerne {z.B. Karten}, *ich mag Viel-Es und liebe wenig-Es, *ich bin an fast [!] allem interessiert, *ich löse alle zwischenmenschlichen Konflikte frühzeitig ohne Gewalt, *ich bin mit-empfindend, soweit *mir das gelingt und das ist weit, *ich bin verständnisvoll - auch oder gerade für alle Extreme -, soweit mein geringes Wissen das zulässt, wenn es nicht reicht, nutze *ich z.B. Wikipedia, *ich arbeite an fast allen philosophischen Fragen mit, um diese in erster Linie für *mich zu beantworten, aber auch allgemein, kurz geschrieben, *ich möchte das, was *ich bin {ein Mensch} bestmöglich nutzen, auch um das Frage aller Fragen mit zu beantworten: Was ist?
Soweit so normal, oder?

Ein Freund schrieb *mir auf in etwa diese Selbst-Bewertung in fb: "Nein, das ist nicht normal."

Nun hätte *ich wohl nachfragen können, was denn dann Normal ist, tat es aber nicht. Auch, weil der Copilot, der vor kurzem wohl zum Massenmörder wurde, in fast allen Befragungen als "völlig normal" bezeichnet wurde, von den-Es, die ihn scheinbar kannten. Soweit zur allgemein "normalen" Selbst- und Fremd-Bewertung. Hat auch etwas mit dem Text unter dem *Selbst-Bild zu tun.
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*ich, Gestern,
zugegeben ein etwas
verunglücktes Selbst-Foto
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Titel: Auch das bin *ich

Sollte *ich dem Titel noch ein: Leider anfügen? Sie werden vielleicht nach dem lesen des SZ-Artikels verstehen, warum *ich den Titel mit einer verdrückten Träne nach-würzen wollte, *mich aber trotzdem in die unten beschriebene Gesellschaft einreihe.

Die längeren Leses wissen, was *ich hier seit Jahren tue, um was es *mir hier geht, und was *ich durch auch mein Forschen und Schreiben erreichen möchte: Gleich=Wertigkeit. In erster Linie - Egoist, der *ich natürlich auch bin - für *mich, zu all Ihnen hin, um *ich herum, aber ebenso wichtig zwischen uns allen Menschen. 

So dass die Unterschiede [Vertikal] "unter" uns ausgeheilt {Sie mögen das vollkommen anders beurteilen, *mir jedoch ist die starke Hierarchisierung aller Menschen und auch deren Gruppen und Gesellschaften unterEinander ein Greuel, eine heimliche Krankheit, zumindest eine Kränkung, die uns an fast [!] jedweder Freude hindert. Dazu am Schluss noch ein paar Sätze} werden / wären und die grundlegende Verschiedenheit {Horizontal} von uns Allen kein Anlass mehr für Ängste, Abneigung, Feindschaften, gar Hass und soooo viele Tötungen ist.

Und dann lese *ich gestern diese Rezensionen und deutliche Meinung in das SZ, und bin im ersten Nachklang bestürzt, enttäuscht, verblüfft und dann wütend!

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 02. April, von Alex Rühle.


Obertitel: Soziale Gerechtigkeit in Deutschland
Überschrift: Dummköpfe ante portas
Untertitel: Vom Kindergarten bis zum Erbe - Ungerechtigkeit. Zwei Bücher beleuchten das deutsche Klassensystem aus unterschiedlicher Perspektive. Die Autoren kommen zum selben Ergebnis: Egal, wie sehr man sich anstrengt, am Ende zählt nur die Herkunft.

Der eine geht das Problem von unten an, aus der Sicht und Schicht der Arbeiter, die andere von oben, aus der Perspektive der Reichen. Marco Maurer untersucht den biografischen Anfang, Julia Friedrichs die finanziellen Folgen des Endes. Und beide, das ist das Verstörende an ihren soeben erschienenen Büchern, beide kommen zu demselben Schluss: ob nun in der Schule oder im Beruf, es ist egal, wie sehr man sich anstrengt. Am Ende zählt einzig die Herkunft. Willkommen in der BRD 2015, willkommen in der Ständegesellschaft 2.0.

Eine der zentralen Ungerechtigkeiten in diesem Land lässt sich in drei Zahlen zusammenfassen: 100 - 77 - 23. Von 100 Akademikerkindern beginnen 77 ein Hochschulstudium, in Nicht-Akademiker-Haushalten schaffen es nur 23 Kinder an die Universität. Die Zahlen stammen aus der aktuellen Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks. Der Journalist Marco Maurer fand sie in der Zeitung. "Auf einmal las ich nicht mehr das Ergebnis irgendeiner Studie. Ich las etwas über mich selbst. Meine Biografie in zwei Zeilen gepresst."

Vater Kaminkehrer, Mutter Friseuse: Klar, die Realschule ist nichts für ihn

Maurer ist das, was ein "Arbeiterkind" genannt wird, wobei er den Begriff nicht leiden kann, schleppt man so doch die eigene Herkunft wie eine Eisenkugel hinter sich her. Vater Kaminkehrer, Mutter Friseurin, glückliche Kindheit in einem Dorf in Bayrisch-Schwaben, jedenfalls bis zur sechsten Klasse, bis zu jenem Tag, an dem seine Mutter in die Sprechstunde ging und sein Lehrer ihr sagte: "Marco sollte auf der Hauptschule bleiben, die Realschule ist nichts für ihn."

Als die Mutter den plötzlichen Leistungsabfall ihres Sohnes erklärte, Scheidung, Umzug, Schulwechsel, ob er nicht doch bitte den Aufnahmetest für die Realschule machen könne, entgegnete der Lehrer: "Das hat doch keinen Wert bei ihm, Frau Maurer." - Voilà, der deutsche Bildungsrassismus, zusammengefasst in einem einzigen Satz, ein Elfjähriger, der keinen Wert hat.

Einzelschicksal?
Von wegen: Das Mainzer Soziologie-Institut schreibt, dass Lehrer in Deutschland, verglichen mit anderen Ländern, "besonders schicht- und ethnienspezifische Empfehlungen aussprechen". In Bayern besuchen Akademikerkinder sechsmal häufiger das Gymnasium als Kinder aus bildungsfernen Milieus. Akademikereltern setzen sich gegen Versetzungen ihrer Kinder in die Real- oder Hauptschule zur Wehr, Eltern aus bildungsfernen Schichten akzeptieren sie - Maurer machte nach dem Werturteil seines Lehrers erst mal nur den Hauptschulabschluss.
Kurzum: "Fakt ist, dass unser Bildungssystem Abgrenzung stabilisiert."

Der Satz stammt vom Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Marco Maurer zitiert ihn genauso wie all die oben erwähnten Studien in seinem Buch "Du bleibst, was du bist - Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet" (Droemer, 288 Seiten). Maurer hat sich dafür auf eine Reise durchs deutsche Bildungssystem gemacht, er hat mit Schulforschern und Neurologen gesprochen, er hat Parteiprogramme gewälzt, hat über die gähnende programmatische Leere in Sachen Chancengleichheit bei der SPD gestaunt und erlebt, wie beim Bildungsbrunch der Kölner FDP die rhetorischen Zugbrücken hochgezogen wurden (das Gymnasium als Hort der Elite ist in Gefahr, Dummköpfe ante portas).

Ein Kapitel, das einem die Tränen in die Augen treiben kann

Und er hat ein paar Tage lang eine Schule in Finnland besucht, ein Kapitel, das einem die Tränen in die Augen treiben kann: zwei Lehrer für zehn Schüler, Migrantenkinder sind nicht in Resteschulen ausgelagert, sondern sitzen mit im Unterricht. Alle Materialien sind umsonst. All das hat man schon gelesen. Neu ist der Blick der Finnen auf Deutschland. Von Helsinki aus wirkt das deutsche System wie irgendeine mittelalterliche Erfindung, ungerecht, statisch, feudalistisch. Eine Lehrerin, die länger in Deutschland war, kann bis heute nicht fassen, dass Gymnasiastenkinder nur mit anderen Gymnasiasten befreundet waren. "In Finnland sind wir alle nur Menschen, alle sind gleich, aber in Deutschland gibt es diese Art von Menschen und jene Menschen, mindestens zwei, eher drei Gesellschaftsgruppen."

Immer wieder gibt es in diesem Buch den verwunderten Blick von außen: Franzosen, die darüber staunen, dass bei uns nicht alle Krippen umsonst sind, schließlich öffnet sich die Bildungsschere schon in einem Alter, in dem die Kinder noch nicht mal "Schere" sagen können. Oder die Hirnforscherin von der ETH Zürich, die sagt, eine Begabungsprognose in der vierten Klasse sei "hochgradig unseriös". Und dann ist da noch der finnische Lehrer, der Maurer einmal abends in die Stadt bringt und zum Abschied fragt: "Weißt du eigentlich, dass ihr Deutschen genau das Schulsystem habt, das wir vor 40 Jahren abgeschafft haben, weil es uns zu altmodisch und zu ungerecht vorkam?"

Doch, Maurer weiß das sehr genau. Er hat eine furiose Abrechnung mit unserer bildungspolitischen Klassengesellschaft geschrieben, die traurige Chronik eines Landes, das Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern in den Siebziger- und Achtzigerjahren echte Aufstiegschancen bot, aber dieses große bildungspolitische Kapital wieder verspielt hat. "Damals", so Klaus Wowereit, "wussten alle: Wer sich anstrengt, wird belohnt. Sozialer Aufstieg durch Bildung wurde 'machbar'."

Maurer macht sichtbar, warum Lebenschancen heute wieder viel mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängen: Unbezahlte Praktika sind ein unsichtbarer Selektionsmechanismus, man muss sie sich nämlich leisten können. Und eine Studie der Universität Paderborn belegt, dass Studierende aus einfachen Verhältnissen heute kaum eine Chance haben, Karriere an der Uni zu machen: Da man anfangs nur schlecht bezahlte Zeitverträge im Mittelbau bekommt, braucht es jahrelange ideelle und finanzielle Unterstützung durch die Familie. Die Soziologin Angela Graf glaubt deshalb, dass sich in Zukunft nur "Menschen mit Kapital im Rücken" noch eine Karriere im Wissenschaftsbetrieb leisten können.

Das Kapital im Rücken, vulgo: Erbe. Julia Friedrichs stellte mit Anfang 30 fest, wie sich ihr Freundeskreis auf einmal diskret entmischte. Alle hatten bis dahin ähnliche Jobs, alle waren aus der Provinz nach Berlin gezogen, um sich als urbane Nomaden neu zu erfinden. Familie, Herkunft, Elternhaus, all das kam nur in skurrilen Anekdoten vor. Dann aber zogen die einen plötzlich in Townhouses, die 600 000 Euro kosten, während die anderen in ihren Mietwohnungen blieben. Die einen hatten geerbt, die anderen nicht. Und alle berufliche Anstrengung wirkte plötzlich wie biografische Fassade, Zeitvertreib, Hobby.

Schulden erbt die Allgemeinheit, Reichtum erbt das eigene Kind

Darüber reden wollte keiner so richtig, denn Erben ist ein Tabuthema. Nicht mal die Parteien oder Behörden wissen genau, wie viel momentan vererbt wird. Sicher ist nur: Es ist enorm viel. Die größte Erbschaftswelle der Geschichte steht bevor, je nach Schätzung werden zwischen zwei und vier Billionen bis zum Jahr 2020 weitergegeben. Jährlich sind das mindestens 250 Milliarden Euro, fast so viel wie der gesamte Bundeshaushalt. Die Wirtschaftswundergeneration hinterlässt einen verschuldeten Staat. Und sie hinterlässt gleichzeitig das größte Privatvermögen aller Zeiten. Die Schulden erbt die Allgemeinheit. Den Reichtum erbt das eigene Kind.

Julia Friedrichs hat für ihr Buch "Wir Erben" (Berlin Verlag, 319 Seiten, 20,60 Euro) in der Welt dieser "unsichtbaren Parallelgesellschaft" recherchiert, wie eine Bosch-Erbin ihr eigenes Milieu nennt, einer Welt, die selbst einige ihrer Vertreter mittlerweile beunruhigt als "feudalistischen Kapitalismus" bezeichnen.

Das Beunruhigende daran ist, dass die Politik seit Jahren nach Kräften mithilft, diese Umverteilung möglichst unsichtbar über die Bühne gehen zu lassen. Deutschland ist eine Steueroase - wenn man reich ist. Wenn man erbt, ist es ein Paradies. Deutschlands Vermögende tragen viel weniger zum Steueraufkommen bei als Millionäre in Frankreich oder Großbritannien. "Beate", eine der von Friedrichs porträtierten Erbinnen, hat deshalb auch ein schlechtes Gewissen und wünscht sich eine höhere Erbschaftsteuer: "Wenn man von dem Erbe ganz viel in Bildung investiert, dann könnte man die Gesellschaft schon zum Guten verändern."

Die Politik traut sicht nicht einmal, über die Schieflage zu diskutieren

Könnte man. Die kleinen Marco Maurers unserer Tage wären wahrscheinlich dankbar. Dazu müsste die Politik eine solche Umverteilung aber erst mal wagen. Danach sieht es nicht aus. Den Appell, den der Millionär Dieter Lehmkuhl 2009 verfasste und in dem er forderte, jeder, der mehr als 500 000 Euro besitzt, solle zwei Jahre hintereinander je fünf Prozent seines Vermögens zahlen, unterzeichneten 64 Vermögende. 64 von 2,2 Millionen.

Was aber heißt es für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn zusehends mehr Kinder das Gefühl bekommen, eh keine Chance zu haben? Wenn immer mehr Erwachsene spüren, dass der Wohlstand nach einem Prinzip verteilt wird, das den Leistungsidealen der Marktwirtschaft und dem inhärenten Gerechtigkeitsversprechen des Sozialstaats Hohn spricht? Und wenn sich die Politik nicht mal traut, über diese eklatante Schieflage offen zu diskutieren? Der SPD-Politiker Lothar Binding sagte Julia Friedrichs bedauernd, das Thema sei einfach nicht vermittelbar, "die Debatte würde sofort in Richtung Neid und Abzocke driften."

Stimmt leider: Nachdem Die Zeit ein Kapitel aus "Wir Erben" abgedruckt hat, gab es mehrere Leserbriefe, die belegen, dass viele Erben den Sozialvertrag längst aufgekündigt haben. Die Leser schrieben, ihr ganzer Reichtum sei durch Leistung, Mut und Geschick gewachsen und werde zu Recht vererbt, "der Staat ist nur gierig auf die Erbschaftsteuer", es sei empörend, dass die Zeit einstimme "in den Chor jener, die Neid auf diese Erben erzeugen wollen". Kein gutes Zeichen, wenn die blosse Frage nach Gerechtigkeit sofort als Neid denunziert wird.

Ende SZ-Text

In Deutschland wird also die gegenseitige Denunziation und Auf-, Abwertung nur etwas besser verwaltet, als in anderen Menschen-Gesellschaften. Das wars.

Nein, kein Mensch scheint auch nur im Ansatz zu erahnen, was uns durch dieses mörderische - JA, MÖRDERISCHE! Spüren (darin auch das lesen oder auch das hören) Sie doch mal in das Selbst und Menschenweit herum und erkennen wie viel Armut, Konflikte und Kriege und Morde um Rangplätze, um Oben und Unten geführt werden. Das dritte reich und das Shoah ist dabei "nur" eines dieser andauernden trieb- und angstgesteuerten Exzesse, wenn auch das bisher wütendste und vernichtendste. - Tun an Erfolgen, an nicht-verletzendem Leid und Freude und Erkenntnissen vorenthalten wird. Kaum ein Mensch!

Derweil sind diese beständigen Rangeleien um Stellungen und Positionen in "nur" efühlten und erzwungenen Höhenlagen und Schichtungen längst unnötig.
Warum "nur"? Weil Gefühle und auch die jeweiligen Stellungen sind ja doch etwas sehr konkretes. Ja, das sind sie, das ist Fakt.
Noch.

Warum unnötig?
ZielFrage: Warum ist die zellulare Lebendigkeit und dessen sozial erLebenden Gruppen (LebeWesen und dessen Gemeinschaften), zur Hierarchien-Schichtung, zur Unterschiedenheit gezwungen? Gezwungen worden.
Warum ist dabei die friedliche Anerkennung des allem daSein - und wohl auch dem DaSein? - zugrunde liegenden Verschiedenheit, so furchtbar schwierig geMacht worden?

Dass dieses Entwicklungs-Produkt bisher nützlich war, ist *mir klar, denn ohne den Faktor Hierarchisierung, hätte das Evolution auch das Mensch nicht entwickelt. Ohne das Hierarchie gäbe es vielleicht auch keine Evolution?

Es ist also eine ziemlich zentrale Forderung: Schichtet Euch!
Bildet Euch ein Oben, ein Unten und fast AllEs und All-Es DaZwischen. Wobei das erdmondliche Lebendigkeit meist Pyramiden ein bildet. Das Masse als Bodensatz und dann zugespitzt nach ..., nach wirklich Oben auf jeden Fall nicht, denn alle die scheinbar über sind, schweben nicht über oder stehen über, sie nutzen alle in Etwa die gleiche Höhe. Und sind auch in keinerlei Weise ein Besser-Es (Mensch). Schlechtestenfalls in unserer Einbildung.

Also, warum unnötig?
Nächste ZielFrage: Bricht irgendEtwas, All-Es oder ein-Es zusammen, wenn wir das Schichten und das Oben, DaZwischen, Unten, das Schlechterstellen und das Besserstellen und das Starstellen von Menschen und von Menschen-Gruppen aus uns entfernen? Wenn ja, was?

Mit diesen Fragen lasse *ich es hier erst mal gut sein, allerdings mit der Ansage, dass *ich gewiss bin, dass wir soweit sind, den Trieb [Zwang] und das überFordern zur Schichtung abzugeben, an ..., vielleicht besser zurück zu geben, an ...

... üss