Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Samstag, 30. Mai 2015

Die Kunde vom x is ni x

Titel: Singer-Abgrenzung

Gestern habe *ich zum ersten Mal durch mehrere Zeitungs-Artikel den australischen Philosophen Peter Singer wahrgenommen, zumindest bewusst. Dessen Bücher und Thesen und Themen *ich also bisher nicht "kannte". In Anführungszeichen, weil *ich nicht weiss, was *ich davon in das Vergangenheit un-bewusst aufgenommen habe, vielleicht durch Zwischensätze in Artikeln zu anderen Philosophen oder zu Themen von Tierschutz bis Menschen-Rechte, oder im TV in Dokumentationen oder Wissenschafts-Sendungen.

Hier der Wiki-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Singer

Warum erwähne *ich das? Weil die gestern erlesenen Thesen und Themen und Meinungen von Peter Singer, meinen Ahnungen und Einfühlungen und Aus-Spürungen ziemlich nahe kommen. Ziemlich.

Da *ich nur aus zweiter Hand von Herrn Singers Meinungen und Ansichten weiss, kann *ich freilich nicht mit Sicherheit wissen, ob *ich vielleicht sogar schon einen weiteren Schritt gegangen bin, denn, das was *ich so erlesen habe, schien *mir noch zu Menschen-fixiert zu sein.


Und eins ist dabei gewiss, es ist fast unmöglich, als das Ergebnis und das daSein einer Spezies, diese Spezies und alles was darin enthalten ist, an Biologie, an Historie, an Jetzt, an internen Verbindungen und Verbindlichkeiten, an den besonderen Bedürfnissen, an allgemein gültigen An- und Aus-Sichten und sogar festgeschriebenen "Weisheiten" nur für kurze RaumZeit in einen weiteren Zusammenhang ein zu setzen und somit nur noch z.B. sehr sehr sehr wenigst Mensch noch zu sein.
Fast.

Wie könnte ein LebeWesen je vergessen, was -Es ist und, was -Es braucht, um das erste mal einigermassen das Ganze wahr zu spüren und zu fühlen? Bisher kann Mensch nur Mensch-daSein und AllEs und All-Es andere ist entweder unwichtig oder beängstigend oder Geschwurbel.

Einmal DaSein, einfach nur eine kurze RaumZeit-Spanne ALLES sein.
Ist das unser Ziel, Sinn, Entwicklung, Zweck, Anspruch, Wunsch?
Könnte sein?
.
Hat *mich im Vorbeigehen so angewunken,
huhu, hierher kucken!
Ich, vollbepackt
mit Einkaufstüten vom Wochenend-Einkauf,
wollte nur endlich zu Hause ankommen,
um das Schwere Zeug los zu werden,
aber Nein! Huhu. Hier sind wir!
Also gut!, dachte *ich,
stellte eine Tasche ab,
holte den Foto raus
und sagte: "Bitte
lächeln, cheese"
.
Titel: Das daSein als "Zitrone"

.


Ich vermute mal, dass *ich für die meisten
von Ihnen da DrAussen, um *ich herum,
so ungefähr dem Geschmack einer Zitrone
gleiche: Sauer im Aufgang, Bitter im Abgang,
und leidlich Gesund in der nach-Wirkung?
.
Wenn dem so ist, ist es gut.
Wenn nicht, dann Nutella-Brot.
.
Titel: Das kurze dasein als Kräuter-Quarkbrot mit Tomaten auflage
.
Beiss, kau, kau, kau, kau, kau, kau,
kau, kau, kau, beiss, kau, kau, kau,
kau, kau, kau, ... schmatz, ..., ..., ...,
scheisse.
.
Titel: Das "deutsche-Mensch-Krämpfchen im Gemüt" des Standortproblems

Die Frage, die *mich im Hintergrund seit ein paar Jahren bewegt, ist: Wie gelingt es, dass Alle Menschen, Alle anderen Menschen als Menschen anerkennen, nicht nur die paar, die Sie jeweils kennen, oder die Ihnen in Sprache, Kultur und vor allem im Äusseren ähnlich sehen?

Denn eins wird *mir beim lesen von Kommentaren immer deutlicher, das Mensch erkennt 99,99 Prozent des anderen Menschen NICHT als gleich-wertig an. Nicht als gleich-wichtig, nicht als gleich-berechtigt, nicht als gleich-bedürftig, eigentlich also als nichtig.

Und das geht ja nicht nur irgendeiner "Schicht", einer Gruppe, einer Familie, oder Gemeinschaft so, das ist ein Gefühl, eine Selbst-Einschätzung, die normal ist. Dort, wo [das / ]es nicht normal ist, fast alle anderen Menschen abzuschätzen und schlecht zu behandeln, da ist diese nicht normale Gleich-Wertigkeit entweder hart erlitten, oder auf fast wunderbare Weise vorgelebt, oder in Freiheit (Zufall, Möglichkeit) entstanden.

Aber zurück zur Normalität, des ignorierens und der Wurschtigkeit im Umgang im MitEinander und zu der ebenfalls normalen Ironie oder gar dem Zynismus, das fast stets aufscheint, wenn ein-Es diese Normalität auch nur um Nuancen verlässt.

Eine Reaktion auf einen F.A.Z.-Artikel in fb.
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/arbeitskraeftemangel-droht-wegen-geringer-geburtenrate-13618671.html

Überschrift: Kindermangel gefährdet den Standort
Untertitel: Eine Vielzahl neuer Studien untermauert nun noch einmal das Problem der Arbeitskräftelücke. Deutschland ist das Land mit den wenigsten Geburten auf der Welt. Das wird neuen Studien zufolge zum Standortproblem.

Mein Kommentar:
Das mit dem "Standortproblem" ist wohl ein Witz. So fasse *ich das auf jeden Fall auf, bei einer Menschen-Anzahl von inzwischen 7,3 Mrd. Hahaha!

Standortproblem, wie witzig ist das denn, hahaha. Ja klar, wenn deutsches (?) Mensch nur das deutsche-Mensch-Krämpfchen im Gemüt kennt, dann entdeckt es ein "Problem", wo in Wirklichkeit keines ist; statt darauf passend zu reagieren, was aktuell ansteht, nämlich die aktive und fördernde und anerkennende Integration von Menschen, die gerne die Lücken hier füllen würden, statt in der Wüste zu verdursten oder im Mittelmeer zu ersaufen.

Ein mit-Kommentator schrieb daraufhin: "ganz richtig Oliver-August. Ich bin auch sicher das du deinen beitrag bei der integration ganz höchstpersönlich übernommen hast und bei dir zu hause mindestens zwei afrikaner und drei araber wohnen lässt und ihnen flugtickets spendierst um ihre kinderreichen großfamilien nach zu hohlen. Das mittelmeer ist gefährlich und wer hat schon 5000 € um vom Senegal bis nach München per schlepper reisen zu können ?????
Du bist ein vorbildlicher weltbuerger!"

{Da habe *ich dann schon ein wenig angesäuert reagiert und antwortete:}

Und Sie haben oben angeschriebenes "deutsche Mensch Krämpfchen im Gemüt" und können deshalb nicht erkennen, dass Menschen auch in Afrika erLeben, Sie entledigen sich (und diese Menschen) der Menschlichkeit, indem Sie klein "afrikaner" und klein "araber" schreiben. Das ist vorbildlich Alt-Deutsch, und *mir entsetzlich befremdlich.
Ja, engen Sie nur weiter Ihren Blick soweit ein, bis Sie nur noch DEUTSCHLAND singen und über irgendwas in der ... Was?

Aber jetzt mal Tatsachen hochheben, so von Mensch zu Menschen-Feind, sind Sie doch irgendwie, hihi, oder, na ja, wie dem auch sei, wer so engstirnig ist, sieht vor lauter Baum den Wald nicht.
Das meint, dass diese Menschen erstens Gleich=Wertig sind und zweitens, wenn wir sie hier in Würde und Freundschaft aufnehmen, diese Menschen unser Sozialsystem und unser MitEinander und unser Trinken und Essen und unsere Feste und und und bereichern, aber in nichts gefährden, so wie Sie das nicht nur an die Wand malen, sondern durch Ihre Ignoranz und Beleidigungen auch tun.

{Und dann fügte *ich noch allgemein hinzu:}

Ach übrigens, falls hier irgendein-Es wegen Geld jammert und an dem armen Deutschland klammert, dem kann *ich nur wiederholt mitteilen, dass die EZB gerade Billionen Geld, also Euro, zur Bankenrettung druckt. Da ist doch die Frage, was braucht dringender Rettung, Banken (*ich will nicht verhehlen, dass "Banken" aus Menschen bestehen und nicht so sehr aus Beton ... obwohl? Und dass mit den Banken auch ein paar hunderttausend Anleger "gerettet" werden; nur "gerettet" von oder vor was?) oder Millionen Menschen überall um unseren kleinen Planeten herum?

Ach, *ich vergass fast, Banken sind SystemRelevant, Menschen können ruhig verrecken. Ja, ja, so handhaben auch wir deutschen Menschen das bisher, Billionen für ein paar tausend Banker {später eingefügt: und deren Millionen Kunden, für die es garantiert keine andere Alternativen, als diese "Banken-Rettung" gibt?} und nur ein paar Millionen für flüchtende und verarmte Millionen Menschen.
Weiter so, oder?
.
Und hier die ganze Rasselbande
.
Titel: Vom beginnenden Verlust des Mangels an allgemeinem Reichtum

"Kommt Armut durch die Tür ins Haus, / Fliegt die Liebe gleich zum Fenster hinaus."

Diese gute Beobachtung wird einem Hamburger Dichter und Juristen des 18.Jhts. zugesprochen: Barthold Hinrich Brockes (1680 - 1747), ist aber wohl wesentlich älter und in vielen Varianten menschenweit bekannt.

Nun, was passiert gerade in das EU?
(Und *ich denke dabei nicht bloss an die vielen Menschen, die hier in EU Schutz und Respekt und Anerkennung als menschliche Wesen suchen, und Denen das in Massen verweigert wird.)

Und was passiert seit Jahrzehnten an der Südgrenze der USA, und damit auch in den USA?

Aber dieses Sprüchlein reicht ja noch viel näher an und in das Mensch-daSein heran und herein, und ist damit vollkommen natürlich und verständlich als Reaktion.
Mangel zeehrt an ein-Es, und wenn das Mangeln an ein-Es zeeehrt, wo soll da noch das Zuneigung bleiben? So weit, so natürlich und noch normal, aber ...
Aber ist das noch stimmig, diese Normalität und dieses Gefühl des Mangels?

Nein! Ruufe *ich! Nein!
Mensch nehmt / nimm diese altertümliche GeWissen-losigkeit ab und nimm das Wirklichkeit wahr, ohne Zwischen-Instanz oder Angst-Filter.
Mangel ist in jedem Fall behebbar, auch das Mangeln im Selbst-Gefühl (z.B. an Verständnis und vorurteilsfreier Anerkennung für ander-Es) ist behebbar, erst recht Alle materiellen Mängel.

Wissen, Geld, Energie, Findigkeit, Technik, Wasser, Nahrung, ...
Alles so überreich vorhanden, dass wir gar nicht wissen wohin damit; und es entweder bunkern (Kapital und Wissen) oder gar nicht wissen wollen, was damit alles anzufangen ist (Wasser, Findigkeit, Energie), oder es gar vergammeln lassen (Nahrung).

Oh Mensch, wann ergreifst Du die Vernunft und das Wissen und das Nüchternheit, das Dir auch gegeben ist, und handelst, statt nur dahinzurumpeln und nichts hinzukriegen, als eben das?

Diese Menschen- oder sogar LebeWesen-Erkenntnis (in dem obigen Sprüchlein) ist auch deshalb interessant, weil es so viele Beziehungs-Konflikte erklärt, und weil es eben dabei nicht bloss um Reichtum materieller Art geht, sondern auch um das Fehlen (Mangel) an Wahrhaftigkeit, an Aufmerksamkeit, an wechselseitiger Achtung, an Vor-, Rück- und UmSicht und an Mit-Empfinden. 
Überhaupt das Fehlen an Gefühl auch in und für das persönliche Selbst ist ein dauerhafter Mangel. Und bitte den VorSatz nicht mit Egoismus gleichsetzen! 
Irrtum. Egoismus ist ein deutliches Anzeichen für fehlendes Selbst-Gefühl, je Egozentrischer, desto weniger persönliches Gefühl. Egozentrik ist reine fast gefühllose Triebsteuerung, so habe zumindest *ich das erfahren.

Das Sprüchlein ist eine Selbst-Erkenntnis und fordert zu Veränderungen auf. Wie kann es sein, dass Mangel (Armut) jedweder Art, immer sofort das Erlöschen von Zu- und Hinwendung, von Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und liebevollem Kümmern bedeutet, also dem Gegenteil von dem, was Mangel (Absenz von Etwas) braucht? Warum ist uns die gegebene Fülle nur Dreck und Ignoranz wert?

Ist unsere erLebens-Dauer noch nicht lange genug, um das daSein im DaSein passend Wert zu schätzen und entsprechend eben nicht zu miss-handeln?
.
Mensch-daSein nach Strassenfest
Allerdings ein Feiertag für Flaschensamml-Es
.
Titel : Was weiss das x, vom x?

arte teilte auf fb einen Link zu einer Sendung zum Thema Maschinen und einen Übertrag menschlichen Bewusst-Seins auf diese.

Hier der arte-Link: http://tracks.arte.tv/de/meine-frau-der-roboter

Das herr-liche ist, dass bereits ohne je detailliert oder genauer zu wissen was das ist und ausmacht (Bewusst-Sein), davon geschwafelt ('tschuldigung) wird, dieses fast völlig unverstandene und erst recht unbegriffene, irgendwo hin zu "übertragen". Was bleibt *mir anderes, als solche Phantastereien und Stümpereien zu belachen.

Mein Kommentar war demnach der:

Das schöne ist, dass noch kein Mensch auch nur annähernd ahnt oder gar umfassend erklären könnte, was menschliches Bewusst-Sein ist. Was da alles mit einzubeziehen ist und was alles dazu nötig ist, um das Bewusst-Sein eines erdmondlichen LebeWesens zu erregen.
Also, aufgrund dieser Fakten: Was wird da auf eine Maschine übertragen? 
Bewusst-Sein nicht.

Bewusst-Sein hat ein-Es, aber übertragen kann das kein-Es. Was wird da also übertragen? Von einem lebendigen Wesen einer ganzen Gruppe und ellenlangen Kette an gleichen LebeWesen, auf ein Maschin, das weder gezeugt noch stirbt, das weder wächst noch schmerzt, das weder liebt noch verzweifelt? 

Nichts menschliches auf jeden Fall. Nur Dumpfbacken schreiben davon, dass ein LebeWesen auf ein Maschin "übertragbar" ist, oder auch "nur" dessen Bewusst-Sein. Kluge Menschen lächeln milde, aber diese triebige Dumpfheit der Selbst-Vergessenheit oder Selbst-Verdrängung macht auch Angst.
Denn, w-Es weiss schon, was da an dumpfer ZerstörungsKraft dabei heraus kommt, oder?
Nicht.

Antwort eines Mit-Kommentators: "Ah, wir wissen nicht, was es ist, aber übertragen kann man es nicht, wer das denkt ist eine Dumpfbacke? Klingt nach "Verstehe ich nicht. Das ist doof. Und du sowieso." Geile Argumentation."

Na, dann klären Sie *mich doch mal auf, was Bewusst-Sein alles braucht, um zu erblühen, und wo es überall oder auch pointiert in einem lebendigen Körper zu verorten ist?

Dann nehme *ich das "Dumpfbacke" zurück. Was ist denn das für ein [dumpfes?] Menschen-Bild und also Selbst-Einschätzung zu g/Glaube[n], dass Mensch-daSein sei auf Maschinen übertragbar!
Verzeihung, w-Es das glaubt, hat se nich alle, und weiss vom Mensch-daSein soooo wenig, dass es gerade für einen Prozessor reicht.

Himmel noch mal!?, wir stehen am Anfang einer Entwicklung und wollen schon bei den geringsten Anstrengungen mehr daraus (aus unserem daSein) zu machen, in Maschinen verschwinden, wie blöd ist das denn, Mensch!?
Das ist traurig für ein-Es, das von mehr weiss. :-(

Eine Antwort darauf blieb aus.

Donnerstag, 2. April 2015

Das Verhältnis von Tier zu Tier in das Sprache

Titel: Von der Einfachheit unserer menschlichen Kommunikation

VorGeschichte:

Sagt das eine gTier zum anderen gTier: "Na, wollen wir's mitEinander treiben!?" "Ja, gerne,". War eine Antwort: "wo?". "Da vielleicht?" Fragte das erste und zeigte in eine Galaxie hinein: "Dort schaut es so hübsch aus und die Gegend ist auch so schön ruhig. Nicht?" "Doch." Gab das andere zurück und sagte: "Ja, schaut gut aus dort, ja, da wollen wir es mitEinander treiben." "Und wie nennen wir den Ort?" Fragte das erste. "Wie wäre es mit Erde-Mond?" "Vielleicht?" Antwortete das andere, aber. "Wollen erst mal spüren, ob das auch passt?" Gab das erste zurück. "Na, dann nix wie hin, dort wollen wir es endlich mitEinander treiben!" Forderte das andere auf. "Wild!" Jauchzte das erste. Und so geschah es dann. Oder?

Vorwegg - und das ist vorwiegend für *mich geschrieben, da *ich aus meinen "Erziehungs-Erfahrungen" her, allzu schnell zu Vorwürfen neige -: aus dem Folgenden, oder überhaupt aus irgendwelchen {Selbst-}Erkenntnissen eine Schuld zu konstruieren oder zu behaupten, ist kompletter Unfug! Das Mensch und das Menschheit hat / haben keinerlei Schuld am menschlichen Handeln und auch MissHandeln. So empfinde *ich das, auch wenn *ich da einem womöglich natürlichen Reflex widerspreche, der behauptet, dass das was wir tun auch von uns verantwortet werden muss. Das ist / wäre (!) erst der nächste Schritt.

Bisher, bis hierher und jetzt, handeln und "misshandeln" (Was beurteilt das, ob eine Handlung miss[t] ist?) wir - und das betrifft mit uns und neben uns Alle Mit-LebeWesen - fast ohne jede Einsicht in den Grund unseres Handelns. Und das "fast" im VorSatz beinhaltet nur ein teils spekulatives Grundwissen von unserer Herkunft, unserer millionenjährigen Entwicklungs-Geschichte, den Prägungen, die wir dabei erlebt und erlitten haben und erst recht einem vielleicht Sinn / Zweck unserer Existenz. Das einzelne Handeln mag fast immer einfach zu erklären und zu begründen sein, aber sicher ist das nicht; und oft genug weit hergeholt oder bestenfalls oberflächlich. 

Mit Vorwürfen an uns Selbst ist weder eine Erklärung zu erhalten, noch eine verbessernde Veränderung einzuleiten. Ich denke zu erinnern, dass schon ein Mensch namens Jesus von Nazaret dieses Faktum erkannte und - bis heute vergeblich - uns von dieser (zu frühen!) Emotion befreien wollte. Aber vielleicht fühle auch nur *ich so schnell Schuld, wenn *ich unsere Taten betrachte?

Das Mensch denkt vielleicht - wenn es davon / daran denkt -, dass unsere alltägliche Sprache differenziert und durchaus komplex ist, und das unser Sprechen von uns und von ausserhalb uns, durchaus den Tatsachen nahe kommt. Dass *ich daran nicht mehr nur zweifle, wissen die längeren Leses.
Dass *ich darin nicht alleine bin, ist auch bekannt, aber diesen Mit-Zweifler, den *ich nun präsentiere, kannte *ich bislang nicht, und habe Ihn vor kurzem erst in einer Publikation der Kulturstiftung des Bundes (Nr. 23) entdeckt, mit dem Ober-Thema : TIER

Sehr Interessant!
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Gefunden in Neukölln,
Weserstr.
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Wieder einmal bekenne *ich: hier schreibt und fabuliert und kommen-tier-t, ein [Säuge]Tier, der Gattung Mensch. Ganz stolz darauf, als ein solches da[zu]Sein, als Tier auf Erden nun zu wandeln und diese auch ein wenig zu verschandeln. Obwohl das Stolz sein wenig angebracht, weil *ich das Tier-sein selbst ja nicht vollbracht. Genug der erbärmlichen Poesie. Hier also das Fremd-Text:

Überschrift: Das Verschwinden der Bienen, oder: Die Singularität des Tieres

Von Srećko Horvat

Hier der Link zum Original der Kulturstiftung des Bundes:

Eine Frau sitzt lesend auf einer Bank im Central Park, zieht sich die silberne Haarnadel im Essstäbchen-Design aus dem Haar und tötet sich durch einen Stich in den Hals. Derweil auf einer Baustelle stehen Arbeiter herum und unterhalten sich, als urplötzlich jemand abstürzt. Weil die Arbeiter davon ausgehen, dass der Mann versehentlich vom Dach gefallen ist, rennen sie zu der Leiche hinüber. Aber es stürzt noch ein Arbeiter ab, dann der dritte und noch einer und noch einer. Wie auf Magrittes berühmtem Gemälde „Golconda“, wo identische, in dunkle Übermäntel gekleidete Männer mit Bowlerhüten vor einem Hintergrund aus Gebäuden und blauem Himmel herabfallen wie schwere Regentropfen, katapultiert diese Szene uns in das Universum des surrealen paranoiden Science-Fiction-Thrillers „The Happening“ aus dem Jahr 2008 unter der Regie von M. Night Shyamalan. Zur gleichen Zeit erklärt ein Schullehrer, der noch nicht weiß, dass das Unheil längst seinen Lauf genommen hat, Albert Einstein habe einst gesagt, die Menschheit könne ohne Honigbienen nicht länger als vier Jahre überleben.

Heute ist das Verschwinden der Honigbienen keine Nachricht mehr wert. Wie wir wissen, fing alles damit an, dass im Jahr 2006 in den USA ganze Bienenvölker schlagartig verschwanden. Seither tritt das Phänomen überall in Europa auf, erstreckt sich von Italien, Spanien, Griechenland und Belgien über Deutschland, Frankreich, Portugal bis in die Niederlande und so weiter. Viele Theorien und ein breites Spektrum möglicher Ursachen wurden diskutiert, eingeschlossen Pestizide, Parasiten, Viren, Umweltveränderungen und sogar Strahlung von Mobilfunkmasten. Unter Biologen scheint weiterhin Uneinigkeit zu herrschen, worin die wahren Ursachen des sogenannten „Bienensterbens“ liegen. Ein wissenschaftlicher Nachweis konnte bisher nicht erbracht werden. Allerdings sieht es danach aus, als würde Einsteins prophetischer Warnung, die Menschheit werde das Verschwinden der Honigbienen nicht überleben, inzwischen durchgehend zugestimmt. Warum? Weil es ein Drittel der Lebensmittel, die wir essen, ohne Bienen als wichtigste Bestäuber von Obst, Gemüse, Blumen und Feldfrüchten gar nicht geben würde.

Wenn wir das Problem des Aussterbens von Tieren beliebiger Gattung, darunter Bienen, in vollem Umfang begreifen wollen, sollten wir uns Jacques Derrida und seiner Auffassung des Tieres zuwenden. In „Das Tier, das ich also bin (weiterzuverfolgen)“, einem Vortrag, den er im Juli 1997 auf dem dritten, seinem Werk gewidmeten Kolloquium in Cerisy-la-Salle gehalten hat, sagt er, dass er gern im Singular den Plural an Tieren zu verstehen gegeben hätte. Derrida geht sogar so weit, dass er jeden Akt der Klassifikation, in dem das Tier im Plural postuliert wird, als „Tiere“, schlicht als Gewalt bezeichnet. „Unter den Nicht-Menschen, und getrennt von den Nicht-Menschen, gibt es eine immense Vielfalt anderer Lebender, die sich in keinem Fall – außer durch Gewalt und {des-} interessiertes Verkennen – in die Kategorie dessen homogenisieren lassen, was man das Tier (l’animal) oder die Tierheit (l’animalité) im Allgemeinen nennt.“

Mit anderen Worten, für Derrida ist es von größter Bedeutung, allgemeines Sprechen über Tiere zu vermeiden. Für ihn gibt es keine „Tiere“. Wer „Tiere“ sagt, habe nicht nur aufgehört, zu verstehen, sondern sei schon dabei, das Tier in einen Käfig zu sperren. Warum? Weil es beachtliche Unterschiede zwischen verschiedenen Tierarten gibt.

Zwei Jahre vor seinem Tod hat Derrida sich erneut mit dieser Problematik beschäftigt, und zwar in einem Dokumentarfilm unter der Regie von Kirby Dick und Amy Ziering aus dem Jahr 2002. „Es gibt keinen Grund, Affen, Bienen, Schlangen, Hunde, Pferde, Arthropoden und Mikroben in ein und dieselbe Kategorie zu sortieren. Es handelt sich um radikal andersartige Organismen des Lebens. Sie als ‚Tier‘ zu bezeichnen und sämtlichst, sowohl den Affen als auch die Ameise, in nur diese eine Kategorie zu stecken, ist eine äußerst gewaltförmige Geste. Vor allem aber ist es eine dumme Geste, alles Lebendige, was nicht menschlich ist, in eine einzige Kategorie zu pressen, theoretisch lächerlich, und sie hat teil an der nur allzu realen Gewalt, die Menschen Tieren antun. Das führt zu Schlachthöfen, zur industriellen Verarbeitung, zu ihrem Verzehr. All diese Gewalt gegenüber Tieren ist keimhaft in jener begrifflichen Simplifizierung enthalten, die von ‚Tieren‘ im Allgemeinen zu sprechen erlaubt.“

{Mancher Furor ist angebracht, dieser würde *mir etwas gedämpfter besser gefallen. "Tier[e]" ist für *mich einfach ein Kategorien-Begriff, der alle multi-zellularen nicht im Boden wurzelnden erdmondlichen erLebeWesen subsumiert. Wikipedia formuliert es so: Als Tiere werden Lebewesen mit Zellkern (Eukaryoten) angesehen, die ihre Stoffwechselenergie nicht wie Pflanzen aus Sonnenlicht beziehen, Sauerstoff zur Atmung benötigen, aber keine Pilze sind. Zur Energie- und Stoffgewinnung ernähren sich Tiere von anderen Lebewesen (Heterotrophie). Die meisten Tiere können sich aktiv bewegen und besitzen Sinnesorgane. Daran empfinde *ich erst mal nichts beleidigendes oder falsches. Das Fehler des Herrn Horvat, wie auch fast aller Menschen, liegt vielleicht in der Exkludierung des Menschen aus dieser obigen Definition. Einer kunstvollen Gegenüberstellung von Mensch und Tier, die an jeder Tatsache und näheren Einsicht scheitert. Kein einziges überprüfbares Forschungs-Ergebnis hat bisher eine Ahnung oder sogar einen Nachweis erbracht, dass das Mensch nicht in die oberen Definitionen des Kategorien-Begriffs "Tier[e]" passte. Die nicht-Zugehörigkeit ist bestenfalls Wunschdenken aber wohl eher verständlicher und natürlicher Ab- und AusGrenzungs-Trieb, den wohl auch ein Gepard so bestätigen würde; indem -Es ebenfalls behauptete in nichts, aber auch gar nichts mit den anderen mit-LebeWesen gleich zu sein; wenn -Es das so formulieren könnte.
Und was das Tatsache: Tiere essen Tiere angeht, verweise *ich auf meinen höchst erfolgreichen Beitrag zu den "sprechenden Er-Lebensmitteln" in das Sprechlichtung.}

Gewalt fängt nicht erst im Schlachthof an, sondern mit der Klassifizierung. Jedes Mal, wenn ich zu klassifizieren versuche, nehme ich auch schon Bestimmungen vor. Jedes Mal, wenn ich Bestimmungen vornehme, unterstelle ich die Kenntnis einer besonderen Eigenart, obwohl das Gegenteil der Fall ist: Ich definiere und klassifiziere gemäß meiner eigenen Natur. Wie können ein Affe und eine Biene in ein und dieselbe Kategorie passen, die „Tiere“ genannt wird? Wie kann ein Wal mit einer Fliege vergleichbar sein?

{Den Hintergrund des Furors von Herrn Horvat erkenne *ich an, möchte aber doch darauf hinweisen, dass es neben dem Oberbegriff / der Unterkategorie der erdmondlichen LebensFormen "Tier", noch hunderte weitere Unter- und Neben-Einteilungen gibt. Es ist *mir z.B. nicht im mindesten Unangenehm, zusammen mit allen Pflanzen und mit-Tieren in einer "Schublade" mit dem Aufdruck "Eukaryoten" zu "liegen". Respekt fürEinander und Mit-Empfinden zuEinander, ist für *mich keine Frage unseres Bedürfnisses nach Unterscheidung  (Vertikal), von Verschiedenheit (Horizontal) und Gleichheiten, deren richtiger oder auch [noch] fehlerhafter Benennung, sondern unserer noch mangelnder Anerkennung, mehr noch, der fast grotesken Verweigerung unserer Eingebundenheit und VollMitgliedschaft innerhalb der erdmondlichen Lebendigkeit. Unser "Problem" ist die grosse Angst und Unsicherheit vor den Konsequenzen für unser Handeln, wenn wir Menschen erst mal vollkommen begriffen haben, dass wir gleichberechtigtes Teilchen dieser Lebendigkeit sind. Und das ist ja wohl klar, dass dieses allgemein menschliche erfühlen und erspüren des Geborgenheit innerhalb und mit allen Mit-LebeWesen, von uns Menschen Veränderungen unseres bisherigen Verhaltens bewirkt. Herr Horvat scheint *mir auf dem Weg zu dieser Erkenntnis zu sein, verliert sich dabei aber noch etwas in Aufregung für "Delikatessen" des [Fach]Sprache[n]. Trotzdem bleibt sein Beitrag sehr interessant, also weiter damit.}

Die beste, wenn auch auf den ersten Blick vollkommen absurde Antwort liefert die fiktive Taxonomie von Tieren, die Jorge Luis Borges in seiner berühmten Erzählung „Die analytische Sprache von John Wilkins“ vorlegt. Die alternative Taxonomie von „Tieren“, entnommen einer alten chinesischen Enzyklopädie („Himmlischer Warenschatz wohltätiger Erkenntnisse“), ordnet jedes Tier einer dieser vierzehn Kategorien zu:

– Tiere, die dem Kaiser gehören
– einbalsamierte Tiere
– gezähmte
– Milchschweine
– Sirenen
– Fabeltiere
– herrenlose Hunde
– in diese Gruppierung gehörige
– die sich wie Tolle gebärden
– unzählbare
– die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind
– und so weiter
– die den Wasserkrug zerbrochen haben
– die von Weitem wie Fliegen aussehen

Besser als jeder anderen Klassifikationskritik gelingt es Borges zu zeigen, wie arbiträr der Versuch bleiben muss, die Welt zu kategorisieren. Warum sollte eine fiktive Taxonomie, in der Tiere „dem Kaiser gehören“ können oder „von Weitem wie Fliegen aussehen“, fiktiver sein als beispielsweise die Tierklassifikation von Aristoteles oder die Taxonomie von Linné?

Es ist kein Zufall, dass Foucault die himmlische Taxonomie von Borges in seinem Vorwort zu „Die Ordnung der Dinge“ verwendet hat. Er gesteht ein, wie belustigt, aber auch erschüttert er gewesen sei: „Bei dem Erstaunen über diese Taxonomie“, so heißt es, „erreicht man mit einem Sprung, was in dieser Aufzählung uns als der exotische Zauber eines anderen Denkens bezeichnet wird – die Grenze unseres Denkens: die schiere Unmöglichkeit, das zu denken.“

Diesem Paradox müssen wir uns stellen: dass wir nämlich genau im Augenblick der Schöpfung unser eigenes Denksystem begrenzen. „Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.“ (Genesis 2, 20) In der Genesis wird erzählt, dass Adam die Tiere benannt habe, noch bevor Eva geschaffen wurde; Sprache war also schon vor den „Tieren“ da. Den vier verschiedenen Fortbewegungsarten entsprechend klassifiziert die Bibel die Tiere in vier Gattungen: Gehen, Fliegen, Schwimmen, Kriechen. Einerseits ist der Akt der Benennung von Tieren ein Akt autoritärer Gewalt und Herrschaft; andererseits beweist er einmal mehr die Begrenztheit unserer Welt.

Wir könnten einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der Klassifikation geben – von den religiösen Texten über die antike Philosophie inklusive Platon und Aristoteles bis zur Taxonomie von Linné. Gleichgültig, wie fortgeschritten und ausgeklügelt eine neue Klassifizierung auch sein mag, Borges’ fiktionale Klassifikation wird uns nicht verloren gehen. Um das „Tier“ wirklich zu verstehen, reicht es nicht aus, es zu benennen, zu klassifizieren oder zu definieren. Wenn wir das „Tier“ verstehen wollen, sollten wir in der Lage sein, sein Leiden zu verstehen.

Und das führt uns unausweichlich zu einer der berühmtesten Episoden in der Geschichte der westlichen Philosophie, die von der Figur des Tieres nicht nur gekennzeichnet, sondern bestimmt wird: zu Friedrich Nietzsches geistigem Zusammenbruch am 3. Januar 1889 in Turin. Es gibt viele Deutungen dieser bekannten Geschichte von Nietzsche, der bewusstlos auf der Piazza Carlo Alberto liegt. In der berühmtesten heißt es, er sei Zeuge geworden, wie ein Droschkenkutscher sich über sein Pferd geärgert und angefangen habe, das arme Tier auszupeitschen. Dieser Anblick habe Nietzsche so gewaltig erschüttert, dass er zu dem Pferd gerannt sei, ihm die Arme schützend um den Hals geschlungen habe und anschließend zusammengebrochen sei.

Sind seine kurzen, als „Wahnbriefe“ bekannten Schriften wirklich die Manifestation eines „Wahnsinns“? Oder resultieren sie aus dem unerträglichen Anblick des leidenden Tieres? War das leidende Pferd tatsächlich nicht mehr als nur ein Auslöser, wie in den meisten Interpretationen behauptet, oder verhielt es sich so, dass Nietzsche in der Lage war, den Plural der Tiere im Singular zu vernehmen? Solange wir „Tiere“ im Plural begreifen, ist es unmöglich, ihr Leiden zu hören. Sobald wir befähigt sind, die Singularität eines Tieres zu verstehen – die Welt, die es trägt, die Welt, die sich durch seine bloße Existenz eröffnet, sowie die Welt, die sich mit seinem Tod schließt – ist es unmöglich, nicht stumm oder sogar wahnsinnig zu werden wie Nietzsche. Das ist der Grund, weshalb die meisten von uns noch „zurechnungsfähig“ sind und so leben, als würden die Tiere um uns herum nicht leiden.

Paradoxerweise bestand der erste Schritt hin zur Vernichtung der Singularität eines jeden Tieres ausgerechnet in dem Versuch, den Singular in der Pluralität von „Tieren“ zu entdecken, nämlich in der Klassifikation. Anstelle abstrakter „Tiere“ („gehende“, „fliegende“, „schwimmende“, „kriechende“ wie in der Bibel) verfügen wir nunmehr über präzise Ordnungssyteme, während wir den Tieren gleichzeitig ferner stehen als je zuvor. Klassifizierung diente dem Zweck der Rationalisierung, und Rationalisierung diente dem Zweck des Massenmordes.

Gibt es einen besseren Beleg als den folgenden? In seiner Biografie „Mein Leben und Werk“ von 1922 enthüllt Henry Ford, dass ihm die Eingebung für die Produktion mittels Fließband kam, als er, damals ein junger Mann, einen Schlachthof in Chicago besichtigte. Geschlachtete Tiere, die von Transportketten herabhingen oder auf Laufbändern lagen, rückten von einem Angestellten zum nächsten vor, und jeder einzelne dieser Angestellten hatte eine ganz bestimmte Tätigkeit im Gesamtprozess zu verrichten. Damit zog eine radikale Neuerung in unsere moderne, industrialisierte Zivilisation ein: Zum ersten Mal wurden das neutralisierte Töten und damit eine neue Ebene der Entkopplung des Arbeiters vom Tötungsvorgang eingeführt; zum ersten Mal wurden Maschinen genutzt, um den Prozess der Massenschlachtung zu beschleunigen.

Einerseits war es der Schlachthof, der zur Entwicklung des Fließbandkapitalismus beigetragen hat, mit zahlreichen Konsequenzen, die wir heute noch spüren und erleben. Andererseits ist es kein Wunder, dass an der Wand neben dem Schreibtisch Adolf Hitlers im Hauptquartier der Nazipartei in München ein lebensgroßes Porträt von Ford hing. Als Hitler 1931 von einem Journalisten der Detroit News gefragt wurde, was das Ford-Porträt an der Wand zu bedeuten habe, erwiderte er: „Ich betrachte Henry Ford als meine Inspiration.“ Bald darauf war Ford der erste Ausländer, der mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeichnet wurde, und kurze Zeit später ließ Hitler aus seiner Inspiration Wirklichkeit werden. Wo konnte die Rationalität des Tötens, das Fließband als typisches Merkmal des Schlachthofes, bessere Anwendung finden als in den Konzentrationslagern?

Nicht nur, dass die Juden in Viehwaggons in die Konzentrationslager transportiert wurden; die Wachmannschaften der Lager stammten direkt aus der Fleischindustrie. Wie Charles Patterson in seinem Buch „Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka. Über die Ursprünge des industrialisierten Tötens“ gezeigt hat, könnte dies dem Zufall geschuldet sein. Doch auch der Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß besaß eine Metzgerei; Kurt Franz, letzter Kommandant in Treblinka, war Metzger; Karl Frenzel, der die Öfen zuerst in Hadamar und anschließend in Sobibor befeuerte, war ebenfalls Metzger, und nicht zuletzt Heinrich Himmler hatte eugenische Versuche auf seiner Hühnerfarm durchgeführt. Und selbst Hitlers persönliche Leibwache war Metzger …

Viel wichtiger als diese historischen Merkwürdigkeiten und eventuellen Zufälle ist jedoch die Argumentation, auf die Patterson sich bezieht: Die Domestizierung und Unterwerfung der Tiere war das Modell, welches die Umwandlung von Menschen in Sklaven inspiriert hat; und die Zucht domestizierter Tiere führte zu eugenischen Maßnahmen wie Zwangssterilisation, Euthanasie und letztlich Genozid. Obwohl Pattersons Buch viele neue Fragen aufwirft, verweist es darauf, wie die industrielle Rinderschlachtung zumindest indirekt den Weg zur Endlösung freigemacht hat. Genau wie das Fließband bei der Schlachtung von Tieren oder Henry Fords Auto-Produktion den Grundsätzen von Effektivität und Effizienz geschuldet war, so waren auch die Fließbänder von Treblinka derselben Zielsetzung verpflichtet. Genau wie durch das Fließband im Schlachthof eine effizientere Weise des Tötens entstand, die für die Mörder weniger Stress bedeutete, weil von jetzt an jeder einfach nur seinen eigenen Job zu erledigen hatte, so hat das „humane Töten“ einen neuen Beamtentypus wie etwa Adolf Eichmann hervorgebracht. Töten war jetzt institutionalisiert und objektiviert.

Erst als man anfing, die Juden wie Tiere zu behandeln, als eine Gruppe von Menschen statt im Singular als „Pluralität“ behandelt wurde, die wiederum in Gestalt genau dieser Pluralität in eine falsche Singularität transformiert wurde („der Jude“), war es möglich geworden, die „Endlösung“ zu organisieren. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der Vergleich zwischen Juden und Tieren keine Erfindung der Nazis war. So hat beispielsweise schon Martin Luther Juden mit „tollen Hunden“ und „Schweinen“ gleichgesetzt, und es war Hegel, der die Auffassung vertrat, Juden könnten nicht der deutschen Kultur assimiliert werden, weil sie ein „tierisches Dasein“ fristeten. Dabei ist es gar nicht notwendig, den Blick zurück auf die Vergangenheit zu richten, wo unsere Gegenwart doch voller ähnlicher Beispiele steckt. Nach seinem Besuch im Gazastreifen im Jahr 2009 hatte der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter verlauten lassen, dass die Palästinenser dort „eher wie Tiere denn als menschliche Wesen behandelt“ würden. 2014, unmittelbar nachdem die neue „Bodeninvasion“ von Gaza begonnen hatte, äußerte auch der norwegische Arzt Mads Gilbert, der verwundete palästinensische Kinder versorgte, dass die Palästinenser „ein weiteres Mal eher wie Tiere behandelt“ würden. Wenn aber eine ganze Bevölkerung „unmenschlich“ behandelt wird – wie können wir dann erwarten, dass Menschen mit Tieren anders umgehen? Wenn menschliche Wesen noch immer nicht befähigt sind, andere Menschen menschlich zu behandeln – sollten wir uns dann wirklich wundern, dass niemand über einen Genozid an Tieren spricht?

Selbstverständlich dürfen wir die Figur des Genozids weder missbrauchen noch für erschöpfend diskutiert halten. Aber wie Derrida in seinem Vortrag „Das Tier, das ich also bin (weiterzuverfolgen)“ zeigt, wird besagte Figur hier komplizierter: „Es wäre zwar eine Vernichtung von Arten im Gange, sie würde sich jedoch über die Organisation und Ausbeutung eines künstlichen, infernalischen, virtuell unendlichen Überlebens vollziehen, unter Bedingungen, die Menschen früherer Zeiten für monströs gehalten hätten, für außerhalb aller unterstellten Normen des Lebens, das den Tieren zu eigen ist, die auf diese Weise in ihrem Überleben oder in ihrer Überbevölkerung selbst ausgelöscht werden. So als ob, zum Beispiel, Ärzte oder Genetiker (zum Beispiel nazistische), statt ein Volk in Gaskammern oder Krematorien zu werfen, mittels künstlicher Befruchtung eine Überproduktion und -reproduktion von Juden, Zigeunern und Homosexuellen zu organisieren, die, immer zahlreicher und immer wohlgenährter, in stetig wachsender Zahl für ein und dieselbe Hölle bestimmt gewesen wären, nämlich die der erzwungenen Genexperimente, der Vernichtung durch Gas oder durch Feuer.“

Heute sehen wir uns einer Situation gegenüber, in der wir den Schritt über das traditionelle Fließband hinaus schon getan haben. Unsere Klassifikation von Tieren hat nicht nur die Vorbedingungen für deren Vernichtung geschaffen, sondern führte zu einem Albtraum, der in Derridas Vorhersage des künstlichen Überlebens bereits präsent ist. Werfen wir einen Blick in einen neuen zweiminütigen Spielfilm von Greenpeace-Aktivisten, in dem eine nahe Zukunft geschildert wird, in der Bienen vollständig ausgestorben sind. Kein Grund zur Sorge: Felder, die vormals öde und verwüstet waren, erholen sich wieder. Weil die Bienen wieder da sind. Gewöhnliche Bienen, so könnte man glauben; aber nein, bei diesen kleinen Wunderwerken hochentwickelter Robotertechnik handelt es sich um NewBees der zweiten Generation. Ihrem natürlichen Gegenpart haushoch überlegen, sind sie überall auf der Welt erfolgreich eingeführt worden. Der Antrieb erfolgt komplett über Solarenergie, weshalb der aufladungsbedingte Nutzungsausfall einer NewBee sehr gering ist. Durch den Einsatz von Echtzeit-Triangulationstechnologie weiß jede NewBee, welcher Teil des Feldes schon bestäubt ist, was wiederum Effizienz und Ertrag maximiert. Anders als normale Bienen verfügen NewBees über eine vollständige Ausrüstung zur Bekämpfung ihrer natürlichen Feinde. Sobald ein Feind sich nähert, sind die NewBees alarmiert und setzen ein höchst wirksames Insektizid frei, das die Bedrohung in Sekundenschnelle neutralisiert. Nichts kann ihnen Schaden zufügen. NewBees zeigen keine Ermüdung, der Wartungsaufwand ist minimal, und die Produktionskosten betragen einen Bruchteil der Kosten, die für normale Bienen aufgebracht werden müssen. Sie können leicht recycelt, ersetzt und in Betrieb genommen werden. NewBees fügen sich ausgezeichnet in die Natur ein und sind darauf programmiert, uns nichts zuleide zu tun …

Zum Glück ist dies – bislang – nur Science Fiction, wobei die Idee aus der künstlichen Bestäubung stammt. Aus Fiktion könnte jedoch schon bald Realität werden, denn an der Harvard-Universität arbeitet ein auf Mikro-Robotik spezialisiertes Forschungsteam bereits an der Entwicklung sogenannter „RoboBees“. Dem Projekt „RoboBees“, das 2009 ins Leben gerufen wurde, um den Aufwand für die Erzeugung eines Roboter-Bienenvolkes zu ermitteln, ist es mittlerweile gelungen, künstliche Muskeln zu erzeugen, die einen 120-fachen Flügelschlag pro Sekunde zustande bringen. Derzeit forschen die Wissenschaftler an der Energieversorgung und an Funktionsweisen von Entscheidungsprozessen. Im Sommer 2012 konnten technische Kernprobleme gelöst werden, die einen ersten kontrollierten Flug der „RoboBees“ zuließen.

Es könnte durchaus noch zwanzig Jahre oder mehr dauern, bis die erste künstliche Bestäubung möglich ist. Trotzdem sollten wir uns folgende Frage stellen: Falls es den Roboter-Bienen wirklich gelingen sollte, Felder zu bestäuben und unser Ökosystem im Gleichgewicht zu halten – worin läge dann die Bedeutung für die Menschheit? Ja, es mag sein, dass wir entgegen Einsteins Prophezeiung in der Lage sind, die Vernichtung der Bienen zu überleben – aber was hätte das Verschwinden des Tieres für die Menschheit als solche zu bedeuten? Was bedeutet der Tod eines Tieres, und was hat es zu bedeuten, wenn eine ganze Gattung ausstirbt?

Nach Einschätzung einiger Wissenschaftler könnten um das Jahr 2100 bis zur Hälfte der gegenwärtig vorhandenen Pflanzen- und Tiergattungen ausgestorben sein. Ja, wir könnten natürlich zynisch fragen, was denn die durch Menschen verursachte Vernichtung eigentlich sei, verglichen mit mindestens fünf Massenvernichtungen in der Geschichte des Lebens auf der Erde? Was ist zum Beispiel die derzeitige Artenvernichtung im Holozän im Vergleich mit dem Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze vor ungefähr 250 Millionen Jahren, bei dem schätzungsweise 90 Prozent der damaligen Arten ausgelöscht wurden? Können wir uns überhaupt vorstellen, welche Art Leben es in jenem Zeitalter gab und wie unbedeutend unsere eigene Existenz sich aus besagter Perspektive ausnimmt? Rein technisch gesehen, gibt es Leben nach Menschen oder, wie Alan Weisman es in seinem Sachbuch formuliert hat, in dem er sich damit beschäftigt, was wohl mit der natürlichen und bebauten Umwelt geschähe, wenn menschliche Wesen plötzlich verschwänden – da ist eine „Welt ohne uns“. In diesem Fall sind sogar wir, die Menschen, eine Gattung, die mit Leichtigkeit verschwinden könnte; schon nach fünfhundert oder tausend Jahren existierten nur noch wenige (radioaktives Material, Bronzestatuen oder Keramik) oder gar keine Beweise mehr, dass es uns je gegeben hat.

Unser gegenwärtiges Verhältnis zur Natur ist ambivalent. Einerseits leben wir tatsächlich im sogenannten „Anthropozän“, also einem Zeitalter, in dem menschliche Aktivitäten weltweit erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem nach sich ziehen, was unser Einfluss auf das Verhalten von Bienen am besten illustriert. Und es könnte sein, dass wir sogar noch einen Schritt über die These vom „Anthropozän“ hinausgehen und berücksichtigen müssen, was Timothy Morton als „Ökologie ohne Natur“ bezeichnet hat. Laut Morton besteht das Haupthindernis im Nachdenken über die Umwelt in der Idee von Natur als solcher; wir hingegen müssten den denaturalisierten Charakter von Natur als solcher akzeptieren. Es gehe weniger darum, dass die Menschen die Natur aus ihrem Gefüge bringen, sondern Natur selbst befinde sich nicht im Gleichgewicht. Anders ausgedrückt, genau dieser chaotische Charakter ist es – gewaltige Katastrophen, Stürme, Fluten etc. – der der Natur selbst entspricht. (Die Folgen der „Naturkatastrophen“ sind selbstverständlich nicht naturgemäß, sondern bereits geprägt von menschlichen Eingriffen – so etwas wie eine „Naturkatastrophe“ gibt es nicht!)

Und damit haben wir die andere Seite der Medaille vor Augen: Natur ist nicht immer schon das unschuldige Opfer, und nicht immer ist es menschlicher Einfluss, der die Natur verändert. „Eyjafjallajökull“ ist, ganz gleich, wie oft wir diesen seltsamen Namen schon gehört haben, noch immer nicht einfach auszusprechen. Trotzdem hat dieser isländische Vulkan das menschliche „Business as usual“ vollständig zum Erliegen gebracht. Infolge seines Ausbruchs waren die europäischen Airlines fast eine ganze Woche lang lahmgelegt. Mehr als 64.000 Flüge waren verspätet oder wurden ganz gestrichen, Millionen Reisende betroffen. Was für uns Menschen nach einer Katastrophe aussieht, ist also exakt das Gegenteil: nämlich „Eyjafjallajökull“ und nicht unser ökologischer Kampf, durch den der CO2-Fußabdruck der Airlines in einem Ausmaß verringert werden konnte, der dem jährlichen Output mehrerer kleiner Staaten zusammen entspricht.

Diese zwei Seiten der Medaille eröffnen eine unerwartete Wendung. Es ist nicht nur das Tier, sondern die menschliche Gattung selbst, die bald verschwinden könnte. Aus welchen Gründen auch immer die Bienen verschwunden sein mögen, die offizielle Tagline von Shyamalans „The Happening“ scheint die Sache sehr gut zu beschreiben: „We’ve sensed it. We’ve seen the signs. Now … it’s happening.“ Das, was in „The Happening“ geschieht, ist eine verhängnisvolle Katastrophe, in der Menschen rund um die großen Städte an der Ostküste der Vereinigten Staaten auf rätselhafte Weise sterben, und alles sieht danach aus, als sei die Natur die Ursache. Schon bald erweist sich, dass Pflanzen bei dem Versuch, drohende Gefahren abzuwehren, ein geheimnisvolles Nervengift freisetzen, das jeden, der damit in Berührung kommt, zum Suizid verleitet.

Niemand würde wohl widersprechen (zumindest kein Mensch), dass das Verschwinden der Menschen das Verschwinden einer Welt bedeutet. Zwar wäre es immer noch eine „Welt ohne uns“, aber nicht mehr die gleiche Welt. Wir sollten uns jetzt vorstellen, wie die „Tiere“ die sterbenden Menschen beobachten und uns lediglich als Pluralität begreifen („die Menschen“). Wenn das Verschwinden eines einzigen Menschen das Verschwinden einer ganzen Welt bedeutet (denken wir beispielsweise an die allerletzten Sprecher seltener menschlicher Sprachen) – warum wird das Leiden eines Tieres dann nicht auch als Leiden oder Verschwinden einer Singularität begriffen, nicht nur als Tod eines Tieres, sondern als Verschwinden einer Welt? Vielleicht ist es an der Zeit, die gängige Behauptung umzukehren: „Tiere“ sind möglicherweise nicht so sehr abhängig von uns (weil sie nach unserem Verschwinden als Gattung sicherlich weiterhin existieren würden), sondern es wäre zu fragen, wie sehr wir von ihnen abhängig sind, von eben ihrer Singularität. Warum denken Sie nicht einfach darüber nach, wenn Ihnen das nächste Mal eine Biene begegnet?

Deutsch von Jutta Nickel

Ende Fremd-Text
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Biene auf Pflanze von Mensch
fotografiert
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Und das alles, weil das Mensch aufgrund einer natürlichen Fehleinschätzung seinen Platz in der erdmondlichen BioSphäre nicht einzunehmen wagt.
Klar ist *mir auch, dass das jüdisch-christlich-muslimische Mythos, von der göttlichen Einsetzung des Menschen in eine für ihn hergerichtete Welt, nur eine von vielen fehlerhaften Beschreibungen unseres Platzes und unserer Stellung im Hier und Jetzt ist.

Was also wären oder sind die Folgen des Begreiffens der auch menschlichen Geborgenheit und Nützlichkeit und Sicherheit innerhalb der erdmondlichen BiosSphäre? Denn, nochmal, wir Menschen sind keinerlei Fremdkörper hier, oder irgendeine über unsere Mit-LebeWesen herausragende Besonderheit.

Fühlen auch Sie das leicht angstvolle kribbeln beim andenken und dem Versuch einer Antwort-Findung auf die obere Frage?
Weil, das Angst und das Beharrlichkeit und das triebhafte Ab- und AusGrenzen kennt viele Spielarten der Ablehnung von Vernunft und Verantwortung und Veränderungen. Oder?

Dass wir längst auf dem Weg zur Anerkennung sind, zeigt oberer Fremd-Text, zeigen meine Beiträge und zeigen hunderte und tausende Beiträge anderer Menschen, die teils lange vor *mir davon berichtet haben und von denen auch *ich abgeschrieben habe, weil auch *ich diese Einschätzungen für wesentlich näher an das Wirklichkeit spüre, als all das Mythen- und Legenden-Gesäusel von einer Besonderheit des Menschen, die über die normale Besonderheit aller anderen Millionen und Milliarden Mit-LebeWesen hinaus reicht. Vermuten Sie vielleicht auch, wie *ich, dass diese Selbst-AusGrenzung des Menschen aus der erdmondlichen Gemeinschaft, auch Beschwerden und Krankheiten und viele FehlEinschätzungen bewirkt?

Servus, und vergessen Sie das Frage nicht: Was bewirkt das Begreiffen der menschlichen Geborgenheit und Eingebundenheit in die erdmondliche BiosSphäre?

Donnerstag, 15. Januar 2015

Gleich=Wertigkeit, Energie und Unter-Schöpf-Es

Titel: Das lange Weg zur Gleich-Wertigkeit

Das kurze folgende Abschnitt ist eine Reaktion auf Pegida, Michel Houellebecqs neues Buch, und auf all die (natürlichen) Ablehnungen und Feindschaften zwischen (natürlich) verschiedenen Menschen. 

Wie Selbst-auslöschend ist das Angst von Herrn Houellebecq und den Menschen die auch bei Pegida mitgehen, m.a. vor Veränderung? Oder, wann akzeptiert das Mensch, das andere Mensch als gleich-wertig?

Noch eine Frage: Was braucht das Menschheit, damit das Verschiedenheit (m.a. in Herkunft {Erdbereich oder auch Familie}, Oberfläche {Hautfärbung, KörperForm, Kleidung}, Kultur {m.a. Ess- / Schlaf- / Umgangs- / Sprech- und Arbeits-Gewohnheiten}, Meinungen {Religion, Politik, Kunst u.ä}, Traditionen ...) vollkommen anerkannt ist? Also weder Ein- noch AusSchluss-Kriterium ist, oder gar ein Grund das verschieden-Es zu verletzen oder gar zu töten.

Das Mensch dem Menschen also im ursprünglichen Wortsinn Gleich=Gültigkeit ist, ohne den Zwang zur permanenten AnGleichung an die Hunderttausenden oder Millionen menschlichen Gruppenidentitäten (m.a. Glaubensrichtungen und Nationen) und die Milliarden Selbst-Identitäten.

Ohne das Buch von Herrn Houellbecq selbst gelesen zu haben, ausser den Rezensionen in Zeitungen, vermute *ich, es ist das gleiche Angst- und Veränderungs-Ablehnungs (Verzeihung) Gewimmer, wie das so vieler Mit-Menschen, auch derjenig-Es die Pegida sind.

Das Mensch, ist dem mit-Menschen noch wesentlich mehr Feind, als das Mensch einander als Freund und somit auch als einigermassen gleich-wertig anerkennt.

Titel: Bewegung = Energie
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Der Auszug ist aus einem Lettre-Artikel zur Entstehung des Universums, vom Sommer 1989, geschrieben von Victor F. Weisskopf.

Wenn also Temperatur = Bewegung, dann ist eine Frage doch: Warum bin *ich dann im wirklich heissen Sommer so träge?

Was also ist das Moment, das ein eingehäutetes Lebewesen, wie z.B. das Mensch, bei steigenden Temperaturen eher die Bewegungen dämpft?

Es ist genau das: das Haut.
Diese kleine Trennschicht DaZwischen. Und es ist das Richtung des Temperatur / Energie. Vermute *ich?

Was stellt schon so seltsame Fragen?
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*ich z.B.
Foto vom 14.01.2015
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Titel: Unter-Schöpf-Es Mensch?
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Quelle des Artikels: Süddeutsche Zeitung, vom 13. Januar 2015, Seite: Wissen, von Christian Weber

Ein weiteres Partikelchen für eine persönl*iche Vermutung, der vergangenen Jahre, die *ich ja auch hier schon erwähnt habe.

Vielleicht bin *ich ja auch eines des Letzten, das das kapiert?
Das Mensch ist "nur" die Grundlage / Basis einer evolutiv "besseren" Lebensform.

Nur eine Vermutung, die Leses wissen das.
Kann auch gaaaaanz anders sein, in Zukunft, und was interessiert es uns Jetzig-Es schon, weil bis das Evolution das Mensch eventuell überwindet, ist für uns Alles Gut und wahrscheinlich beginnt gerade erst eine traumhaft bequeme RaumZeit, in der die Maschinen, wie es im obigen Artikel anklingt, endlich wirklich Alle unsere Wünsche von den Neuronen abscannen, noch bevor ein-Es überhaupt den Wunsch / Gedanken geformt hat?

Ja, *ich muss aufhören so negativ zu vermuten, was ist und was kommt!
Das Zukunft wird grandezza, das wahre Paradies, was uns ja schon von Anbeginn versprochen wurde.

Ja, wir müssen nicht auf ein "Jenseits" warten, ob Hölle oder Himmel, oder irgendwas DaZwischen, sondern es wird hier und bald geschehen. Wie heisst es: "Jed-Es das seinige"; was auch immer das jeweils ist?

*ich bin für das Liebe. 
Auch, wenn *ich noch gar nicht richtig weiss, wie das entsprechende Gefühl und das dazu benötigte UmWelt zu gestalten ist?

Titel: Vom Abscheu in der Integration
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Quelle des Artikels: Süddeutsche Zeitung, vom 14. Januar 2015, von Constanze von Bullion

Finde *ich gut: Zustimmung.
Servus.

Samstag, 20. September 2014

Natürlichkeit, Kapitalismus und der Inhalt von Gleichheit

Titel: Die Mär von der Un-Natürlichkeit

Das Mensch ist natürlich.
Irgendwie fehlen *mir an und in diesem Satz die Zweifel. Denn, was im oder am, oder am tun des Menschen ist un-natürlich? Ausser es kommt ein Mensch daher und definiert das Wort Natur so, dass darin das Mensch und unser Handeln keinen Platz darIn hat, dass also der menschliche Begriff "Natur" den Menschen nicht enthält.

Natur ist also alles un-menschliche, für diese Menschen. Dann stimmte diese Natur-Verklärung, die *ich öfter auch hier lese.

Für m*ich jedoch gilt: Natur = alles un-[also: nicht]menschliche + alles menschliche. Somit ist *mir der philosophische Begriff des DaSein dasSelbe, wie der poetische Begriff der Natur.

Das Mensch ist vollkommenes NaturWesen.
Das bedeutet, dass Alles, was das Mensch is[s]t und tut, ist natürlich. Wie sollte es auch anders sein? Auch wenn das Mensch von einer anderen Galaxie stammte und hier in das Erde-Mond "nur" Immigrant wäre, wären wir doch auch Natur-Wesen, weil auch alles im Universum Natur ist. Schliesslich ist es auch keine besonders neue Erkenntnis, dass wir erdmondlichen LebeWesen aus Materie / Material sind, das in Sternen - und zwar meist in deren "Sterbe"-Phase - "ausgebrütet" / hergestellt wurde. M.a. Kohlenstoff und Sauerstoff sind MaterieBestandteile, die erst in den letzten Zuckungen von Riesensternen entstehen und dann quasi für eine weitere Verwendung z.B. als erdmondliches LebeWesen zur Verfügung gestellt wird.

Je mehr *ich das begreiffe, umso befremdlicher ist die fälschliche Entgegensetzung von Natur und Mensch. Dabei ist vollkommen klar, dass alle Maschinen, jedes SmartPhone, jede App oder sonstige Software, der Mondflug, die Satelliten, die Nanotechnologie, das CERN, u.s.w.u.s.f., dass all das natürlich ist. Städte und deren Häuser, U-Bahnen, Fernseher, W-Lan, ..., alles vom NaturWesen Mensch entwickelt und mit natürlichen Materialien aus natürlichen Grundbausteinen erbaut.
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Ein aufrichtiges schönes Mit-LebeWesen
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Was also bedeutet es, dass fast alle Menschen unhinterfragt ständig eine fälschliche Ent-Fremdung empfinden oder zumindest behaupten?

"Oh, wie schön, endlich mal wieder in der Natur gewesen. Draussen, auf dem Land." Oder die beständige Behauptung dies oder jenes sei unnatürlich.
Ach?

Für was ist diese fälschliche Aussonderung / Absonderung des Menschen aus dem Was Es - das Mensch - ist, aus dem Worin Es ist, und von dem Was Es tut, gut? Oder schlecht?

Genauso der Begriff "Künstlich" für alles, was "nicht" natürlich ist? Wo doch alles natürlich ist.
Schon länger ist *mir der Inhalt der Begriffe "Kunst" und "künstlich" und dessen Substantivierung "Künstlichkeit", dasSelbe wie Mensch, menschlich und Menschlichkeit. Als Gleichung: Künstlichkeit = Menschlichkeit.

Wo ist das un-natürliche? Zu finden. Muss dieser Gegensatz sein? Und wenn ja, für was?

Ist diese Form der Ausblendung von Wirklichkeit wichtig um Orientierung zu schaffen? Könnte ja sein, dass wir diese Falschheit brauchen, um uns von der Vergangenheit und somit von unserem aufgeprägten SoSein und dem ganzen VerhaltensRepertoire unserer EntstehungsGeschichte zu befreien?

Ja, vielleicht ist diese - für m*ich fälschliche - Distanzierung des meisten Menschen, aus dem allgemeinen Geschehen rundherum und auch von den meisten MitLebeWesen notwendig, um eine OrientierungsRichtung für die Weiterentwicklung zu [er]finden? Mag sein, dass diese künstliche (die Leses wissen nun, wie *ich dieses Adjektiv fülle) AbstandHaltung zu einer Selbst-entschiedenen Fort-Entwicklung nötig ist? Das Mensch erklärt das persönliche SoSein / DaSein und somit das Selbst zum Sonderling, weil es von das Natur wegg will. Nur, wohin?

Für m*ich ist es das nicht. Nicht notwendig, das Mensch zu extrahieren.

Jede gelingende Selbst-entschiedene Entwicklung, braucht als Basis das Gefühl und das Gespür (darIn das Denken) für die Aktualität, die vorhandenen Umstände, aus denen eine Entwicklung gelingen möchte. Wenn die AusgangsSituation falsch gefühlt und empfunden wird, misslingt bereits die Vorstellung davon, wo das nächste Schritt landen möchte.
Das ist meine Meinung.

Das meint, dass solange das meiste Mensch die Einbettung und volle Zugehörigkeit in das Natur bestreitet, somit das Selbst aus dem NaturGeschehen (fälschlicherweise?) ab- / aussondert, wird Es Fremd-Bestimmt bleiben. Solange meint das Mensch nur, dass Es entscheidet, wobei die Tatsachen anderes belegen. Nein, bisher, bis Jetzt, ist das Mensch VollMitglied des Natur.
Und, ist das gut so?

Ich finde, ja.
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Rot, Gerüst, Neubau, Zillestrasse
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Titel: Eine Meinung zum Kapitalismus

"Die wichtigsten Kritikpunkte {an unserem DaZwischen-HandelsSystem genannt: Kapitalismus} sind geläufig: die verhängnisvollen Wachstumstreiber Profit und Konkurrenz, die nicht minder verhängnisvolle Dominanz des Tauschwertes über den Gebrauchswert, die rastlose Suche des Kapitals nach Verwertung oder die inhärente Tendenz zur Überakkumulation und Überproduktion. [...] Dieser Befund hat schwerwiegende Folgen. Denn ein System zu ändern, an dessen Wesenskern unzählige Menschen hängen, ist wahrscheinlich noch schwieriger, als ein System zu erhalten, dass von vielen abgelehnt wird. Doch Änderungen sind unvermeidlich und dringend. Je länger, je mehr wird nämlich manifest, dass das Expansive des Kapitalismus sein fortwährendes Höher, Schneller und Weiter einen Punkt erreicht hat, an dem nicht mehr nur Wohlstand gemehrt und ein besseres Leben ermöglicht, sondern zugleich die Lebensgrundlagen beeinträchtigt werden."

Prof. Dr. Meinhard Miegel
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Vorhof mit SpitzenBaum, Zillestrasse
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Titel: Die Un-Möglichkeit der Verschiedenheit

Wahrscheinlich stelle *ich hier auch meine grossen Probleme damit aus, dass es etwas anderes gibt als m*ich? Dass es andere Ansichten gibt, als aus *mir heraus und andere Meinungen von dem, was in *mir passiert, und um *ich geschieht. Da ist in *mir ziemlicher Widerstand, dass es anders funktioniert, wie *ich es wünsche, dass es verschieden ist, von fast jeder meiner Vorstellungen, wie es angenehm und angebracht ist.

Seltsam, dass erLeben bedeutet beständig ANDERS zu sein?
Dass es bedeutet, dass das Selbst nur Minderheit ist.
Und nur dann Mehrheit, wenn ein-Es den ander-Es (unhinterfragt) folgt.

Schwer. Zu begreiffen, dass *ich nie bin, was *ich gerne wäre, und worin *ich gerne wäre, weil *ich einfach anders bin, als in meiner Vorstellung und das wohl nie in Deckung bekomme.

Dass Sie da, anders sind, werde *ich vielleicht bald begreiffen, aber dass *ich immer anders bleibe, wie *ich es wünsche und vom Potential her könnte, vielleicht nie?