Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
Posts mit dem Label NZZ werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label NZZ werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 17. Juni 2015

Die oft seltsamen Folgen der Zunahme an Ein- und UmSicht

Titel: Vom Schwinden der Farbenblindheit

Raul Hilberg hat in seinen Schriften zur Vernichtung der europäischen Juden 5 "Schritte" / Phasen beschrieben, die teils über mehrere Jahrhunderte hinwegg, bis zu den deutschen Konzentrations- und Vernichtungslägern geführt haben.
Diese Schritte sind: 1. Identifikation 2. Ächtung 3. Enteignung 4. Konzentration und 5. Vernichtung.
Er hat auch in Vorträgen dargelegt, dass diese Schritte kein Spezifikum nur der Vernichtung von jüdischen Menschen ist, sondern ein allgemein menschliches Verhalten Fremden/m gegenüber, die einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen stören. Bei was und durch was auch immer.

Was nicht nur *mir auffällt ist, dass in den Medien und auch ausserhalb beständig Menschen mit dunklerer Hautfärbung - und dieses "dunklerer" ist oft, vielleicht sogar meist, nicht mehr als eine mittlere Urlaubsbräune ansonsten hellbeiger europäischer Menschen - mit vorangestelltem "schwarze/r" benannt werden. Kein Medium, keine Schrift verzichtet darauf lustvoll oder auch zwanghaft darauf hinzuweisen, dass diejenige oder derjenige "schwarz" ist, und das egal, ob mit oder ohne Foto des-/ derjenigen. Die Zuschreibung "weiss" ist weit weniger häufig, aber für *mich ebenso überflüssig, wie diskriminierend.

Folgendes vermeldete das Neue Zürcher Zeitung, am 16. Juni 2015 in fb:

Überschrift: Rassendebatte in den USA: Schwarz statt weiss aus freiem Willen
Untertitel: Die Geschichte der USA ist reich an Beispielen von Mischlingen, die sich als Weisse ausgaben, um auf diese Weise ihrer Diskriminierung zu entgehen und eine ...

Ein Auszug:

Die 37-jährige Rachel Dolezal musste am Montag im Gliedstaat Washington den Vorsitz einer «schwarzen» Bürgerrechtsgruppe niederlegen, weil aufgeflogen war, dass sie sich jahrelang fälschlich als Schwarze dargestellt hatte.
Ihr Fall zeigt schlaglichtartig, wie dubios das Konzept der Rasse in den USA geworden ist. Von der Wiege bis zur Bahre müssen die Amerikaner auf Formularen ihre Rassenzugehörigkeit angeben.

Rasse?

Und das nachdem schon mehr als 100 Jahre nachgewiesen ist, dass das Mensch keine Untergruppen hat. Es gibt nur eine Spezies des Menschen, in vielen Farben und Formen. Was da in den USA und auch sonst abgeht, ist schlechtestenfalls FarbenHass, ist AndersAussehen-Diskriminierung, ist Herkunfts-Denunziation.

Schon alleine diese allgemein-menschliche Blindheit, einander in Schwarz und Weiss einzuteilen, wo zumindest *ich nie weder einen schwarzen noch einen wirklich weissen Menschen gesehen habe, sondern immer nur Abfärbungen von Braun und Beige. Aber gut, menschlich ist es, das anders-daSein (egal ob Hautfarbe, Gesichtsform, Herkunftsregion, Glaubenseinstellung, Bildungsgrad, Berufsgruppe u.s.w.) stets als Gefahr zu spüren, und schnell und völlig überdreht auch zu hassen. Alleine schon den hellbraunen Präsidenten der USA, Herrn Obama, beständig als (ersten) schwarzen ... zu bezeichnen, finde *ich von lächerlich, über absurd, bis dümmst, je nach Laune.
Und auch alle europäischen Medien machen bei dieser Identifikation / Dummheit mit.

Auf diesen obigen Kommentar, klickten immerhin 12 Menschen in fb auf "gefällt mir", was für meine Kommentare ein Höchstwert ist.

Was also sind die beständigen Zuschreibungen wie: schwarze, türkischstämmig, mit Migrationshintergrund, jüdisch,  u.s.w.? Obwohl diese beständigen Vorworte weder nötig noch hilfreich sind, einen Menschen wirklich zu beurteilen?
.
Irgendwann vor Jahren stand *ich an einem
Stehtisch in einem Kreuzberger Café und schrieb
in mein Tagebuch, als von einem anderen Tisch,
mit einer kleinen Gruppe von Menschen eine
Frauenstimme rief: Schreiberling! He!,
Schreiberling!
Klar, wusste *ich, dass nur *ich angerufen
wurde, schliesslich war *ich der einzige der
schrieb, aber schüchtern, wie *ich nun mal bin,
wagte *ich nicht den Kopf zu heben. Doch die
Frau blieb hartnäckig, rief erneut nach *mir: He!,
Schreiberling! Und stand diesmal von ihrem Platz
auf und kam zu *mir an den Stehtisch. Es wurde
ein gesprächige und kurzweilige aber leider - wegen
meiner Unzugänglichkeit - einmalige Begnung mit
einer schönen Frau.
Dem Strassennamen auf dem Schild oben
fehlt also nur das l statt dem r, dann
wäre *ich auch davon angesprochen.
.
Schönheit muss nicht gross daSein.
Links ist die Spitze meines Zeigefingers
.
Titel: Der Fehler einer persönlichen Verzweiflung ist das (siehe auch ganz unten in diesem Beitrag):

Dieser Mangel an wechselseitiger Anerkennung, der allseits friedlichen Aushandlung von Konflikten und der bedingungslosen Versorgung mit allem erLebens-notwendigen, korrespondiert direkt mit der Untiefe des allermeisten Menschen zum persönlichen Selbst.

Das meiste Mensch weiss vom DaSein und vom Selbst nichts, was meist so wenig ist, dass -Es einfach nur daIst. Gerade soviel, dass -Es überlebt, mehr oder weniger unangenehm. Von wirklicher Freude und freiem Gefühl und weiter Vernunft und entspannter Phantasie keine Spur, bestenfalls ab und zu eine Ahnung davon.

Also setzen wir näherhin engste Grenzen gegeneinander und lösen wegen jedem Scheiss (Verzeihung) Streit und Drohungen auf (aktuell z.B. auch Griechenland) und führen Kriege. Das Mensch hat noch keine Ahnung von wirklicher Freiheit und einem freudvollen ach so kurzen daSein.

Nein, das Mensch triebt und kriegt so dahin und stirbt meist gekränkt und viel zu früh. Schauerlich. Aber ändern wollen wir das ja nun nicht, weil ... ? 
Trägheit? Angst? Unwissenheit? Oder weil den Allermeisten das bisschen dabeisein und durch geschleust werden reicht?
Keine Ahnung?
.
Das erLeben ist eine Insel.
Das Rest ist mehr als Meer.
Das nicht-erLeben ist so GIGANTISCH,
dass ES nie in diesem Blog Platz findet.
Und erst richtig nicht in diesen Eintrag.
.
Titel: Die seltsamen Folgen der Zunahme von Wissen und Gespür?

Das Neue Zürcher Zeitung veröffentlichte am 15. Juni 2015 in fb einen Artikel mit dem Inhalt: Die Killer-Maschinen kommen. Es ging um einen 6-beinigen autarken Menschen-Tötungs-Roboter, den das us-amerikanische Militär testet.

Hier das Link:  http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/killer-roboter-die-totmacher-ld.613

Des Menschen Zwang zu töten ist wirklich unerbittlich, so unerbittlich, dass -Es {das Mensch} bald sogar darauf verzichtet, -Es selbst zu tun.
Und somit auch vermeiden will, das persönliche - sowieso meist kleine - mit-Empfinden zu ertragen.

Roboter sind völlig ohne Gefühl, und sind nur wenig Empfinden (AussenWahrnehmung), @lso wie geschaffen für diese menschliche Absicht: auszuschalten. Das ist doch das Sprech von Menschen, oder?
Den Feind, also andere Menschen zu töten: ausschalten.

Und wenn dann das Feind ebensolche tolle Maschinen beauftragt, mit dem ausknipsen? Das Mensch-daSein ist manchmal wirklich ekelhaft.

Derweil haben wir Alles, was es braucht, um JEDWEDE Konflikte friedlich und in wechselseitigem Einvernehmen zu lösen, Alles: Sprache, Wissen, Erfahrungen und unser mit-Empfinden und Gefühle.
Was davon nutzen wir?

Wenig. Das meiste menschliche Vermögen stecken wir in Feindse[e]ligkeiten, Beleidigungen, KleinTierhaltung des Masse Mensch, in blosse Notwendigkeiten und in Tötungswaffen und - Maschinen.
Wenn das nicht kolossal bescheuert ist?
:-(
.
.
Titel: Von das ganz normale Spaltung des Menschen

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 15. Juni 2015, Feuilleton, von Andreas Zielcke

Überschrift: Freiheit, die ich meine
Untertitel: 800 Jahre Magna Carta: Ihr Ursprung ist vergessen, ihr Weg voller Widersprüche, ihre Botschaft bis heute unverzichtbare Losung des Rechts

Daraus ein fotografiertes Auszug:
.
.
Das "Problem" für *mich ist, von einem Ideal, einer schönen Vision, oder auch einer aussergewöhnlichen Vorstellung, die *ich wünsche und erhoffe, das, was nun mal aktuell Menschlich ist, passend zu bewerten, eben nicht abzuwerten!

Ganz einfach aus der wahren Erkenntnis heraus, dass weder das einzelne Mensch, noch das Menschheit als Spezies irgendetwas für den Zustand des aktuellen Mensch-daSein kann. Kein Mensch ist Schuld an dem, Was ist.

Das zu akzeptieren ist noch ein kleiner Weg für *mich. Siehe oben!
Auch *ich bin allzu schnell bereit zu Beschwerden, Selbst-Schmähungen und Vorwürfen. Das ist weder richtig noch hilfreich.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Pegida und das Leere des Wahrnehmung

Titel: Ein Stück natürlicher Verdrehtheit

Aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 11. Mai 2015, von Joachim Klose und Werner J. Patzelt

Überschrift: Die Ursachen des Pegida-Phänomens 
Untertitel: Erst dachten alle, die Dresdner Demonstrationen erledigten sich von selbst. Dann wurde mit dem Auftritt von Geert Wilders im April ein neuer Höhepunkt der Auseinandersetzung erreicht. Wieso hält sich diese Protestbewegung? 

Daraus ein Auszug:

Auf dieser zweiten Ebene wird erkennbar, dass viele sinnstiftende Narrationen unseres Landes unter Druck geraten — etwa jene von der liberalen und rundum diskursoffenen pluralistischen Demokratie, vom soziale Gerechtigkeit in Aussicht stellenden WohlfahItsstaat, vom partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Religion und Staat, vom rundum vorteilhaften Wandel einer „homogenen" zu einer „multikulturellen“ Gesellschaft. Damit geht grundsätzliches Unbehagen einher, dass eine offene Gesellschaft nun einmal keine Hort von Sicherheit, Beständigkeit und Vertrautheit ist. So wirkt der Doppelwandel der realen Verhältnisse und deren kulturell hegemonialer Deutung auf ohnehin Verunsicherte besonders bedrohlich. 

{Warum ist eine "offene Gesellschaft" ohne "Sicherheit, Beständigkeit und Vertrautheit"? Welche Angst / Ängstlichkeit wird da zelebriert?
Welcher wahrscheinliche Unsinn und welche vielleicht völlige Fehl-Interpretation wird da vorwegg angenommen? Denn, es gibt noch keine offene Gesellschaft, die eine solche Annahme rechtfertigen würde, oder?

Die Wirklichkeit ist, dass die aktuellen Gesellschafts-Formen und -Strukturen und das normale menschliche soSein diese Ängste, Verunsicherungen und das Misstrauen bei jeder auch kleinen Veränderung von Althergebrachtem erregen.
Und zwar sobald die Richtung der Entwicklung / Veränderung ein mehr an Bewusst-Heit, an auch gefühlsmässiger und geistiger Anstrengung heraus-fordert; und zwar besonders dann, wenn sowohl ein mehr an mit-Empfinden und ein einlassen auf Unbekanntes und Fremdes am Wohnort erforderlich ist. Weil, im Urlaub oder im Theater, TV und am Marktregal greift ein-Es schon mal auch zum Fremden/m, am Wohnort aber leider gerne auch mal über, mit feuriger Begeisterung oft.

Eine wirklich offene Gesellschaft braucht eine von all-Es garantierte Friedlichkeit, braucht gute Versorgung mit allem erLebens-Notwendigen für All-Es, braucht wechselseitiges ErKennen und somit auch Vertrauen und braucht gemeinsame Werte und Rechte, und all das ist bestenfalls im Ansatz erkennbar. Erst eine offene Gesellschaft erlaubt den Menschen menschenmögliche Freiheit. Was im Moment die Gesellschaften bieten ist ein wenig Schutz, ziemlich wenig Sicherheit und durch all die Intransparenzen fast keine Vertrautheit.

Aber die Autoren des F.A.Z.-Artikels sind ganz in ein hierher gehöriges aktuelles Welt- und Menschenbild eingebettet, und das besagt, das Gewohnte und stark begrenzte und die althergebrachten Verhaltensarten bieten ...; auf jeden Fall jede Menge Armut, Ungerechtigkeit, Gewalt, FremdenFeindlichkeit, Sexismus, Geheimnis-Krämerei (Lügen, Verschweigen, Vorenthalten) und so weiter und so fort. Das normale alltägliche Programm im TV und Theater, in Politk, Verwaltung und auf dem Bürgersteig und fast jeder Wohnung / Haus ...

Keine Ahnung, warum das Alltägliche immer mit falschen Eigenschaften in eine Zukunft verschoben wird, die eigentlich das Jetzt, Hier und Heute ist? Aber weiter im Text:}

Blickt man von diesen Tiefenschichten her auf Pegida, so drängt sich die Vermutung auf, dass es sich hier um ein in Ostdeutschland zwar besonders ausgeprägtes und durch Transformationserfahrungen verstärktes Phänomen handelt, dass derlei aber nicht auf die neuen Bundesländer beschränkt bleiben wird. Denn es scheint so zu sein, dass der Osten, und zwar aufgrund seiner fragilen Umstände, einmal mehr als jene „Avantgarde“ fungiert, die — wie bei der Auflösung von gewerkschaftlich gesicherten Arbeitsbeziehungen oder bei der zunehmenden sozialen Bindungslosigkeit politischer Parteien — frühzeitig erkennen lässt, was bei Fortgang der laufenden Veränderungsprozesse wohl auch auf den Westen zukommen wird. 

{Dass es genau umgekehrt sein könnte, lassen die Autoren unerwähnt, dass also im "Westen" die Sicherheit, Vertrautheit und Veränderungs-Bereitschaft schon ausgeprägter ist, dass also das Umgehen mit Fremden/m schon weniger Aufregung herausfordert, als im "Osten". Dass also die Avantgarde im "Westen" eher zu [er]finden ist. Oder? Ist für *mich logischer.}

Das eine sind reale Herausfoderungen: Ohnmachtserfahrungen der Bürgerschaft angesichts der Globalisierung und einer stark von der EU-Ebene aus geprägten Politik, Veränderungsängste angesichts der möglichen Folgen unserer passiven Einwanderungspolitik, Probleme mit den Ordnungsprinzipien und Geltungsansprüchen des Islams als einer sich in Deutschland neu ausbreitenden Religion ungewisser Umprägung, Sozialneid unter verschärften Konkurrenzbedingungen. Das andere ist der politisch-kulturelle Umgang mit jenen Diskursen, in denen solche Herausforderungen politisch wirksam thematisiert, perspektiviert und in legitimierbare Handlungsoptionen umgesetzt werden. 

Ende Auszug F.A.Z.

Mir ist immer bewusster, dass unser - auch *mein - Urteil oft genug statt "schön", "hässlich" sagt, statt "nützlich", "schädlich" ruft, statt "fröhlich" in Bewegung über zu gehen, "ängstlich" den Atem anhält. Mensch-daSein ist meistens, fast aller meistens, trotz besseren Wissens, unlogisch zu [miss]handeln.
Auch *ich bin darin wahrlich Mensch.
.
So klein, sooo schön,
fast übersehen
.
Titel: Drakula soll laut Roman den Spiegel scheuen, weil darin unsichtbar?

Vielleicht ist dies ein zweites Beispiel für die seltsame "[Ver-]Spiegelung" eines Gegenübers in sein Gegenteil, oder auch von einem Spüren von Etwas, das dabei nicht gespürt wird, weil? Oft hört ein-Es ja etwas, ohne es hinterher gehört zu haben, oder es gehört haben zu wollen.

Aus der fb-Seite des NZZ, vom 10. Mai 2015:

Obertitel : Psychiater und Psychotherapeut Daniel Hell im Gespräch
Titel: Niemand hat Mitleid mit einem Gehirn
Untertitel: Was macht den Menschen zum Menschen?
Brauchen Menschen den Begriff «Seele», um sich verstehen zu können? Der Psychiater und Psychotherapeut Daniel Hell erläutert im Gespräch mit Matthias Mettner seinen Zugang zur Wirklichkeit des Psychischen.

Hier das Link zum NZZ-Gespräch:
http://www.nzz.ch/feuilleton/niemand-hat-mitleid-mit-einem-gehirn-1.18537816

Zitat: "Den Atem empfinden wir, genau, wie wir das Herz – ein anderer traditioneller Ausdruck für Seele – spüren, solange es schlägt. Demgegenüber können wir das Gehirn mit unseren inneren Sinnen nicht wahrnehmen."

Schon ab da war *mir das weiterlesen fast unmöglich.

Meine erste Reaktion und Kommentar:

Schon bei der ersten Antwort spürte *ich Distanz zu Herrn Hell, denn es gibt Menschen die formulieren "das Herz schlägt" und sehr wenige, bei denen es "pumpt". Bei Herrn Hell schlägt das Herz (zu), was *ich nicht bestätigen kann, denn mein Herz[Muskel] pumpt, und das meist in einem beruhigenden Rhythmus.

Und dann las *ich, dass Herr Hell glaubt (glaubt!), dass "wir das Gehirn nicht mit unseren inneren Sinnen wahrnehmen können"; was für eine {jedoch nicht} wenig seltsame Verkennung von Tatsachen?

Das Gehirn ist (is[s]t die Wahrnehmung) die Sinne.
Kein anderes Organ ist auf diese Art und Weise mit unseren Sinnen / unserer Wahrnehmung, also unserem Gespür (Riechen, Hören, Sehen, Tasten, Schmecken und der Körperwahrnehmung durch das Nervennetz) verbunden - und verbindet und verarbeitet und interpretiert diese -, wie das Gehirn.

Und das seltsamste dabei ist, nicht zu bemerken, dass mit jedem Gedanken, jedem Traum, jeder Phantasie, das Gehirn von dessen Anwesenheit kündet.

Das Gehirn IST die Wahrnehmung!
Das bis Heute nicht bemerkt zu haben, offenbart (Offenbarung = Apokalypse!) schon eine fast vollkommene Realitäts-Blindheit, oder?
.
Grosse Schönheit im Kleinformat
.
Titel: "Was macht den Menschen zum Menschen?"

Damit greife *ich die obige Frage des NZZ-Untertitels auf.

Wann stellt ein Mensch diese Frage?

Wenn das Gefühl entsteht, dass das Wort "Mensch[en]" nicht passend oder nicht ausreichend - oder beides - be- / gefüllt ist. Gefüllt mit Eigenschaften, gefüllt mit Aufgaben (Zweck / Sinn), gefüllt mit Wirkungen, gefüllt mit Substanz, gefüllt mit Bedeutung.

Das Frage ist demnach eine Bitte um Füllung.
Wie ist das Mensch passend voll gefüllt? Oder, wie hätten S'es denn gern? Das Mensch-daSein.

Das meiste Mensch ist das völlig wurscht, -Es ist einfach da, die Menschen, die solche Fragen ins Selbst und zu den mit-Selbst stellen, sind meist unzufrieden mit dem, was Mensch-daSein so an- und darbietet. Aber diese Unzufriedenheit oder sogar das Leiden am Selbst ist gut. Nicht gut im Selbst das leidet, jedoch gut für das Verständnis vom daSein und dessen Weiter-Entwicklung.

Was also macht das Mensch-daSein aus? Na, alles was Mensch so an- und darbietet. Von leisem Verständnis bis komplettem DesInteresse, von fleissigem Ernst bis absoluter Gläubigkeit, von völliger Abhängigkeit bis zur geringen Selbst-Entscheidung, von anfänglicher Solidarität bis zu kriegerischer Willkür, ... Sie kennen das volle Programm von Menschlichkeit.

Ist das aktuelle Mensch-soSein das Nonplusultra? Nein, blöde Frage.
Darauf kann *ich doch nur das Frage stellen: Was ist Freiheit?
Ist das aktuelle Mensch-daSein Freiheit? Wohl weniger, bis gar nicht. Dazu fehlt uns Menschen in Gänze einiges, um Freiheit auch nur in Ansätzen zu erLeben. Das Freiheit ist auch, oder sogar vor allem, das Möglichkeit zur Weiter-Entwicklung, von dem aktuellen Mensch-daSein. Aber das als Chance oder überhaupt erst als Möglichkeit zu erkennen, ist fast allen Menschen un-möglich. 

Wie öffne *ich das Verständnis dafür?
.
W-Es schreibt'n das hier!?
Das Autor im Yankee-
Auswärtstrikot
.
Titel: Und erneut diese scheinbaren Kassandrarufe vom Verlust einer Privat-Heit durch den Datenhunger von Administration und Firmen

Vielleicht ist es aber eher an das RaumZeit mit dem Jammern und Lamentieren für mehr "Privatheit" und ähnliche menschliche Versteckspielchen aufzuhören, und stattdessen vehement und lautstark die allgemeine Geheimnis-Krämerei anzugehen, also zu fordern, dass ALLE Daten von ALLEN Datensammlern - also von allen Behörden, jedem Unternehmen und jeder Datei - für Alle offen und frei zugänglich sind.

Keine Einbahnstrassen und Hinterzimmer- und / oder Geheimkammer-[Miss-]Handlungen mehr!

Die Vorstellungen von Privatheit als Schutzsphäre sind doch längst als Unsinn und Überholt erkannt, oder wieviele Verbrechen und Missbrauch und Niedertracht hinter vorgehaltenen Händen, abhörsicheren Türen und blickdichten Vorhängen sind noch nötig, bis das begriffen ist?

Privatsphäre, dass *ich nicht lache!

Sicherheit, Vertrautheit und Gerechtigkeit werden wir erst erreichen, wenn ALLE Daten und Informationen für ALLE offen und frei zugänglich sind. Merkt denn kaum ein-Es von Euch, was diese allgemein übliche menschliche Geheimnis-Krämerei uns Selbst für Schäden zufügt, statt irgendwelche Vorteile zu erbringen?

Nein, *ich weiss, so tief und weit spürt und fühlt das normale private Mensch noch nicht. Schade für uns Alle.

Donnerstag, 26. März 2015

Das Flackern des "Kapitalismus", Abhängigkeiten und das Natur

Titel: Braucht das Freiheit zum erblühen Abhängigkeit?

Umso tiefer und unauflösbarer unsere Abhängigkeit von Technik und Maschinen ist, umso weiter und ebenso kaum mehr revidierbar, wird unsere Unabhängigkeit von Einander.

Da kommt doch das Frage auf, ob wir zur Freiheit Werkzeuge brauchten, weil wir es weder mit-Gefühl noch gar mit Vernunft schafften?

So trägt also das "Unbelebte" (Dinge, Objekte, Maschinen) und das Elektrizität dazu bei, uns aus den Zwängen auch unserer Triebe und Ängste zu befreien.

Und vielleicht ist das Freiheit auch nur eine verschrobene Phantasie, weil, wie oben angedeutet, das eine Abhängigkeit durch eine andere abgelöst wird.

Allerdings fast unmerklich, von uns Menschen. Bis Jetzt.
.
Das Aktualität in Europa ist ein grosses Aufblühen.
Wenn das nur auch für unsere Vernunft
und Verantwortung ebenso gälte.
.
Titel: Eine langsame Annäherung an den [Un]Sinn unseres DaZwischen-Handels- und Handlungs-Systems

Nach dem Lesen des folgenden F.A.Z.-Artikels war *ich froh, weil *ich darin vieles wiederfand, was auch in *mir an VorErkenntnissen gärt und blubbert. Was *ich zusätzlich zu schreiben habe, steht wie stets in {diesen} Klammern.

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 25. März 2015, von Jürgen Kaube

Obertitel: Kapitalismus am Ende?
Titel: Feind seiner selbst sein

Als der Ostblock in sich zusammenfiel, wurde eine Zeitlang das „Ende der Geschichte“ diskutiert. Das geschah in Anlehnung an ältere Überlegungen Hegels über die vollendete Moderne und solche seines Kommentators Alexandre Kojéve, der nach 1945 die weltweite Verbreitung desselben Gesellschaftsideals „Wohlfahrtsstaat“ diagnostiziert hatte. Nun, hiess es 1989 bei Francis Fukuyama, der weitere Thesen wie die vom „Ende der Ideologien“ und die vom Eintritt des Westens in die „Postmoderne“ gleich mit einsammelte, beginne eine stationäre, spannungsfreie, ideenarme Epoche. Allenfalls das theokratische Regime in Teheran biete eine Alternative zum westlichen Modell liberaler, rechtsstaatlicher Demokratie und Marktwirtschaft, aber es sei „kaum vorstellbar, dass diese Bewegung universale Bedeutung bekommen könnte“.
Na ja. {Besser ist auch meine Skepsis und Verwunderung nicht in Kürze zu fassen.}

Fünfundzwanzig Jahre später hat der Kölner Soziologe Wolfgang Streeck einen Aufsatz mit der Titelfrage „Wie wird der Kapitalismus enden?“ vorgelegt („How will Capitalism end?“, New Left Review Vol. 87, Mai/Juni 2014), der in den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ {hier ein Link: https://www.blaetter.de/archiv/autoren/wolfgang-streeck} jetzt auch auf Deutsch erscheint. Schon damals reagierten auf Fukuyama einige Forscher mit Kopfschütteln. Für wie irrelevant musste man Armut, Migration oder ökologische Krisen und die entsprechenden Verteilungskonflikte samt Radikalisierungspotentialen halten, um von einer Weltgesellschaft zu sprechen, an der sich nichts Wesentliches mehr ändern werde? {Genau! Leider sind weder das Ignoranz noch das Arroganz menschliche Zustände, die mit umfangreichem Wissen und überprüfter Erkenntnis aufzulösen sind, sondern verfestigen dadurch oft genug sogar. Wenn es denn nicht sogar so ist, dass das die normale Entwicklung ist?} Irving Kristol, einer der Chefideologen des amerikanischen Konservativismus, meinte in einem Kommentar zu Fukuyama sogar: „Wir mögen den Kalten Krieg gewonnen haben, was sehr nett ist - es ist mehr als nett, es ist wunderbar. Aber das bedeutet‚ dass jetzt wir selber der Feind sind, nicht die anderen.“ {Jo! Denn was passiert, wenn eine "gepflegte" Feindschaft und gewohnte Gegenüber-Stellung, aus welchem Grund auch immer, verloren geht? Das Drohpotential und das Aggressionsverhalten könnten dann nach Innen gerichtet werden? Ist es das, was wir seit Jahrzehnten erLeben?}

Es istbemerkenswert, dass Wolfgang Streeck hiervon nicht weit entfernt ist. Auch für ihn leidet der Kapitalismus daran, keine Gegner mehr zu haben und alle Kräfte zu unterminieren, die einer vollständigen Okonomisierung des Lebens entgegenstehen: Vertrauen, Altruismus, Solidarität, Familie. Sowohl die lokalen Unterschichten wie die überlokalen Eliten gäben nicht mehr viel auf demokratische Politik. Umgekehrt traue sich diese‚ etwa als Fiskalpolitik nicht mehr viel zu. Hauptaufgabe: Bankenrettung und eine Art Konkursverschleppung. Währenddessen expandiere der Markt. Das Geld sei „kommodifiziert“ worden  — Streeck denkt an die Welt der Finanzprodukte —‚ der ökologische Raubbau schreite ebenso voran wie die Privatisierung öffentlicher Güter und die Deregulierung der Arbeitsmärkte samt entsprechenden Übergriffen der Berufs- auf die Familienwelt. Das alles vollzieht sich für Streeck vor dem Hintergrund von Stagnation plus Vermögenspreisblasen. Panik ohne Fortschritt als Grundstimmung. {Davon kann *ich auch persönlich einiges berichten, denn diese Gesellschafts-Analyse betrifft auch jedes einzelne MitGlied, einer davon "befallenen" Gesellschaft. Denn, was könnte eines des Ursachen des immer häufiger diagnostizierten Depression sein? Und diese Leidens-Stimmung nimmt ja nicht ab. Wo bleibt die Auflösung.}

Und die Linke oder wer sonst noch Einwande geltend machen könnte, fehlt unentschuldigt. Der Sozialdemokratie und ihren wohlfahrtsstaatlichen Idealen verpflichtet, hatte Streeck einst am „Bündnis für Arbeit“ — und gerade nicht, wie wir leider irrtümlich schrieben (F.A.Z. vom 20. März), an der Agenda 2010! — mitgewirkt. Mit dessen Scheitern endete für ihn in Deutschland das „Jahrhundert des Korporatismus“, also des Versuchs, die Marktwirtschaft unter Beteiligung organisierter Interessen einzuhegen. 
Stattdessen finde weltweit eine Umverteilung von unten nach oben statt. Ganze Länder erscheinen ökonomisch im Griff von Oligarchien, die sie, unter Nutzung von Korruption, Betrug an den Kunden und Steuerhinterziehung, auspressen. Streeck nennt Russland, die Ukraine, Griechenland und Spanien, aber auch die Vereinigten Staaten. {Die längeren Leses wissen, dass *ich diese Aufzählung nicht bräuchte, weil das Wirklichkeit ist, dass alle menschlichen Gesellschaften und Gruppen - von klein bis gross - davon betroffen sind, mal mehr, mal ganz. Auch z.B. Norwegen oder Island, oder die Familie Schmidt. Oder lege *ich da zu strenge MassStäbe an?} Das Bild des Kapitalismus als einer Veranstaltung, die wesentlich auf Selbstkontrolle, Arbeit und Härte gegen sich selbst beruht, verwandele sich in das eines Gebietes, auf dem vor allem schmutzige Tricks zählen.

Inwiefern aber ist eine solche Welt instabil, tendiert sie zu einer Krise, die sie als Ganzes verwandelt? Streeck stellt sich vor, dass die Gesellschaft durch kollektiv geteilte und sogar „grenzenlose“ Fortschrittserwartungen zusammengehalten wird. Bleiben sie dauerhaft unerfüllt, endet aber womöglich nicht der Kapitalismus, sondern nur die Vorstellung, er führe über wachstumsfinanzierte Umverteilung nach unten oder in die Mitte zu immer mehr sozialem Ausgleich überall. Wer sich unter Demokratie vorstellt, was im achtzehnten Jahrhundert dazu gedacht wurde, landet fast zwangsläufig bei der Diagnose, wir lebten in „postdemokratischen“ Zeiten. Und ob der Kapitalismus um 1900 wirklich erwartungsfroher betrachtet wurde als heute? Außerdem: Wenn es nur noch eine Gesellschaft gibt und man sie weder mit Nationalstaaten noch dem Kapitalismus verwechselt, liegt es ohnehin auf der Hand, dass sie alles Gute wie alles Böse und beider Wachstum sich selbst zurechnen muss. {Und? Es kommt, denke *ich, wie überall auf die Verteilung an. Vielleicht ist Gesundheit die gleich=MÄSSIGE Verteilung von Leid und Freude, in ein-Es und All-Es. Beides wabert heute zufällig umher und ist dabei meist irgendwo in Klumpen massiert, ohne dass es das müsste, aber solange das Zufälligkeit und das Willkür gelassen werden, wird es wohl so bleiben. Noch ist sowohl das Vernuft (darin auch das Logik) und das mitEmpfinden (als Grundlage des Verantwortung) kaum ausgebildet und deshalb am Geschehen des Wirklichkeit nicht beteiligt.}
Ende F.A.Z.
.
Vielleicht erraten Sie, was *ich an dieser
Szene faszinierend und fotografierens-
wert fand! Tip: es ist in Bewegung.
.
Titel: Was beinhaltet das Natur?

Die Neue Zürcher Zeitung veröffentlichte in fb einen Link mit folgenden Sätzen:

«Die Natur braucht keine Menschen, die Menschen brauchen die Natur.»:
mit diesem Slogan möchte eine Kampagne für die Bewahrung der Natur kämpfen. Ist sie damit auf dem richtigen Weg? Nicht unbedingt.

Den Artikel finden Sie hier:
http://beta.nzz.ch/…/2…/03/25/natur-ohne-menschen-ein-traum/

Im Folgenden habe *ich nur auf den EingangsSpruch reagiert:

Das Falschheit an dem obigen Spruch ist, dass wieder einmal (aufGrund auch des jüdisch-christlichen Erbes: "Ein Gott setzt die Menschen kraft seines Wollens in das Natur ein", aber dieses Erbe ist "nur" eine Folge des natürlichen (!) Abgrenzungs-Triebs aller Spezies) angenommen ist, dass das Mensch nicht Teil des Natur ist, sondern ... (irgendwas besonderes auf jeden Fall).

Das Wirklichkeit jedoch ist - und dazu können Sie gerne alle verfügbaren Erkenntnisse der Natur[!]Wissenschaften prüfen -, das Mensch ist (ist!) Natur.
Und zwar zu 100 Prozent. Mehr geht nicht.

Das Mensch ist ein vollkommen natürliches LebeWesen, es braucht nicht das Natur, es ist Natur. Ausser, Sie definieren das Wort "Natur" und dessen Inhalt anders als *ich, also z.B. so, dass alles um des Menschen Haut herum Natur ist, das Mensch mit und in das Haut jedoch nicht. Aber selbst dann ist das Sprüchlein Unsinn.

Wenn also, wie *ich es fühle, das Mensch ganz Natur ist, was bleibt dann von dem Sprüchlein übrig? Nichts. Ein wenig natürlich triebige Abgrenzungs-Überheblichkeit zu unseren Mit-LebeWesen, die verständlich ist, aber zur Lösung und Beantwortung so vieler aktueller Fragen ganz und gar nicht hilfreich ist.

Das Mensch ist Natur, und somit ist unser Handeln und auch MissHandeln ganz natürlich. Das ist ein einfaches Faktum, wenigstens für einen natürlichen Menschen wie *mich, der auf alte Geschichten und Mythen inzwischen verzichtet, weil sie uns nicht mehr weiterhelfen, in unserem Ringen um Selbst-Findung und -Behauptung im DaSein.

Wir geraten in eine immer unabänderlichere Abhängigkeit von Technik und Maschinen, ohne dass das uns Menschen gross bewusst ist, ohne das uns bewusst ist, was diese schleichende Auslieferung für unser Überleben bedeutet.

Das ist die für uns wichtigste Frage, und nicht diese Spielereien von Phantasten und irgendwas-Aktivisten. Dass wir mit heute über 7 Milliarden Mitgliedern und deren Bedarf an Lebensmitteln und Wohnplätzen und auch Auslauf, das Erde gravierend umgestalten und alte Kreisläufe und Mit-LebeWesen nicht nur gefährden, sondern auch tiefgreifend verändern und verdrängen, ist ja wohl "sonnenklar".

Dieses dumme (Verzeihung) Schuldgetue und all die überflüssigen, weil nicht hilfreichen Selbst-Anklagen, gehen *mir zumindest auf die Nerven. Pure Ablenkung von den für uns und somit auch in und für das Natur wichtigen Fragen. Dazu gäbe es noch viel zu schreiben, und das tat und tue *ich noch.
Servus.

Dienstag, 24. Februar 2015

Aufstieg des MitEmpfindens und DaSein ist Angst-Sein?

Titel: Vom Aufstieg des Mit-Empfindens

David Graeber hat *mir in einer arte-Doku ("Mein wunderbarer Arbeitsplatz") folgende Sätze in die Gehörgänge gesprochen:
"Es scheint ein allgemeines gesellschaftliches Prinzip zu geben, nach dem die Bezahlung mit dem steigenden Nutzen einer gesellschaftlichen Arbeit sinkt. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie Ärzte oder Piloten, ihre Arbeit ist unverzichtbar und dafür werden sie gut bezahlt, aber für die meisten Berufe mit gesellschaftlichem Nutzen gilt dies nicht. ... Ohne Müllmänner hätten wir ein echtes Problem, hingegen würde sich die Welt ohne Personalberater nicht wesentlich verändern, ohne Firmenanwälte oder Hedgefondberater wäre sie sogar entschieden besser."

Das war Herrn Graebers Meinung, nicht *meine.
Trotzdem habe *ich dem noch etwas eigenes hinzu gefügt:

Je höher der gesellschaftlichen Nutzen einer Arbeit, desto geringer ist dessen Bezahlung. Was verdient ein Müllarbeit-Es, und was ein Hedgefond-Manager? Was ein Krankenpfleg-Es, und was das Management eines Beratungs-Unternehmens? Radikal gefragt: Auf was kann eine funktionierende Gesellschaft eher verzichten?

Oder andersherum geschrieben: Das Einkommen der Menschen ist am höchsten, deren Beitrag zur Gemeinschaft / Gesellschaft am geringsten ist. Egozentrik und Asozialität sind die höchsten Gewinnbringer. Nun ist aber auch klar, dass diese Form der sozialen Spezialisierung und auch sozialen Exzentrität für die Gesellschaft bisher Vorteilhaft ist, oder vielleicht auch: war?

Aber nun verlangt das Einzelne ich mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung, und zwar jedes ich. Jedes. Das meint, dass es mit der höchst gewinnbringenden Spezialisierung und der übersteigerten weil asozialen Exzentrität von immer nur sehr sehr wenigen, bald vorbei ist.

Oder ist das falsch vermutet? 
.
Die Aussicht eines Gewohnheits-Tieres
.
Angeregt durch einen Artikel der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)


Titel: Hab Angst!

Schau ohne falsche Scheu und ohne ebenso falsches Misstrauen, sondern mit möglichst freundlichem Interesse in den "Spiegel" Mensch.

Was spürst Du dabei Mensch? Angst.

Ja, wirklich nackte Angst
Die ein-Es, ohne ander-Es oder gerade mit ander-Es, aber auf jeden Fall ohne die mords Ablenkung durch den Essen-Trinken {Saufen?}-Arbeit-Spiel-Sex-Sport-Hobby-Nachwuchs-Komplex, gar nicht aushalten kann. Oder?

Obertitel der NZZ: Wachsames Zentralorgan
Überschrift: Wie unbewusste Gehirnprozesse uns vor Gefahren schützen
Untertitel: Bedrohungen rufen in uns Verteidigungsreaktionen wach, die wir nicht bewusst wahrnehmen. Solche Reaktionen sind ein Erbe aus der Frühzeit des Lebens auf unserer Erde.
Von Gottfried Schatz, am 24.02.2015

Ein Auszug, von *mir nur ganz ganz leicht verändert:

Zwischentitel: Ein mächtiges Gefühl

Furcht ist eines unserer mächtigsten Gefühle, für das unser Gehirn besonders viel Energie und Platz bereitstellt. Unsere instinktive Furchtreaktion lässt sich auch besonders leicht wissenschaftlich untersuchen, weil sie [...] in primitiver Form sogar das Verhalten von Fliegen, Würmern und Einzellern bestimmt. In Menschen und anderen Tieren erhöht sie den Blutdruck, beschleunigt den Herzschlag und fördert die Durchblutung der Haut, die Absonderung von Schweiss sowie die Ausschüttung der «Stresshormone» Adrenalin und Cortisol in das Blut. Sie erhöht damit die Verteidigungsbereitschaft, weshalb viele Biologen sie nicht «Furchtreaktion», sondern «Verteidigungsreaktion» nennen. Sie ist unwillkürlich und stereotyp – und obwohl sie unser Verhalten beeinflusst, erfolgt sie völlig unbewusst. Wir können uns aber später an sie erinnern.

Auszug Ende

Unser Verhalten beeinflusst. Beeinflusst? Klingt nach wenig, klingt so durch das Bewusst-Sein hindurch, ohne DaZwischen einen bedeutenden Halt einzu legen, also meist ohne Aufmerksamkeit zu erregen, weil ...

Vielleicht, weil das Mensch glaubt. Glauben muss, dass -Es autonom entscheidet, wo -Es lang geht und dabei tut. Und das Mensch ist mit diesem Glauben sogar ein wenig auf der richtigen Spur. Das Aufhorch-Wort ist "autonom"!

Selbst-Bestimmt. Das Mensch ist, wie alle anderen LebensFormen auch, ein Selbst-Bestimmtes LebeWesen. Anderes gibt es nicht, das ist bisher das einzige, was wir sicher wissen. Selbst-Entscheidende LebensFormen gibt es {noch} nicht. Alles erLeben ist noch vom Selbst-Bestimmt. Und dieses Selbst, das ist ja den wirklich allermeisten unbekannt, ist fast zu 100 Prozent ein Automat.

W-Es wünscht so etwas schon zu spüren? Das -Es ein fast blosser Automat ist. Bestimmt von teils Milliarden Jahre alten Erfahrungen, von Billionen Versuchen des ersten erLebens Land zu gewinnen. Von aberMillionen Versuchen dort, wo das erLeben hineingezeugt wurde - Wasser, Dunkelheit, GasHülle - als so besondere erLebensForm erfolgreich fortzusexen, was ein-Es ist.

Die Leses wissen inzwischen, dass *ich zwischen Selbst- und Fremd-Bestimmung nur marginalste Verschiedenheiten im Verhalten und SoSein eines LebeWesens erkenne. Bisher lautet die zulässige Gleichung:
daSein = Selbst-Bestimmung + Fremd-Bestimmtheit - Selbst-Entscheidung

Was bedeutet, dass das Selbst-Entscheidung erstens vorhanden und gültiges Glied der Gleichung ist, aber eben noch keine auffallende Grösse der Rechnung und Summe des gemeinen daSein ist. Was besagt das vom DaSein?

Auch für das DaSein gilt wohl: DaSein = Selbst + Fremd - DaSein-Entscheidung

Bisher ist das DaSein ein Rechen-Werk, aus GrundSubstanzen, Regeln des Umgangs im MitEinander, Grenzen (alle Grössen des DaSein sind nach allen Richtungen begrenzt, von Anfang bis Ende, alles DaSein ist Spanne, mit jeweils eigenwilliger Weite, mal nur wenige Planck-Längen, mal fast unendlich weit. Fast!

Hier noch der Original-NZZ-Link:

Donnerstag, 22. Januar 2015

Das Durchschnitt des Wissens und ein Gedicht

Titel: Selbst-Zitat

"Ich bin ein [Lebe]Wesen des Licht, aber ich leuchte {noch} nicht"
.
Mit-SchöpfEs
.
Titel: Was braucht schon Bildung?

Gerade las *ich in einem umfangreichen SZ-Essay, dass Latein als Voraussetzung und / oder Pflichtfach für Geschichtslehr-Es, Historik-Es und Philosoph-Es in NRW abgeschafft wird. 

Daneben auch das Erinnern von *mir, an Artikel in denen stand, dass auch das Bachelor-Studium Bildung nicht fordert und fördert, sondern verhindert, von den vielen Schulstunden die unwiederholt ausfallen (in der Regel ca. 20% eines Schuljahres) ganz zu schweigen.

Fazit: umfassende und geförderte Wissens-Vermittlung sucks!

Dabei tauchte in *mir die Titelfrage auf.

Und die Antwort[Frage] war: Was denken oder wissen Sie sogar, was sogenannten Vorgesetzten (vom kleinsten Team- / Büro-Leiter bis zum Staats- / Unternehmens- [FührerInnen?]), EntscheiderInnen und sonstigen irgendwas "bestimmenden" lieber ist:

Claqueure und KopfnickerInnen ODER Widerspruch, auch wenn es ein berechtigter oder sogar zielführender ist?

Antwort ist klar. Und zwar zu fast 100 Prozent, weil Ausreisser gibt's immer.

Also, warum wird Bildung immer nur soweit angeboten und gefördert, wie es gerade so noch nötig ist?

Was braucht schon Bildung, in einer Gesellschaft, die immer noch eine der Sklaven-Haltung ist, ohne das freilich niemals so zu benennen, von *mir aus also Sozialdemokratismus oder auch Kapitalismus, oder auch Sozialismus, ...ismus[s] irgendwas, wie auch immer?

Nein, Wissensvermittlung mit Geduld und viel RaumZeit damit Klugheit, Selbst- und Umwelt-Verantwortung und wirkliche Freiheit entstehen kann, Nein! Das ist undenkbar, ja sogar zerstörerisch, für unsere hierarchisch aufgebauten menschlichen Gesellschaften, das geht gar nicht.

Fragen Sie mal all die Präsidenten und Vorsitzenden und sonstigen Chefs, also einfache Menschen, was für Sie den / das  Inhalt der Worte: Freiheit und Verantwortung ausfüllt / ist.

*ich ernte darauf entweder Phrasen, Hülsen oder Gestammel, aber weder das Freiheit noch das Verantwortung, in dem Umfang und des Deutlichkeit, was *ich und kluge und weise Menschen, denen *ich gelauscht habe, darein füllen.

Nein, wahrlich, das was hier in EU als Bildung angeboten wird, als allgemeine Schul- und Universitäts-Bildung, ist blosse Vorbereitung zur Ein- / Unter- und ÜberOrdnung, mehr nicht. Oder?

Beste Bildung für Gefühl, Gespür und alles DaZwischen, ist entweder fast unbezahlbar oder sonstwie teuer erworben. Wird noch gesellschaftliche behindert, wo und wie es nur geht, weil für das aktuelle Selbst und die aktuellen menschlichen Gruppen-Identitäten und Gesellschafts-Strukturen wohl noch zu gefährlich. 
Ganz davon abgesehen, dass kaum ein-Es je weiss oder gar wissen möchte, was beste Bildung ist.
.
Gneisenaustr. Richtung Mehringdammm
.
Zitat: "dixit autem Dominus nocte per visionem Paulo noli timere sed loquere et ne tacea"

Aus NT, Apostelgeschichte, 18.9

Es sprach aber der [Haus?]Herr durch eine Vision in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede, und schweige nicht! 

Hat was, oder?
.
.
Titel: ... und so weiter und so fort.

Eigentum?
Kapitalismus? Religionen?

Jetzt bin *ich fast natürlich, durch all die Bildungs- und Latein- und auch Bibelzitate wieder auf das obige gekommen.

Also, wenn das nicht zumindest beeindruckend ist, was dann?

W-Es es nicht kennt, es ist das Anfang des  Prologs des Johannes-Evangeliums im Neuen Testament.

Da wird das Sprache eine Macht und SchöpfES-Kraft zugeschrieben und -gesprochen, das Es (Sprache) bis heute nicht hat. Das aber immer wieder gerne behauptet wird, wenn Triebe und Traditionen und Gefühle nicht mehr ausreichen, eine vielleicht verfahrene Situation noch zu klären oder aufzulösen. 

Zum obigen Zitat möchte *ich nachschieben: *ich glaube das nicht.
Weil, wissen tue *ich es wie wir All-Es noch nicht, was das AuslösES / SchöpfES des DaSein war oder ist.

Das ändert nichts daran, dass *ich diese Sätze beeindruckend,  ja grossartig finde.
.
Grenzflächen-Bewuchs
.
Titel: Un-Bildung?

Gerade oben, hatte *ich ja eine kleine Polemik zur allgemeinen menschlichen "BildungsPolitik" hier eingestellt. Als Reaktion auf einen SZ-Artikel vom vergangenen Wochenende.

Und nur eine Stunde später nachdem *ich obigen Text geschrieben hatte, las *ich das:

Die Überschrift der Neuen Zürcher Zeitung lautet:
SCHWEIZ. Qualität der Gymnasien. Wenn Maturanden es nicht können.
Von Michael Schoenenberger

Der Untertitel des NZZ-Artikels lautet:
Was Studien belegt haben, stösst Experten an Maturaprüfungen sauer auf: Absolventen machen Fehler in der deutschen Sprache, die nicht tolerierbar sind. Nun ist das erste Projekt der Kantone, das die Mängel beheben will, in die Endphase getreten.

Na, da wünsche *ich doch viel Vergnügen beim Verdrängen und Verdecken, denn, dass daraufhin etwas "besser" wird, wage *ich ganz arg zu bezweifeln.
.
Ein leichtes ziehen im Gesicht
.
Titel: Darauf und auf mein inneres hören:

"Sprechen wir schon, oder faseln wir noch."

Keine Frage, weil mindest *mir der VerGleich bisher fehlt, da *ich inBereichen erLebe, in denen keine Verschiedenheit erkennbar ist?
Was *mir aber immer wieder Aufregung bereitet enthält auch das folgende kleine Gedicht, denn einerseits forschen wir unermüdlich weiter und tiefer, aber obige Bildungsverweigerung bleibt bestehen, es bleibt und bleibt bei einer absolut kaum bemerkbaren Minderheit (ist fast schon zu gross angelegt, weil von  bald 8 Mrd. Menschen sind es vielleicht in Etwa, na, diejenig-Es können ja Bescheid geben, wenn Sie das hier lesen, dann zähle *ich mit, *ich gebe zu, *ich zähle nicht dazu, würde es jedoch gerne, aber das Bildungssytem in das *ich hier hineingeboren wurde, legt eben keinerlei Wert auf Klugheit, sondern auf bestmögliche Anpassungsförmlichkeit, und das tue *ich eben auch hier.). Aber nun das Gedicht:

Titel: Hochauflösende Mikroskopie und VeryVeryLargeTeleskope

Die Sicht auf und in das Wirklichkeit wird immer schärfer.
Bald bleibt uns wirklich fast nichts mehr verborgen.
Wenig-Es stellen nun noch die Frage, was ist?
Nichts? Weil im Nichts eben immer Etwas.
Ist. Also, was bleibt uns verborgen?
Ob wir wollen oder Nicht. S?
.
.
Titel: Also, was hält Euch noch auf der Couch?

Wenn das mal eine vielleicht banale Erkenntnis ist: Das Ge[h]Hirn läuft und isst mit, weil ...

Und es isst gerne Gutes und spürt gerne Neues und Zartes.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 21. Januar 2015, Beilage: Natur und Wissenschaft