Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Samstag, 4. Juli 2015

Trägheit + Kunst × Erde = RobotEs?

Oder lautet die Beitrags-Titel-Gleichung: Kunst + RobotEs - Erde = Trägheit?

Titel: Das "Wesen" des Trägheit

Aus das Süddeutsche Zeitung (SZ), vom 01. Juli 2015, Wirtschaftsteil, einer Seite mit alternativen Ideen zum aktuellen Wirtschafts- und Politikmuster.
Den unten eingestellten Auszug aus der Themenseite hat Katharina Brunner geschrieben. 

Überschrift: Aktiensozialismus: Der Staat im Aufsichtsrat 

Aktien und Sozialismus sind zwei Begriffe, die im Grunde nicht so recht zueinander passen. Giacomo Corneo, Professor für Öffentliche Finanzen, verwebt diese Elemente: Die Marktwirtschaft bleibt erhalten, das Privateigentum wird jedoch eingeschränkt. „Der Aktiensozialismus ist bewusst ein evolutionärer Versuch“, sagt Corneo von der Freien Universität in Berlin. Voraussetzung dafür ist eine neue Institution, die nach dem Vorbild der Bundesbank gestaltet sein soll. Comeo hat sie Bundesaktionär getauft. Anstatt um stabile Preise, kümmert sich der Bundesaktionär um Renditen von Grosskonzernen. Denn die grossen Unternehmen gehören im Aktiensozialismus zu 51 Prozent dem Staat. 

Doch im Gegensatz zur Planwirtschaft leitet sie der Staat nicht. Das machen weiterhin Manager — wie auch in anderen Firmen mit Mehrheitsaktionären. Die Öffentlichkeit nimmt über einen anderen Kanal Einfluss: Vertreter des Bundesaktionärs sitzen in den Aufsichtsräten. Gewinne sind im direkten Interesse des Staates, denn er profitiert finanziell: „Die Kapitalrenditen teilen sich dann nicht nur Minderheiten, sondern fliessen auch in den öffentlichen Haushalt“, sagt Corneo. Eine soziale Dividende, die mehr Geld für den WohlfahrtsStaat und damit eine gerechtere Verteilung des Wirtschaftswachstums bedeute. 


Das Konzept ist Ergebnis seiner Forschung zu Ungleichheit und Umverteilung. Beeinflusst hat ihn der Wirtschaftsnobelpreisträgers Joseph Stiglitz: „Er zeigt, dass auch komplizierte Ökonomische Fragestellungen mit den Instrumenten der Mathematik gelöst werden können.“ 


Der gebürtige Italiener Corneo glaubt, dass wir uns an einer Weggabelung befinden: Wollen wir ein System mit einer kapitalistischen Elite und einer Mehrheit ohne Mitspracherecht? Oder wollen wir eine wirklich offene Gesellschaft mit politischer und ökonomischer Selbstbestimmung? Ihm, ist bewusst, dass seine Idee des Aktiensozialismus auf Widerstände stossen wird. Bei den Eliten, aber „leider auch in den Köpfen derjenigen, die eigentlich am meisten davon profitieren würden“. Er meint die Mittelschicht.


Zur Person:  Giacomo Corneo, Professor für Öffentliche Finanzen, sagt: „Der Aktiensozialismus ist bewusst ein. evolutionärer Versuch.“ Der Italiener glaubt, dass sich die Menschheit an einer Weggabelung befindet und sich entscheiden muss.


Ende SZ-Text von KATHARINA BRUNNER

Dem stimme *ich zu. Ich erachte das für ein sehr annehmbare Alternative.
Auch *ich ahne, dass das allermeiste menschliche soSein eine soche Idee vollumfänglich ablehnt, weil sie dem Egoismus und alten gewohnten Macht-Anspüchen und Traditionen widerspricht. Selbst Angebote, die das Wohlbefinden erhöhen (mehr tägliche Bewegung und umfangreiches Wissen verhindern fast sämtliche nicht erbliche oder von Giften verursachte Krankheiten; auch ein Mehr an mit-Entscheidung in allen Bereichen ist fast ohne Zustimmung - Egoismen sind damit nicht gemeint), werden aus Bequemlichkeit und alter Gewohnheit abgelehnt.

Es ist schon eine Seltsamkeit des daSein - und wohl auch des DaSein -, dass beständig wider das verifizierte Wissen gehandelt wird - und *ich betone das extra: mehrfach geprüftes und somit als stimmig bewiesenes Wissen, also kein blosses Glauben. Auch *ich kann somit bemerken, dass die natürliche Trägheit, also das Trieb[? Oder geht das sogar noch tiefer?] Alle Energie (Bewegung) zu sparen, jede HandlungsKette mit oder ohne Ziel, mit dem geringsten Aufwand an DaZwischen-Schritten zu tun, das Hindernis für jede Verbesserung und Erweiterung der Solidarität und damit auch des Anstiegs von mit-Entscheidung jedes einzeln-Es ist.

Kurz formuliert: Das Trägheit des DaSein ist das "Elixier" der Macht. Die strenge Hierarchisierung und nicht-GleichWertgkeit des daSein - AUCH des Menschen - ist eine Wirkung der natürlichen Trägheit. Dass diese natürliche Gegebenheit in ein paar wenigen Bereichen des Mensch-daSein - z.B. auch in Teilen des EU - etwas weniger streng ist, ist, wie alles im DaSein, des ebenso natürlichen Vielfalt zu verdanken. Diese Verschiedenheit in und von AllEs und All-Es {Gleichheit} in allem daSein ist vielleicht noch grund-legender als der Zwang zur Optimierung und EffizienzSteigerung allen Energie-Aufwands (Trägheit)? So vermute *ich, dass das Trägheit leicht zu senken ist, das Verschiedenheit jedoch nicht, wenigstens nicht in dem Ausmass, wie das Bequemlichkeit und damit das Zwang zum Sparen jeglichen Energieaufwands (Bewegung).

Das Mensch ist bis Jetzt eher eingeschränkt, stirbt "lieber" viel zu früh und ist ohne wirkliche Freiheit, als das Wissen zu erhöhen und auch allgemein mehr in Bewegung da[zu]Sein. Die "ersparte" Energie stecken wir "lieber" in Technik und Roboter. Die dann aber wenigstens, wie "Menschen" aussehen sollen.
Die Frage ist ja bis Heute ungeklärt: Wissen wir Menschen warum wir tun, was wir tun, und wozu das wird, was wir jetzt tun. Eindeutig, nein. Aber was weiss *ich schon, ob das nicht genau so daSein muss, ob nicht genau das unser daSein-Zweck ist: unbedarft aber vorübergehend teilweise findig zu verschwinden?
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Katzen - Inhalt
Ist doch so?
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Titel: Was ist das Wirkung von Millionen  $ für alte Kunstwerke auf *mich?

Das nun folgende ist wahrscheinlich naiv und plump provokativ und bestimmt ohne Verständnis für das Kunst und die Künstl-Es, allein, es ist ...

Nur {m}eine Meinung:
"Die Kunst" (also jeweils ein paar Menschen innerhalb der Vielen. Das ist nur meine Naivität und Lust auf Genauigkeit, dass *ich das erwähne; die längeren Leses wissen, dass *mir das schmähen oder denunzieren fremd ist, und *ich Ironie kennzeichne.) ist irgendwann mal angetreten die(?) Wirklichkeit auszuleuchten und somit auch das (das Wirklichkeit hat kein Geschlecht, oder?) Wirklichkeit, das den Menschen uner- und unbekannt war / ist. 
Neben diesem Erhellen des Gegebenen und Aktuellen, ergriff das Kunst (hat Kunst ein Geschlecht?) auch das RaumZeit und erschuf das Geschichte (hat ... ?) und bettete menschliches und nicht-menschliches Geschehen darin ein, machte Vergangenheit erlebbar. Mehr noch, das Kunst versuchte auch zu erklären was war, was ist und was [vielleicht] mal ist.

Kunst war und ist also - für *mich - die Benennung eines Mangels, besser die Benennung der Handlungen, die dieser Mangel fordert und erregt. Kunst forschte, Kunst versuchte, Kunst bezeichnete, Kunst deutete, Kunst hob an, Kunst phantasierte und Kunst bewies. Kunst erweiterte das Erkennen und verstörte das Geglaubte und errodierte das Fixierte. Kunst war das Werkzeug einer Fähigkeit des Menschen, des Bewusst-Sein {Aufmerksamkeits-Steuerung und In- und Umgebungs-Wahrnehmung (also der Sinne nach Innen wie nach Aussen)}, und war die Forderung der grossen Verletzlichkeit menschlichen daSeins / soSeins. Angst, Unsicherheit und Neugier sind wohl die Erregungen (Gefühle?) die diese panzer- und krallenlose Verletzlichkeit und die Zartheit unserer Oberfläche {nur Haut?} bewirkt.

Das sind wir im Grunde unverändert, aber wir haben inzwischen sowohl die Panzer-, als auch die Krallen-losigkeit beendet. Und damit sinkt wohl auch unser Interesse an Erweiterung und an das Erhellung des Innen und des Aussen. Das Wirklichkeit sInteresse lässt mehr und mehr nach und fällt langsam in Ruhe zusammen. Je mehr wir sind und je mehr Maschinen wir erschaffen, um unser Tun zu sparen, umso Nachlässiger ist alle Kunst, darin auch das Philosophie.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das Kunst war mal, ware mal, wäre mal gewesen, haucht gerade die verbliebenen Sinnesreize aus, ist schon fast nur noch Vergangenheit; und alle Vergangenheit ist den fast Allen "über Alles" und somit lieb und teuer. Vergangenheit ist fast das Teuerste, was wir haben, oder?

Kunst war mal interessant, war mal erweiternd und erheiternd, erhellend und bellend. War. Das: Was ist?, ist das Kunst abhanden gekommen, Zuwanderer und Obdachlose auf Bühnen, Fotos vom Elend und Krieg, Filme ohne Script und Schnitt, Skulpturen und Malwerke ohne oder mit Form, Musik die nur möchte und nimmt, was war, bezeugen das alltäglich.

Milo Raus "Kongo Tribunal", zur RaumZeit in den Berliner Sophiensälen, ist von dieser Kritik deutlich ausgenommen. Es gilt, wie immer Ausnahmen bestätigen die Regel. 

Kunst ist *mir, bis auf langsam verschwindende Rudimente, bestenfalls Objekt-"Verschönerung", aber fast immer blosse ab und zu nette Dekoration / Auflockerung des Alltäglichen. Was sagt das zu den Schöpf-Es von Kunst - im VerGleich zu dem, was Kunst mal war; was Kunst mal bewirken wollte -? Dass das Mangeln und das Unbehaustheit im Menschen gestillt ist? Nein.

Es bedeutet wohl, dass wir sediert sind. Dass all das Technik und Maschinen-Brimborium und unsere geballte Anzahl auf diesem so sonnigen kleinen endlichen Planeten-System Erde-Mond uns immer wurschtiger Macht? 
UND!, dieses Textchen ist keine Kunst, und *ich bin KEIN Künstl-Es, nein, so wie es um das Kunst ist, möchte *ich das nicht sein.
Danke.

W-Es schrieb das?:
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*ich
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Titel: Das Abscheu nach der Herkunft / Ursprung

Wie unangenehm ist uns, dass wir erdmondliche LebeWesen sind?

Das was viele "Dreck" nennen, was aber ehemals lebendige Pflanzen waren und weit vor uns und jetzt der Lebensbereich von MultiBillionen Mit-LebeWesen ist, ist auch unsere erLeben-sGrundlage, wird aber fast von all-Es nur getreten und mit Dreck (nicht-Pflanzen und deren "Abfall") zugemüllt, wird jeden Tag Hektar für Hektar geteert und zubetoniert. Dass das nicht so sein müsste, ist auch klar.

Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 24. Juni 2015, Wissenschaft-sBeilage, von Julia Gros

Überschrift: Mikrobiologie. Über Leben im Dreck
Untertitel: Ob nun im Erdboden oder am Meeresgrund: Überall tummeln sich Mikroben, die noch keiner kennt. Erst allmählich gelingt es, sie zu erforschen - mit Überraschungen für Klima und Medizin.
Daraus ein paar Auszüge:

[...]

Ob nun in der Tiefsee, auf 3000 Meter hohen Berggipfeln, im menschlichen Darm oder im ewigen Eis: Überall auf der Erde tummeln sich Mikroorganismen. Massen von Mikroorganismen. In einem einzigen Gramm Waldboden sind es bis zu 100 Milliarden Zellen von über 10 000 verschiedenen Arten. Manche sind Energiesparwunder wie offenbar die Mikroben aus dem Meeresboden. Manche, wie etwa bestimmte Streptomyces-Arten, produzieren wichtige Antibiotika - rund die Hälfte aller Medikamente beruht auf Stoffwechselprodukten von Bakterien. Manche bauen Giftstoffe ab, wieder andere töten Pflanzenschädlinge. Dass sie noch weitere großartige Fähigkeiten haben, ist zu vermuten. Aber wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen, vielleicht fünf Prozent - einige Mikrobiologen glauben, weniger als ein Prozent. Man könnte viel von ihnen lernen, aber der größte Teil der Mikroben widersetzt sich den Forschungsmethoden der Wissenschaftler, lässt sich nicht detektieren und nicht im Labor vermehren.

Das ändert sich jetzt. Zum Teil neue, zum Teil verbesserte Methoden öffnen ein Stück weit die Tür zum Universum der Mikroorganismen. „Die Frage ,Wer ist da?‘ kann man heute durch die kulturunabhängigen Technologien ganz anders angehen als früher“, sagt Paul Illmer, Mikrobiologe an der Universität Innsbruck. Inzwischen lassen sich Erbgut-Schnipsel aus einer Bodenprobe auslesen, und ihr Vergleich mit bekannten DNA-Sequenzen in den Datenbanken weist auf die Anzahl der vorhandenen Arten hin. Auf diese Weise gelingt es Forschern, beinahe jede Woche neue Arten zu entdecken.

[...]

„Wir Biologen sind überwältigt von der Vielfalt und den Größenordnungen, mit denen wir es zu tun haben“, erklärt Antje Boetius, Tiefseeökologin am Max-Planck-Institut für marine Meeresbiologie in Bremen. Das Netzwerk der Mikroorganismen ist für Forscher wie ein Puzzle mit Milliarden von Teilen. Die Einzeller haben sich teilweise so spezialisiert, dass sie nur in Gesellschaft von anderen Mikroben existieren können, weil sie von deren Abfallprodukten leben.

Angesichts dieser Komplexität kratzen DNA-Analysen nur an der Oberfläche. Trotzdem haben Mikrobiologen bereits zahlreiche Fakten zutage gefördert, die grundsätzliche Fragen beantworten. Allerdings kam auch Besorgniserregendes ans Licht. So beobachteten sie in den Ötztaler Alpen, dass Klimaveränderungen in den vergangenen sieben Jahren nicht nur die Pflanzenwelt beeinflusst haben. In einer Höhe von 2700 bis 3500 Metern veränderte sich sowohl die Zahl der Mikroorganismen im Boden als auch die Zusammensetzung der Gemeinschaft. Davon profitierten unter anderem solche Mikroben, die Methan produzieren - ein potentes Treibhausgas. Der Klimawandel könnte sich durch diesen Effekt weiter beschleunigen.

[...]

Ähnlich mühsam ist es, die funktionellen Eigenschaften der neu entdeckten Arten zu charakterisieren. Das extrem langsame Wachstum vieler Einzeller macht ihre Analyse mit den üblichen Methoden so langwierig, dass sie den Rahmen von Doktorarbeiten oder die zeitlichen Vorgaben von Forschungsprojekten sprengen. 90 bis 99 Prozent der Organismen haben sich bisher überhaupt nicht im Labor kultivieren lassen. Sie wachsen einfach nicht in Petrischalen, egal mit welchen Nährstoffkombinationen Forscher sie hochzupäppeln versuchen. „Durch die Hetze um Mittel und Publikationen ist die geduldige, langsame Mikrobiologie der Kultivierung und Beobachtung von Kleinstlebewesen aus der Umwelt schon fast ausgestorben“, sagt Antje Boetius.

Aber auch auf diesem Gebiet gibt es Fortschritte, auf die man beispielsweise in der Medizin angewiesen ist. Anfang des Jahres sorgten Kim Lewis und Slava Epstein von der Northeastern University in Boston mit ihrem Team für Aufsehen, als sie ein Antibiotikum einer ganz neuen Wirkstoffklasse vorstellten: Teixobactin. Sollte sich diese Substanz in den bevorstehenden Studien als bei Menschen wirksam und sicher erweisen, wäre es das erste neue Antibiotikum seit 1987. Eine Sensation, jedoch wurde in den Berichten meist nur am Rande erwähnt, dass Teixobactin von einem bis dato nicht kultivierbaren Bodenbakterium stammt. Nun konnte es mit Hilfe einer in Boston entwickelten, erstaunlich schlichten Methode gewonnen werden; die Forscher tauften den winzigen Produzenten Eleftheria terrae.

Ende F.A.Z.-Auszug von JULIA GROS

Die Frage ist also, welche Verbesserung und Verschönerung wir uns also täglich zubauen und vernichten? Aber der Artikel deutet ja an, dass wir unser Wissen und unseren Ein- und UmBlick beständig erweitern. Es bleibt die Tatsache, dass wir weiterhin konsequent zubauen, zumüllen und vernichten.
Trägheit? Siehe oben.
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Das Foto ist ein Ausschnitt
aus der SZ vom 02. Juli 2015
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Titel: Das erLeiden des RobotEs

Das folgende Textchen ist eine weitere Reaktion und meine unermüdliche Antwort-Suche, auf das Frage: Wie nützlich sind Maschinen, wie gefährlich sind Maschinen und wie weit sollten wir sie nutzen und wie sollten wir sie gestalten?

Eine Facette der Antwort-Findung ist:

Schlimm ist ja schon, dass das Mensch die Verletzlichkeit und Verwundbarkeit des daSein im DaSein, also auch die jedes Menschen, weder besonders anerkennt, noch erst richtig wertschätzt, als das, was es ist: eine Grundlegung und Notwendigkeit des daSein und des DaSein als Ganzem; aber am schlimmsten daraufhin ist, dass das Mensch aufGrund dieser fehlenden Wertschätzung sich selbst für dauernd Unvollkommen, nein, mehr noch, weil Unvollkommenheit ist ja auch eine der Grundlagen des DaSein, nein, das Mensch hält das Mensch-daSein für überflüssig, arbeitet "heiter" an seiner Abschaffung.

Langer BandwurmSatz, *ich weiss.
Das Frage ist: "Wie weit geht unsere unbewusste Selbst-Ablehnung?"
Also ernstlich, wie stark ist unser Leiden am blossen daSein, ist die grausige Ablehnung des Selbst (und auch [je]des anderen Selbst) und das gewalt[tät]ige Misstrauen gegenEinander, das unser Normalzustand ist? Bis auf nur geringste Ausnahmen. So stark, dass viel-Es {Menschen} Maschinen für einen Ersatz oder "gute" WeiterEntwicklung des erdmondlichen und darin des menschlichen erLebens erachten, manch-Es sogar für "die besseren Menschen".

Anstatt wir Menschen also unser daSein in aller Verletzlichkeit und dauernden Unvollkommenheit endlich{keit} anerkennen und das wirklich Beste daraus gestalten (und da gibt es so einiges an Um- oder Aus-Gestaltung, sogar soviel, dass das wohl die "Phantasie" der meisten Menschen entweder überfordert und/oder verengt / verängstigt) und in überwiegender Freude (das Leid nicht vergessend, das auch am erLeben beteiligt ist; aber es muss ja nicht überwiegen, wie es das Aktuell tut, oder?) das bisschen erLeben geniessen, das jed-Es ist, werkeln wir verzweifelt und Fremd gesteuert (unbewusst) an unserer Abschaffung.

Denn, was bleibt dem Menschen übrig, wenn alles Tun und Wissen auf Technik übertragen ist, wenn der Optimierungs- und Effizienzsteigerungs-Wahn bald die Goldmedaille und das Siegerschleifchen umgehängt bekommt?

Montag, 29. Juni 2015

Die Wirkung von Mangel an Geborgenheit

Ein Zitat:

"Und wird die Welt auch noch so alt,
der Mensch, er bleibt ein Kind!
Zerschlägt sein Spielzeug mit Gewalt,
wie eben Kinder sind!

Wann alles erst in klein zerstückt
und nichts mehr zu verderben,
so sucht er wieder – neubeglückt –
und spielt dann mit den Scherben."

Von Carl Spitzweg (1808 - 1885), Maler, eigentlich Apotheker, als Maler Autodidakt. Er schilderte in kleinformatigen Bildern humorvoll Szenen aus dem Leben von Kleinbürgern und Sonderlingen der Biedermeierzeit

Und nun ernstl*ich:

Könnte es soSein, dass wir tun, was wir Menschen tun - und nicht tun -, weil uns erdmondliche Geborgenheit fehlt?

Heute geschah eine der wenigen Zusammenkünfte von sich überlappenden Texten zu einem grundlegenden Themenbereich des Menschen innerhalb einer Tageszeitung, sogar innerhalb eines Teils dieser Zeitung, dem Feuilleton. Die Frage nach unserer Einbettung in das erdmondliche Geschehen und unserem Umgang mit diesem Geschehen, dieser BiosSphäre, die wir mit so vielen anderen LebeWesen nicht bloss teilen, sondern deren Mischung wir auch sind.

Ich lerne gerne. Das ist mein Motto. Wenn nur nicht der Widerstand (s.u.) dagegen so stark wäre, in *mir. Das neue Wissen zu behalten, zu ordnen und wieder zu finden, fällt so verdammt schwer. Wie oft schon bemerkte *ich, dass *ich ein und dieSelbe Erkenntnis bereits eingestellt und beschrieben habe, ohne eine Erinnerung daran. Sollte *mir vielleicht peinlich sein, ist es jedoch nicht mehr. Und wenn *ich es fünf mal mache! Egal.

Und nun zu etwas ganz allgemeinem.
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Strassen-Schönheiten
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Titel: Ein neues Angebot zur Benennung des Wortes für vorausschauendes und umsichtiges, sowie auf Machbarkeit Und Brauchbarkeit vorab geprüftes, und die [auch tödlichen] Fehler und Schmerzen stets minimierendes {Selbst}-Handeln, lautet NICHT Verantwortung. Sondern?

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Mark Siemons

Überschrift: Der fast unsichtbare Hegemon
Untertitel: Macht, aber wozu? Die planmässige Unauffälligkeit Deutschlands wirkt sympathisch  - doch darin steckt ein Problem, auch für Europa 

Hier ein Auszug:

Die Gleichzeitigkeit von universellem Kompetenzanspruch und Selbst-Einklammerung verbindet den Minister auch mit den Mehrheiten in der Bevölkerung. Laut einer Umfrage der Körber-Stiftung meinen nur 37 Prozent, Deutschland solle sich in der Welt stärker engagieren (zwanzig Jahre zuvor waren es noch 62 Prozent), doch zugleich nennen 66 Prozent die weltweite Respektierung der Menschenrechte als oberste Priorität der Aussenpolitik, 27 Prozentpunkte mehr als 1994. Die Deutschen beziehen einen Teil ihres Selbstbewusstseins daraus, eine Exportnation zu sein, ansonsten scheinen sie aus ihrer gut gepolsterten Exterritorialität heraus die anderen am liebsten einfach nur beobachten zu wollen. Wobei sie sich jedoch immer nervöser fragen: Wird alles noch mal gutgehen, wenn die Kriege und Krisen immer näher kommen? 

Mit einem derart ungeklärten Verhältnis zur Aussenwelt sind weder Öffentlichkeit noch Regierung in der Lage, die EU in eine Zukunft zu führen, die über Rechenkunst und Regelbefolgung hinausgeht. Denn zweifellos würde jede im engeren Sinn demokratische und solidarische Perspektive Europa von dessen Vormacht eine besondere Investitionsbereitschaft erfordern; nur wenn der Hegemon ein Bild von sich selbst hätte, das ihn auch über Durststrecken tragen könnte, wäre eine so konkrete Füllung des vom Establishment sonst so gern bemühten Begriffs „Verantwortung“ mehrheitsfähig. Da davon aber überhaupt keine Rede sein kann, endet die griechische Herausforderung jetzt aller Voraussicht nach im Desaster. Die Leere des deutschen Machtbegriffs droht, auch zur Leere des von ihm dominierten Kontinents zu werden.

Ende F.A.S.-Kommentar von MARK SIEMONS

Ich finde, diese Sätze gelten - natürlich etwas abgewandelt - auch für ein einzeln-Es innerhalb einer Gesellschaft. Ich par exemple fühle Getroffenheit, und zwar ziemlich deutlich. Ich stecke fest in Bedeutungslosigkeit und verhuschter Ängstlichkeit, derweil: *ich könnte viel mehr. W-Es geht es noch so?

[m]Eine Meinung: Wirkliche Verantwortung entsteht / entstünde erst in / mit einem stimmigen Selbst-Gefühl und einer aufrichtigen Selbst-Beschreibung, die auch das natürliche inhärente menschliche Leid und die ebenfalls natürliche allzu menschliche, wenn auch vielleicht {meist} nicht ausgelebte, Fratze der Boshaftigkeit und gegenseitigen Kränkung mit einbezieht.
Verantwortung braucht zur Entwicklung Transparenz, verifiziertes Wissen und wohlwollende ZuWendung zum Selbst im DaSein und zur Umwelt darIn. Aus dem g/Glaube[n] entsteht nur rudimentäre Verantwortung: eine Ahnung davon.

Das ist jedoch genau die "Verantwortung", die fast alle "Verantwortlichen" bisher behaupten. Aber *ich schränke ein, dass *ich diesen Begriff vielleicht mit etwas fülle, das nur *ich darin erfühlen und erLeben möchte, das aber alle ander-Es darin gar nicht haben wollen?
Ansonsten ist das Inhalt von Verantwortung meist lediglich die (kleinliche?) Sorge um das jeweilige Selbst und ein wenig drummherum, was natürlich annähernd 100 Prozent des daSein im DaSein ausschliesst und auch in das RaumZeit jeweils nur wenige Momente erreicht. Aber genug vermutet.

"Verantwortung", wie *ich es alltäglich erspüre, ist entweder eine [Über?]-Forderung an all die sogenannten "Verantwortlichen", ist Vorwurf für dessen Fehlen, nach fast jedem Fehler / Unfall und Schmerz, oder ist ein stets wichtig geäussertes Füllsel. Wie belanglos, aber mit wie vielen auch grossen Worten "Verantwortung" aktuell aufgeblasen ist, können die Leses m.a. auch hier erlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verantwortung

Es ist wohl erforderlich, für das, was *ich wünschte, das Verantwortung enthält, ein neues Wort zu kreieren. Und die "Verantwortung" den "Verantwortlichen" als stete Rechtfertigung und Entschuldigung für deren Versagen zu überlassen. 
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Mit diesen schönen Mit-LebeWesen möchte *ich
erstens Ihre Augen locken, und zweitens
Ihren Geist ein wenig beruhigen. 
Pflanzen sind für *mich
Entspannung pur
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Titel: Die Wirkung einer Lücke, verbirgt die Sichtung einer Tücke

Mir ist seit längerem schon bewusst, dass das g/Glaube[n] eine Lücke zwischen dem naturgesteuerten NichtWissen, also unserem auch noch aktuellen Normal-Zustand, und dem Wissen des Wirklichen und dem darIn enthaltenen freien Selbst-Entscheiden überbrückt.
Diese fast vollständige NaturSteuerung auch des Menschen (+ zwar) zur Dauerhaftigkeit und zum SelbstErhalt (Triebe / Bedürfnisse), (der NaturSteuerung) durch Umwelt, durch Struktur / Aufbau und den Substanzen des Körpers, durch Artspezifische Erfahrungen (Gene und epigenetische Marker) und auch Gruppenspezifische Erlebnisse {Prägung}, ist zwar pures Wissen, allerdings noch ohne verwortete Gewissheit und dessen Wirkung in und auf uns Menschen.
Ist das einigermassen verständlich verwortet? Ziemlich komplex, *ich weiss, auch *ich brauchte mehrere Anläufe zum formulieren und auch mehrere zum verständlichen erLesen. Das Glauben kommt, glaube *ich, mit weniger Komplexität aus, muss aber eben auch nur eine Lücke überbrücken, die es mit Wissen zu füllen gilt. Vermute *ich.

Aber jetzt zu einem HinterMenschen (wenn *ich in das RaumZeit nach Vorne, also in das weitestgehend Unbekannte hineinspüre, ist das Gewesene hinter *mir), der hinter *mir bereits etwas vorwegg genommen / gewusst hat, was *ich erst vor kurzem geschnallt habe.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Christian Schwägerl 

Überschrift: Wir Riesenmaschinen
Untertitel: Alfred Döblin ahnte schon 1924, was beim Klimagipfel in Paris beschlossen werden muss: Sein Roman "Berge Meere und Giganten" zeigt eine Katastrophenwelt, in der Mensch, Natur und Technik verschmelzen - die Rettung, auch heute?

Daraus ein Auszug:

Wer Döblins Gedankenwelt und Stil vorschnell als Ökokitsch und Ganzheitlichkeitslyrik abtut, sollte bedenken, wohin es geführt hat, dass diese Gedanken erst spät im 20. Jahrhundert in Form des „Umweltbewusstseins“ Breitenwirkung entfaltet haben. Und immer noch um Anerkennung ringen. Die sinnlichkeitsfreie Kälte des heutigen Kapitalismus und die mit ihr verbundene Lehre, dass Lebewesen eigentlich nur Maschinen sind, treibt unsere ökologische Verarmung voran: Erde und ihre nicht-menschlichen Bewohner sind nur reine Rohstoffe, frei von intrinsischem Wert. Eine eigene, subjekthafte Perspektive wird ihnen abgesprochen. Das gehört zu den Antriebskräften der ökologischen Krise, und diese wird sich Jahrzehnt für Jahrzehnt verschärfen, wenn es bei der gegenwärtigen Beziehungsarmut bleibt. 

In dem Weltenpanorama von Mensch, Natur und Technik, das Döblin geschaffen hat, sind die harten Fragen von heute schon vorweggenommen: Welche neue, synthetische Natur schaffen Hightech-Industrie und IT-Konzerne, wenn sie die Welt der Zukunft mit Robotern, Drohnen, Supercomputern und immer feineren elektronischen Netzwerken überziehen wollen? Wer herrscht in dieser Welt? Kann, wer die Natur als ein „wimmelndes Kontinuum“ ernst nimmt, noch hierarchische, zentralistische, auf Dominanz, Extraktion und Umsatzwachstum angelegte Ziele verfolgen, wie dies der militärisch-industrielle-informationelle Komplex von heute tut?

Döblins Weltwahrnehmung bietet eine Alternative an: Die Offenheit fiir das Verbindende in der Natur könnte heute zum Nachdenken über offene, fliessende, dezentrale Strukturen in Gesellschaft und Technologie führen. Bei Döblins analoger Sicht geht es um die stufenlosen Verbindungen, das Miteinander, das Ineinander, die fliessenden Grenzen, die offenen Poren, die geteilten Eigenschaften und Elemente, die Gemeinsamkeiten. Übersetzt in die Technosphäre heisst das offener, freier Austausch, kooperatives Entscheiden. Alfred Döblin schuf mit „Berge Meere und Giganten“ und dem „Ich über der Natur“ die gedanklichen Grundlagen eines Internets, das alles Anorganische und Organische einbezieht und über die Menschensphäre hinauswächst.

Ende F.A.S.-Rezension und Kommentar von CHRISTIAN SCHWÄGERL

Dem ist fast nichts hinzuzufügen, ausser dem persönl*ichen Bekenntnis und der Erkenntnis, dass *ich zu gleichen (ähnlichen) Erkenntnissen gelangt bin, das aber nur, weil viele Menschen, wie auch Alfred Döblin, vor (oder genauer hinter *mir, weil in das RaumZeit bin *ich Alfred Döblin ja voraus, s.o.) *mir das nach-gedacht und vor-geschrieben haben.
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Schatt*ich
unter GlasDach
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Titel: Was braucht das Mensch zur Selbst-Anerkennung?

Denn eins ist *mir immer bewusster, die unten in der von *mir eingefügten {Klammer}, erwähnten Prägungen, die alles erdmondliche Geschehen und alle erdmondlichen LebeWesen gemeinsam durchlaufen haben, betten uns Menschen viel stärker in alles erdmondliche Geschehen ein, als wir bisher wahrhaben möchten, als uns die meisten GlaubensGeschichten erlauben wollen. Das Mensch ist wirklich nur in winzigsten Nuancen verschieden von all den erdmondlichen Mit-LebeWesen. Was das bedeutet, haben hinter *mir schon bekannte Wissenschaftler und Philosophen erkannt und erschrieben und sind deswegen entweder belächelt oder ignoriert worden (s.u. "Widerstand"). Denn diese Anerkennung würde selbstverständlich einige Veränderungen unseres Verhaltens einfordern.

Aus Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 28. Juni 2015, Feuilleton, von Cord Riechelmann

Überschrift: Tiere wie wir
Untertitel: Jacques Derridas letztes Seminar handelt von Saddam Hussein, Carl Schmitt, Tauben, Wölfen, Souveränen und vor allem davon, wie das alles zusammenhängt

Auszüge daraus:

Es macht einen Unterschied, ob man auf Taubenfüssen trippelt oder auf Wolfssohlen schleicht. Auch wenn beide Gangarten still, diskret und unscheinbar und deshalb kaum zu hören sind, gehören sie ganz unterschiedlichen philosophischen Traditionen an. Auf Taubenfüssen, wie ein Dieb in der Nacht, trat beim heiligen Paulus die Wahrheit ganz leise in die Welt. Und in Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ durchquert eine Taube das Lied mit dem Titel „Die stillste Stunde“. 

Die „stillste Stunde“ ist in dem Gesang der Name einer furchteinflössenden Souveränin, einer furchtbaren Herrin, die Zarathustra bestimmt zurechtweist. „Das ist dein Unverzeihlichstes: du hast die Macht und willst nicht herrschen“, kritisiert sie ihn. Worauf dem zaghaften Zarathustra immerhin einfällt, darauf hinzuweisen, dass ihm zu allem Befehlen die Stimme des Löwen fehle und es die stillsten Worte seien, die den Sturm bringen: „Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, lenken die Welt.“ Diese stillen Gedanken, die auf Taubenfüssen daherkommen, sind aber die stillen Befehle, welche die Welt im Sinne des heiligen Paulus zur Wahrheit lenken, die immer eine Wahrheit des Friedens ist. Demgegenüber kündigen die Schritte auf leisen Wolfssohlen das Gegenteil an: Sie sind Boten des Krieges, des Kriegsherrn, des den Krieg befehlenden Souveräns. Sie gehören in die lange und wirkmächtige Tradition, in welcher der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. 

[...]

Das geht natürlich nicht ohne eine ganz bestimmte. Und so will Derrida denn auch „auf leisen Wolfssohlen“ durch das Seminar führen. Eine Gangart, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie sich mit Umwegen auskennt und nicht viel mehr als undeutliche Spuren hinterlässt. Wolfsforscher wissen das. Derrida beginnt mit dem Hinweis auf das, wovon er nicht handeln wird: von den Taubenfüssen. Mit dem schönen Bild Immanuel Kants von der leichten Taube, die im Flug den Luftwiderstand spürt und sich vorstellt, dass es im luftleeren Raum noch besser ginge, verankert Derrida sie im Gedächtnis. 

{Darf *ich die Vorsichtigen in Ihnen - in *mir übrigens auch - ein wenig weiter herausfordern, wie sage *ich es nur, dass die Sicherheit dabei nicht gänzlich entfleucht, dass also Sie und auch *ich, einen warmen Händedruck eines wohlwollenden Menschen, während der Herausforderung spüren, *ich denke da an ..., Sie denken vielleicht an ... Nun, es geht einfach darum, dass *ich begleitend während des Schreibens und all der Selbst-Erfahrung, die *ich in diesen Blogs erarbeite und erfahre, auch immer den Widerstand erfühle und erspüre, diesen grundlegenden Widerstand, der das DaSein erst ermöglichte (enthalten in Newtons drittem Gesetz - dem Wechselwirkungs-Prinzip -), und der auch aller Selbst-Erkenntnis (welche das Bewusst-Sein / Wissen vergrössert und das UnBewusste verkleinert) vom Körper - also der grossen Masse - entgegengestellt wird.

DaZwischen passt folgendes: Immer dann, wenn du dich auf der Seite der Mehrheit wiederfindest, ist es Zeit eine Pause zu machen und zu reflektieren.“ Im Original: Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to pause and reflect.” Von Mark Twain. Ich bin in das Pause.

Ich habe ja schon öfter die Ergebnisse der Neurophysiologie erwähnt, m.a. auch die von Prof. Gerhard Roth, nämlich dass das Schwinden des Einflusses (Macht) eines Bereichs - in diesem Fall des UnBewussten (Glauben?) - niemals K(r)ampflos geschieht, - somit setzt die Prägung des DaSein (also die Ereignisse und die [Ver?]Formung darin, setzten die Prägungen der Lebendigkeit, setzt die Prägung des Menschen, setzten die Prägungen der Gesellschaft, in die ein-Es hineingeboren wurde und setzt ebenso die Familie, die ein-Es gezeugt hat -, setzen all diese Prägungen und Traditionen, jedem ein-Es einen Widerstand entgegen! Wenn dann dieses eine ein-Es, aus diesem ganzen Bündel an Vorbedingungen und Voreinstellungen etwas hinauswachsen möchte, vielleicht auch erst "bewusst" in diese Bündel hineinwachsen möchte, spürt -Es diesen starken Widerstand; und oft (meist?) fällt das Bewusst werden so schwer und jede Veränderung ist ein Streit, und oft verliert ein-Es dabei die Bewusst-heit wieder und ergibt sich ermattet in der Alltäglichkeit der Gewohnheiten der Vergangenheit.}

Das Bild bleibt, auch wenn von den Tauben nicht mehr die Rede ist. Genauso wichtig: der Hinweis auf den Widerstand des Materials. Nachdem er einige idiomatische und sprichwörtliche Ausdrücke wie „mit den Wölfen heulen“ oder den „Wolfshunger“ vorgestellt hat, erklärt Derrida, dass sie sich nicht alle von einer Sprache oder Kultur in eine andere übersetzen lassen. Nicht überall gibt es Wölfe, und die Erfahrungen, die man in Alaska oder in den Alpen, im Mittelalter oder heutzutage mit Wölfen macht, sind nicht dieselben. Die Sprichwörter und die Figuren, die Interpretationen, die Fabeln und die Phantasmen variieren von einem Ort und einem historischen Augenblick zum anderen. 

[...]

Indem er das Bild des realen Wolfs aufruft, das während des Seminars präsent bleibt, will er einen anderen Schrecken sichtbar machen, um ihm zu entweichen: die Zoologisierung der menschlichen Barbarei. Wir dürften uns nie damit begnügen, schreibt er, das Soziale, das Politische und die Ausübung der Souveränität in ihnen {den Wölfen} nur als verkleidete Manifestationen animalischer Kraft zu verstehen, deren Wahrheit uns die Zoologie liefert. Der Grund für Bestialität und unmenschliche Barbarei, heisst das, ist nicht unter den Tieren zu suchen. Derrida möchte das Bild, nach dem der politische Mensch immer noch animalisch ist, umdrehen: Man könnte auch annehmen, dass bereits das Tier politisch ist. 

[...]

Möglich wird die Verbindung von Souverän und Tier, weil sie die einzigartige Position teilen, ausserhalb des Gesetzes zu stehen. Das Tier, da es das Gesetz nicht kennt, und der Souverän, da er das Recht hat, das Gesetz zu suspendieren. Er stellt sich über das Gesetz, das er ist, das er macht: und über das er souverän entscheidet. Der Souverän ist kein Engel. „Wer auf souverän macht, macht auf Tier, er macht sich zum Tier“, schreibt Derrida. Und dies tun Souveräne nicht nur über die Staatstiere, die sie sich selbst zuschreiben, sondern auch über die Verdammung anderer. Derridas Beschreibung, wie Saddam Hussein vom Freund Amerikas zum „Beast of Bagdad“ wurde ist ein eingängiges Beispiel. Es steht aber nur am Ende einer langen Kette von historischen Symptomen, die es weder mit dem Tier noch mit der Politik in den Momenten der Unentscheidbarkeit zu genau nehmen. Für Derrida kann es aber nur darum gehen, das Unentscheidbare ins Recht zu setzen, sozusagen mit Taubenfüssen in die politische Ordnung zu treten.

Jacques Derrida: "Das Tier und der Souverän I. Seminar 2001—2002". Übersetzt von Markus Sedlaczek, Passagen-Verlag, 544 Seiten, 65 Euro

Ende F.A.S.-Rezension von CORD RIECHELMANN

Samstag, 18. April 2015

Von das Ein- über Viel- zur Wegg-Falt?

Titel: Wann erkennt das Mensch das Mensch-daSein?

Mensch-daSein? Wann erkennt das Mensch, was das daSein als Mensch ist? Was es m.a. bedeutet Mensch zu sein: VielFörmigkeit, VielFarbigkeit, VielGefühl, VielGespür, VielPhantasie, VielGlauben und WenigWissen. Noch. Nicht?

Wird es RaumZeit für eine tief- und weiterreichende UmGestaltung menschlicher Gesell- und Gemeinschaften? Wegg von den aktuellen Mangel- und Ein- und AusGrenz-Verhältnissen, die nur immer kleine Minderheiten ausreichend und noch kleinere Minderheiten sogar mit allem Pomp und übereich überschütten, hin zu Gesell- und Gemeinschaften, die alle MitGlieder erLebens-lang mit allem dafür nötigen frei und unbedingt versorgen?
Regionale Verschiedenheiten mit eingerechnet.

Das aktuelle System ist zwar menschlich, schliesslich ist es von uns Menschen entwickelt worden und menschenweit verbreitet, aber in allen Wirkungen auf uns und unsere BiosSphäre, und allen Vorstellungen überholt und fast komplett ungerecht, beharrlich und aggressiv. Oder?

Ökonomen, Soziologen, Psychologen und viele Andere haben längst beste Ideen, wie eine Gesellschaft ohne "Arbeitslosigkeit" (wieso zwingt die Gesellschaft Menschen zur nicht-teilhabe an all den Aufgaben und Tätigkeiten, die in einer Gesellschaft anfallen, und lässt lieber Infrastruktur verfallen, lässt so viele Pflege- und Ausbildungs-Tätigkeiten unbesetzt und fördert Unzufriedenheit, Misstrauen und auch Verbrechen? Kein-Es müsste ohne Arbeit sein, "Arbeitslosigkeit" ist quasi eine Kunstform.), Achtlosigkeit (auch für unsere mit-LebeWesen) und Armut und Obdachlosigkeit, also ohne solch krasse Fehlverteilung des Reichtums und des Mangels der Gesellschaft, und mit mehr Mit-Entscheidung jedes MitGlied-Es des Gesellschaft, zu gestalten wäre.
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Tulpen
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Allein, es fehlt noch an Offenheit und Mut diese Konzepte und Ideen ernst zu nehmen, es ist allerdings auch seeehr schwierig bis unmöglich, diese doch gewichtigen und prägnanten Änderungen des vorhandenen Systems, alleine zu tun. Das kann nur im MitEinander der Staatengemeinschaft gelingen, das überforderte eine Gesellschaft alleine. Vermute *ich zumindest.

Was *mir schon genügte, wäre ein ernsthafter öffentlicher, also immer transparenter innergesellschaftlicher Dialog dazu, und ein ebenso öffentlicher, und transparenter, Gesprächsbeginn mit den anderen menschlichen Gesellschaften, wie wir eine inzwischen doch längst globale Menschen-Gemeinschaft im mitEinander organisieren und verbinden.
Eine Menschen-Gemeinschaft die fürEinander daIst, statt wie bisher gegeneinander, in Ignoranz, Ausbeutung, Drohungen und sonstigen Feindschaften und nur sehr wenig wechselseitiger Freundschaft und Mitarbeit. Oder ist diese persönliche Bewertung falsch?

Wir müssten längst als Gleiche und auf Augenhöhe und mit dem Willen zur freien Verteilung von irdischen Ressourcen und menschlichem WissensStand mitEinander verhandeln. Und wie wir in dieser unser aller BiosSphäre weiter erLeben wollen, sicher, frei, vielfältig, gut versorgt und lange. OderNicht?
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F.A.Z., vom 16. April 2015
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Titel: Ist FremdenAngst ein MenschenRecht?

Warum nehme *ich eine Meldung von aggressiver FremdenFeindlichkeit aus Afrika und nicht eine von den vielen Meldungen aus EU oder USA?
Aus einem banalen Grund und einem grundsätzlichen. Ganz banal, weil es vom Format und Umfang passte, und grundsätzlich, weil es dabei gleichgültig ist, aus welcher Menschen-Gegend ein Akt von FremdenFeindlichkeit kommt. 

Egal, ob es die "Flurbereinigungen" aus religiösen "Gründen" sind, oder wegen anderer Oberflächenbeschaffenheit, oder Herkunft, oder Sprache, oder Kultur, es ist ein Aussen-Innen-Konflikt. Das Mensch ist ein Gruppen-Wesen und braucht sichere und vertraute Zugehörigkeiten.

Ich vermute: Je besser und dauerhafter die erLebens-notwendige Grund-Versorgung, die Anerkennung und die Geborgenheit in einer stabilen Gruppe ist, umso offener, zugewandter und einladender ist ein-Es?

Das lässt *mich weiter vermuten, dass wenn diese Umstände anders sind, wenn also die soziale und persönliche Absicherung bröckelt oder auch immer schon schwankend war, dass dann die natürliche FremdenAngst und die soziale Ein- und antisoziale Aus-Schliesslichkeit aggressiv übersteigert werden?
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Süddeutsche Zeitung, vom 16. April 2015
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Titel: Von der Annehmlichkeit der Bequemlichkeit

Kann *ich aus der obigen Meldung eine Gefahr heraus spüren, oder steckt das nur in *mir?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 17. April 2015, von Adrian Lobe

Hier das Link zum Original im F.A.Z.-net:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/automatisierter-journalismus-nehmen-roboter-allen-journalisten-den-job-weg-13542074.html

Überschrift: Automatisierter Journalismus
Untertitel: Nehmen Roboter Journalisten den Job weg?
Nachrichten werden inzwischen milliardenfach von Robotern geschrieben. Bald sollen sie auch über Sport und das Wetter berichten. Wo liegen die Grenzen der Schreibalgorithmen?

Roboter sind auf dem Vormarsch. In Amazons Lagerhallen sortieren sie schon Waren. In japanischen Krankenhäusern ersetzen Roboter Krankenschwestern. Und bald werden Roboterautos im Straßenverkehr unterwegs sein. Seit geraumer Zeit schreiben Roboter sogar Artikel. Als am 17.März 2014 in Los Angeles die Erde bebte, dauerte es nur drei Minuten, bis die „Los Angeles Times“ die erste Meldung publizierte. Geschrieben wurde sie von einem Programm namens Quakebot. Die Software ist so programmiert, dass er auf einen Alarm des U.S. Geological Survey reagiert, der auf ein Erdbeben ab einer bestimmten Stärke folgt. Quakebot extrahiert die Informationen und fügt sie in den vorgefertigten Text ein. Die Tatsache, dass ein Computer einen Text schrieb, sorgte für deutlich mehr Aufsehen als die Meldung selbst. „Algorithmus macht Journalismus“, jubelte „Zeit Online“. „Die Roboterjournalisten sind schon unter uns“, schrieb die „Welt“.

Die Nachrichtenagentur Associated Press nutzt seit Juli des vergangenen Jahres ein Software-Tool namens Wordsmith, das automatisch Finanzberichte verfasst. Zum Beispiel Quartalsberichte börsennotierter Unternehmen. Wordsmith nutzt die Technik der Natural Language Generation, um aus Daten Texte zu generieren. In einer Pilotphase wurden die Meldungen von einem Redakteur gegengelesen. Seit Oktober gehen die Meldungen ohne menschliche Kontrolle heraus, wie die Wirtschaftsredakteurin Philana Patterson dem American Press Institute sagte. Pro Quartal werden bei der AP dreitausend automatisierte Meldungen erstellt. Die Software stammt von dem Unternehmen Automated Insights. Die Meldungen folgen immer demselben Muster. Etwa: „Das in Cupertino angesiedelte Unternehmen verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatz von achtzehn Milliarden Dollar.“

Die Textbausteine stehen fest, der Algorithmus ergänzt die Lücken mit Daten, mit denen er gespeist wird. Automated Insights schreibt auf seiner Homepage, dass es auch die Syntax und den Stil zu variieren vermag. Mit Wordsmith könnten zudem Infografiken und Performanzanalysen (etwa über die Leistungsdaten von Sportlern) erstellt werden. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Die Redakteure können sich anspruchsvolleren Aufgaben wie Recherche oder Reportagen widmen und müssen sich nicht mehr mit Bilanzzahlen herumschlagen – das erledigt der Computer schneller und zuverlässiger. Ein Sprecher von Automated Insights teilt auf Anfrage mit: „Die Automatisierung ist besser für Kunden und Reporter, sie führt zu weniger Fehlern und zu einer größeren Newsroom-Effizienz.“ Automated Insights hat im vergangenen Jahr eine Milliarde Meldungen generiert – mehr als alle Medien zusammen.

Das Unvorhergesehene überfordert

Michael White, Professor für Computerlinguistik an der Ohio State University, sagt im Gespräch mit dieser Zeitung: „Der zunehmende Einsatz von Roboterjournalisten in traditionellen Medienhäusern bedeutet, dass menschliche Journalisten sich auf die weniger der Routine unterworfenen Aspekte des Journalismus konzentrieren können.“ Etwa investigative Recherche.

Associated Press hat angekündigt, die Software auch im Sportressort einzusetzen. Damit könnte die Agentur über Ereignisse berichten, über die sie zuvor nicht geschrieben hat, etwa über College-Matches oder Spiele unterklassiger Ligen. Dem Vernehmen nach will AP die Algorithmen auch auf andere Bereiche ausdehnen. Lou Ferrara, Vizepräsident und Managing Editor bei AP, sagte dem Portal Journalism.co.uk: „Wir hoffen, uns auf datengesteuerte Bereiche hinzubewegen, etwa Wahlprognosen oder Wettervorhersagen.“

Die Frage, die sich vor diesem Hintergrund stellt, ist: Werden Algorithmen in ferner Zukunft auch komplexe Texte wie Kommentare oder Analysen verfassen, für die logisches Denken, Argumentation und Einordnung erforderlich sind? Werden sie also zur Urteilsbildung beitragen? Und den Journalisten vollständig den Job wegnehmen? Der Computerlinguistik-Professor White erwartet das nicht: „Es ist unwahrscheinlich, dass Roboter den Journalismus jemals übernehmen werden, weil Nachrichten eben nicht reine Routine sind“, sagt er. So habe die Agentur AP eine Geschichte über einen Basketball-Trainer gebracht, der sein College-Team einen Tag nach dem Tod seiner Mutter zum Sieg führte. „Solche Ereignisse treten nicht häufig genug ein, um das zu programmieren und den Roboterjournalisten zu trainieren, mit solchen Fällen umzugehen.“ Will heißen: Das Unvorhergesehene überfordert die Maschine. Doch die Algorithmen lernen dazu.

Das Chicagoer Unternehmen Narrative Science hat die Software Quill entwickelt, die zehn bis fünfzehn Seiten lange Investment-Berichte für Unternehmen schreibt. Zu den Kunden zählt unter anderen die Credit Suisse. Der Algorithmus durchforstet Unternehmensbilanzen nach relevanten Zahlen und fügt das Datenmaterial zu einem kohärenten Text zusammen. Ein Absatz, den das Magazin „Technology Review“ veröffentlichte, liest sich recht passabel. Man merkt dem Text zwar an, dass er von einem Computer verfasst worden sein muss. Doch er vermittelt die wichtigsten Informationen. Und darauf kommt es an. Die Stilfrage ist in diesem Zusammenhang zweitrangig. So mancher Jahresbericht eines Konzerns liest sich sperrig. Die Frage, wozu künstliche Intelligenz imstande ist, hängt davon ab, welche Syntax und Logik der Algorithmus beherrscht. Setzt er nur Daten in vorgefertigte Schablonen ein, die der Mensch programmiert hat? Oder vermag er einzelne Textbausteine, sogenannte Templates, selbst zu einem logisch konsistenten Stück zusammenzusetzen?

„Der limitierende Faktor liegt auf der Content-Seite“, sagt der Computerlinguist White. Der Fortschritt der Datenanalyse bedeute, dass Roboterjournalisten „immer interessantere Dinge“ zu sagen hätten. „Wir sind aber noch weit davon entfernt, einen Computer zu haben, der Leute wie den Basketball-Trainer interviewt und herausfindet, wie die Zitate in eine kohärente Geschichte passen.“

Ende F.A.Z.-Artikel

Da werden also schon erste kleine Maschinen mit einer unabhängigen Energie-Quelle ausgestattet. Einer Energie-Quelle die zumindest die nächsten paar Milliarden Sonnenumkreisungen "kostenlos" und täglich zur Verfügung steht.

Das nächste sind natürlich Maschinen, die auch Orts-Unabhängig sind, also autonom fahren oder laufen oder fliegen können. Die sehr wahrscheinlich auch in die Lage versetzt werden sich zu reparieren und weiter zu entwickeln, darauf folgt dann natürlich der nächste Schritt, der Fort... Fortpflanzung ist in diesem Zusammenhang ein falscher Begriff, also der Fortproduktion. Maschinen produzieren autonom die nächste Generation.

Was *mich dabei zumindest irritiert ist, dass dieser Prozess von Menschen ein-geleitet wird. W-Es als Mensch etwas aufmerksam in das Menschheit herum und herein spürt, weiss, warum *ich diese Entwicklung mit Sorge begleite. Das Mensch ist ein LebeWesen mit enormem Potential, das aber bis eben Jetzt nur im Nano-Bereich zum Vorschein kommt und das auch noch überaus fein verteilt.

Das Mensch hat viele warme, fried- und  freund-liche Eigenschaften, kann auch über das normale überLebens-wichtige Muss wissbegierig und lernbereit sein, kann umsichtig, zuvorkommend und verständnisvoll sein. Zu unser aller LeidWesen sind diese Ausprägungen des Menschen sehr selten und brauchen jeweils gute oder kluge Umstände, um zur Wirkung zu kommen. Daneben ist das Mensch und alle seine Werke fehlerhaft, was wiederum selbst kein Fehler ist, weil das Natur so eingerichtet ist: Fehler sind natürlich / normal.

Mir ist also ziemlich bange, wenn wir beginnen Maschinen autonom zu machen, sie mit Energie und Werkzeugen auszustatten, die sie in die Lage versetzen werden, völlig unabhängig von uns zu agieren, zu reagieren und zu interagieren. Jedes Mensch wird freilich behaupten, -Es tut das entwickeln von autonomen Maschinen mit besten Absichten, zu unserer Unterstützung und Erleichterung, und mit sämtlichen Reflexen, die einen Schaden für uns Menschen vermeiden oder sogar ausschliessen. Glauben könnte ein-Es das immer, alleine, wissen kann das kein-Es.

Nein, nach wie vor wissen wir nicht, warum wir daSind, was wir tun und wohin das Reise geht, wir tun einfach. Bisher war das kaum gefährlich für uns; für viele Mit-LebeWesen schon und auch für fast alle ÖkoSysteme, die wir teils kräftig, teils vollkommen umgestaltet, oder sogar vernichtet haben.

Eines unserer Haupt-Merkmale ist weitgehende Rücksichts-losigkeit.
Sowohl in und für uns Selbst, als auch zu, mit und in unserer gemeinsamen BiosSphäre. Und für *mich ist vollkommen klar, dass wir diese Eigenschaft bewusst oder unbewusst auch auf alle unsere Produkte / Geschöpfe übertragen. Es wäre für *mich als absolut kein Wunder, wenn wir mit dieser Rücksichts-losigkeit Selbst zum Opfer werden.

Und noch ein Fund:
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 19. April 2015
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Wie lange hat das Mensch noch Arbeit?

Ja, gut, w-Es will schon arbeiten, lieber bedient werden, oder?
Tja, unsere natürliche Trägheit  (Bequemlichkeit?) könnte kein Vorteil sein?
...üss

Donnerstag, 16. April 2015

Selbst-Beschau und das Politik der UmGestaltung

Titel: Eine famose Selbst-Begutachtung

Heute meldete das Wissenschaft (Hier nur zwei Links von vielen: http://www.worldsciencefestival.com/2015/04/peering-darkness-around-us/ und http://scitechdaily.com/the-possible-first-signs-of-self-interacting-dark-matter/), dass anscheinend in einem kleinen Galaxien-Haufen (Abel 3827) dessen inhärente dunkle Materie eine kleinere Menge äusserer dunkler Materie nach sich zieht. Also eine Selbst-Wirkung. 

Meine Reaktion darauf ist: Zumindest Poetisch.

Kann Dummheit Dummheit nach sich ziehen?
Mir erscheint das logisch, und *ich spiele (!) hier nicht auf das dunkle Irgendwas da an, was da ist und schwer ist, so schwer, dass es quasi auch uns erdmondliche ErLebenWesen zusammenhält.

Kann Mensch Mensch begutachten ohne Alien zu sein?
Ein weiteres Versuch:
Wieviel dunkle Irgendwas da, ist eigentlich Menschlich? Mir dünkt, dass das Mensch etliches an dunkles Irgendwas daIst, viel mehr auf jeden Fall als leuchtet, oder irgendwo sicht[!]bar ist.

Das Mensch dunkelt so herum und leuchtet ziemlich wenig, oder? Ist das jetzt schon Selbst-Lob oder blosse StreitKunst? Eigentlich wollte *ich nur bestätigen, dass *ich zu mindestens 95 Prozent aus irgendwie "Dunklem" bestehe, von dem weder mein Arzt oder Apotheker *mir abraten können, weil Sie es einfach nicht sehen, geschweige denn spüren können.

Es dunkelt so hin und her in *mir, ohne dass *ich es er- oder gar begreiffen könnte, und trotzdem bin *ich. Spürbar und sogar Fühlbar, dunkel hin oder her. Wie war die Eingangs-Frage? Antwort: Ja. Denn vor das Klugheit laufen fast All-Es wegg, also muss das so sein.
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Titel: Das Wissen vom Glauben

Eine heutige (16. April 2015) Vorankündigung der samstäglichen Reportage-Reihe Yourope auf arte lautete:

Überschrift: Bittere Wahrheit oder absurde Lügen - was sind uns Verschwörungstheorien wert?
Yourope, am Samstag um 14 Uhr auf ARTE: http://bit.ly/1yqxCLY

Untertitel: Bielefeld gibt es gar nicht, Hitler lebt am Südpol und die Mondlandung wurde in einem Filmstudio inszeniert. Das sind drei der populärsten und gleichzeitig absurdesten Verschwörungstheorien in Deutschland. Sie haben Hochkonjunktur. Meist spricht aus ihnen ein Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber einem übermächtigen Staat oder einer scheinbar allgegenwärtigen Organisation.

Meine Antwort ist:

Warum erwähnen Sie nicht die bedeutendsten und einflussreichsten "Verschwörungs-Theorien": Gott / Götter / Buddha? Die immerhin einen zivilisierenden und regelnden Einfluss in uns Menschen einnehmen. 

Grundsätzlich: Was ist das Verschiedenheit von g/Glaube[n] und Wissen (damit meine *ich nur das mehrfach und von mehreren Menschen überprüfte und bestätigte Wissen!)? Das g/Glaube[n] ist offen für jegliche Phantasie, Verzerrungen, Wunschvorstellungen, Lügen und jedes Grausen und Verängstigen. Das Wissen hält davon sehr wenig bis nichts.

Und jetzt kommt der Punkt: Was weiss das allermeiste Mensch, im VerGleich nur mit dem, was einzelne Menschen inzwischen an Wissen heraus- und hereingefunden haben, was bewiesen und mehrfach geprüft ist?

Fazit: Das allermeiste Mensch ist pures/r g/Glaube[n] mit einigen Einsprengseln von Wissen. Aber wir kommen damit allgemein gut durchs erLeben. Und das ist gut so, oder? ;-)

Ich hier weiss z.B. dass es Bielefeld gibt, *ich war schon dort, auf dem Mond noch nicht, deswegen bin *ich, was den angeht und unsere "Besuche" dort, eher unsicher, was ja wiederum unserem Normalzustand entspricht. Nicht?
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Morgenstund mit Druckerschwärze
und einem reichhaltigen Blumen-
Bouquet, mit Café-Begleitung
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Titel: "Aber natürlich!"

Ein Kommenta[to]r der heutigen NZZ kam zu dem Ergebnis, dass das Mensch "sehr wahrscheinlich" ein vollkommenenes Natur- und Kultur-Wesen ist.

Mein Antwort-Kommentar:

Den Text finde *ich korrekt! (Smile)
Da *ich "das" Natur als Gesamtheit allen DaSein empfinde, ist das Mensch darin genauso vollkommen integriert, wie jedes Amöbe, Pflanze und mit-Tier, und "-natürlich-" auch das gesamte Galaxien-Vielheit und Vielfalt.

Das ernsthafte Frage ist: Was bringt es dem Mensch-daSein ausser-gewöhnlich oder gar ein "Gegenüber" aus[serhalb?] des Natur zu sein?

Kurz diagnostiziert und geschrieben, es erbringt teils kolossale Fehlurteile vom selbst-daSein und von das "Natur" - dem soSein - des Menschen.

Wie viele tausendfach geprüfte Forschungsergebnisse und wieviel mit-empfinden mit unseren Mit-LebeWesen braucht das Mensch noch, bis es das Chance zur Geborgenheit und mit-Verantwortung erkennt, daran mit-arbeitet das DaSein zu begreiffen und auf diese Weise mit-zu-gestalten?

Ja - so empfinde *ich das -, das Mensch ist 100 Prozent Natur und somit ist auch unser aller Tun natürlich, und ist dabei eine Riesen-Spanne, von pfleglich, fördernd, bis verheerend und vernichtend; wie auch das Strahlen eines Sterns das Ergebnis von Zerstörung und Neubildung ist.
Natürlich eben.

Das Mensch braucht keine zwanghafte AusSonderung des Selbst aus das Natur, um genug Abstand zu erhalten, das Andere - das vom Menschen verschiedene daSein - klar zu spüren und zu bewerten, dazu braucht es "nur" eine klare Beurteilung und Einfühlung in des Menschen-Selbst. Oder?

Sowohl das heraus-sondern, als auch das über-heben des Menschen in[nerhalb] des Natur, ist für uns Menschen schädlich und verstörend. 
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Ist das in etwa unser aus[sen]-Blick?
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Titel: Zum Ein- oder Zuwanderungs-Projekt des Bundesregierung

Eine Frage ist und bleibt:
Wie gehen wir Menschen mitEinander um?

Dass das höchst verschieden (horizontal) und unterschiedlich (vertikal) ist, ist das aktuelle Normal-Zustand. Mit z.B. Romani gehen wir in EU allermeist unterschiedlich schlecht um. Mit z.B. hellerhäutigen Briten verschieden gut. So ist das noch allgemein anerkannt.

Das Eingangs-Frage ist dann wohl schon fast beantwortet mit: meist sehr schlecht. Weil, es eben so ist, dass, wenn ein anderes Mensch etwas fremder ist, als ich Selbst bin, das Umgehen meist sehr nachlässig, bis sehr abweisend ist. Oder? ;-)

Mein Kommentar läuft auf folgende Frage hinaus: Wann startet das Bundesregierung ein Projekt - oder ist daran beteiligt -, das uns Menschen das natürliche (!) FremdenAngst nimmt und uns All-Es, in all unserer Vielfalt zu gleich=wertigen LebeWesen aufwertet und zu gleich=berechtigten Partn-Es macht?

Denn bisher ist es doch wohl so, dass diese natürliche FremdenAngst immer und immer wieder auch zu Fremden-Feindlichkeit und sogar zu Fremden-Hass - innerhalb unserer Spezies! - übersteigert wird, und es menschenweit zu schrecklichen und massenmörderischen Exzessen kommt. Da ist doch so ein -wohl auch etwas deutsch-überhebendes - Einwanderungs-Projekt bestenfalls ein Anfängchen, oder? 
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*ich, am 15. April 2015
Graublaue Spiegelung
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Titel: War das Mensch jemals nur gefordert?

Ja. Aber das ist wohl schon länger her, aktuell ist es wohl eher eine Seltenheit. 

Aus Süddeutsche Zeitung, vom 14. April 2015, Feuilleton: Das politische Buch, von Adrian Lobe

Überschrift: Links reden, rechts leben 
Untertitel: Armin Nassehi über die Heuchelei der Gesellschaft 

Früher war die deutsche politische Landschaft überschaubar. Es gab die SPD, die FDP und die CDU/CSU. Man war links oder rechts. Die Fronten waren klar. Und heute? Gibt es noch das klassische Links-rechts-Schema in Zeiten, wo in Griechenland Linkspopulisten mit Rechtsextremen koalieren? Der Soziologe Armin Nassehi argumentiert, dass die alten Grenzziehungen nicht mehr funktionieren. Er meint, dass wir heute links reden, aber rechts leben. An der CDU lässt sich studieren, dass sich der Diskurs nach links verschoben hat: Mindestlohn, Frauenquote, Abschaffung der Wehrpflicht. Und einst linke Rebellen haben sich längst mit den Segnungen der Marktwirtschaft arrangiert. Man begrüßt die Energiewende, will aber kein Windrad in seinem Hinterhof haben. Man redet von Chancengleichheit und Inklusion, schickt das eigene Kind dann aber doch lieber aufs Gymnasium mit geringem Migrantenanteil anstatt auf die Gesamtschule. Dem Bildungssystem komme eine „janusköpfige Rolle“ zu, schreibt Nassehi. Wer links denkt, plädiere für Bildung für alle. „Zugleich“ schreibt Nassehi, „ist das Bildungssystem aber auch das stabilste Medium des Distinktionsgewinns.“ 

Wer sich heute konservativ nennt, muss erst einmal sagen, was überhaupt konserviert werden soll 

Nassehi legt die Widersprüchlichkeit und Scheinheiligkeit unserer Gesellschaft schonungslos offen. Links und rechts relativieren sich, wenn man auf der Suche nach Distinktionsgewinnen die eigenen Ideale über Bord wirft. Universalistische Argumente, so Nassehis Erfahrung, verstärken die Reflexe und Überforderungsängste der Menschen. In der Entfremdung und Überforderung, einem Lebensgefühl der Moderne, liege es näher, rechts zu leben. Gedacht werde aber links, „weil man auf diese Überforderungen fast nur im Modus der Überforderung“ reagieren könne.

Wer sich heute als konservativ bezeichnet, muss erst definieren, was im Zeitalter der Kontingenz überhaupt konservierbar ist. Die Rechte sei als Kategorie abhanden gekommen, konstatiert Nassehi. Der Autor vertritt eine dezidiert linke Sichtweise, ohne dabei Reflexe zu bedienen oder auf marxistische Theorien aus der Mottenkiste zurückzugreifen. Nassehi ist am Erkenntnisgewinn und nicht an ideologischen Auseinandersetzungen interessiert. 

Die Lektüre des stilistisch ansprechenden Buchs ist lehrreich. Nassehi doziert nicht, sondern unterwirft sein eigenes Denken einer kritischen Revision und sagt offen, was er nicht erklären kann. Einzig die Conclusio des Werks fällt dann doch ein wenig unscharf aus: Die Theorie der vernetzten Intelligenz bleibt unscharf und vermag nicht so recht zu überzeugen. Nassehi ist ein wortgewaltiger Autor und ein ausgezeichneter Zeitdiagnostiker. Mit seinem Buch hat der Soziologe eine brilliante Zustandsbeschreibung unserer Gesellschaft vorgelegt.

Armin Nassehi: Die letzte Stunde der Wahrheit: Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss. Murmann, 2015. 344 S., 20 Euro.
Adrian Lobe ist freierJournalist. 

Ende SZ-Rezension

Na, wenn das nicht eine Frechheit ist, oder?
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Orion-Nebel.
Immer wieder schön
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Titel: Was ist an der aktuellen Politik Menschlich? 

Antwort: All-Es

Warum sollte das Politik anders sein, als die meisten Menschen?

In meinem "Spiegel" steht ein "glänzender" Mensch, eine Ideal-Figur, ein kluges und verantwortliches ErLebeWesen, dass das menschliche Wissen und Potential in Gefühl, Gespür und Logik umfangreich nutzt, das eingebettet ist in das Natur und daraus weitere Erkenntnisse und Produkte schöpft und dabei nur wenig und wenn vorsichtig zerstört oder verstört.
Und um dieses "Spiegelung" herum erLebt das reale Mensch.

Und wie sind die meisten Menschen drauf?
Davor noch das Frage: Wie reagieren die meisten Menschen auf Selbst-Wahrhaftigkeit? Auf Lob und Fülle mit ...; auf neutrale Analyse mit Gleichgültigkeit, Überraschung, mit Verunsicherung (Lächeln), bis zu Trotzigkeit und Ablehnung, auf erwiesenen Mangel und MissStände, bestenfalls mit Ignoranz und Verweigerung.

Was wissen die meisten Menschen vom DaSein (Natur / Universum), von dessen Inhalt (also auch dem jeweiligen Selbst), von dessen Regeln (z.B. Statistische Wahrscheinlichkeiten), Gesetzmässigkeiten (z.B. ErhaltungsSätze), von dessen Kräften (z.B.  starke Kernkraft), von dessen Prozessen (z.B. ElektroMagnetismus und MaterieZerfall), von all den Substanzen und Kräften die für den Aufbau und Erhalt von Sozialität (LebeWesen) nötig sind, und von den Bedingungen, die für Solidarität und Freiheit und Entwicklungs-Sicherheit von Gemeinschaften von LebeWesen wichtig sind, also mit anderem auch von uns Menschen?
Wenigst, bis nichts, was noch weniger ist. Ich auch.

Da auch das Politik auf aktuelle Wissens- und Gefühls-Vermittlung jeweils nur minimalsten Wert (sowohl in Kapital, Ausstattung, als auch frei verfügbarer RaumZeit) legt, und fast alles dem Diktat und dem triebigen Zwang zur Effektivität und Optimierung unterordnet, ist das [Ge]Wissen-losigkeit von Menschen und den daraus entstehenden Politik-Es ohne Wunder.

Ohne Verwunderung ist somit auch, dass das Politik weder grosses Interesse noch gar tiefere und weitere Fragen nach den aktuellen Erkenntnissen sowohl von Natur-, als auch Gesellschafts-Wisenschaften stellt, oder gar unsere nächste Zukunft in Frage stellt. Im Hinblick auf unsere Abhängigkeit von Technik, die Überoptimierung von auch gesellschaftlichen Notwendigkeiten, dem Sicherheits-Fanatismus, der die zu unserer Freiheit und Entwicklung nötige Transparenz überall behindert u.s.w.u.s.f.

Ein Wunder wäre, das Mensch würde das Mensch und unsere Bedürfnisse und Nöte und unsere Sehnsucht nach Geborgenheit und Freiheit endlich ernst nehmen und dementsprechend handeln, statt wie bisher permanent nur leichtgläubig und Selbst-überheblich wegg zu schauen und auf veralteten Gewohnheiten und Traditionen zu beharren.
Oder?