Blog-AnDacht

Vorwegg: Hier denkt und schreibt ein Dilettant. In den Texten dieses Blogs möchte *ich jede altsprachliche Abschätzigkeit, Vorverurteilung oder Ungenauigkeit vermeiden, das meint, dass ich jeden WissensPartikel der *mir habhaft wird und der Fehler oder heimliche Beleidigungen oder unstimmige Vorwürfe weiter transportiert, aus *meinem Schreiben entferne und dafür andere Worte oder Neubildungen verwende. Es fehlt *mir inzwischen jede Lust alten Unsinn oder Frechheiten der Vergangenheit einfach nur aus Gewohnheit oder dumpfer Bequemlichkeit zu wiederholen und damit MitMenschen oder auch unsere Mit-LebeWesen zu beleidigen, zu diskriminieren, falsch zu benennen und in falscher Weise auf- oder abzuwerten.

Hier ist DAS Mensch ein-Es. Das Geschlecht ist freie Selbst-Wahl, ohne Sprach-Bewertung, auch dessen Lust-AusRichtung (Mit-LebeWesen, Lust-Lose und Kinder ausgenommen!). Hier münden Tod und Leben in die je persönliche Spanne ein-EsLebens, sind jedoch im DaSein nur zusammen präsent, als erLeben[digkeit].
Für *mich gilt:
AllEs = alle Materie ohne DNS (Dinge) und All-Es = alle Materie mit DNS, also jedes Selbst (= ein-Es).
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Mittwoch, 17. Juni 2015

Die oft seltsamen Folgen der Zunahme an Ein- und UmSicht

Titel: Vom Schwinden der Farbenblindheit

Raul Hilberg hat in seinen Schriften zur Vernichtung der europäischen Juden 5 "Schritte" / Phasen beschrieben, die teils über mehrere Jahrhunderte hinwegg, bis zu den deutschen Konzentrations- und Vernichtungslägern geführt haben.
Diese Schritte sind: 1. Identifikation 2. Ächtung 3. Enteignung 4. Konzentration und 5. Vernichtung.
Er hat auch in Vorträgen dargelegt, dass diese Schritte kein Spezifikum nur der Vernichtung von jüdischen Menschen ist, sondern ein allgemein menschliches Verhalten Fremden/m gegenüber, die einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen stören. Bei was und durch was auch immer.

Was nicht nur *mir auffällt ist, dass in den Medien und auch ausserhalb beständig Menschen mit dunklerer Hautfärbung - und dieses "dunklerer" ist oft, vielleicht sogar meist, nicht mehr als eine mittlere Urlaubsbräune ansonsten hellbeiger europäischer Menschen - mit vorangestelltem "schwarze/r" benannt werden. Kein Medium, keine Schrift verzichtet darauf lustvoll oder auch zwanghaft darauf hinzuweisen, dass diejenige oder derjenige "schwarz" ist, und das egal, ob mit oder ohne Foto des-/ derjenigen. Die Zuschreibung "weiss" ist weit weniger häufig, aber für *mich ebenso überflüssig, wie diskriminierend.

Folgendes vermeldete das Neue Zürcher Zeitung, am 16. Juni 2015 in fb:

Überschrift: Rassendebatte in den USA: Schwarz statt weiss aus freiem Willen
Untertitel: Die Geschichte der USA ist reich an Beispielen von Mischlingen, die sich als Weisse ausgaben, um auf diese Weise ihrer Diskriminierung zu entgehen und eine ...

Ein Auszug:

Die 37-jährige Rachel Dolezal musste am Montag im Gliedstaat Washington den Vorsitz einer «schwarzen» Bürgerrechtsgruppe niederlegen, weil aufgeflogen war, dass sie sich jahrelang fälschlich als Schwarze dargestellt hatte.
Ihr Fall zeigt schlaglichtartig, wie dubios das Konzept der Rasse in den USA geworden ist. Von der Wiege bis zur Bahre müssen die Amerikaner auf Formularen ihre Rassenzugehörigkeit angeben.

Rasse?

Und das nachdem schon mehr als 100 Jahre nachgewiesen ist, dass das Mensch keine Untergruppen hat. Es gibt nur eine Spezies des Menschen, in vielen Farben und Formen. Was da in den USA und auch sonst abgeht, ist schlechtestenfalls FarbenHass, ist AndersAussehen-Diskriminierung, ist Herkunfts-Denunziation.

Schon alleine diese allgemein-menschliche Blindheit, einander in Schwarz und Weiss einzuteilen, wo zumindest *ich nie weder einen schwarzen noch einen wirklich weissen Menschen gesehen habe, sondern immer nur Abfärbungen von Braun und Beige. Aber gut, menschlich ist es, das anders-daSein (egal ob Hautfarbe, Gesichtsform, Herkunftsregion, Glaubenseinstellung, Bildungsgrad, Berufsgruppe u.s.w.) stets als Gefahr zu spüren, und schnell und völlig überdreht auch zu hassen. Alleine schon den hellbraunen Präsidenten der USA, Herrn Obama, beständig als (ersten) schwarzen ... zu bezeichnen, finde *ich von lächerlich, über absurd, bis dümmst, je nach Laune.
Und auch alle europäischen Medien machen bei dieser Identifikation / Dummheit mit.

Auf diesen obigen Kommentar, klickten immerhin 12 Menschen in fb auf "gefällt mir", was für meine Kommentare ein Höchstwert ist.

Was also sind die beständigen Zuschreibungen wie: schwarze, türkischstämmig, mit Migrationshintergrund, jüdisch,  u.s.w.? Obwohl diese beständigen Vorworte weder nötig noch hilfreich sind, einen Menschen wirklich zu beurteilen?
.
Irgendwann vor Jahren stand *ich an einem
Stehtisch in einem Kreuzberger Café und schrieb
in mein Tagebuch, als von einem anderen Tisch,
mit einer kleinen Gruppe von Menschen eine
Frauenstimme rief: Schreiberling! He!,
Schreiberling!
Klar, wusste *ich, dass nur *ich angerufen
wurde, schliesslich war *ich der einzige der
schrieb, aber schüchtern, wie *ich nun mal bin,
wagte *ich nicht den Kopf zu heben. Doch die
Frau blieb hartnäckig, rief erneut nach *mir: He!,
Schreiberling! Und stand diesmal von ihrem Platz
auf und kam zu *mir an den Stehtisch. Es wurde
ein gesprächige und kurzweilige aber leider - wegen
meiner Unzugänglichkeit - einmalige Begnung mit
einer schönen Frau.
Dem Strassennamen auf dem Schild oben
fehlt also nur das l statt dem r, dann
wäre *ich auch davon angesprochen.
.
Schönheit muss nicht gross daSein.
Links ist die Spitze meines Zeigefingers
.
Titel: Der Fehler einer persönlichen Verzweiflung ist das (siehe auch ganz unten in diesem Beitrag):

Dieser Mangel an wechselseitiger Anerkennung, der allseits friedlichen Aushandlung von Konflikten und der bedingungslosen Versorgung mit allem erLebens-notwendigen, korrespondiert direkt mit der Untiefe des allermeisten Menschen zum persönlichen Selbst.

Das meiste Mensch weiss vom DaSein und vom Selbst nichts, was meist so wenig ist, dass -Es einfach nur daIst. Gerade soviel, dass -Es überlebt, mehr oder weniger unangenehm. Von wirklicher Freude und freiem Gefühl und weiter Vernunft und entspannter Phantasie keine Spur, bestenfalls ab und zu eine Ahnung davon.

Also setzen wir näherhin engste Grenzen gegeneinander und lösen wegen jedem Scheiss (Verzeihung) Streit und Drohungen auf (aktuell z.B. auch Griechenland) und führen Kriege. Das Mensch hat noch keine Ahnung von wirklicher Freiheit und einem freudvollen ach so kurzen daSein.

Nein, das Mensch triebt und kriegt so dahin und stirbt meist gekränkt und viel zu früh. Schauerlich. Aber ändern wollen wir das ja nun nicht, weil ... ? 
Trägheit? Angst? Unwissenheit? Oder weil den Allermeisten das bisschen dabeisein und durch geschleust werden reicht?
Keine Ahnung?
.
Das erLeben ist eine Insel.
Das Rest ist mehr als Meer.
Das nicht-erLeben ist so GIGANTISCH,
dass ES nie in diesem Blog Platz findet.
Und erst richtig nicht in diesen Eintrag.
.
Titel: Die seltsamen Folgen der Zunahme von Wissen und Gespür?

Das Neue Zürcher Zeitung veröffentlichte am 15. Juni 2015 in fb einen Artikel mit dem Inhalt: Die Killer-Maschinen kommen. Es ging um einen 6-beinigen autarken Menschen-Tötungs-Roboter, den das us-amerikanische Militär testet.

Hier das Link:  http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/killer-roboter-die-totmacher-ld.613

Des Menschen Zwang zu töten ist wirklich unerbittlich, so unerbittlich, dass -Es {das Mensch} bald sogar darauf verzichtet, -Es selbst zu tun.
Und somit auch vermeiden will, das persönliche - sowieso meist kleine - mit-Empfinden zu ertragen.

Roboter sind völlig ohne Gefühl, und sind nur wenig Empfinden (AussenWahrnehmung), @lso wie geschaffen für diese menschliche Absicht: auszuschalten. Das ist doch das Sprech von Menschen, oder?
Den Feind, also andere Menschen zu töten: ausschalten.

Und wenn dann das Feind ebensolche tolle Maschinen beauftragt, mit dem ausknipsen? Das Mensch-daSein ist manchmal wirklich ekelhaft.

Derweil haben wir Alles, was es braucht, um JEDWEDE Konflikte friedlich und in wechselseitigem Einvernehmen zu lösen, Alles: Sprache, Wissen, Erfahrungen und unser mit-Empfinden und Gefühle.
Was davon nutzen wir?

Wenig. Das meiste menschliche Vermögen stecken wir in Feindse[e]ligkeiten, Beleidigungen, KleinTierhaltung des Masse Mensch, in blosse Notwendigkeiten und in Tötungswaffen und - Maschinen.
Wenn das nicht kolossal bescheuert ist?
:-(
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Titel: Von das ganz normale Spaltung des Menschen

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 15. Juni 2015, Feuilleton, von Andreas Zielcke

Überschrift: Freiheit, die ich meine
Untertitel: 800 Jahre Magna Carta: Ihr Ursprung ist vergessen, ihr Weg voller Widersprüche, ihre Botschaft bis heute unverzichtbare Losung des Rechts

Daraus ein fotografiertes Auszug:
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Das "Problem" für *mich ist, von einem Ideal, einer schönen Vision, oder auch einer aussergewöhnlichen Vorstellung, die *ich wünsche und erhoffe, das, was nun mal aktuell Menschlich ist, passend zu bewerten, eben nicht abzuwerten!

Ganz einfach aus der wahren Erkenntnis heraus, dass weder das einzelne Mensch, noch das Menschheit als Spezies irgendetwas für den Zustand des aktuellen Mensch-daSein kann. Kein Mensch ist Schuld an dem, Was ist.

Das zu akzeptieren ist noch ein kleiner Weg für *mich. Siehe oben!
Auch *ich bin allzu schnell bereit zu Beschwerden, Selbst-Schmähungen und Vorwürfen. Das ist weder richtig noch hilfreich.

Donnerstag, 30. April 2015

Quaak, oder vom Frosch, das in das Pfütze sprang!

Quaaak: This is my personal Rock and Roll. Mann!, hab' *ich manchmal eine Wut im Bauch, wenn *ich wieder mal im Nachhinein bemerke, wie wenig *mir gelingt und wieviel um *ich herum schief läuft! Und das alles bemessen an dem Potential und Vermögen, das auch in uns Menschen ruht. Ruht eben. Meistens.

VorSätze:

Ja, *ich bin doch hier nicht nur der billige Hütchenspieler, oder der Clown am Wegesrand, der uns mit einem Taschenspiegelchen die netten Maskchen ausleuchtet.

Nein, *ich sitze nicht auf einem hohen Ross.
Wäre *ich je auf einem gesessen, bin *ich längst herunter gestürzt, stehe heute im Graben und kucke ganz schüchtern. 

Und, *ich habe hier und anderswo nicht nur übellaunige Selbst-Bespitzelung, tiefes Gründeln im Bauchraum und weites Ausschweifen, nichts wie wegg hier Captain Kirk - mindestens bis an den Rand des DaSein, zu bieten, nein, *ich habe auch Angebote im Köcher, was wir ändern könnten, und zwar nur Kleinigkeiten, aber ...

(siehe SchlussBemerkungen)
.
Dieses frische Grün ist wirklich Früh-ling.
Kaum, dass *ich daran sattsehen kann.
.
Das ist eine Aussicht in das Bergmannstr. 
Richtung Südstern, links das Markthalle
am Marheinekeplatz, also gleich bei *mir
um's Eck
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Titel: Ein Bericht von das Ausweg-losigkeit und Überforderung, in Annäherung an das geglaubte Wirklichkeit

Ist das Titel verständlich? Sind das meine Titel je? Weniger, oder?

Was erregt ein kluges Mensch im Selbst, d-Es versucht in unsere menschlichen Konflikte - Kämpfe, Aufregungen, Ängste, in all das menschengeMachte Leiden, aber auch in die bürgerliche Gemütlichkeit und triebigen Abwehr-Haltungen - mit das Wirklichkeit suchenden Fragen hinein zu spüren?
Mittellang, was erleidet ein-Es, in den Un-Tiefen aktueller menschlicher, also auch persönlicher Befindlichkeit, wenn -Es dorthin mit wissens-gesättigter Vernunft und Logik hin spürt?
Besser, was bemerkt ein-Es darIn? Antwort-losigkeit, Fassungs-losigkeit?

Was bemerke *ich darin nicht? (Und Sie wissen, wie *ich "nicht|s" bewerte)
Aufrichtigkeit, Gleich=Wertigkeit, Rücksicht, Liebe (also offene Zuneigung, Aufmerksamkeit, freundliches Interesse und wahrhafte Verlässlichkeit. Weder für das DaSein, noch für das erdmondliche BiosSphäre, noch zu den mit-Menschen), Verantwortung.

Was bemerke / spüre *ich, dort und da und fast überall wo Menschen sind? 
Gläubigkeit. Pures fast unwirkliches und fast [ge]wissen-loses Glauben. Mythen, Märchen, Götter, Schönfärberei oder auch das schlimmste Befürchten. Egal, was ein Mensch is[s]t oder Macht, oder wo -Es erLebt..

Ist es da ein Wunder, dass, w-Es dort nach Antworten sucht, keine findet!
Hier also ein Bericht, von so einer aktuellen Suche:

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 29. April 2015, Feuilleton, von Peter Graf Kielmansegg
Überschrift: Was Empörung ignoriert
Untertitel: Navid Kermani hat an dieser Stelle eine aktive deutsche Flüchtlings-politik gefordert. Doch es muss klar sein, auf welches Problem wir uns damit einlassen. 

Dass das Sterben im Mittelmeer einen — mit Max Weber gesprochen — gesinnungsethischen Aufschrei auslöst, kann und muss jeder verstehen. Aber der Aufschrei moralischer Empörung über Europas Versagen angesichts der Flüchtlingstragödie ist als Empörungsschrei nur möglich, weil er es sich erspart, zu Ende zu denken, was zu Ende gedacht werden muss. Denkt man die Herausforderung, vor der Europa steht, zu Ende, so ist das Ergebnis unweigerlich zunächst einmal politische und moralische Ratlosigkeit. Wir haben keine angemessene Antwort auf das, was sich da ereignet. Die Empörung ignoriert das. Und sie macht sich ein gutes Gewissen, indem sie anderen ein schlechtes macht. 

Die Ratlosigkeit hat viele Aspekte. Sie beginnt mit der Einsicht, dass es nur einen Weg gibt, Flüchtlingstragödien im Mittelmeer verlässlich zu verhindern. Europa müsste seine Grenzen für den Zustrom von Migranten aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten vorbehaltlos öffnen und müsste dazu auch noch für sicheren und einem jeden erschwinglichen Transfer nach Europa Sorge tragen. Wer das für geboten hält, soll es sagen und dazu stehen. Jede Art der Begrenzung legaler Einwanderung, jede Art der Begrenzung des Asylrechtes, jede Art der Eingrenzung der Nothilfe für Flüchtlinge aus Krisengebieten, wird, welche Zulassungskriterien auch immer man wählt, Hunderttausende ausschliessen. Sie werden sich dennoch den Weg machen. Und wenn wir sie nicht mit Fähren abholen, werden sie sich den Verbrechern, die das Schleusergeschäft betreiben, anvertrauen. 

Aber können wir die Grenzen, weil es sich so verhält, vorbehaltlos öffnen? Die Frage ist auch schon die Antwort. Man schätzt, dass mehr als 95 Prozent aller afrikanischen Migranten in Afrika selbst wandern, in Länder, in denen sie Arbeit zu finden hoffen. Es kann gar kein Zweifel daran bestehen, dass ein großer Teil von ihnen — und das wären Millionen — sich nach Europa aufmachen würde, wenn Europa die Tore wirklich öffnete. Was also tun? Wir können ja nicht einmal verhindern, dass ein Seenotrettungswesen auf den Überfahrtrouten ein Dilemma erzeugt: Je wirksamer es ist, desto mehr Menschen wird es verleiten, sich auf den gefährlichen Weg zu machen. Wäre es da nicht folgerichtiger, die Menschen, statt sie aus dem Wasser zu ziehen, gleich in den Häfen der Mittelmeerküste abzuholen?

Man müsse auf die Herkunftsländer einwirken, heisst es. Aber wieder löst sich der Rat beim Nachdenken in Ratlosigkeit auf. Die Flüchtlinge kommen zu einem großen Teil aus Krisenregionen, in denen Krieg geführt wird, in denen Staatlichkeit, wenn es sie denn jemals gab, zerfallen ist. Wie lassen sich durch Einwirkung von außen solche Kriege beenden? Wie kann man von aussen her eine auch nur im Elementaren funktionsfähige Staatlichkeit aufbauen? Alle Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat uns, von Somalia bis Afghanistan, gelehrt, dass eine dauerhafte Stabilisierung der Verhältnisse von Mächten, die von aussen ins Land hineinwirken, nicht herbeigeführt werden kann. Zumal militärische Interventionen haben sich in ihren Folgen als unberechenbar erwiesen. Gewiss ist nur: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ins Chaos führen, ist sehr viel größer als die Wahrscheinlichkeit, dass sie Chaos in Stabilität verwandeln. So ist es nicht verwunderlich, dass Kritiker Europas Interventionen gleichermassen fordern und verurteilen. Durch die Intervention im Irak sei der Westen mitschuldig geworden am Chaos im Nahen Osten, heisst es, durch die Nichtintervention in Syrien aber genauso. 

Ist vielleicht verstärkte Entwicklungshilfe im traditionellen Verständnis die Lösung? Kaum ein Entwicklungsökonom ist der Ansicht, dass die Hunderte von Milliarden, die in die Entwicklungsländer geflossen sind, einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Lebenschancen in diesen Ländern geleistet hätten. Dass mit einem Mehr an Entwicklungshilfe, was immer sonst dafür sprechen mag, in den Fluchtländern und Fluchtregionen in überschaubaren Zeiträumen Verhältnisse geschaffen werden könnten, die wirksam zum Bleiben einladen, ist nach aller Erfahrung reines Wunschdenken. Ganz abgesehen davon, dass ja gerade in den Räumen der Gewalt und der Anarchie gar keine Entwicklungshilfe geleistet werden kann.

Wir haben, heisst das, keinen wirklichen Zugriff auf die Gegebenheiten, die die dramatische Migrationsbewegung verursachen. Und eben weil es so ist, wird Europa zum Prügelknaben. Die Machthaber Afrikas fragt niemand, warum dieser Kontinent notorisch ausserstande ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. 

Aber dass den Schleuserbanden das Handwerk zu legen sei, das jedenfalls müsse doch offensichtlich sein. Gewiss, es ist offensichtlich, dass man es versuchen muss. Aber auch hier ist die Frage „Wie?“ nicht beantwortbar. Der Krieg gegen den Drogenhandel lehrt uns: Wo Milliardengewinne locken, sind die kriminelle Energie und der kriminelle Erfindungsgeist dem, was rechtsstaatlich verfasste, in ihren Handlungsmöglichkeiten territorial eingegrenzte Demokratien tun können, immer ein Stück voraus. Womit der Zirkel der Argumentation wieder von vorn beginnen kann.

Ratlosigkeit also, wo immer man gedanklich ansetzt. Aber was hilft es, sich das einzugestehen? Wir müssen ja handeln. Und wie meistens ist auch hier das Nichtstun eine Art des Handelns. In der Tat: Wir können nicht in der Ratlosigkeit verharren. Aber es hat Folgen, wenn wir sie uns eingestehen, sie uns gegenseitig zugestehen. Sich die Ratlosigkeit einzugestehen bedeutet zunächst einmal, dass wir in den unvermeidlichen Kontroversen über das gebotene Handeln anders miteinander umgehen. Niemand kann über jemanden, der aus Ratlosigkeit andere Schlüsse zieht, vom hohen Ross moralischer Gewissheit herab urteilen. Das ist keine Nebensächlichkeit. Die Art, wie wir dergleichen Debatten führen, ist für die politische Kultur unseres Gemeinwesens bedeutsam. 

Sich die Ratlosigkeit einzugestehen bedeutet zweitens: Wir lernen, damit zu leben, dass wir keine Lösung wissen. Wir können nur mit Fragmenten einer Antwort hantieren, die sich auch in ihrer Summe nicht entfernt als Lösung des Problems präsentieren lassen. Das ist besonders wichtig im Verhältnis zwischen den Bürgern, die mit ihrem Urteil über die politische Klasse so schnell fertig. sind, und den Politikern, die Entscheidungen, welche allesamt nur unzulänglich sein können, treffen müssen. 

Sich die Ratlosigkeit einzugestehen bedeutet drittens, dass wir anders über das, was zu tun möglich und nötig ist, nachdenken; nicht in der Gewissheit, die mit der Empörung immer einhergeht, sondern suchend, in klarem Bewusstsein des Bruchstückhaften aller Bemühungen. Es ist wahrscheinlich, dass wir mit dieser Haltung einer Antwort am Ende näher kommen als mit der Empörung über die Unmoral Europas. 

Zur Person des Autors: Peter Graf Kielmansegg, geboren 1937, lehrte bis zu seiner Emeritierung Politikwissenschaften in Mannheim. Der Artikel von Navid Kermani, „Warum Europa uns jetzt braucht", erschien am 22. April.

Ende F.A.Z.-Artikel

Kann *ich mehr und mehr zu der folgenden Ansicht des Wirklichkeit gelangen:
Wir Menschen erLeben im Himmel, dort wo Milch und Honig fliessen, im Paradies, im gelobten Land, wie immer Sie wollen, wir dürfen es bloss nicht bemerken, weil ...! Keine Ahnung? Vielleicht noch zu doof sind? Uns das nötige Kleingeld fehlt? Wir an irgendeinem Blödsinn schuldig sind?
Keine Ahnung, ehrlich!

Fakt ist für *mich, wir tun es.
Es gibt keine andere oder bessere Welt, oder ein alternatives erdmondliches Planeten-System. Brauchen wir auch gar nicht, wir haben / sind längst, was wir brauchen und uns gut täte. Punkt. Wir erLeben nur nicht wirklich hier.
Wir glauben nur dauernd und immer irgendwas? 

Wir erLeben fast gänzlich in Geister- und unsinnigen Vorstellungs- und Wunschwelten, in Glaubens-Vorstellungen, warten auf Jenseitiges, goldene Jerusaleme und Nirvanas u.s.w.u.s.f.
Statt einfach nur das Hier und Jetzt anzuerkennen, klar wahr zu nehmen und Es so zu gestalten, dass wir alle 'was davon haben. Und zwar reichlich!
Weil davon ist genug vorhanden.

Beweise *mir ein-Es das Gegenteil!
.
Das ist doch fast zu schön als Zwischen-Bild, oder?
.
Titel: Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen hinter Fliegen her

Mein erster Kommentar auf den obigen Bericht in das F.A.Z. in fb war:

Das "Problem" hinter den Massen-Zuwanderungen aus Asien, Afrika und auch aus Süd-Amerika (dort vor allem in das USA), sind nicht Geburtenraten, Kriege, Armut, oder korrupte Regierungen und Eliten; wobei der letzte Punkt schon auf die eigentlichen Ursachen deutet. Die Ursachen sind unsere völlig veralteten unaktuellen Grundeinstellungen und Gewohnheiten.

Wir agieren und reagieren immer noch mit- und zuEinander, als gäbe es lebensbedrohlichen Mangel {auch in Gefühl und Vernunft}, lebensbedrohliche Umstände und überall lauern Feinde. Das ist bei klarem Blick, einem hohem aktuellen WissensStand und offenem Gefühl und Gespür geradezu komisch und / oder skuril.

Es ist zumindest deutlich zu erkennen, auf welch "eisenzeitlichem" Gefühls-, Empfindungs-, Gewohnheits- und Wissens-Stand wir mitEinander [miss]handeln und verhandeln, in einer doch längst globalen, fast vollkommen menschengemachten und technisch höchstgerüsteten Umwelt!?

Statt die Aktualität anzuerkennen - es gibt keine grosse Bedrohung mehr {ausser wir Selbst{e} halten diese innerSpezies-{Selbst}Bedrohung menschlich [künstlich] aufrecht}, auch nicht vom Klima - und die Fülle zu bemerken, die wir inzwischen erforscht, geschaffen und erreicht haben, tun wir so, als müsste Jed-Es und All-Es mit Zähnen und Klauen bis aufs Blut verteidigt werden. Die Psychologie würde unsere Aktualität wohl eine Folge von Selbsterfüllender Prophezeiung nennen.

Ist das schon Wahnsinn, was wir da gegenEinander veranstalten, oder einfach nur blind und taub?
Nenn *mir doch Bitte Bitte ein-Es von Ihnen einen wirklich relevanten Mangel, einen, der ganz doll geschützt und versteckt werden muss, der auf keinen Fall mit anderen geteilt werden kann und darf.

Bitte! Nenne *mir ein-Es noch wirklich relevante überlebens notwendige Gründe für Staats-Grenzen? Jetzt wirds schon kritisch für Sie, hihihi :-) , ja ein wenig altbackener Aufschrei und Nationalismus muss sein, darf sein, aber das Vernunft weiss nicht, was das in einer Welt von Heute noch soll, ausser mit dumpfer Zwanghaftigkeit und vorgestriger Triebigkeit und Angst zu punkten, oder?

Menschen, wacht auf, es ist Blütezeit, es "herrscht" KEIN Mangel mehr, stattdessen sind überall Krisen und Probleme und Massenarmut und Massentötungen, wegen unserer so normalen so rückwärtsgewandten und krampfhaft Besitzergreiffenden Grundeinstellungen.
Hallo! Vernunft nutzen und ein wenig mit-Gefühl dazu, dann wird es klarer. 

Die Antwort eines Mit-Kommentators war: "Sie haben den Artikel leider nicht gelesen oder nicht verstanden. Schade."

Doch, Herr xxx, sogar mehrmals, gerade weil *ich die Bedenken und Fragen des Herrn Kielmansegg, aber auch die Fassungs-losigkeit oder Überwältigung, die Er anspricht, sehr gut nachvollziehen kann.

In meinem Kommentar möchte *ich ergründen, warum wir Menschen in vielen Bereichen Krisen und Kriege oder auch weniger gewaltvolle Geschehnisse auslösen, aufrecht erhalten, und jeweils kaum oder sogar keine Lösungsansätze zur Verhinderung oder Überwindung (Heilung?) finden.

Genau das ist doch auch die Situation, die Herr Kielmansegg anspricht. Ich suche die Lösung dort, wo wohl auch die Ursachen zu finden sind, in der Grund-Disposition {der Grund-Ausstattung, -Gestaltung und -Einstellung) des Menschen.
Ist das so falsch?
.
Kreuzberger GrossSpringbrunnen
mit Spitzenhütchen, im
Viktoriapark
.
SchlussBemerkungen:

... aber, w-Es soll *ich all das schon berichten, da es doch kein-Es interessiert?
Da es kein-Es wissen will, und kein-Es aufgreift. 

Immer mehr wird *mir klar, dass wir einander mit irrigen, also von jedes Wirklichkeit und Umsetzbarkeit Kilometer weit entfernten, Phantastereien, mit einem "Mittelalter" und sonstigen Prinz|essinen und Gnomen, mit "WeltenRäumen" und klebrigen Arzt und "Liebes-Dramen", mit ...; ach, Sie ahnen es, Sie bekommen es ja täglich geboten, das alltägliche [Massen]Morden und Hassen und Betrügen und Hintergehen, in den sogenannten Krimis und Action- und Blockbuster-Filmen und Serien; und zu lesen ist es auch zu Milliarden ..., dass wir einander damit füttern.

{Und wieder taucht in *mir das Stichwort: Selfullfilling Prophecy auf. Tun wir, was wir tun, weil wir glauben (unbewusst), dass wir es so tun müssen?}

All das kann *ich nicht.

Und *ich erkenne {noch} nicht, warum fast alle Menschen das goutieren (gou-Tier-en?), Spass daran haben, oder auch "wohligen" Grusel? Warum all diese Unmöglichkeiten, Falschheiten, diese untiefe "Liebes"-Triebigkeit und das alltägliche Massentöten in allen Kanälen und in allen Strassen und Kontinenten, mit unfassbaren Billionen in Geld finanziert wird? 

Zur Politik: Warum all die Unaufmerksamkeit, Rechthaberei, Respektlosigkeit, Einseitigkeit und Verantwortungs-losigkeit an das Macht kommt, ja fast schon von fast All-Es dorthin geschoben / gewählt wird?

Das Antwort kann nur sein: Woher sollen die-jenig-Es, die es anders tun und machten, denn auch kommen? Vom Mars?
Ist ja schliesslich alles normale Menschlichkeit.

Was bin *ich?

Ja, *ich bin auch so. Klar doch, *ich bin einschliesslich Mensch.

Was sonst noch?
Traurig! Verzweifelt. Verärgert. Wenn *ich in mich hineinspüre, wenn *ich Sie da bespüre. Um Himmels willen, sind wir blöd! Von welchem Standpunkt aus ist das eine Beschimpfung? Von *mir aus nicht, aber ...
.
Bitte lächeln :-)
Sie sind sooo hübsch
.
... genug!

Sie wenden zuRecht ein: "Jetzt machen se mal halb so schlimm."
Ja, Sie haben ja Recht, oder etwa nicht!

Und *ich steh' da wie ein begossener Pudel und schüttel' das schüttere Haupt-Haar. Und bin bestätigt, dass jede Änderung, die *ich anbiete entweder auf des-Interesse oder noch besser auf Unverständnis trifft. , sagen se dann, , war was, morgen is wieda Tatort und übermorgen is Süperhelden-Block-MassenZerstörung, dann kommt Mittelalter-Gemetzel, mit Heldengedöns ...; und dann ist doch lieber alles wie gehabt. Gell.

Hier endet mein alltägliches Bemühen.
Danke.

Freitag, 24. April 2015

Von das Macht des Superhelden Mensch

Titel: Von was sprechen wir?

Mir hat ein Bekannter kürzlich wieder, mit dem Zeigefinger auf seinen Hund gerichtet, geschildert, was der "Unterschied" (die längeren Leses wissen, dass *ich dieses Wort für alle vertikalen Verhältnisse setze, für ein oben, DaZwischen und unten. Wenn also ein Mensch einen Unter... erkennt, dann fühlt -Es ein Über. Noch bin *ich so zahmhaft verschämt diesen Bekannten nicht auf seine Arroganz aufmerksam gemacht zu haben, auch so wenig streitlustig. Jedoch, Sie wissen, dass für *mich kein Mit-LebeWesen in einem Unterschieds-Verhältnis zu uns Menschen steht, sitzt oder sonstwie ist, sondern eben verschieden ist, aber das nur so DaZwischen geschrieben) von Hunden und Menschen ist. Der Haupt-Unterschied sei, dass das Mensch "über" das Mensch-daSein und "über"Haupt "über" Alles und das Universum nachdenkt, und die Tiere eben nicht. Punkt! Weitere Diskussionen liess sein Ton nicht zu.

Des Menschen Grenze im Fühlen und Spüren, und damit auch im Mit-Empfinden und Denken, ist sehr wahrscheinlich dieses absolut natürliche "über". Dieser Selbst-Schutz durch Überheblichkeit und Abschottung. Übrigens auch innerhalb der Spezies weit verbreitet. Kaum ein Mensch kommt durch diese Grenze des "über"[oftmals auch des unter]-hebens von ander-Es hindurch (nicht dar"über" hinwegg! Auch diese Sprech- und Sichtart ist ein Hinderungsgrund vor dem erLeben von mehr und Weite.), um anzuerkennen was das Mensch ist: eine Tier-Art; und ebenso zu spüren und auch im Inneren zu fühlen, wie sehr wir in diesen kleinen erdmondlichen Natur-Bereich alle zusammen eingebunden sind.

{Dass das obige und folgende nur wenige Menschen auslässt, also fast uns alle irgendwie betrifft, ist auch klar. Denn Niemals trifft irgendeine Eigenschaft auf AllEs und All-Es zu (das klappt schon statistisch nicht), sonst wäre es keine Eigenschaft, sondern eine Voraussetzung, wie das Gravitation eine ist. Und *ich hier bin auch keine dieser Ausnahmen, sonst täte *ich nicht, was *ich hier tue:
Selbst-Aufklärung.}

Die beiden Zeitungs-Artikel, die *ich hier eingebaut habe, künden davon.
Sie deuten darauf hin, wie wenig wir von uns Selbst und von unserer Umgebung wissen. Sie zeigen auf, wie wenig ein "über" [oder ein unter-] zu mit-Menschen, oder zu irgendEtwas oder ein-Es um das Mensch herum, angebracht ist.

Davor noch eine kleine Einlassung zu den aktuellen Bemühungen um passende Anteile von Mensch zu Mensch, in so einigen Menschen-Bereichen.
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Erwischt!
Eine Schwebfliege am NektarStand.
Verwackelt
.
Titel: Die Quoten-Frage

Warum / Wozu gibt es fast in jedem Bereich der menschlichen erLebenswelt Benachteiligungen, grosse UnGleichGewichte und teils vollkommene Ausgrenzungen {egal, ob in Familien, Vereinen, Regionen, Wirtschaft[s-Unternehmen], Bildung / Wissenschaft, Politik und Sport}, von mit-Menschen, also den erst dadurch notwendigen Bedarf an Quoten zur Aufhebung dieser meist absurden  (damit meine *ich die "Argumente", die als Rechtfertigung aufgeführt werden!) gegenseitigen Ein- und Ausgrenzungen?

Diese lange Frage verkürzt: Wieso benachteiligen wir einander so grundsätzlich und überall?

Bis auf immer nur sehr wenige Ausnahmen, denn es gibt natürlich auch Menschen und Gruppen von Menschen, die mehr bekommen, als Diese je brauchen könnten - freimütig in den "Arsch geblasen", bis Diese vor laut[er] Vorteilen fast platzen. Aber, wie geschrieben, das sind absolute Ausnahmen, der Normalfall ist: Du gehörst dazu; Sie nicht! Und diese "Du", sind meist die Armen.

Kann es sein, dass das Mensch das Mensch, bis eben jetzt das Gleich=Wertigkeit verweigert? Das also jedes Mensch davon "beseelt" / benommen ist, dass das andere Mensch weniger bis nichts gilt; und, wie oben schon erwähnt, jeweils nur eine winzigste Minderheit mehr gilt, als fast alle anderen zusammen? Und es ist egal, ob ein-Es dem zustimmt, weil das Menschheit ist so aufgestellt / aufgeteilt. Sonst bräucht's doch ned überall Quoten: Frauen-, Männer-, Regional, Zuwanderungs-, Farben-, Fachgebiete- u.s.w.u.s.f. 

Also *mir erscheint es einfacher, wir erkennen und begreifen Einander als Gleich=Wertig an, und fördern Einander entsprechend, dann fallen auf einmal fast endlos viele Grenzen und K[r]ämpfe wegg. Aber diese Einfachheit versteht wiederum kein-Es? Komisch. Irgendwie ist das Mensch-daSein schon kompliziert; mehr als nötig, oder?
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Frühlings-Pracht-Bäume
an der Ecke Mehringdamm-
Bergmannstr., in B-Kreuzberg.
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Titel: Vom Sinn von Verantwortungs-losigkeit

Aus das Süddeutsche Zeitung, vom 23. April 2015, ein Gespräch, auf SZ-Seite geführt von Johan Schloemann

Überschrift: Der G-Null-Gipfel
Untertitel: Die globale Politik ist zu schwach, die Ursachen des Elends zu bekämpfen

VorSätze: Die moralische Verpflichtung, den Flüchtlingen zu helfen, ist akut. Aber wo bleibt eigentlich die Weltgemeinschaft? Die SZ hat Johannes Varwick gefragt, der zur Geschichte und Gegenwart der Vereinten Nationen, aber auch zur EU forscht. 

SZ: Zur Lage im Mittelmeer hört man jetzt oft: Man müsse natürlich sofort etwas tun — vor allem aber auch die Verhältnisse in den Ländern verbessern, aus denen die Flüchtlinge kommen. Ist die Entwicklungshilfe, die früher mal eine linke, progressive Forderung war, zu einem Abwehr-Argument geworden? 


Johannes Varwick: Ich fürchte, alle technokratischen Ansätze — die Ideen, dass man Regionen von außen stabilisieren oder in ihrer Entwicklung fördern könne — sind mehr oder weniger gescheitert. Das gilt gleichermaßen für den Versuch, mit Blut und Schwert eine gewisse Stabilität oder gar Demokratie zu erzwingen, wie auch für die idealistische Herangehensweise, nämlich durch fairere Handelsbedingungen und die Regulierung des internationalen Wettbewerbs die Lage zu verbessern. 


SZ: Aber haben sich nicht verschiedene Weltregionen auch positiv entwickelt? 


Johannes Varwick: Doch, es gibt auch Erfolge, vor allem in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas. Aber dieser eigene Wohlstands- und Wachstumspfad wurde nur durch die Entwicklung des freien Marktes erreicht — ob einem das nun gefällt oder nicht, denn nicht überall geht dieser Aufschwung damit einher, dass Demokratie und Zivilgesellschaft aufblühen. Andere Regionen haben sich leider sehr schlecht entwickelt. 


SZ: Und das kann man nicht ändern?


Johannes Varwick:  Jedenfalls ist große Bescheidenheit angebracht, was die Einflussmöglichkeiten angeht. Das heisst nicht, dass die Weltgemeinschaft den Kopf in den Sand stecken soll, im Gegenteil. Aber es heisst, dass gängige politische Rezepte wie „mehr Geld“ oder „mehr Kriegseinsätze“ (etwa in Libyen) sehr nüchtern zu sehen sind. Es bleibt eben ein Dilemma: Sollen die mächtigen Länder sich heraushalten oder nicht? Im Moment sind die antinterventionistischen Realisten sehr stark in der Offensive. 


SZ: Und warum reagiert die europäische Politik jetzt trotzdem mit der Devise „Verhältnisse vor Ort stabilisieren“? 


Johannes Varwick: Das ist erst einmal ein verständlicher Reflex auf die moralische Empörung, die ja auch geboten ist. Es darf einfach nicht hingenommen werden, dass Tausende Bootsflüchtlinge ihrem Schicksal überlassen werden. Gleichzeitig weiss natürlich jeder Politiker, dass eine komplette Öffnung der Grenzen innenpolitisch nicht durchsetzbar ist. Das heisst: Es gibt — selbst wenn die Hilfe für Schiffbrüchige verstärkt wird — de facto eine Abschottung; und diese kann man nach westlichen Standards nur dann verantworten, wenn man zugleich einen Ausblick auf eine mögliche Lösung des Problems in den Herkunftsländern anbietet. 

SZ: Das kann man entweder als guten Willen ansehen — oder als einen zynischen rhetorischen Trick. Aber wie sieht es in globaler Perspektive aus? Wie kann man die extreme Ungleichheit angehen?


Johannes Varwick: Die Weltpolitik steht zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes bei „G 0“, wie man in der Fachdebatte sarkastisch sagt — es gibt also eigentlich weder die „G 7“ oder „G 8“ noch „G 20“, sondern die Steuerung in der internationalen Zusammenarbeit ist bei null angekommen. Die USA ziehen sich zurück, und China, das aufsteigt, interessiert sich nicht für globale Ordnungsfragen. Dieses Vakuum, ja diese internationale Anarchie zeigt sich an einer ganzen Reihe von Krisen. 

SZ: Der ewige Frieden ist nicht eingetreten nach dem Fall der Mauer? 


Johannes Varwick: Nein. Überall zerfallen Ordnungen, und niemand fühlt sich international wirklich dafür verantwortlich. Das ist gefährlich. Selbst eine hegemoniale Ordnungsstruktur ist immer noch besser als gar keine. 

SZ: Und wirklich keiner tut etwas gegen diesen Zustand? 


Johannes Varwick: Natürlich gibt es viele internationale Anstrengungen: im Juli die Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba, im Dezember den Klimagipfel von Paris; es gibt die laufenden Verhandlungen zur „Post-2015-Agenda“, und so weiter. Aber letztlich setzen sich die großen Mächte in der Welt nicht genug für die internationale Zusammenarbeit ein. So wird das nichts. 

SZ: Es heißt doch, die Welt wachse durch ökonomische Verflechtung und globale Offentlichkeit immer mehr zusammen. Globalisierungs-Optimisten sagen: Die Lage ist gar nicht so schlimm, der Wettbewerb hat viele zu Gewinnern gemacht. Die UN funktionieren vielleicht nicht, aber es geht vielen Menschen besser. Ist diese Sichtweise falsch? 


Johannes Varwick: Nein, quantitativ stimmt das schon: In den riesigen Bevölkerungen in China und Indien haben so viel mehr Menschen am wachsenden Wohlstand teil, dass sich die Gesamtbilanz weltweit verbessert hat. Hunderte Millionen Menschen sind durch die Globalisierung der Armut entkommen — dies wäre so mit keiner Entwicklungshilfe von aussen möglich gewesen. Aber den armen und instabilen Regionen der Welt, in Afrika und im Nahen Osten etwa, bringt das leider gar nichts. Dort müsste die Weltgemeinschaft bewirken, dass die Staatlichkeit gestärkt wird; es müsste wirtschaftliches Wachstum gefördert werden, das zugleich ökologisch nachhaltig ist. 

SZ: Klingt Ziemlich unmöglich.


Johannes Varwick: Vielleicht. Aber anders als durch eine verbindliche internationale Kooperation lässt es sich schon gar nicht erreichen. Der politische Interessensausgleich fällt einfach nicht vom Himmel, er muss organisiert werden. 

SZ: An diesem Donnerstag treffen sich die EU-Regierungschefs. Glauben Sie, dass die EU in der aktuellen Flüchtlingskrise die Weltgemeinschaft als Akteur ersetzen kann?


Johannes Varwick: Leider nein. Europa ist auf der internationalen Bühne ein gespaltener Akteur, es gibt keine wirklich gemeinsame Politik, auch keine gemeinsame Flüchtlingspolitik. Und ich glaube nicht, dass die jüngsten Initiativen etwas daran ändern werden. 

SZ: Wird es jetzt nicht stärkere finanzielle Anstrengungen geben, um die Lage in Afrika und Nahost zu verbessern? 


Johannes Varwick: Sicher wird es mehr Geld geben. Aber ohne echte Weltpolitik wird das ein Tropfen auf den heissen Stein bleiben. Es wird die Probleme nicht lösen. Und Europas Politik allein ist das noch nicht einmal vorzuwerfen. 

SZ: Sind also alle Hoffnungen perdu, im Vergleich zur Weltlage vor noch ein paar Jahren, als man noch auf Obama und den Arabischen Frühling hoffte? 


Johannes Varwick: Jedenfalls haben viele Erwartungen getrogen. Nehmen Sie nur einmal das Beispiel Libyen, das jetzt als Zwischenstation der Flüchtlinge im Mittelpunkt steht: Die militärische Intervention dort war wohl richtig, aber sie ging nicht weit genug — es fehlte der lange Atem, und jetzt hat man dort einen zerfallenen Staat. Mit dem früheren Staatschef Gaddafi hätte man die aktuelle Not der Flüchtlinge wahrscheinlich besser in den Griff bekommen können.

Zur Person: Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick, Jahrgang 1968, ist Professor für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Universität Halle-Wittenberg. 


Ende SZ:-Gespräch

Schalala und hopp sassa, schalala und hopp sassa, trillalla und trölöllo, ach ja, hulla hölla bulllo bollä, hihihi und hahaha, ach ja ...
Was will *ich dem noch hinzufügen, wenn nicht einfach ein wenig huhuhu und bla bla bla?
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Ordnung muss sein.
Geknipst an der Kreuzbergstr.
in ...
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Titel: Woran erkennt das Mensch, dass es einstmals Fisch war?

Aus Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 22. April 2015, Beilage: Natur und Wissenschaft, von Christian Schwägerl

Überschrift: Bodenlos in Berlin
Untertitel: Erosion der Äcker: Gibt es ein globales Aufbäumen? 

Man stelle sich vor, mit Ausnahme von uns Menschen wäre alles, was aus lebendigem Erdboden entstanden ist, über Nacht weg. Sofort herrschte Not an fast allem, was wir zum Leben brauchen: An erster Stelle fehlten Brot, Milch, Gemüse, Fleisch, die in Form von Pflanzen und Tierfutter zu neunzig Prozent aus dem Boden stammen. Dann Kleidung, die größtenteils aus Baumwolle gefertigt wird. Auch Möbel wären weg und überhaupt alles, was aus Holz entsteht. 

Mit diesem Schreckensszenario, kunstvoll in einem Zeichentrickfilm inszeniert, eröffnete Klaus Töpfer, Leiter des Potsdamer „Institute for Advanced Sustainability Studies“ (IASS) am Montag in Berlin die „Globale Bodenwoche“, eine Zusammenkunft von Wissenschaftlern, Agrar- und Umweltexperten sowie Politikern aus achtzig Ländern. Die Botschaft des Treffens: Die dünne Schicht, in der Mineralien, Kohlenstoff und Lebewesen zusammenwirken, gehört endlich ins Zentrum der deutschen und internationalen Agrar-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik. 

Doch dort ist der Boden entweder noch nie gewesen oder als Thema verschwunden, weil es vermeintlich wichtigere Fragen gibt. Die Folgen sind gravierend. Falsche Landnutzung trägt dazu bei, dass 24 Milliarden Tonnen Boden durch Erosion im Meer verschwinden. Zu intensive Landwirtschaft bringt Hunderte Millionen Hektar ausgemergelter Ackerböden und Weiden hervor, die kaum noch Ertrag abwerfen. In Ländern wie China wird Bodenverseuchung durch toxische Substanzen zum existentiellen Problem. In Deutschland und anderswo laugen zunehmend intensiv bewirtschaftete Mais-Monokulturen, die für Stromproduktion und als Tierfutter angelegt werden, die Böden als Biotop und Kohlenstoffsoeicher aus. 

Das Problem der Böden besteht darin, dass sie gemeinhin als Dreck gelten und kaum wahrnehmbar sind. „Böden haben in der Politik keine Stimme“, kritisierte Sirajul Islam, Agrar- und Ernährungsstratege aus Bangladesch. Wie die 1,8 Millionen Menschen, die allein in seinem Land jährlich hinzukämen, künftig ernährt werden könnten, sei eine offene Frage. „Seit 1970 haben wir die Reisernte zwar auf 35 Millionen Tonnen mehr als verdreifacht, aber Erosion, Klima-Wandel und Bebauung setzen den Böden massiv zu“, sagte Islam. 

In Afrika werde mitunter sogar das Militiir eingesetzt, um kurzsichtige Bodenausbeutung etwa in Form von Plantagen auf früherem Weideland durchzusetzen, klagte Joseph Ole Simel aus Kenia. Es ist ein globaler Trend: Die Zahl der Menschen und ihre Nachfrage nach Milch und Fleisch steigt, die pro Kopf verfügbare Weide- und Agrarfläche sinkt. Klaus Töpfer hält es deshalb für dringend nötig, dass die Vereinten Nationen den Bodenschutz jenseits des laufenden „internationalen Jahres der Böden“ zu einem zentralen Thema machen und konkrete Ziele formulieren. 

Bei den „Sustainable Development Goals“, den globalen Nachhaltigkeitszielen, hat man den Böden kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Monique Barbut, Exekutivsekretärin der UN-Konvention gegen Wüstenbildung, machte sogar bei westlichen Umweltorganisationen eine gefährliche ignoranz aus. Die Wüsten-Konvention spiegelt das Wahrnehmungsproblem. Während die UN-Klima-Konvention medienträchtige Weltgipfel hervorbringt und die Biodiversitäts-Konvention wenigstens ab und an Aufmerksamkeit bekommt, blieb das dritte rechtlich-politische Ergebnis des Umweltgipfels von Rio im Jahr 1992 bislang völlig unbeachtet. Und das, obwohl ein besserer Umgang mit Böden Barbut zufolge der Atmosphäre drei Milliarden Tonnen Kohlendioxid entziehen könnte, einen beachtlichen Teil der Emissionen. 

Als „Mittel der Transformation“ beschrieb Töpfer die Rolle der Böden. Dass in Böden, naturwissenschaftlich betrachtet, totes Gestein zum Teil eines lebendigen Gebildes wird, ist jedoch nur eine Facette dieser Transformation. Töpfer geht es vor allem um kulturelle Transformation, darum, dass Boden zum Alltagsbewusstsein gehört. Die These: In Gesellschaften, die lernen, ihre Böden nachhaltig zu bewirtschaften, lösen sich wie von selbst auch andere soziale und Ökologische Pröbleme. 

Um Bewusstsein im Berliner Regierungsviertel zu transformieren, wird im „Park am Gleisdreieck“ an diesem Mittwoch eine Kunstinstallation eröffnet, die anhand eines Hektars Land die globale Bodennutzung inszeniert. Bis Ende Mai können dann die Besucher auch jene zehn Prozent begehen, die für Ackerland zur Verfügung stehen. Die Diagnose ist erschreckend: Mehr als ein Drittel dieser Ackerfläche gilt als degradiert.

Ende F.A.Z.-Artikel

So kann *ich also wohl zurecht bemerken: wir Menschen sind NutzTiere.
Wie alle anderen auch. Wir nutzen, was wir vorfinden und verbrauchen. Der Nachhaltigkeits-Gedanke ist ja nun sehr jung und der Widerstand entsprechend zu handeln noch enorm gross.

Wenn Sie jetzt auch an eine unserer, wenn nicht das wichtigste Quelle unseres daSein denken, an das irdische Gashülle, also das Quelle unseres Atems, dann ist das ein sehr passender Einfall. Auch damit gehen wir Menschen wie um? Vom Wasser muss *ich jetzt schweigen. Genug!

Wie glaubt mein Bekannter? "Das Mensch ist gaaanz anders als die Tiere!" Ach!? Worin? Vielleicht darin, dass wenigstens ein paar von uns wissen, dass es nicht so ist. Und das ist ja schon mal ein Fortschritt. Wenn auch kein grosser und auch kein nachhaltiger, weil dieses Wissen ist schon tausende Sonnenumkreisungen bekannt, ohne Verbreitung zu finden.
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Nenne *ich das nun: Wegelagerei?
Oder was?
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Titel: Vor dem Bewusst-Sein der Bedeutung eines erdmondlichen Rechts-Systems

Das Magazin "wired" veröffentlichte folgende Meldung:

Überschrift: US judge grants 'legal person' right to chimps

A pair of chimpanzees held at a university research facility in the United States have been granted a key legal right regarding unfair detention only ever previously extended to human beings.

In a historic ruling by the New York Supreme Court, it was determined that the two apes, Hercules and Leo -- who are currently kept at Stony Brook University for biomedical research -- are covered by a writ of habeas corpus, a law that governs against unfair detention.

Up until now, under the law of New York State, only a "legal person" could have a writ of habeas corpus issued on their behalf. Justice Barbara Jaffe's ruling could force the university to free the primates, and may potentially lead to more research animals being released in the future.

Hier der Link zum Original und vollständigen Text:

Noch sind wir Menschen nicht ansatzweise im Klaren, welche Reichweite und Veränderungen für uns das bedeutet, alle unsere erdmondlichen Mit-LebeWesen fair und aufmerksam zu behandeln und diese auch in ein Rechts-System einzubeziehen.

Vielleicht laufen wir auch deshalb mit fast geschlossenen Sinnen vor den aktuellen Herausforderungen davon und tun fast alles, das weitere Geschehen und Entwickeln auf Maschinen zu übertragen?
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Is *mir so rausgerutscht.
Weiss nich' wo?
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Schluss-Ansage: Es ist seltsam, zu wissen? Es ist seltsam zu wissen, dass in das Wissen das meiste Freude enthalten ist, und zu beobachten, mit wie wenig das Glauben zufrieden ist, wie es das daSein alleine nur mit Spass fesselt.

Das reicht dem daSein bis jetzt zum nötigsten. Fast überall lachende Gesichter, fast überall nur Spass, fast überall gerade das nötigste; jedoch ohne jede Freude, ohne das Füllung des Freude, das auch *ich darein fülle.

Und *ich erLebe hier inmitten des Glaubens, des blossen Glauben an AllEs und Jed-Es, und kann den Spass nicht mehr ab, aber auch das Freud ist noch nicht bereit *mich zu erfüllen.

Ach!? Es ist schon komisch. So DaZwischen da[zu]Sein, voll des Glaubens, ohne Spass darin, und mit der Zunge im Wissen, ohne Freude darauf?

Samstag, 18. April 2015

Von das Ein- über Viel- zur Wegg-Falt?

Titel: Wann erkennt das Mensch das Mensch-daSein?

Mensch-daSein? Wann erkennt das Mensch, was das daSein als Mensch ist? Was es m.a. bedeutet Mensch zu sein: VielFörmigkeit, VielFarbigkeit, VielGefühl, VielGespür, VielPhantasie, VielGlauben und WenigWissen. Noch. Nicht?

Wird es RaumZeit für eine tief- und weiterreichende UmGestaltung menschlicher Gesell- und Gemeinschaften? Wegg von den aktuellen Mangel- und Ein- und AusGrenz-Verhältnissen, die nur immer kleine Minderheiten ausreichend und noch kleinere Minderheiten sogar mit allem Pomp und übereich überschütten, hin zu Gesell- und Gemeinschaften, die alle MitGlieder erLebens-lang mit allem dafür nötigen frei und unbedingt versorgen?
Regionale Verschiedenheiten mit eingerechnet.

Das aktuelle System ist zwar menschlich, schliesslich ist es von uns Menschen entwickelt worden und menschenweit verbreitet, aber in allen Wirkungen auf uns und unsere BiosSphäre, und allen Vorstellungen überholt und fast komplett ungerecht, beharrlich und aggressiv. Oder?

Ökonomen, Soziologen, Psychologen und viele Andere haben längst beste Ideen, wie eine Gesellschaft ohne "Arbeitslosigkeit" (wieso zwingt die Gesellschaft Menschen zur nicht-teilhabe an all den Aufgaben und Tätigkeiten, die in einer Gesellschaft anfallen, und lässt lieber Infrastruktur verfallen, lässt so viele Pflege- und Ausbildungs-Tätigkeiten unbesetzt und fördert Unzufriedenheit, Misstrauen und auch Verbrechen? Kein-Es müsste ohne Arbeit sein, "Arbeitslosigkeit" ist quasi eine Kunstform.), Achtlosigkeit (auch für unsere mit-LebeWesen) und Armut und Obdachlosigkeit, also ohne solch krasse Fehlverteilung des Reichtums und des Mangels der Gesellschaft, und mit mehr Mit-Entscheidung jedes MitGlied-Es des Gesellschaft, zu gestalten wäre.
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Tulpen
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Allein, es fehlt noch an Offenheit und Mut diese Konzepte und Ideen ernst zu nehmen, es ist allerdings auch seeehr schwierig bis unmöglich, diese doch gewichtigen und prägnanten Änderungen des vorhandenen Systems, alleine zu tun. Das kann nur im MitEinander der Staatengemeinschaft gelingen, das überforderte eine Gesellschaft alleine. Vermute *ich zumindest.

Was *mir schon genügte, wäre ein ernsthafter öffentlicher, also immer transparenter innergesellschaftlicher Dialog dazu, und ein ebenso öffentlicher, und transparenter, Gesprächsbeginn mit den anderen menschlichen Gesellschaften, wie wir eine inzwischen doch längst globale Menschen-Gemeinschaft im mitEinander organisieren und verbinden.
Eine Menschen-Gemeinschaft die fürEinander daIst, statt wie bisher gegeneinander, in Ignoranz, Ausbeutung, Drohungen und sonstigen Feindschaften und nur sehr wenig wechselseitiger Freundschaft und Mitarbeit. Oder ist diese persönliche Bewertung falsch?

Wir müssten längst als Gleiche und auf Augenhöhe und mit dem Willen zur freien Verteilung von irdischen Ressourcen und menschlichem WissensStand mitEinander verhandeln. Und wie wir in dieser unser aller BiosSphäre weiter erLeben wollen, sicher, frei, vielfältig, gut versorgt und lange. OderNicht?
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F.A.Z., vom 16. April 2015
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Titel: Ist FremdenAngst ein MenschenRecht?

Warum nehme *ich eine Meldung von aggressiver FremdenFeindlichkeit aus Afrika und nicht eine von den vielen Meldungen aus EU oder USA?
Aus einem banalen Grund und einem grundsätzlichen. Ganz banal, weil es vom Format und Umfang passte, und grundsätzlich, weil es dabei gleichgültig ist, aus welcher Menschen-Gegend ein Akt von FremdenFeindlichkeit kommt. 

Egal, ob es die "Flurbereinigungen" aus religiösen "Gründen" sind, oder wegen anderer Oberflächenbeschaffenheit, oder Herkunft, oder Sprache, oder Kultur, es ist ein Aussen-Innen-Konflikt. Das Mensch ist ein Gruppen-Wesen und braucht sichere und vertraute Zugehörigkeiten.

Ich vermute: Je besser und dauerhafter die erLebens-notwendige Grund-Versorgung, die Anerkennung und die Geborgenheit in einer stabilen Gruppe ist, umso offener, zugewandter und einladender ist ein-Es?

Das lässt *mich weiter vermuten, dass wenn diese Umstände anders sind, wenn also die soziale und persönliche Absicherung bröckelt oder auch immer schon schwankend war, dass dann die natürliche FremdenAngst und die soziale Ein- und antisoziale Aus-Schliesslichkeit aggressiv übersteigert werden?
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Süddeutsche Zeitung, vom 16. April 2015
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Titel: Von der Annehmlichkeit der Bequemlichkeit

Kann *ich aus der obigen Meldung eine Gefahr heraus spüren, oder steckt das nur in *mir?

Aus das Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 17. April 2015, von Adrian Lobe

Hier das Link zum Original im F.A.Z.-net:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/automatisierter-journalismus-nehmen-roboter-allen-journalisten-den-job-weg-13542074.html

Überschrift: Automatisierter Journalismus
Untertitel: Nehmen Roboter Journalisten den Job weg?
Nachrichten werden inzwischen milliardenfach von Robotern geschrieben. Bald sollen sie auch über Sport und das Wetter berichten. Wo liegen die Grenzen der Schreibalgorithmen?

Roboter sind auf dem Vormarsch. In Amazons Lagerhallen sortieren sie schon Waren. In japanischen Krankenhäusern ersetzen Roboter Krankenschwestern. Und bald werden Roboterautos im Straßenverkehr unterwegs sein. Seit geraumer Zeit schreiben Roboter sogar Artikel. Als am 17.März 2014 in Los Angeles die Erde bebte, dauerte es nur drei Minuten, bis die „Los Angeles Times“ die erste Meldung publizierte. Geschrieben wurde sie von einem Programm namens Quakebot. Die Software ist so programmiert, dass er auf einen Alarm des U.S. Geological Survey reagiert, der auf ein Erdbeben ab einer bestimmten Stärke folgt. Quakebot extrahiert die Informationen und fügt sie in den vorgefertigten Text ein. Die Tatsache, dass ein Computer einen Text schrieb, sorgte für deutlich mehr Aufsehen als die Meldung selbst. „Algorithmus macht Journalismus“, jubelte „Zeit Online“. „Die Roboterjournalisten sind schon unter uns“, schrieb die „Welt“.

Die Nachrichtenagentur Associated Press nutzt seit Juli des vergangenen Jahres ein Software-Tool namens Wordsmith, das automatisch Finanzberichte verfasst. Zum Beispiel Quartalsberichte börsennotierter Unternehmen. Wordsmith nutzt die Technik der Natural Language Generation, um aus Daten Texte zu generieren. In einer Pilotphase wurden die Meldungen von einem Redakteur gegengelesen. Seit Oktober gehen die Meldungen ohne menschliche Kontrolle heraus, wie die Wirtschaftsredakteurin Philana Patterson dem American Press Institute sagte. Pro Quartal werden bei der AP dreitausend automatisierte Meldungen erstellt. Die Software stammt von dem Unternehmen Automated Insights. Die Meldungen folgen immer demselben Muster. Etwa: „Das in Cupertino angesiedelte Unternehmen verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatz von achtzehn Milliarden Dollar.“

Die Textbausteine stehen fest, der Algorithmus ergänzt die Lücken mit Daten, mit denen er gespeist wird. Automated Insights schreibt auf seiner Homepage, dass es auch die Syntax und den Stil zu variieren vermag. Mit Wordsmith könnten zudem Infografiken und Performanzanalysen (etwa über die Leistungsdaten von Sportlern) erstellt werden. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Die Redakteure können sich anspruchsvolleren Aufgaben wie Recherche oder Reportagen widmen und müssen sich nicht mehr mit Bilanzzahlen herumschlagen – das erledigt der Computer schneller und zuverlässiger. Ein Sprecher von Automated Insights teilt auf Anfrage mit: „Die Automatisierung ist besser für Kunden und Reporter, sie führt zu weniger Fehlern und zu einer größeren Newsroom-Effizienz.“ Automated Insights hat im vergangenen Jahr eine Milliarde Meldungen generiert – mehr als alle Medien zusammen.

Das Unvorhergesehene überfordert

Michael White, Professor für Computerlinguistik an der Ohio State University, sagt im Gespräch mit dieser Zeitung: „Der zunehmende Einsatz von Roboterjournalisten in traditionellen Medienhäusern bedeutet, dass menschliche Journalisten sich auf die weniger der Routine unterworfenen Aspekte des Journalismus konzentrieren können.“ Etwa investigative Recherche.

Associated Press hat angekündigt, die Software auch im Sportressort einzusetzen. Damit könnte die Agentur über Ereignisse berichten, über die sie zuvor nicht geschrieben hat, etwa über College-Matches oder Spiele unterklassiger Ligen. Dem Vernehmen nach will AP die Algorithmen auch auf andere Bereiche ausdehnen. Lou Ferrara, Vizepräsident und Managing Editor bei AP, sagte dem Portal Journalism.co.uk: „Wir hoffen, uns auf datengesteuerte Bereiche hinzubewegen, etwa Wahlprognosen oder Wettervorhersagen.“

Die Frage, die sich vor diesem Hintergrund stellt, ist: Werden Algorithmen in ferner Zukunft auch komplexe Texte wie Kommentare oder Analysen verfassen, für die logisches Denken, Argumentation und Einordnung erforderlich sind? Werden sie also zur Urteilsbildung beitragen? Und den Journalisten vollständig den Job wegnehmen? Der Computerlinguistik-Professor White erwartet das nicht: „Es ist unwahrscheinlich, dass Roboter den Journalismus jemals übernehmen werden, weil Nachrichten eben nicht reine Routine sind“, sagt er. So habe die Agentur AP eine Geschichte über einen Basketball-Trainer gebracht, der sein College-Team einen Tag nach dem Tod seiner Mutter zum Sieg führte. „Solche Ereignisse treten nicht häufig genug ein, um das zu programmieren und den Roboterjournalisten zu trainieren, mit solchen Fällen umzugehen.“ Will heißen: Das Unvorhergesehene überfordert die Maschine. Doch die Algorithmen lernen dazu.

Das Chicagoer Unternehmen Narrative Science hat die Software Quill entwickelt, die zehn bis fünfzehn Seiten lange Investment-Berichte für Unternehmen schreibt. Zu den Kunden zählt unter anderen die Credit Suisse. Der Algorithmus durchforstet Unternehmensbilanzen nach relevanten Zahlen und fügt das Datenmaterial zu einem kohärenten Text zusammen. Ein Absatz, den das Magazin „Technology Review“ veröffentlichte, liest sich recht passabel. Man merkt dem Text zwar an, dass er von einem Computer verfasst worden sein muss. Doch er vermittelt die wichtigsten Informationen. Und darauf kommt es an. Die Stilfrage ist in diesem Zusammenhang zweitrangig. So mancher Jahresbericht eines Konzerns liest sich sperrig. Die Frage, wozu künstliche Intelligenz imstande ist, hängt davon ab, welche Syntax und Logik der Algorithmus beherrscht. Setzt er nur Daten in vorgefertigte Schablonen ein, die der Mensch programmiert hat? Oder vermag er einzelne Textbausteine, sogenannte Templates, selbst zu einem logisch konsistenten Stück zusammenzusetzen?

„Der limitierende Faktor liegt auf der Content-Seite“, sagt der Computerlinguist White. Der Fortschritt der Datenanalyse bedeute, dass Roboterjournalisten „immer interessantere Dinge“ zu sagen hätten. „Wir sind aber noch weit davon entfernt, einen Computer zu haben, der Leute wie den Basketball-Trainer interviewt und herausfindet, wie die Zitate in eine kohärente Geschichte passen.“

Ende F.A.Z.-Artikel

Da werden also schon erste kleine Maschinen mit einer unabhängigen Energie-Quelle ausgestattet. Einer Energie-Quelle die zumindest die nächsten paar Milliarden Sonnenumkreisungen "kostenlos" und täglich zur Verfügung steht.

Das nächste sind natürlich Maschinen, die auch Orts-Unabhängig sind, also autonom fahren oder laufen oder fliegen können. Die sehr wahrscheinlich auch in die Lage versetzt werden sich zu reparieren und weiter zu entwickeln, darauf folgt dann natürlich der nächste Schritt, der Fort... Fortpflanzung ist in diesem Zusammenhang ein falscher Begriff, also der Fortproduktion. Maschinen produzieren autonom die nächste Generation.

Was *mich dabei zumindest irritiert ist, dass dieser Prozess von Menschen ein-geleitet wird. W-Es als Mensch etwas aufmerksam in das Menschheit herum und herein spürt, weiss, warum *ich diese Entwicklung mit Sorge begleite. Das Mensch ist ein LebeWesen mit enormem Potential, das aber bis eben Jetzt nur im Nano-Bereich zum Vorschein kommt und das auch noch überaus fein verteilt.

Das Mensch hat viele warme, fried- und  freund-liche Eigenschaften, kann auch über das normale überLebens-wichtige Muss wissbegierig und lernbereit sein, kann umsichtig, zuvorkommend und verständnisvoll sein. Zu unser aller LeidWesen sind diese Ausprägungen des Menschen sehr selten und brauchen jeweils gute oder kluge Umstände, um zur Wirkung zu kommen. Daneben ist das Mensch und alle seine Werke fehlerhaft, was wiederum selbst kein Fehler ist, weil das Natur so eingerichtet ist: Fehler sind natürlich / normal.

Mir ist also ziemlich bange, wenn wir beginnen Maschinen autonom zu machen, sie mit Energie und Werkzeugen auszustatten, die sie in die Lage versetzen werden, völlig unabhängig von uns zu agieren, zu reagieren und zu interagieren. Jedes Mensch wird freilich behaupten, -Es tut das entwickeln von autonomen Maschinen mit besten Absichten, zu unserer Unterstützung und Erleichterung, und mit sämtlichen Reflexen, die einen Schaden für uns Menschen vermeiden oder sogar ausschliessen. Glauben könnte ein-Es das immer, alleine, wissen kann das kein-Es.

Nein, nach wie vor wissen wir nicht, warum wir daSind, was wir tun und wohin das Reise geht, wir tun einfach. Bisher war das kaum gefährlich für uns; für viele Mit-LebeWesen schon und auch für fast alle ÖkoSysteme, die wir teils kräftig, teils vollkommen umgestaltet, oder sogar vernichtet haben.

Eines unserer Haupt-Merkmale ist weitgehende Rücksichts-losigkeit.
Sowohl in und für uns Selbst, als auch zu, mit und in unserer gemeinsamen BiosSphäre. Und für *mich ist vollkommen klar, dass wir diese Eigenschaft bewusst oder unbewusst auch auf alle unsere Produkte / Geschöpfe übertragen. Es wäre für *mich als absolut kein Wunder, wenn wir mit dieser Rücksichts-losigkeit Selbst zum Opfer werden.

Und noch ein Fund:
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, vom 19. April 2015
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Wie lange hat das Mensch noch Arbeit?

Ja, gut, w-Es will schon arbeiten, lieber bedient werden, oder?
Tja, unsere natürliche Trägheit  (Bequemlichkeit?) könnte kein Vorteil sein?
...üss